Brüllen hilft manchmal doch

…nach einem wahnsinnigen Tag

Ich hatte das Schnuffeltuch namens „Bedde“ waschen müssen. Wir haben keinen funktionierenden Trockner und die „Bedde“ hat es nicht geschafft bis zum Abend zu trocknen. Wir haben das besprochen, die „Bedde“ morgens gemeinsam in die Waschmaschine gelegt und später auch aufgehängt. Ersatz habe ich angeboten. Er wurde abgelehnt.

Die Kinder liegen frisch im Bett.

Dita: „Wo is meine Bedde (Schnuffeltuch)?“

Ich: „Die ist gewaschen und hängt leider noch auf der Leine.“

Dita: Wo is meine Bedde?

Ich so: „Die ist gewaschen und hängt noch nass auf der Leine. Ich bringe sie dir, sobald sie trocken ist.“

Dita: „Wo is meine Bedde?“

Ich wieder: „Die hängt leider noch nass auf der Leine!“

Dita mit Nachdruck und Kreissägen-Unterton: „Wo is meine B-e-d-d-e?“

Ich mit Nachdruck: „Die hängt noch nass auf der L-e-i-n-e. Die ist doch heute gewaschen worden! Die ist noch nicht trocken! Ich bringe sie dir, sobald sie trocken ist!“

Dita: „Ma-maa-a-a-a? W-o  i-s-t meine B-e-d-d-e?“ Ihre Lautstärke wird sehr unangenehm. Sehr!

Ich resigniert: „ Die hängt noch nass auf der Leine! Soll ich dir ein anderes T-Shirt von mir als Ersatz bringen?“

Dita: „NEEE-IN! Wo is meine Beddeeeee?“
Das geht noch ein Weilchen so weiter.

Weil das Spiel kein Ende findet, brülle ich entnervt:

„DIE HÄNGT NOCH NASS AUF DER LEIIIIIINEEEEEE!“

Stille. Das Kind legt sich nieder und schläft einfach ein, als sei nichts gewesen. Ohne Bedde!😳

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