Zahnärzte können mehr als sie glauben

Ein offener Brief.

Liebe Frau Zahnärztarin (Zitat des Sohnes),

heute waren Sie zu Besuch im Kindergarten und hatten nicht nur neue Zahnbürsten und eine Puppe mit verrückten Ideen im Gepäck, nein, Sie hatten auch tolle und wichtige Informationen für die Kinder! Nicht nur die Kinder sind von Ihnen, liebe Frau Zahnärztarin, begeistert, sondern auch ICH. Da redet man sich jahrelang den Mund fusselig und versucht auf allerlei Wegen die Zahnpflege im Speziellen und Allgemeinen an die Kinder heran zu tragen. Man predigt, lebt und macht vor, man kauft lustige Zahnbürsten in Wunschfarben, Bücher zum Thema und Lieblingszahnpasten….und was kommt am Ende raus? Der Zahnputzkrimi! Gemaule, Gemecker, Gezeter im Bad. Kein Kind lässt mich nachputzen, die Zahnpasta wird förmlich aus der Tube heraus gegessen….es ist zum wahnsinnig werden.
Aber nicht so heute! Ich hörte meine Kinder meine Worte….also es waren heute Ihre Worte, aber sonst waren es immer meine Worte,… also die Kinder erzählten mir vorbildlich wie es geht und belehrten mich darüber, dass die Eltern, nachdem man so und so schon selbst vorgeputzt hat, dass die Eltern dann nachputzen müssen. Und nur eine erbsengroße Portion Zahnpasta solle man nehmen und keinesfalls runter schlucken……ich möchte in Tränen ausbrechen vor Glück! Ob dieses Mantra durch Ihren Besuch nun endgültig angekommen ist, oder erst heute wirklich gehört wurde…egal! Ich hoffe es hält an! Und wenn es denn anhält:
Können Sie bitte öfter vorbeikommen! Ich hätte da noch ein paar weitere wichtige Informationen, die Sie bitte an meine Kinder herantragen möchten!
Ich bin nicht eingeschnappt, wenn es bei Ihnen besser gelingt als bei mir! Ich wäre SEHR dankbar!

Also folgende Liste wäre noch zu bearbeiten:

1) Spielsachen die man benutzt oder wahlweise nur durch die Gegend geworfen hat, werden vor dem Beginn einer neuen Tätigkeit verräumt.
2) Unmut und Wünsche werden in deutlicher Sprache und normaler Lautstärke vorgetragen!
3) Es wird sich nicht an Türklinken gehängt und daran geschaukelt.
4) Schlafende Mitbewohner, ob Katzen, Geschwister oder Eltern, werden schlafen gelassen und es wird ihnen nicht ins Auge gepikst oder auf ihnen herum gehüpft!

to be continued

Ach, und vielleicht hört unser Kater ja auch besser auf Sie.
Da wünsche ich mir, dass er nicht vorn an der Haustüre hinausschießt, um 3 Minuten später wieder miauend an der Terrassentür zu sitzen. Gefühlte 17mal am Tag.

Viele Grüße ein Elter
(bei meinem Sohn gibt es eine Einzahl von Eltern :-))

  2Comments

  1. Anke   •  

    Kannst Du mir die Zahnärztarin mal vorbeischicken, wenn sie Deinen Kindern das alles beigebracht hat? Zähneputzen geht zwar (meistens) bei uns, aber bei den Themen Aufräumen, Wutschreie, Klettern und Andere aufwecken haben meine Beiden definitiv Nachholbedarf! 🙂

    • Beatrice Beatrice   •     Author

      😀 Ich warte sehnsüchtig darauf, dass sie mal eine Fortbildung für „Sprechen in normaler Tonlage“ macht.:-D Ich halte dich auf dem Laufenden. LG

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