Gartenupdate, Aufgaben und Entdeckungen

Neben diversen Aufgaben, Terminen und Vorhaben, die sich derzeit stapeln, genieße ich diese wunderbaren Sommertage. Ich finde es einfach schön so und das tolle Wetter entschädigt für den verregneten Sommer.

Der Garten hat sich doch hier und da noch wacker ins Zeug gelegt und ein paar Blümchen hervorgebracht. Das was die Nacktschnecken nicht mochten oder übrig gelassen haben, hat alles gegeben.

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Staudensonneblumen vor strahlend blauem Himmel….

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Bienchen bei der Arbeit auf einer Echinacea.

Bienen haben wir unglaublich viele diesen Sommer. Große und kleine Libellen flitzen durch die Luft.  Auch richtig viele Kohlweißlinge und ein Tagpfauenaugenpärchen schwirren durch den Garten.

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Die italienischen blauen Weintrauben reifen. Und die, die wir schon genascht haben, schmecken unglaublich lecker, süß und aromatisch. Das gibt´s im Supermarkt um die Ecke nicht so. Wir mussten die Kinder schon stoppen, sonst wären die Unreifen auch schon geplündert. Ein paar Tage noch, dann kann geerntet werden. Lecker!

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Unser Zwergapfelbäumchen reift auch heran. Die Äpfel sind zwar auch Zwergäpfel, aber haben für Kinder die perfekte Snackgröße.

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So sieht´s aus, wenn man einen Obstbaum beschneidet, aber immer wieder dabei unterbrochen wird. 😀

Ich habe nämlich unsere Mirabellnbäume beschnitten. Bei Pflaumenbäumen macht man das, so las ich mir an, nach der Ernte im Spätsommer. Unsere alte Mirabelle ist vom Vorbesitzer gruselig zunichte geschnitten worden. Also eigentlich steht kein Ast mehr, wie es sich gehört. Aber schon letzten Sommer habe ich so gut es ging nach fachkundiger Anleitung aus dem traurigen Gestümpe alles heraus geschnitten, was in die falschen Richtungen wuchs.

Sprich, alles was zu steil nach oben, zu steil nach unten oder ins Innere hinein wuchs oder sich später irgendwann grob in die Quere käme, musste ab. Dieses Jahr belohnte der arme pilzbefallene Baum mit Blüten und einer kleinen Schale voller gesunder und unglaublich wohlschmeckender Mirabellen. Ich hoffe, das wird nächstes Jahr noch besser.

Da der Baum so schlimm verschnitten ist und zudem durch den Pilzbefall nicht mehr wirklich stabil, kann man keine lange Leiter anlehnen oder gut darin rumklettern. Die Äste brechen zu schnell. Also versuchte ich mein Bestes auch in höhere Regionen zum Schneiden zu kommen. Allerdings haben wir dieses Jahr nicht nur unglaublich viele Nacktschnecken bei uns im Garten, sondern auch unglaublich viele Spinnen.

So hab ich mir schon ein paarmal diese freundlichen Schädlingsbekämpfer aus meinen Haaren gefischt. Nicht so schön, wenn man gerade im morschen Baum kraxelt.

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Der Sohn hat sich aus den geschnittenen Zweigen ein „Tipi“ gebaut.

Ich habe mir aus ein paar Zweigen einen neuen Kranz für die Tür gebunden.

 

 

 

 

Im Haus haben wir auch ziemlich viele Spinnen. Die ein oder andere findet man schon leblos, offenbar von den Katzen erledigt, aber manche laufen oder hocken auch irgendwo. Zumeist sind es meine speziellen Freunde die Hauswinkelspinnen. Pfui, pfui, pfui (schüttel). Und heute hörte ich den Mann nur aus dem Schrank rufen: „Hier sitzt ein Monster im Schrank mit rotglühenden Augen!“

Dieses „Monster“ war ein riesen Nachtfalter. Genaugenommen ein Windenschwärmer. Ein beeindruckendes Tier. (zwischen 8cm und 12cm Spannweite).

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Windenschwärmer

Ich hätte, obwohl ich mit Faltern keine Probleme habe, wahrscheinlich laut gekreischt, wenn er mir aus der Wäscheschublade entgegen gekommen wäre. ( Da ist er sehr wahrscheinlich hineingeraten, weil ich kürzlich Wäsche über Nacht draußen hängen gelassen habe und er sich an einem Wäschestück meisterhaft getarnt hatte. )

Mit einem Glas und einem Stück Pappe konnten wir ihn retten. Nach dem ausgiebigen Fotoshooting ließen wir ihn auf eine Pflanze im Garten krabbeln.

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Ich habe derweil neue Unkrautfreunde hinzugewonnen. Neben der gemeinen Quecke, die ich an dieser Stelle dort auch noch gründlich ausgraben muss, hat sich die Zaunwinde dieses Jahr wahnsinnig vermehrt. (Deshalb vielleicht auch der Windenschwärmer, der man es, wenn alles mit Winden überwuchert ist). Die dicken weißen Wurzelausläufer der Zaunwinde lassen sich schlecht aus der Erde ziehen und brechen schnell ab. Aber ich bin da hartnäckig.

Der Herbst bietet noch reichlich zu tun im Garten.

Und zum Schluss freue ich mich auf die Herbstblüher. Die in meinen Augen stets unscheinbare Fette Henne ist aus der Nähe betrachtet richtig schön und fängt gerade erst an zu blühen.

fette-henne

  4Comments

  1. Anni   •  

    Oh, habt Ihr einen tollen Garten! 😍

    • Beatrice Beatrice   •     Author

      Vielen Dank! Mir macht es auch richtig Spaß. Ich freu mich, dass ich keinen schattigen Balkon mehr begrünen muss. Endlich blüht auch was. 🙂

  2. Steffy   •  

    Das ist ja schön geschrieben, da geniesst man den Spätsommer gleich richtig mit 😊
    Bei uns ist es so ähnlich, nur die Schneckenplage ist dies Jahr viel begrenzter, als die letzten beiden. Also blüht es bei uns auch noch schön…
    Viel Arbeit isses aber man entspannt ja auch orgendwie dabei.
    Aber der Windenschwarm-Drache hätte mich zum quiecken und wegrennen gebracht, mit Motten und Faltern hab ich es nicht so. Dabei tun die gar nix, ich weiß. Reflexe 😉

    • Beatrice Beatrice   •     Author

      Ja es entspannt. Und obwohl wir einen eher wilden Garten haben, freu ich mich immer, wenn der Rasen gemäht ist. Das sieht so schön aufgeräumt auf. 😀 Voll spießig. 😀 In letzter Zeit kann ich sogar Unkraut jäten und die Jüngste spielt im Sand ganz zufrieden weiter.

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