Spielplätze- Was ich mir bei einem Spielplatz wünsche.

…Und ein paar Spielplatz-Empfehlungen im Kölner-Süden.

 

Auf dem Blog dreaming today geht es bei einer Blogparade um Spielplätze.

Da wollte ich auch schon länger etwas zu schreiben. Deshalb folgt schon wieder ein Beitrag zu einer Blogparade. Manchmal braucht man einfach eine Initialzündung.

Trotz Garten gehen wir noch immer gerne auf Spielplätze. Tatsächlich gibt es rund um unsere neue Heimat einige. Größere sowie kleinere. Teilweise auch sehr schön gemacht.  Aber es gibt sehr oft irgend ein Manko. Von zu wenig Schatten im Sommer, ein zu weitläufigem Gelände ohne Umzäunung und deshalb Hundekacke auf dem Spielplatz oder falsche kalkulierte Schwierigkeitsgrade bei den Spielgeräten, ist alles dabei.

Ich habe in den letzten 6 Jahren einige Spielplätze gesehen. Einige habe ich sehr lieb gewonnen. Andere haben ihre Saison. Die in der prallen Sonne z.B. gehen nicht im Sommer.

 

Wann ist ein Spielplatz für mich ein Rund-um-sorglos-Spielplatz?

1.Wenn er großzügig umzäunt ist, damit die Kinder viel Fläche zum Spielen haben und keine Hunde auf den Spielplatz kacken! Ich mag Hunde. Aber nicht deren Hinterlassenschaften auf einem Kinderspielplatz.

2. Eine schöne Bepflanzung mit Gebüschen zum Verstecken und Bäumen, die im Sommer Schatten spenden und im Winter Sonne durch lassen.

3. Genügend und regelmäßig gelehrte Mülleimer.

4. Genügend Bänke für die Eltern in der Sonne und im Schatten.

5. Spielgeräte die Sinn machen.

Zu oft begegnen mir Gerüste, die für große Kinder viel zu langweilig sind und keine Herausforderung bieten, aber von Kleinkindern einfach nicht alleine erklettert werden können. Sprich, Selbstständigkeit und Erfolgserlebnisse bleiben bei den Kleinen aus und die Eltern müssen ständig um das Gerüst rum tänzeln.


Der erste Platz des unsinnigsten Spielgeräts geht deshalb an dieses Modell:

 

Die Sprossenleiter ist steil und die letzte Sprosse hat keine wirkliche Greifmöglichkeit mehr um sich hochzuziehen. Kleinere Kinder finden die  in der Plattform eingelassenen Griffmulde einfach nicht. Oder kommen überhaupt nicht dran. Sie schaffen den letzten Schritt nicht ohne Hilfe. Für größere Kinder ist das ganze Ding einfach zu klein und die Rutsche voll lahm.


6.Eine Rutsche sollte aus glattem Metall sein und nicht aus Plastik, das mit der Zeit porös wird und nicht mehr rutscht. Eine Rutsche die nicht rutscht bringt´s irgendwie nicht.
Und als Tipp: Die Rutschbahn selbst nicht gen Süden ausrichten. Das wird im Sommer zu heiß.

7.Die Spielgeräte sollten regelmäßig gewartet werden. Nichts ist frustrierender als eine Wasserpumpe im Sommer, die nicht funktioniert. Oder eine Schaukel, bei der man sich sorgt, ob sie nun noch in der Verankerung bleibt oder nicht.

Im Idealfall hat man einen Spielplatz der ein tolles Kletter-Rutsch- und Schaukelangebot für größere und kleinere Kinder bietet.

8. Auch noch wichtig, das komplette Gelände sollte so angelegt sein, dass man es überblicken kann ohne ständig den Kinder hinterher rennen zu müssen. Wie schnell ist man mit mehreren Kleinkindern im Stress, wenn sie hinter üppigem Buschwerk (bei länglichen Geländen) verschwinden und ständig nach einem rufen, weil sie auf versteckt liegenden Spielgeräten ein Problem haben. Ein weiteres Kind ist vielleicht noch im Krabbelalter, aber zufrieden im Sand und man möchte oder kann es nicht nicht alleine lassen.
Ich sehe den Spielplatz nämlich nicht als Ausflug, bei dem ich als Mutter die Animateurin spiele und ständig um die Kinder rum turne. Ich möchte mich im Hintergrund halten, alles überblicken und die Kinder alleine machen lassen.
Nicht aus Faulheit. Einfach weil ich das super wichtig finde.


Zwei Lieblings-Spielplätze gibt es  in Köln-Zollstock im Vorgebirgspark. Leider sind sie mittlerweile so gut besucht, dass es glatt in Stress ausartet. Es ist zu voll! Jedenfalls am Nachmittag.

 

Es gibt einen kleinen „Baby“-Spielplatz:

Mit Krabbelkindern und Toddlern fast perfekt.
Schatten und Sonne sind vorhanden. Ein Klettergerüst mit Rutsche für Kleinkinder und komplett alleine zu meistern.

Viel Grün drum herum.

Ein überschaubares Gelände. Unattraktiv für größere Kinder. Die langweilen sich dort. Die Kleinen können also ungestört alles erkunden.

Eine Unfallquelle gibt es jedoch. Wobei sie gleichzeitig Attraktion für alle Kinder ist. Das Karussell.

Ja, da steht mein „Auto“ im Hintergrund.

Sind nur kleine Kinder da, passiert nicht wirklich was. Wenn aber wilde 4 Jährige das Karussell ordentlich in Schwung bringen, ist es für die Toddler ungünstig.

Das Sirenchen und das Knöpfchen hatten neulich Spaß mit dem Karussell. Am Ende lagen sie beide im Karussell und blicken in den Himmel. Drehend versteht sich. 😀

Man kann mit Kleinkindern wirklich ganze Nachmittage oder Vormittage hier verweilen. Die sind zufrieden dort.
Dann gibt es noch den „großen Spielplatz“ gleich um die Ecke. Den finde ich vor allem im Sommer sehr angenehm. Es geht immer ein Lüftchen. Die großen Bäume, das viele Grün. Herrlich!
Dieser Kletterturm…

…mit Rutsche wurde schon von vielen kleinen Laufanfängern erklommen und alleine mutig errutscht! Das ist wirklich eine kleine Mutprobe. Aber der Triumph in den kleinen Gesichtern, wenn sie sich alleine getraut haben, ist unbezahlbar.

Seit 3 Jahren ungefähr gibt es auf dem gleichen Gelände noch ein Klettergerüst aus dicken Balken mit einer schönen langen Rutsche. Dieses Gerüst schaffen aber wirklich nur große Kinder. Das Sirenchen schafft es alleine nicht bis zur Rutsche zu klettern. Die dicken Balken sind zu weit auseinander.
So kommen sich kleine und große Kinder aber auch nicht in die Quere.

Da! Ganz hinten erahnt man das Klettergerüst für die Großen!

 

Einen tollen Kletterspielplatz für jüngere Kinder gibt es auch im Forstbotanischen Garten in Köln. Jedoch gibt es in unmittelbarere Nähe keine großen Bäume, so dass man im Sommer immer die prallen Sonne auf dem Kopf hat. Das ist ein Minuspunkt.
Das gilt auch für den sensationell schön gemachten Kletterspielplatz im Fritz-Encke-Volkspark in Köln-Raderthal. Da gibt es für kleine und große Kinder wirklich zwei tolle große Gerüste. Aber auch keinen Schatten. Eines unserer Spielpatzerlebnisse dort habe ich HIER schon mal beschrieben.

 

Kennt ihr auch Klettergerüste, die komplett an den Zielgruppen vorbei gehen?

 

 

 

 

  7Comments

  1. Pingback: Aufruf zur Blogparade: Spielplätze - Traumhaft oder wahrgewordener Albtraum? -

  2. Lara   •  

    Schön, dass du mitgemacht hast und danke für deinen Beitrag. 🙂
    Ich hätte definitiv Lust euch mal zu Besuchen, besonders das Klettergerüst sieht toll aus.

    Ich würde wirklich gerne wissen, was für eine Qualifikation man braucht Spielplätze zu designen, an die Kinder und Familie wird manchmal wirklich nicht gedacht. Auch nicht, bei der Gestaltung der Spielgeräte. Ähnlich wie du oben beschriebst, gibt es bei uns einen Spielplatz, wo eine Leite auf eine Rutsche auf einmal (gewollt) zwei Sprossen fehlen. Für kleinere Kinder ein Hinderniss. Doch zum Glück gibt es auch viele tolle Spielplätze, wie dein Beitrag wieder unterstreicht.

    Ach und auf seinen Hund auf einen Spielplatz machen lassen sollte es eine hohe Geldstrafe plus Schuhputzdienst geben!

    Liebe Grüße,
    Lara

  3. Anke   •  

    Wir haben jetzt letztens einen neuen Spielplatz ausprobiert, den ich eigentlich sehr schön und auch für kleinere Kinder geeignet fand. Das Thema sind Bücher, passenderweise liegt er auch hinter einer Buchhandlung. Große Holzbücher bilden Stapel, auf die man klettern kann, es gibt scheinbar im Boden steckende Bücher, auf deren Buchrücken die Kinder balancieren können, eines davon mit angelehntem Riesen“bleistift“, der runter gerutscht werden kann. Dann gibt es noch ein „Buch“, das ein Dach für ein Häuschen bildet, unten drunter zwei Röhren. Und ein aufrecht stehendes „Buch“ mit Löchern zum Durchgucken und -klettern und zwei Bücherwürmern drin. Alles sehr süß gemacht.
    Das Problem: der Spielplatz befindet sich zwar GANZ in der Nähe einer belebten Bushaltestelle, aber eben hinter der Buchhandlung und wird offenbar nicht gepflegt. Kippen im Häuschen, Dreck in den Röhren, und während wir dort am hellichten Vormittag waren, kam ein Mann um die Ecke und pinkelte an die Rückwand der Buchhandlung. 🙁 Zum Glück hat meine Tochter das nicht gesehen. Ekelhaft und sehr schade, weil ich deshalb nicht mehr dorthin möchte.

    • Beatrice Beatrice   •     Author

      Ach, sowas ist doch echt doof und ärgerlich. Schade, wenn solche Plätze nicht gepflegt werden!

  4. Anna   •  

    Super schöner Beitrag👍, ich kann deine Anmerkungen genauso unterschreiben. Mich packt gerade akutes Heimweh… ganz liebe Grüße

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