#WMDEDGT /5.Mai 2017

Erprobte Blogger machen schon länger mit und geneigten Lesern ist der #WMDEDGT ein Begriff.

Wer nicht weiß, was das bedeutet, hier die Lösung: Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag.

Und das hat Frau Brüllen initiiert und dort findet man auch noch ganz viele andere Teilnehmer/innen. Hier.

 

Mein Tag in Zusammenfassung war so, wie die der derzeit überall schlüpfenden Buchsbaumzünslerraupen. Obwohl es genug zu essen gibt, gibt es nicht das Richtige, weil die bevorzugte Kost schon vertilgt wurde. In unserem näheren Umfeld gibt es keine grünen Buchsbäume mehr. Außerdem sind diese Raupen den ganzen Tag aktiv, ohne wirklich von der Stelle zu kommen.


7.10: erwache ich von einem lieblichen Amselkonzert.
7.18: klingelt der Wecker. Die Kinder ziehen die Rolladen hoch und fangen sofort an zu spielen und wissen schon: 10 Minuten sind noch drin.
Ich stehe auf, ziehe mich an, bitte die Kinder sich auch anzuziehen, was ausnahmsweise prompt funktioniert. Ich gehe derweil nach unten und mache die Frühstücksdosen zurecht und die Spülmaschine voll und an. Hatte ich abends keine Lust mehr zu.


Der Sohn beschert mir dann noch einen Lachanfall.
Er kam den 4. Tag in Folge mit zwei verschiedenen paar Socken an. Ich fragte ihn, ob er keine passenden mehr hätte.

Er: „Doch, sogar ganz viele!“
Ich: „Und wieso ziehst du die nicht an?“
Er: „Weil die Socken, wenn ich sie auseinander mache falsch rum sind.“


8.10: bringe ich die Großen in den Kindergarten und gehe noch einkaufen. Zu Hause helfe ich dem Knöpfchen beim Anziehen, die bis dahin alleine und friedlich gespielt hat. Wir wecken den Papa. Der hat heute seinen freien Tag. Da geht es etwas gemütlicher zu.
9.10: Wir frühstücken zusammen.
9.45: Ich krame etwas wirr in der Küche rum und warte auf die Spülmaschine. Ich gucke hier und da ins Soziale Netzwerk und sammle mir noch ein paar Informationen aus dem Netz.
Zwei Amtsdinge wollen erledigt werden. Ich finde nicht die passenden Informationen und möchte sie telefonisch erfragen. Aber: Die Sachbearbeiterin ist im Urlaub und an anderer Stelle ist Freitags keine Sprechzeit. 🙁
Irgendwann zwischen 10 und 11 kopiert der Mann ein paar Sachen für die Amtsdinge, ich mache die Post fertig.

Der Mann entschwindet gegen 11 Uhr zu einem Termin und ich mache die Wäsche. Die Spülmaschine ist auch fertig. Ich räume sie genervt aus. Denn sie trocknet nicht mehr. Man muss alles von Hand abtrocknen, wenn man zügig die nächste Runde laden möchte.
Ich belade die Maschine neu.

Das Knöpfchen spielt seit dem Frühstück friedlich und alleine. Ihre Dialoge sind fast wie ein Hörspiel das nebenher läuft.

12.00: Das Kind mag keinen Mittagsschlaf machen. Also gehen wir ein bisschen in den Garten. Sie schaukelt und fährt mit dem Rädchen ein paar Runden. Ich buddel ein bisschen in der Erde.

13.00: Mittagessen. Es gibt was Leckeres vom Vortag.
Ich gähne und wünschte wir könnten einen Mittagsschlaf machen. Aber daraus wird nix. Der Mann kommt wieder nach Hause. Das unterbricht die einsetzende Mittagsschwere beim Knöpfchen. Ich laufe ein bisschen wie Falschgeld hin und her, krame hier, hänge Wäsche auf, suche die Turnsachen der Mädchen zusammen und kippe mir hektisch noch einen Becher Kaffe in den Kopf.

14.10: Ich fahre mit dem Knöpfchen zum Kindergarten und hole das Sirenchen, den Sohn und einen Freund ab. Die Jungs lade ich zu Hause beim Mann ab und fahre mit den Mädchen weiter zum Turnen.

15.00: beginnt das Kinderturnen. Heute startet es verzögert und ein wenig wirr, weil wegen eines Elternsprechtages die Parkplätze vor der Halle zu geparkt sind und alle erst nach und nach eintrudeln. Das bringt das Sirenchen durcheinander. Was ihr letzte Woche große Freude bereitet hat, will sie heute nicht mit machen. Sie bleibt die ganze Stunde stur auf der Bank sitzen. Ein bestimmtes Mädchen fehlt nämlich.
16.00: 2. Turnrunde mit dem Knöpfchen. Jetzt dürfen die Kleineren in die Halle. Mit Mama. Das Sirenchen macht jetzt auch mit. Beide Kinder schwitzen und habe rote Backen. Das finde ich süß.
16.55: Die Kaffewirkung lässt nach und die stickige Turnhallenluft macht mich fertig. Ich fiebere dem Ende entgegen und stehe mit etwas ermatteten Kindern endlich an der frischen Luft.
Auf dem Schulhof ist ein netter Kletterspielplatz. Mit ein paar anderen Mamas und deren Kindern bleiben wir noch. Ich bin müde und habe Kreislaufprobleme. Ich kann mich nicht aufraffen.
18.00: Wir sind wieder zu Hause. Der Vater des Kindergartenfreundes bekommt vom Mann gerade eine kleine Führung durchs Haus. Ich denke: „Na toll. Männer machen sowas an Tagen, an denen es komplett unaufgeräumt ist.“
18.20: Wir sind wieder unter uns. Die Kinder wollen eine Runde Immer dieser Michel sehen. Ich bin einverstanden und lege mich mal kurz mitten im Esszimmer auf den Fußboden. Ich bin ganz platt. Die Kinder legen sich nacheinander alle mal auf mich drauf und kuscheln mich. Der Mann geht einkaufen, er möchte mir eine Bolognese kochen.

18.30: Ich raffe mich auf und tippe diesen Tag runter, bevor ich Abendbrot mache und die Kinder ins Bett bringe.

19.00: Es gibt Abendbrot für die Kinder. Sie essen als Nachtisch zum Hirsesalat Mispeln. Die haben wir neu für uns entdeckt und die kommen gut an. Erstaunlich gut.

19.35: Die Kinder und ich sind im Bad. Es geht ganz flott heute. Ich erkläre, dass ich total matschig und müde bin und keine Lust mehr habe zu sprechen. Ich sage, sie würden das doch kennen. Wenn man ganz müde sei und deshalb so maulig. Sie nicken und lassen sich recht unkompliziert ins Bett kuscheln.

20.05: Gibt es noch einen Zwischenfall, weil sich die drei Kinder gezankt haben. Sie treten alle einzeln nochmal an, um ihre Beschwerden vorzutragen, gehen dann aber alleine wieder ins Bett, ohne einen Schiedsspruch von mir abzuwarten.

20.17: Hier sitze ich jetzt und tippe stumm zu Ende, was ich angefangen habe und denke, ich habe Feierabend für heute. Bin aber etwas brummelig, weil ich von irgendwie nix Richtigem so platt bin und ständig hungrig.

Dieses Bild entspricht ungefähr meiner geistigen Verfassung heute.

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