Ein rührseliges Einkaufsdebakel und warum es manchmal ok ist inkonsequent zu sein.

Inkonsequenz Nr 1:

Die Uroma bedenkt neuerdings die 6 jährigen Urenkel mit Taschengeld. Das finde ich eigentlich noch komplett überflüssig. Jedenfalls der Sohn kann noch nicht rechnen und irgendwie ist ihm die Bedeutung vom Wert des Geldes auch noch nicht so wirklich verständlich. Aber das diskutierst te nicht mehr mit ner 90 Jährigen, der es eine riesen Freude macht ihren „großen“ Urenkeln heimlich was zuzustecken. Ich hatte dann die angesammelten 20 Euro für den Sohn verwahrt.

 

Inkonsequenz Nr. 2 mit gerührter Mama:

Heute machten wir uns dann auf den Weg um u.A. ein Kindergeburtstagsgeschenk für den nächsten Tag zu besorgen. Ich sagte noch: „Wir suchen NUR was für das Geburtstagskind (einen Kindergartenfreund vom Sohn) aus! Ihr könnte euch alles angucken, aber NICHTS wollen!“
Der Sohn sagte dann, er könne ja sein Taschengeld mitnehmen und davon das Geschenk kaufen.

„Du möchtest wirklich von deinem Taschengeld das Geschenk kaufen?
„Ja!“
Ich überlegte und fand das aber sehr großherzig. Ach, mein Sohn. schnüff. Ich schlug vor, er könne ja mal schauen, ob er etwas für sich selbst davon kaufen wolle.
Damit war das Gebot, es gäbe nur etwas für das Geburtstagskind dahin.

 

Inkonsequenz Nr. 3 mit sehr gerührter Mama:

Im Geschäft bejubelten die Mädchen auch so Allerlei. Es wurde alles bestaunt und toll gefunden und es kam die Frage, ob sie sich auch etwas aussuchen dürften.

Ich sagte: „Vielleicht hat euer Bruder ja die Spendierhosen an für euch.“

Der nickte sofort und sagte freudig: „Jaa! Ich kaufe für die beiden auch etwas!“
Ich brech zusammen.

 

Inkonsequenz Nr. 4 mit einer Mama, die am liebsten in Tränen ausgebrochen wäre:

Tatsächlich konnte sich keiner so richtig für eine Sache entscheiden und wir steuerten nach einem Drogeriebesuch noch ein anderes Geschäft mit Spielzeugabteilung an. Es wurde wieder viel bestaunt und toll gefunden und ich musste die Möglichkeiten des vorhandenen Taschengeldes und den Preisen ein wenig steuern. Da fanden wir den Playmobil- Troll im Angebot für knapp 9 Euro. Der Troll fehlt noch in der Rittersammlung und der Preis war super. Die Mädchen fanden dann jeweils noch eine Playmobil- Elfe mit Ring für je 3 Euro. Auch im Angebot. Das passte gut, und es gäbe sogar noch Wechselgeld für ein Eis oder so. Wir liefen glücklich zur Kasse.
Dort wollten die Mädchen keinesfalls ihre komplett identischen Elfen vertauschen und der Sohn sagte: „Ich habe eine Lösung. Du legst deine Elfe hier hin. Ich den Troll in die Mitte und du legst die Elfe hinter den Troll. Dann wird nix verwechselt!“

Der Sohn regelt die Sache an der Kasse.

Hach….mein lieber Sohn. Ich schmilz dahin.

Dann ging es ans Kassieren und auf dem Display kostete der Troll nun plötzlich knapp 18 Euro. Ich wies darauf hin, dass er im Angebot gewesen sei. Die Kassiererin telefonierte, es dauerte. Wir warteten. Ich erklärte den Kindern, dass der Troll offenbar falsch ausgezeichnet sei. Dann wäre er zu teuer und das Geld würde nicht reichen. Es stellte sich dann heraus, dass ich mich offenbar vertan hätte. Ich war nicht 100%überzeugt von meinem Irrtum. Aber der Laden war mega voll und alle Leute sehr genervt. Ich wollte keinen zusätzlichen Umstand machen. Ich weiß wie es an so vollen Tagen zugeht in der Dienstleistung. Ich wollte aber auch den Kindern nicht sagen: Dann geht es leider nicht. Sie hatten sich alle drei so gefreut und prima miteinander geeinigt. Ich gab dem Sohn schließlich ein paar Euros dazu. Obwohl ich kein Geld für Spielsachen ausgeben wollte. Und gleichzeitig tat mir schrecklich leid, dass der Sohn nun sein ganzes Taschengeld auf den Kopf gehauen hatte. 🙁
Das sagte ich ihm auch. Aber er fand das gar nicht schlimm! Er freut sich riesig über den Troll.

Da weinte ich imaginär ganz fürchterlich und bin für den Rest des Tages weichgespült wie nur was.

(Und das nächste Angebot fotografiere ich einfach, dann hab ich nen Beweis sofort zur Hand an der Kasse!)

 

 

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