Schnuppertag in der Schule-nicht ohne Mama

Obwohl ich nach wie vor guter Dinge hinsichtlich des Schulstarts bin, bekam ich heute ein Preview auf das bevorstehende Einschulungsszenario.

Ich ahnte, dass des Sohnes Ausspruch: „Aber es gibt in der Schule doch auch eine Eingewöhnung wie im Kindergarten.“ ernst zu nehmen sei.

Heute war Schnuppertag in der Schule.
Normalerweise geht ja der Kindergarten mit den Vorschulkindern zu diesem Schnuppertag. Aus irgendwelchen Gründen ist das aber unter gegangen. Da meine Kapazität an Zeitmanagement, sich stapelnden Terminen und nun auch noch einer desolaten Fitness bei allen Beteiligten (Ich HASSE Halsschmerzen, Kopfweh, Schnupfen, Bindehautentzündung und das alles), musste ich mit dem Sohn zu diesem Schnupperdings.
Ich sprach mit dem Sohn schon im Vorfeld darüber, dass er dort eine Schulstunde mit seinen neuen Klassenkameraden mit machen würde. Und dass Eltern dabei auf dem Schulhof warten würden.
Soweit war alles klar.
Am Treffpunkt wurden wir nett begrüßt. Der Sohn wand sich vor Unsicherheit und vergrub sich in meiner Strickjacke. Ich wusste derweil nicht ob ich schwitzen oder frieren sollte. Die halbe Nacht hatte ich kaum geschlafen, wegen unerträglicher Schluckschmerzen, die ins Ohr hinein strahlten. Aber was solls. Keine Zeit zum Anhalten gerade. Nach dem Schnuppern radelte ich nämlich auch noch zum Ohrenspezialisten mit dem Sirenchen. Aber das ist eine andere Geschichte, die wieder neue Termine hervorbrachte.

Schließlich wurden die Kinder in ihre zukünftige Klasse geleitet. Ich blieb mit zwei mir bekannten Mamas auf dem Schulhof, doch schon bald kam eine Erzieherin mit dem Sohn und meinte, er hätte sich partout geweigert, den Klassenraum zu betreten. Ich sah ihn fragend an und er schüttelte den Kopf. Ich sagte, ich ginge mal mit und begleitet ihn wieder zum Klassenzimmer. Er weigerte sich dennoch  hinein zu gehen. Er meinte, es seien zu viele Kinder und ich solle seine Lehrerin sein. Erst als ich etwas bestimmter wurde und sagte, wir würden da jetzt zusammen rein gehen, es sei MIR wichtig, ging er mit. Ich musste mich neben ihn setzen und dann ging es.
Nun war es gemein, dass die eigentliche Klassenlehrerin ausgerechnet heute krank war und eine Vertretung die Stunde führte. Jedoch machte sie das auch sehr nett und die Kindergruppe schien mir eine sehr nette Truppe zu sein. Ich muss zugeben, dass ich sofort im Grundschullehrerinnenmodus war. Ich hätte auch sofort übernehmen können. Ich mag ja das Grundschulalter bei Kindern sehr.

Nach einem Gesprächskreis gab es eine kleine Aufgabe am Platz, die die Neulinge mit ihren Patenkindern bearbeiten sollten. Der Sohn taute etwas auf und ich durfte mich dann am Rand hinsetzen und die Belagerung auflösen. 😀 . Er selbst saß an einem Tisch mit einem Jungen, den er schon ein bisschen kennt und einem engagierten Paten. Ich würde sagen, das passt sehr gut.

Dennoch gingen mir einige Gedanken durch den Kopf. Woran liegt es, dass der Sohn sich so eingeschüchtert fühlt und ohne mich nicht traut? Es war sowohl in der Spielgruppe als Toddler und im Kindergarten auch beim Kindergartenwechsel nie ein Problem gewesen. Er war schnell und unkompliziert eingewöhnt.

Nun ist die Schule groß, die Umstellung auch…ich kann ihn auch verstehen. Schluss mit kuschelig.

 

Für den Schnuppertag wäre der Besuch mit einer Erzieherin sicherlich unkomplizierter gewesen. Da hätte sich die Option Mama ja gar nicht ergeben.

Aber wie wird das dann zum Schulstart?
Ich kann ja nicht jeden Tag bis 12 Uhr in der Schule hocken. Dann kann ich auch gleich wieder selbst unterrichten und die erste/zweite Klasse übernehmen. 😀

Ich bin aber ziemlich sicher, dass ich dem Sohn die Zeit geben muss, die er braucht, um anzukommen. Ich bin sogar sicher, dass er schnell ankommt, wenn ich kein Hau-Ruck-Verfahren anwende. So nach dem Motto: Das ist ab jetzt genau so und da lässt sich auch kein Kompromiss finden.
Dann tut er sich nämlich länger schwer, als wenn ich ihn begleite.
Dennoch, und das weiß ich auch sicher, zu mitfühlend darf ich auch nicht sein, dann kehrt sich die unterstützende Situation nämlich ins Gegenteil. Ich würde es also Begleitung mit Anschubsen nennen wollen und so umsetzen.

So ist der Plan. Aber es vergeht ja noch ein klitze kleines bisschen Zeit. Wer weiß, was sich da noch wandelt. Und wenn der Sohn dann erstmal mit seiner super Schultüte und dem tollen Ranzen in der Schule steht, dann geht die Sache vielleicht auch von allein viel besser.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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