Der 5. Geburtstag vom Sirenchen

 

Das Sirenchen hatte an ihrem Geburtstag selbst zum Kindergeburtstag geladen. Also ok..ich hatte geladen. Die Einladungen dazu sahen so aus:


Da hat sie selbst ein wenig Hand mit angelegt. Die Herzchen waren ihr sehr wichtig. Und die Glitzerpunkte. Als wir die Einladungen im Kindergarten verteilten, riefen die geladenen Damen alle verzückt: „Uaaah, mit Gliiiitzer! Wie schöööön!“ 😀

Ich hatte bis heute morgen dann noch ein bisschen Angst, dass ich alles absagen müsste, wegen der Ohrenschmerzengeschichte beim Sirenchen.

Aber ich erwachte heute morgen von den Worten: „Mama, heute habe ich Geburtstag!“ Das Sirenchen strahlte mich an.

Oh, da fiel mir ein Stein vom Herzen, denn das Sirenchen erwachte nicht weinend von Ohrenschmerzen, sondern voller Vorfreude. Das war schon mal sehr gut.

Da ich am Abend davor ziemlich müde war und auch frustriert, dass mir der gewünschte und eigentlich simple Hello Kitty Kuchen nicht gelungen war….vermaledeites Fondant!!!!

…hatte ich für das Frühstück den Tisch noch nicht hergerichtet.

Nachdem ich mit dem Sirenchen eine Runde gekuschelt hatte, erwachte auch der Sohn und gratulierte seiner Schwester sofort herzlich. Echt süß! Ich holte dann das Geschenk einfach ins Kinderzimmer. Das Sirenchen strahlte. Sie hatte ENDLICH ihre Schminkpuppe. Da sprach sie schon lange lange vor Weihnachten von und vergaß den Wunsch nicht. Den musste ich ihr einfach erfüllen. Während sie die Puppe begutachtete, schoss der Sohn imaginäre Herzchen-Pfeile in die Luft, aus denen es Blumen und Konfetti über das Sirenchen regnete. <3 Der kleiner Kerl ist irgendwie romantisch.

Bevor ich dann den Frühstückstisch deckte, zeigte ich dem Sirenchen betreten, was aus ihrem Hello Kitty Kuchen geworden war. Sie drückte mich mit den Worten: „Mama, das macht doch nichts! Der Kuchen ist auch so schön! Arme Mama!“ Oh, diese Kinder sind so rührend.

Nach dem Frühstück spielten die Kinder alle drei ganz reizend mit der Schminkpuppe und ich räumte und kramte. Die Oma kam schließlich auch noch und brachte ein Geschenk vorbei. Auch ein Herzenswunsch. Ein Einhorn mit Barbie.

Schwups war es fortgeschrittener Mittag. Die Oma fuhr, die Kinder durften eine DVD gucken. Das Geburtstagskind wählte Heidi (die alte Version!).

In der Zeit machte ich den Tisch zurecht…

 

…und bereitete schon ein paar Häppchen für den Abend vor. Ich machte kleine Sandwichs. Die schmecken etwas durchgezogen ja nochmal so gut. Dazu wollte ich Würstchen, kleine Tomaten und Gurken, sowie etwas Obst reichen.

Als der Heidi-Film vorbei war, kam der Sohn und sagte: „Mama, den Tisch hast du so schön vorbereitet! Du bist die beste Tisch-Bereiterin!“  Das Sirenchen strahlte mich auch an. Hach Kinder. Ihr seid so zauberhaft. So macht es Spaß!

Schließlich spielten die Kinder noch etwas im Garten und dann ging es auch schon los. Die Gäste trudelten ab 15:45 gemütlich ein. Die Kinder zerstreuten sich friedlich im Haus und als die letzte Freundin eingetrudelt war, gab es Kuchen.

Danach spielten alle Kinder im Kinderzimmer und es gewitterte etwas. Ich überlegte derweil, wie ich mein eigentlich draußen geplantes Spiel indoor gestalten könnte. Aber da hörte es schon wieder auf zu regnen. Die Kinder kamen gesprungen und liefen mit Regenschirmen durch den Garten. Als die Sonne wieder heraus kam, konnte ich mein Spiel doch mal draußen anbieten.

Es gab einen Parcours zu meistern. Von der Terrasse aus mussten die Kinder einzeln und nacheinander ein Brett hinunter balancieren und einen von vielen Luftballons von der Wäscheleine schnappen. Die hingen so hoch, dass die Kinder springen mussten. Normalerweise hatte ich geplant an dieser Stelle mit dem Schlauch immer mal mit Wasser zu spritzen. Als Störfaktor und zusätzlichen Thrill. Aber es war so abgekühlt nach dem Gewitter, dass es ohne Wasser besser war. Mit dem ergattern Luftballon mussten sie um die Johannisbeersträucher laufen und einen Regenschirm aufnehmen. Dann mit dem Schirm über ein anderes Brett zum Klettergerüst hin balancieren. Dort den Schirm ablegen und hochklettern und dort auch noch einen Luftballon ergattern. Die hatte ich mit Wäscheklemmern oben an einer Strickleiter befestigt. Nach dem Klettern mussten die Kinder um den Mirabellenbaum rennen und über ein kleines Hindernis springen.  Danach hätten sie normalerweise auch noch durch eine, vom Schlauch in Intervallen gesprühte Schranke renne müssen. Aber wegen dem Wetter fiel auch das aus.  Zum Abschluss gab es noch ein Wurfspiel. Als Belohnung gab es, wie ein Kind sagte: eine viel schönere Medaille als eine echte.

Die hatte ich auf Wunsch vom Sirenchen gebastelt. Etwas Pappe, etwas Papier und Kleber. Fertig.

Nachdem alle den Parcours durchlaufen hatten, kletterten und schaukelten alle noch, matschten in der Matschwanne und warfen mit Luftballons. In der Zeit verwandelte ich die Kaffeetafel in die Abendbrottafel und es konnte wieder zu Essen geben.

Und dann war auch schon Abholzeit. Alle Gäste weg. Es war sehr friedlich, sehr schön und komplett unkompliziert. Das ist ja nicht immer so. Glück gehabt.

Meine Drei durften dann noch ein paar Folgen Peppa Wutz sehen und ich brachte das Kinderzimmer wieder in Ordnung.

Als ich beim Zu Bett bringen das Sirenchen fragte, ob sie mit dem Tag zufrieden gewesen sei, nickte sie lächelnd und mit einem vielsagenden Augenblinzeln. Sie ist glücklich und hat sich über jedes einzelne Geschenk richtig gefreut. Über die Gäste aber auch. Sie sprach noch davon was ihre Freundinnen und sie im Kinderzimmer alles schönes gemacht haben.

Ich freue mich und bin sehr dankbar, dass der Tag so entspannt war.

 

 

 

 

 

 

 

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