Kein geregelter Alltag in Sicht

Hier läuft in letzter Zeit nichts wirklich in gewohnten Bahnen.
Ich hatte schon mal beschrieben, dass einiges zu erledigen war. Viel davon ist abgearbeitet. Die meisten Termine erledigt. Es wird wieder luftiger.

Ein richtiger Alltag konnte sich aber nicht wieder etablieren. Ständig hat ein Kind Ohrenschmerzen. Das Sirenchen hatte in Kombination mit einer Erkältung eine Mittelohrentzündung und der Sohn dann auf Grund der Erkältung auch die Ohren zu und Ohrenschmerzen. Schön nacheinander. Somit war ich ständig mit einem Kind beschäftigt. Auch nachts, versteht sich. Und ich konnte mich so auch nicht um mich kümmern. Dabei hätte ich Schlaf so dringend gebraucht. Ich schleppte mich 2 Wochen mit immer wieder kehrenden Halsschmerzen rum. Die gingen dann von alleine und plötzlich weg. Meine Bindehautentzündung musste ich aber dann mal behandeln. Da hab ich mal den Hausarzt aufgesucht und nicht, wie im März den Augenarzt. Man lernt ja dazu. Dennoch, ich war ständig bei irgendeinem Arzt und unterwegs. Sehr nervig.

Der Mann hat außerdem einen wechselnden freien Tag in der Woche. Das ändert sich alle paar Monate. Kaum hat man sich an den einen Tag gewöhnt, ist es ein anderer. Das macht mich ganz durcheinander. Ich hab dann auch immer so ein Wochenendgefühl, wenn er da ist. Aber das stimmt ja nicht.

Das Köpfchen schläft mittags nun überhaupt nicht mehr und hat auf Grund dessen oft eine üble Laune. So hinterließ sie beim Kindergartenkennenlernnachmittag neulich einen „sympathischen“ Eindruck, in dem sie geschlagene 30 Minuten randalierte, weil sie mit den großen Kindern im Außenbereich spielen wollte, anstatt den „Babykram“ mit den anderen Neulingen zu machen. Ich hatte Angst, die 2 jährigen Neulinge würden gleich mitheulen aus Sympathie und den Kindergarten schlimm finden. Die guckten mit großen Kulleraugen, die Armen.
So war das.
Täglich habe ich auch die Diskussion mit dem Knöpfchen, warum sie noch nicht im Kindergarten sein kann und wann es endlich startet.

Diskutieren muss ich ohnehin viel in letzter Zeit. Der Sohn will alles immer ganz genau wissen und hinterfragt meine Auskünfte oder Aussagen. Und wenn ich ihn um etwas bitte, dann gibt er mindestens Widerworte oder weigert sich. pffffff.
Gleichzeitig ist er sehr kuschelig.

Das Sirenchen will, nach eigener Aussage, derzeit einfach immer nur bei mir sein. Was ich einerseits sehr rührend finde und ihr gewähre, aber manchmal ist das auch anstrengend. Weil Turnen ohne mich geht nicht und für den Kindergarten brauche ich auch Überzeugungskraft und gute Nerven.

 

Am Freitag und Samstag waren die Kinder so schräg drauf, dass ich nicht mehr wusste, ob sie vom Hafer oder einer Tarantel gestochen worden waren. Unfassbar. Von super schlecht gelaunt und maulig, bis wahnsinnig und komplett beratungsresistent, war alles dabei. Ich konnte im Grunde nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Da war nichts mehr zu steuern. Vielleicht war es der Vollmond? Ich habe das schon öfter beobachtet und kann einen Zusammenhang nicht ausschließen.
Der Samstag begann um 5.36 mit zänkischen Kindern, die es sich nicht nehmen ließen das ganze Haus mit kreiselnden Murmeln in einem kleinen Metalltopf zu wecken. Dabei hatte ich empfohlen etwas LEISES zu spielen. Das war die erste Bitte, die sie galant überhörten, bis ich sie anbrüllte. Meine Laune war auch nicht die beste und mit dieser fragwürdigen Methode hatten sie mich immerhin verstanden. Die Murmeln pausieren seit dem. Aber es fielen ihnen am Tag noch diverse andere Dinge ein. Dass sich keiner  a la Michel aus Lönneberga „ne Suppenschüssel über den Kopf stülpte oder ein Örestück verschluckte“ war alles.
Und ich wusste wieder, dass 5.30 für mich eine gaaaaanz ungünstige Aufstehzeit ist. Ich habe dann nicht mehr vom Tag, sondern einfach nur mehr Müdigkeit und schlechte Laune.

Am Sonntag war es dann aber wieder friedlich. Das Wetter war traumhaft. Nicht zu heiß, aber sonnig.
Die Kinder wünschten einen Ausflug zum Weiher. Sie wollten Ruderboot fahren. Das machten wir. Und danach saßen der Mann und ich auf einer Bank und beobachteten die Kinder. Die wiederum brachten uns ständig zum Lachen. Als sich ein Tretboot direkt vor uns am Ufer fest fuhr, setzten sich die Kinder, wie im Kino direkt davor in die Wiese und bestaunten schweigend die 4 Tretbootfahrinnen, die ihrerseits ebenso lachen mussten, wie wir. Es war eine so skurrile Situation. Sie kamen einfach nicht mehr vom Fleck.

Und so lachten wir noch lange am Sonntag über die Situation und freuten uns, dass die Kinder noch so schön im Garten spielten, bis sie ins Bett gingen.

Eine neue Woche startet nun nicht im üblichen Alltag, weil der Sohn noch zu Hause blieb und ich das Sirenchen früher im Kindergarten abholte. Wegen dem hartnäckigen Schnupfen und den regelmäßig einzunehmenden Tröpfchen.

Es wird nicht langweilig.

 

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