Eine Woche Großfamilie in Zeeland mit Erholungsfaktor

Ich habe schon ein Beitragsbild im Kopf. Aber das passt auch zum nächsten Beitrag. Und ich habe ein paar Fotos, die schmücken diesen Beitrag auch. Hier stapelt sich nämlich die Wäsche und der Garten braucht meine Hand und der Haushalt auch und überhaupt. Aber ich möchte euch ja nicht vorenthalten, dass wir wieder da sind. 😀

 

Wir waren eine Woche in Zeeland. Für alle Nicht-Niederlandekundigen: Das ist von Köln aus gesehen eine Fahrt an Aachen und Antwerpen vorbei irgendwie immer geradeaus, bis man auf den Halbinseln von Zeeland landet. Den Mittelpunkt dieser wunderschönen Ecke bildet Middelburg, wie der Name schon vermuten lässt. Und wer nun denkt ich sei eine Fachfrau…..hahahaha.

 

Diese Brille fand ich beim Aufräumen unter eine Matratze im Ferienhaus. Schlauer machte sie aber nicht.

…um ehrlich zu sein wusste ich bis gestern nicht so genau wo ich mich dort geografisch genau einordnen kann und wusste nur, dass es mir außerordentlich gut dort gefällt. Das reichte für die Woche auch an Orientierung. 😀

Wir hatten ein riesiges Ferienhaus direkt an den Dünen angemietet, weil wir tatsächlich im Familien-Clan anreisten. Meine Eltern, meine Geschwister nebst Partner und mein Neffe, sowie meine Nichte waren dabei.
Das Haus bot genügend Platz, Schlafräume und Bäder für so viele Leute, was wir alle sehr angenehm fanden.

Die beiden 6 jährigen Jungs teilten sich ein großes Kinderschlafzimmer, in dem eigentlich auch die Mädchen bequem Platz gefunden hätten. Aber es zeichnete sich schnell ab, dass die Jungs deutlich aufgekratzter waren und mit weniger Schlaf auskämen. Außerdem wollten meine Mädchen bei mir schlafen. Somit bezog ich mit den beiden ein gemütliches Zimmerchen mit Dachfenstern und schob dort die beiden Einzelbetten zusammen und an die Wand. Somit konnte kein Kind aus dem Bett purzeln und wir konnten zudem liegend aus dem Dachfenster in den Himmel sehen.

Eine Besonderheit war das dicht bewachsenen und sehr weitläufige Dünengelände hinter dem Haus. Dort konnten wir zwei Tage lang direkt hinter unserem Haus Hirsche beobachten.

Aus dem Dachfenster observiert.

 

Ich habe diese Woche sehr genossen und fand ein paar Punkte sehr erholsam. Morgens waren die Frühaufsteher der Familie immer schon wach und konnten die frühaufstehenden Kinder beaufsichtigen. Ich blieb jeden Tag mit dem Langschläferknöpfchen bis zum Frühstück im Bett liegen und las. Im Bett liegen und lesen ist für mich ein Knaller.
Generell stand ich als Mama nicht so im Dauerfokus der Kinder. Es waren ja genügend andere Erwachsene da. Die Jungs waren ohnehin die meiste Zeit mit sich beschäftigt. Und das allabendliche Zubettgeh-Szenario teilte sich auch auf. Meine Schwester übernahm die Jungs und ich meine Mädchen. Da verlief das Abendritual so entspannt, wie ich es mir immer wünsche. Richtig schön war das. Kein überdrehtes Gekreische und Gehampel im Bad. Ich musste nicht schimpfen und die Mädchen schliefen im Null-Komma-Nix ein. Die Jungs blieben noch länger wach, blieben aber in ihrem Zimmer.

Überhaupt hatte ich mit dem Sohn ganz wenig zu tun in der Woche. Das war ganz komisch, aber auch gut. So hatte ich vor allem auch Zeit um mit dem SIrenchen innig zu sein.

Bei so vielen Erwachsenen im Haus, war es auch möglich, dass ich mich einfach mal eine Stunde raus zog und am Tag in Ruhe lesen konnte oder mal flott über die Dünen zum Strand marschierte. Das tat so gut und war auch wichtig.

 

Dennoch gab es auch knifflige Momente. Das Knöpfchen stellte mehrfach die Frage, wem denn das Haus gehöre. Ob denn das das neue Haus von meiner Schwester sei. Oder ob wir da jetzt immer wohnen. So ganz verstand sie die Sache Ferienhaus nicht. Zudem gab es in den Bädern eingelassene Lampen in den Decke, die sie als Knöpfe betitelte. Nachdem sie die „Knöpfe“ einmal entdeckt hatte, weigerte sie sich die Bäder zu betreten und auf Toilette zu gehen. Es half nicht, dass wir ihr alle diese „Knöpfe“ als Lampen erklärten und vorführten. Sie wollte nichtmal selbst den Lichtschalter betätigen, um es zu überprüfen.
Zum Glück gab es eine Gästetoilette im Erdgeschoss ohne „Knöpfe“, die sie dann tagelang immer nur mit der Oma zusammen benutzte. Immerhin musste ich ihr so nicht wieder Windeln anziehen.

(Bei fast panischer Angst ein Badezimmer mit „Knöpfen“ in der Decke zu betreten, könnte man ja fast an Erinnerungen an ein früheres Leben glauben.)

Das Bad zum Waschen betrat sie allerdings nachher doch wieder mit mir. Ich konnte sie in der Badewanne waschen, allerdings dufte ich nicht die Brausefunktion benutzen.

 

Ich habe das Knöpfchen viel getragen in dem Urlaub und einmal ist sie so feste eingeschlafen auf meinem Rücken, dass sie leider pullerte. Mein Rücken, Trage und Kind waren warm und klamm . Ich war sehr dankbar um die Waschmaschine im Ferienhaus. 😀

 

Das Knöpfchen wartete überdies noch mit ein paar anderen Kapriolen auf. Aber das schreibe ich in einem gesonderten Beitrag auf.

 

Insgesamt hatten wir eine abwechslungsreiche Woche. Wir waren Ponyreiten mit den Kindern, haben eine Bötchentour durch Middelburg gemacht und waren natürlich so oft es ging am Strand.

 

Middelburg. Ein echt schönes Städtchen.

 

Hausboot mit Garten. Da könnte ich auch wohnen.

 

 

Besondere Bäume gab es auch.

 

Strand mit Knöpfchen in Neopren.

Den Kindern hatten wir Neoprenanzüge für kleines Geld besorgt, somit konnten sie recht lange im Wasser bleiben, ohne zu schnell auszukühlen. Richtig heiß war es nämlich an keinem Tag und mir war das Wasser sogar so kalt, dass ich nur mit den Füßen drin war. Ich habe in der Zeit ein bisschen auf den Horizont gestarrt, die Drachen der Kinder steigen gelassen und mich als „Servicekraft-Mama“ bereitgehalten.
Ich bin in diesem Rahmen auch unzählige Male über den weitläufigen Stand mit den Kindern zu Toilette gelaufen, die natürlich immer alle nacheinander und nicht gleichzeitig mussten.

Am letzten Tag war ich auch nochmal mit meinem Neffen, dem Sohn und dem Sirenchen über zwei Stunden am Strand bei einem Piratenschiffspielplatz. Die Kinder wollten gar nicht mehr weg. Ich eigentlich auch nicht. Und ich bemerkte wie leicht das Leben ist, wenn man 5 und 6 Jährige Kinder dabei hat. Ich sah dem Himmel zu, wie er die Stimmung von wolkig verhangen und blau und sonnig verwandelte. Zum Abschluss liefen wir in der glitzernden Brandung der einlaufen Flut wieder zurück zum Haus und beobachteten ein paar Quallen, Angler, Kitesurfer und Reiter. Das war ein sehr schöner Abschluss.

Am nächsten Morgen regnete es in Strömen und wir reisten ab.

 

 

 

 

 

 

 

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