Ordnung im Kinderzimmer-Was ist das?

Mein liiiiiiber Herr Gesangsverein!

Also.

Manchmal fehlen mir die Worte.

Dieses Ordnungsding im Kinderzimmer…. Also…..

Chaotisch ist es bei uns meistens. Aber manchmal überschreitet es meine Schmerzgrenze. So kommt es immer mal wieder vor, dass ich erschrocken und rückwärts aus dem Kinderzimmer zurück weiche, kurz Luft schnappe und die Szene neu betrete.
Mit geübtem Blick schaue ich, ob das ein Scheinchaos ist und mit wenigen Handgriffen wieder in Ordnung gebracht werden kann oder ob ich als Fräulein Rottenmeier auftreten muss.

Am Sonntag musste ich letzteres. 😀 Üüüüüüüberall lagen Murmeln! Legosteine, Baukkötze, Playmobil, Puppen, Kissen….ach…eigentlich war NICHTS mehr an seinem Platz. Das hat man davon, wenn man sich in Sicherheit glaubt. Die Kinder waren friedlich in ihrem Zimmer und ich wollte sie nicht stören und die Ruhe genießen. 😀
Der Rohrspatz namens Rottenmeier (ich zitierte sie sogleich: Erbaaaaarmen!) 😀 nahm also Anlauf. Denn das Desaster war zu schlimm, um ruckzuck beseitigt werden zu können.

Hier und da packte ich mit an und gab genaue Anweisungen. Denn wenn es zu wild ist, dann weiß ja selbst ich nicht richtig, wo ich anfangen soll. Wie sollen Kinder das dann können?

Es gibt ja Haushalte, da ist es immer erstaunlich ordentlich im Kinderzimmer. Es gibt auch diverse Tipps, wie man die Kinder zu Ordnung erzieht.
Es funktioniert nur nicht in diesem Haus. Egal wie viele hübsche Körbe, Kisten und Fächer ich anschleppe und alles sortiere, egal wie viele Regale ich bereit stelle….diesen Kindern ist das schnurz piep egal. Vor allem die Regale hätte ich mir sparen können. Überhaupt die Möbel. 😀

Eigentlich soll auch bei uns im Kinderzimmer immer alles seinen Platz haben. Und gleichgeartete Spielzeuge kommen gemeinsam in eine Kiste oder ins angedachte Regal. Das haben theoretisch auch alle verstanden.
Die Bücher (ich liebe Bücher und gehe sehr sorgsam damit um, lebe es also vor) sollen ordentlich zusammen im Regal stehen. Die Hörspiele und Gesellschaftsspiele ebenso.
Ich werde nicht müde immer wieder zu betonen, dass man am besten immer alles wegräumt, bevor man eine neue Sache anfängt.
Das wiederum widerspricht sich manchmal mit kreativem und versunkenen Spiel. Deshalb habe ich dahingehende auch eine gewisse Toleranz.
Denn es ist doch klar, wenn man für die Playmobilpferde einen Wassergraben oder Parcours bauen möchte und dazu die Legosteine braucht, kommen die dazu. Und wenn der Sohn statt Ponyhof lieber Eisenbahn spielt, dann sitzt er neben seinen Schwestern und dem Lego-Playmobilponyhof und baut die Eisenbahn auf. Und wenn das Sirenchen mit dem Ponyhof weiter spielt und das Knöpfchen doch plötzlich die Babypuppe füttern muss, dann ist sofort die nächste Baustelle offen. Das Essen für die Puppen kocht sie nämlich immer aus Murmeln. Und schon ist ein Großteil der Spielzeuge im Gebrauch und vermischt.

Noch so eine Sache ist:
Wenn drei Kinder ruhig in ihrem Zimmer spielen, sitze ich erstens nicht daneben um zu überwachen ob wieder etwas weggeräumt werden kann, bevor etwas anderes ausgepackt wird, zweiten laufe ich nicht alle paar Minuten hoch und kontrolliere, ob sie auch ja „ordentlich“ spielen UND ich werde mich hüten sie in ihrem Spiel zu unterbrechen.

Da ist die Krux. Bei diesen Kindern müsste ich das tun, damit es kein Chaos gibt. Will ich aber nicht.
Und so müssen wir alle damit Leben, dass ich manchmal zum Rohrspatz werde und bestimmt die Aufräumarbeiten anleite.

Das Schöne ist jedoch, dass die Kinder es selbst richtig toll und gemütlich finden, wenn das Zimmer wieder ganz ordentlich ist. Und beim Aufräumen werden auch wieder etwas vergessene Spielsachen attraktiv.

 

Wie ist denn das bei euch?
Sind eure Kinder Chaoten oder eher von der ordentlichen Sorte?

  4Comments

  1. Anke   •  

    Chaoten. Definitiv. Da sich in dem Chaos ja leider auch Dreck sammelt, habe ich einen Aufräumtag eingeführt. An diesem Tag (einmal die Woche) wird aufgeräumt, bis der Boden frei ist und ich sauber machen kann. Danach darf wieder nach Herzenslust gespielt werden. Wenn die beiden während der Woche auch mal was wegräumen, haben sie logischerweise am Aufräumtag weniger zu tun. Das haben sie jetzt diese Woche auch festgestellt und gestern die Puppen, mit denen sie gespielt hatten, weggeräumt, bevor sie die Fillys rausgekramt haben. Ich hoffe, dass es weiterhin so läuft. Bin sehr gespannt. 😉

    • Beatrice Beatrice   •     Author

      Ein Aufräumtag……das ist eine gute Idee! Das baue ich in meinen flexiblen Plan ein! 😀

  2. Anna   •  

    Unser Kinderzimmer ist aktuell noch das ordentlichste Zimmer im ganzen Haus, weil sich meine beiden Jungs (1 und bald 3 ) dort altersbedingt fast nur zum Schlafen aufhalten. Dafür zieht sich das Chaos bei uns durch das ganze restliche Haus. Wenn die beiden Hempels alles Spielzeug aus den Kisten und Regalen geräumt haben, müssen alle anderen Schränke und Schubladen dran glauben. Kein Tag, an dem ich nicht über irgendeine Plastikschüssel oder ein Spielzeugauto stolpere. Hier sieht es meist so aus, als wäre eingebrochen wurden. Von der ordentlichen Sorte Kinder kann ich also auch nur träumen 😅

  3. Oma Wetterwachs   •  

    Den Aufräumtag haben wir auch 1x pro Woche, damit ich saugen kann. Die Tage dazwischen darf es aussehen, wie es den Kindern gefällt. Aber alles in allem finde ich, Beatrice, machst du es super. Wichtig ist ja nur, dass die Kinder in ihrem Spiel versinken dürfen und nicht ständig ermahnt werden. Glückliche Kinder halt.

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