Zum 4. Geburtstag ein Brief…

Mein Mädchen,

du bist jetzt 4 Jahre. Vor 4 Jahren wurdest du nachts um 1 geboren. Bei uns zu Hause im Schlafzimmer. Gemütlich war es nicht wirklich, denn du warst eine Sternenguckerin und es hat mich viel Kraft gekostet, dir auf die Welt zu helfen. Ich war körperlich so erschöpft, wie…ja eigentlich noch nie davor und auch danach nicht wieder. Du hast als erstes laut und nachdrücklich geschrieen. Eine laute Stimme hattest du von Anfang an. Und von Anfang an hast du dich energisch aufgeregt und deinen Unmut Kund getan. Das ist in Ordnung.

Du hast immer sehr an mir gehangen und eine ganze Weile gefremdelt. Du hast dich aufgeregt, wenn dich jemand angesehen hat. Du hast dich beim Autofahren aufgeregt. Du hast wochenlang abends geschrieen. Ich habe dich schon mitten in einem Stau umständlich hinten aus dem Maxicosi gepflückt und zu mir auf den Beifahrersitz genommen, weil wir Angst hatten du würdest kollabieren vor Aufregung. Du hast eine Weile jeden Tag ohrenbetäubend geschrien, wenn wir deinen großen Bruder im Kindergarten abholen mussten. Du wolltest lieber zu Hause bleiben. Aber das geht mit 2 Jahren leider nicht. Wir mussten gemeinsam los. Mein Trommelfell hat mittlerweile Hornhaut, glaube ich.

Es ist bis heute nicht immer einfach mit dir. Wir ähneln uns im Temperament und auch in der Lautstärke.

Du hast oft getobt und ich wusste woran es liegt, konnte es aber nicht ändern, weil du zwei Geschwister hast und ich mit euch oft vieles alleine managen musste. Du bist ein Sandwichkind. Das ist nicht immer leicht für dich. Aber übersehen kann man dich nicht. Überhören ja auch nicht. 😀 Ich versuche immer dir so gut ich kann gerecht zu werden.

Du hast ein riesen großes Herz und bis ganz feinfühlig. Andererseits kannst du auch ein unfassbares wildes und ungestümes Kind sein. Deine zarte Seite erleben die Leute meist, wenn wir unterwegs sind. Zu Hause lässt du alle Energie raus. Ich kenne das. Ich war ähnlich. Auswärts eher schüchtern und still. Zu Hause fühlt man sich sicher.

Gerade das macht es nicht immer leicht. Continue reading…

Kindermode

Dieses Kind….

Was soll ich sagen?

Der Rucksack und die Mütze sind immer dabei. Auch im Bett.
Warum genau der Rucksack, weiß kein Mensch. Es ist auch meist nichts drin. Und wenn ihre „Pinzesse“-Barbie. Es kann mir keiner sagen, dass das im Liegen bequem ist.
Die Mütze trägt das Sirenchen, weil die Mütze Zöpfe hat! Eine Winter-Strickmütze, gefüttert. Egal wie warm es ist. Hauptsache Zöpfe.

Das mit der Kleiderfrage ist und bleibt wohl schwierig.
Ist es warm, trägt das Sirenchen dicke Schuhe und Kniestrümpfe. Farblich meist in fragwürdiger Kombination.
Ist es kühl, bin ich weiterhin froh, wenn sie sich zu einer Jacke überreden lässt, wenn wir das Haus verlassen. Obwohl es im Haus auch nicht wirklich gemütlich sein kann. Aber sie weiß es besser.
Das Schlafoutfit finde ich auch bemerkenswert.

Ich nehme es mit einem ermatteten Seufzer hin. Ich kann´s nicht ändern.
Die Strümpfe sind übrigens Socken von mir, die ihr dann als Kniestrümpfe dienen.

Mit dem Sirenchen wird es nicht langweilig. Aber ich werde irre.

Da besorgte ich neue Lieblingskleidchen, damit das Kind auch immer ein Lieblingskleidchen zur Verfügung hat und es morgens nicht schon zum ersten Wutanfall kommt, weil DAS Kleidchen in der Wäsche ist.

Das ging einige Wochen richtig richtig gut. Dann wurde es zudem ja auch sommerlich und das Sirenchen genoss es möglichst wenig Textilien am Leib zu tragen.

Dann plötzlich ging der Trend zum Rock unter dem Kleidchen. OK. Warum nicht?

Dann entdeckte sie zwei Shorts, die noch vom letzten Sommer passten. Sie trug schließlich die Shorts unter ihren Kleidchen. Am besten hat mir die Kombination Dirndl mit pinker Shorts drunter gefallen.

Jetzt kam über Pfingsten der Winter zurück. Das Kind trägt modisch Hochsommer. Continue reading…

Kack-Scheiß-Mama

(Ein Ausdruck, der hier bei den Kindern mal kurz Mode war, den ich aber ausgemerzt habe. Das darf ich nur selbst zu mir sagen.😁)

Es folgt das Eingeständnis als Mutter in einer Situation komplett versagt zu haben. Aber es zeigt auch, dass man sich die Fehler eingestehen und dann etwas ändern muss.

Vor wenigen Wochen…

Ich knurrte und grummelte irgendwie aus diversen kleinen Gründen vor mich hin. Lauter kleine Baustellen und Problemchen hatten sich aufgetan. Hauptsächlich beschäftigte mich die plötzliche Kindergartenabneigung des Sohnes.

Ich „sah“ nicht bei allen Kindern genau genug hin und war abgelenkt. Kinder merken das ja SOFORT! Das Sirenchen quittiert so etwas dann auch direkt mit extra Forderungen. Da kann man machen was man will. Sie ist dann wirklich ziemlich kompliziert zu händeln. Für mich jedenfalls. Nenne man es wie es wolle. Autonomes Kind, Wildfang, eine Phase, Trotzkopf, Eigensinn oder was auch immer.

Das Mama und drei-kleine-Kinder-Gefüge wurde jedenfalls gefordert. Continue reading…

Langes Wochenende, Sommerfeeling und entschleunigter Familienalltag

Wir machen uns eigentlich nichts aus Vatertag und Muttertag.

Aber wir hatten ein schönes langes Wochenende und haben, wie alle, das traumhafte Wetter genossen.

Vatertag fing zwar bei uns nicht so gut an, aber nach einem Kaltstart der Ähnlichkeit mit dem HIER beschriebene Moment hatte, wurde es Stückchenweise besser.
Nach einem turbulenten Frühstück packten wir die wahnsinnige Brut ins Auto und fuhren zu den Großeltern zu einem kleinen Familientreffen.
Das war dann entspannt. Die Kinder turnten durch den Garten, es gab Speis und Trank. Wir konnten einfach ganz viel nur so da sitzen und uns die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Continue reading…