Dezember, 2 Jahre zuvor, gleiches Wetter

Wenn du glaubst es geht nicht mehr…

Als der Sohn fast 2 Jahre alt war, war das Sirenchen 5 Monate alt.
Es war Winter. Oder es sollte Winter werden. November Rain seit Tagen. Die Decke fiel uns auf den Kopf. Der Advent konnte die Stimmung nicht retten. Der Sohn rannte wie angestochen durch die Wohnung und auch ich musste mal raus. Es war schon dunkel. Und es regnete. Ich entschied einen kurzen Abstecher zum Bäcker um die Ecke zu machen. Eine Wegstrecke von 30 Sekunden. Ohne Witz. Mit Toddler dann doch 2 Minuten länger, aber durchaus eine excellent machbare Strecke mit motivierendem Ausblick auf ein frisches Brötchen. Ich band mir das Sirenchen im Tragetuch vor den Bauch und zog dem Sohn eine halbwegs wetterfeste Garnitur an. Wir marschierten los. Die zwei Stockwerke nach unten und zum Bäcker hin, klappte alles wie am Schnürchen.
Dann kam der unüberwindbar weit entfernte Rückweg. Continue reading…

Neues vom Sirenchen

Es kann Wochenlang gut laufen und dann kommen wieder so ein paar Tage, die es in sich haben. Da kann man Dita nichts recht machen. Erst heute kam es zu einem Interessenkonflikt beim abendlichen Zähneputzen. Ich hatte tatsächlich im Schwung und unbedacht, allen Kindern schon einen Klecks Zahnpasta auf ihr Bürsten gemacht. Das machen die beiden Großen normalerweise selbst. Ich hatte aber neue Zahnbürsten verteilt und dem Knöpfchen schon direkt was drauf gemacht und habe dann gedankenverloren, ich Depp, den Großen auch schon Zahnpasta auf die neuen Bürsten gemacht. Atto kann man super erklären, dass das ein Versehen war und er es natürlich am nächsten Tag wieder selbst machen kann. Bei Dita hat man da, je nach Tagesform, schlechte Karten. Die Tagesform war leider schlecht. 🙁 Continue reading…

Brüllen hilft manchmal doch

Die Sache mit dem Drachen

Original so geschehen:
Es ist Abend. Die Kinder sind sehr müde. Die Sirene tut, was sie am besten kann. Sie kreischt! Irgendwas Falsches hab ich mit der Schlafanzughose gemacht. Es war nicht zu klären, das Kreischen ist ohrenbetäubend. Das Kind wird ohne weiteren Kommentar ins Bett verfrachtet. Der Sohn liegt schon. Das Knöpfchen verlangt nach einer Flasche und heult auch. Doch das Knöpfchen hört auf zu trinken, weil die Sirene immer hysterischer wird. Der Sohn heult mittlerweile auch. Ich stürme genervt ins Zimmer. Zwei komplett durchgeknallte Kinder sitzen in ihren Betten und schreien immer: „ES KOMMT KEIN DRACHE, ODER?“

Ich versuche in normaler und extra ruhiger Tonlage zu versichern, dass keine Drachen und auch sonst nix kommt. Ängste muss man Ernst nehmen. Ich versuche meine Kinder in den Arm zu nehmen. Sie sollen mich ansehen. Sie schubsen mich weg. Man will mich par tout nicht anhören und die beiden überkreischen meine Bemühungen einfach.

Weil mir der Kopf mal wieder scheppert von dem ganzen Lärm, brülle ich aus Notwehr so laut es geht:
„ES KOMMT KEIN DRACHE! DER EINZIGE DRACHE DER HIER WOHNT IST EURE MUTTER!!!!UND DIE DULDET KEINE ANDEREN DRAAAACHEEEEEN!“

Danach war sofort Ruhe und keine Minute später herrschte friedliches Schnarchen!

Das Knöpfchen kullerte sich derweil lachend in der Küche.

Kinder, Karren, Nervenglühen

Abtransport der Widerspenstigen oder Wie halte ich die Meute beisammen

Die Situation in der Stadt ist die: Die Wohnungen sind in der Regel gefühlt oder oft real zu klein. Die Ansammlung an Kram ist groß. Die Stadtmutter zieht es zudem regelmäßig hinaus in die Parks und auf die Spielplätze, weil die Innenhöfe, sofern vorhanden, meist explizit nicht als Spielfläche für Kinder deklariert sind. Traurig aber wahr. Man kommt also um einen Kinderwagen definitiv nicht drum herum, womit man die kleinen Kinder und auch Einkäufe, Sandspielzeug, Wechselkleidung, Snacks und Getränke etc pp transportieren kann.
Hat man mehr als ein Kind, vor allem mehr als ein Kleinkind (in meinem Fall damals einen 3 Jährigen, eine 1,5 Jährige und einen wenige Monate alten Säugling), braucht man eine größere Karre. Die aber muss in das meist knapp bemessene Treppenhaus passen, ohne alles zu blockieren. In unserem damaligen Mietshaus war es sehr knapp, es gab keine Hofdurchfahrt in der man hätte parken können und es gab auch keine Garage oder einen bequem zugänglichen Keller. Es war einfach alles eng. Continue reading…

Blogparade: So schläft unser Kind

Und jetzt Familie lädt zur Blogparade. Den Beitrag So schläft unser Kind lest ihr hier.

Merkt ihr was? Ich mag Paraden. Muss der Kölner in mir sein. 😀

Die Sache mit dem Schlaf und kleinen Kindern.

Machen wir uns nichts vor. Hat man Kinder, schläft man meist weniger und vor allem nicht aus. Bzw, man wird Nachts zusätzlich ungerne unterbrochen, durch diverse Dinge.

Ein Kind möchte kuscheln.
Ein Kind hat schlecht geträumt.
Ein Kind hat Durst.
Ein Kind muss auf Toilette.
Ich muss auf Toilette.
Ein Kind hat sich übergeben.
Ein Kind hat ins Bett gemacht.
Ein Kind hat Nasenbluten.
Ein Kind schreit und schlägt um sich, wird aber nicht richtig wach. Ein Nachtschreck.
Der Schnuller ist weg.
Ein Kind hat plötzlich Schmerzen.
Ein Kind hat Fieber.
Ein Kind hat Langeweile….Langeweile? Ja, auch das gibt es.
Morgens sind alle Kinder hungrig und gelangweilt und wecken die Eltern gnadenlos.

Wer hat noch mehr Punkte für die Liste? Continue reading…