Sommerfeeling im Mai und eine kaputte Einrichtung

Dieser Teil des Jahres ist geprägt von Feiertagen, Brückentagen, Sportfesten, Elternsprechtagen, Schulärztlichen Untersuchungen etc.pp.

Die vielen Alltagsunterbrechungen stören mich derzeit aber nicht. Das sommerliche Wetter gefällt mir sehr.

Wir haben entspannte Tage oder Tagesabschnitte und natürlich auch die turbulenten Zeiten.

Letzten Samstag waren wir im Essener Grugapark. Es war einer dieser ganz besonderen Tage. Alle waren gut drauf, fröhlich und ausgeglichen. Der komplette Tage verlief reibungslos, wenn man von dem Massaker auf der Hinfahrt absieht. Der Sohn bekam kurz vor dem Ziel heftiges Nasenbluten. Wir hatten praktischerweise ein Kühlakku in der Provianttasche und ich hatte Taschen- und Feuchttücher griffbereit. (Wir haben Übung mit Nasenbluten.)

Den Grugapark kann ich übrigens auch uneingeschränkt als Ausflugsziel empfehlen! Es war wie ein Kurzurlaub!

Dann habe ich natürlich das Planschbecken im Garten nochmal befüllt. Vor allem die Mädchen lieben es vom Klettergerüst aus dort hinein zu springen. Und wenn sie das nicht machen, bauen sie sich mit Regenschirmen Häuschen. Draußen oder Drinnen. Immer mitten im Weg. 

An einem Nachmittag waren noch zwei Freundinnen da und die 5 Kinder verwandelten das frische Wasser binnen einer Stunde in eine schnodderige Brühe. 😀  Continue reading…

Eine Mutter, drei Gesichter

Die Sorte „Unerzogen“

Eine Horde Kinder, darunter meine drei, erklommen auf einem Spielplatz übermütig die Rutsche und ließen als Beschleunigungshilfe händeweise Sand herunter rieseln.

Alle hatten Spaß. Es staubte zwar enorm und sauber war danach niemand mehr. Aber was soll’s? Der Spaß steht doch an erster Stelle. 

Schließlich trat eine Oma auf den Plan, die ihre Enkel maßregelte.

„Hört auf den Sand die Rutsche runter zu werfen. Was soll das denn? Das ist doch eine Rutschbahn! Der Sand gehört da nicht drauf!“

Die Enkel hielten inne. Meine drei Kinder rieselten aber weiter lachend den Sand die Rutsche runter.

„Wer macht denn das die ganze Zeit mit dem Sand? Was soll das?“ Ihr gestrenger Blick ging zu mir rüber. 

Ich finde allerdings, dass die Kinder auf dem Spielplatz alles dürfen, solange sie niemanden in Gefahr bringen oder jemanden ernsthaft stören. Hätte sich eines der Kinder über den Sand beklagt, hätte ich auch um Achtsamkeit gebeten. Aber es waren alle Kinder beteiligt und einverstanden. Das Leben ist schon reglementiert genug. Warum sollte das Spiel unterbunden werden? Continue reading…

So ein Freitag, der ist „schön“.

Morgens vor dem Weckerklingeln:
-Mama? Was heißt „mein“ auf Englisch? Heißt das „meyiiin“?
-Ne, „mein“ heißt „my“.
-Ne, Frau …. sagt immer „meyiiiin“, oder sowas.
-Meinst du „mine“?
-Ne Frau….sagt „myiiiin“. Mama, was heißt denn jetzt „mein“ auf Englisch?
-„My“.
-Ne, DU kannst überhaupt kein Englisch! Das heißt „meyiin“.
-Bitte sehr. Dann frag mich doch nicht, wenn du es besser weißt!
-Du hast überhaupt keine Ahnung, Mama!

Dann vor dem Frühstück:
– Kinder, das Müsli ist alle. Ich mache euch ein Marmeladenbrot, okay?
Keine Antwort. Keine Reaktion.
-Das Müsli ist alle. Ihr bekommt ein Marmeldanbrot, okay?
Keine Reaktion.
-DAS MÜSLI IST ALLE, ICH MACHE EUCH EIN MAAAARMELAAAADENBROOOOT!
Die Kinder nicken und brummeln ein JA.
Ich servierte die Brote.
Das Knöpfchen: Mama, ich wollte abba ein Brot-eine Hälfte Honig und eine Hälfte Marmelade!
-Oh….das hast du mir nicht gesagt! Iss das doch schon mal, ich mache dir auch noch ein Honigbrot.
-NEEEIIIIIIN! DU SOLLTEST MIR EIN BROT MACHEN- EINE HÄLFTE HONIG und eine HÄLFTE MARMELADE! ICH HABE DAS GESAAAAAAGT!
-Nein, meine Kind, das hast du nicht. Du hast allerdings MEINE Frage mit JA beantwortet und sonst NICHTS gesagt!
-Doch.
-NEIN!
-DOOOOOCH!
-Nein und jetzt hör auf und erzähl mir nix!“
-Abba ich hab das GEDACHT!

So in der Art ging es weiter, bis alle aus dem Haus waren.
Den Vormittag verbrachte ich mit ein paar Besorgungen und Vorbereitungen für diverse Mahlzeiten. Manchmal ist es gut, wenn einiges schon „fertig“ im Kühlschrank bereit steht.

Beim Abholen im Kindergarten verteilten sich wieder alle drei Kinder in verschiedenen Räumen und Richtungen. Ehrlich, ein Sack Flöhe ist nix dagegen. Während ich noch kurz mit einer anderen Mama ein paar Worte wechselte (großer Fehler, weil meine Kinder dann sofort wieder Unsinn machen) fuhr das Knöpfchen einer anderen Mama mit einem BobbyCar über den Fuß. Sie hatte meine Bitte, das Auto in der „Garage“ zu parken geflissentlich überhört und meine kurze Abgelenktheit genutzt.
Da eine Erzieherin schon neben dem Knöpfchen hockte und mit ihr das „Vergehen“ besprach, wollte ich mich nicht einmischen. Mir gegenüber ist das Knöpfchen nach dem Kindergarten ja ohnehin immer zweifelhaft gelaunt. Und wirklich zurechnungsfähig ist sie dann auch die erste halbe Stunde aus hier und hier beschriebenen Gründen nicht. Das Knöpfchen entschuldigte sich leider auch nicht, ich sah ihrem Gesicht aber an, dass ihr die Gesamtsituation nicht behagte.
Ich wollte sie später am Tag nochmal zu dem Vorfall fragen. Das war sinnvoller.

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Ordnung im Kinderzimmer-Was ist das?

Mein liiiiiiber Herr Gesangsverein!

Also.

Manchmal fehlen mir die Worte.

Dieses Ordnungsding im Kinderzimmer…. Also…..

Chaotisch ist es bei uns meistens. Aber manchmal überschreitet es meine Schmerzgrenze. So kommt es immer mal wieder vor, dass ich erschrocken und rückwärts aus dem Kinderzimmer zurück weiche, kurz Luft schnappe und die Szene neu betrete.
Mit geübtem Blick schaue ich, ob das ein Scheinchaos ist und mit wenigen Handgriffen wieder in Ordnung gebracht werden kann oder ob ich als Fräulein Rottenmeier auftreten muss.

Am Sonntag musste ich letzteres. 😀 Üüüüüüüberall lagen Murmeln! Legosteine, Baukkötze, Playmobil, Puppen, Kissen….ach…eigentlich war NICHTS mehr an seinem Platz. Das hat man davon, wenn man sich in Sicherheit glaubt. Die Kinder waren friedlich in ihrem Zimmer und ich wollte sie nicht stören und die Ruhe genießen. 😀
Der Rohrspatz namens Rottenmeier (ich zitierte sie sogleich: Erbaaaaarmen!) 😀 nahm also Anlauf. Denn das Desaster war zu schlimm, um ruckzuck beseitigt werden zu können.

Hier und da packte ich mit an und gab genaue Anweisungen. Denn wenn es zu wild ist, dann weiß ja selbst ich nicht richtig, wo ich anfangen soll. Wie sollen Kinder das dann können? Continue reading…

Ich bin nicht perfekt! Ich bin laut.

Also das Leben mit Kindern ist ein ständiges Auf und Ab der Emotionen. Das muss ich anderen Eltern ja nicht erklären. Und ich selbst bin in diesem Business auch schon lange genug unterwegs um zu wissen, dass alles Phasen sind und dass alles auch wichtig für die Entwicklung ist und dass vor allem ICH die hauptsächlichen Eskapaden der Kinderlaunen abbekomme, weil sie sich bei mir sicher fühlen. Ich nehme  alles nicht persönlich. Und dennoch geht mir oft genug die Hutschnur flöten, wenn gewisse Phasen anhalten. Und zwar nicht nur bei EINEM Kind, sondern bei mindestens zwei Kindern.

Das Knöpfchen rasselt von einem „Theata“ zum anderen. Aktuell lässt sie sich erfreulich friedlich am Kindergarten abholen, dafür trumpft sie später am Tag, meist am späten Nachmittag, mit „erbaulichen“ Ausfällen auf. Sie möchte dann Turnhallen oder Häuser kaputt machen und warf zu letzt zwei Klopapierrollen (neue) ins Klo. Kind, ich weiß, du bist „saua“. Aber DAS geht trotzdem leider gar nicht! Und das schimpfe ich auch laut und deutlich als Gardinenpredigt heraus, während ich dezent angewidert die nassen Klopapierrollen aus der Kloschüssel fische und tropfend in eine Mülltüte befördere. Dann bin ICH nämlich auch saua! Continue reading…