Brüllen hilft manchmal doch

Die Sache mit dem Drachen

Original so geschehen:
Es ist Abend. Die Kinder sind sehr müde. Die Sirene tut, was sie am besten kann. Sie kreischt! Irgendwas Falsches hab ich mit der Schlafanzughose gemacht. Es war nicht zu klären, das Kreischen ist ohrenbetäubend. Das Kind wird ohne weiteren Kommentar ins Bett verfrachtet. Der Sohn liegt schon. Das Knöpfchen verlangt nach einer Flasche und heult auch. Doch das Knöpfchen hört auf zu trinken, weil die Sirene immer hysterischer wird. Der Sohn heult mittlerweile auch. Ich stürme genervt ins Zimmer. Zwei komplett durchgeknallte Kinder sitzen in ihren Betten und schreien immer: „ES KOMMT KEIN DRACHE, ODER?“

Ich versuche in normaler und extra ruhiger Tonlage zu versichern, dass keine Drachen und auch sonst nix kommt. Ängste muss man Ernst nehmen. Ich versuche meine Kinder in den Arm zu nehmen. Sie sollen mich ansehen. Sie schubsen mich weg. Man will mich par tout nicht anhören und die beiden überkreischen meine Bemühungen einfach.

Weil mir der Kopf mal wieder scheppert von dem ganzen Lärm, brülle ich aus Notwehr so laut es geht:
„ES KOMMT KEIN DRACHE! DER EINZIGE DRACHE DER HIER WOHNT IST EURE MUTTER!!!!UND DIE DULDET KEINE ANDEREN DRAAAACHEEEEEN!“

Danach war sofort Ruhe und keine Minute später herrschte friedliches Schnarchen!

Das Knöpfchen kullerte sich derweil lachend in der Küche.

Mama Error

…eine typische Situation

Eines der Kinder blubbert seit gefühlten Stunden pausenlos auf mich ein. Eine anderes kullert sich schreiend auf dem Boden. Ich versuche Mittagessen zu kochen, balanciere das 3. Kind auf der Hüfte, das Telefon klingelt und die Katze miaut.
-„ Mama….plapper…plapper…plapper….plapper.“
-„Mmmmmmh?!“
-„Miauuu, miau…“
-„plapper…plapper…plapper!“
-„Ich verstehe dich gerade nicht….das Telefon klingelt…die Sirene schreit…!“
-„plapper, plapper, plapper!“
-„Mmmmh….jahaa! Mensch, hoffentlich ist bald mal gut mit dem Geschrei da unten! Und du hör auf zu miauen!“
-„Mama, das Telefon klingelt!“
-„Mmmmh, ich höre es, aber ich kann jetzt nicht!“
-„plapper, plapper, plapper“
Das Schreien erlebt einen neuen Höhepunkt! Es ist ohrenbetäubend. Das Nudelwasser kocht über, die Tomatensoße brennt an. Endlich hört das Telefon auf zu klingeln. Die Katze miaut weiter.
Mama setzt das kleine Kind ab, das nun auch anfängt zu schreien und versucht das Mittagessen zu retten.
Das große Kind ist plötzlich verschwunden.
Die Katze hat sich übergeben.

Am Abend findet Mama ihre Brille im Butterfach im Kühlschrank, die Butterdose mit Inhalt in der Spülmaschine und das Telefon liegt im Backofen der Spielküche….

Was glotzt du so?

..eine Eigenschaft

Das Kinder bei jedem Bagger oder jedem Müllauto stehen bleiben und endlos lange gucken wollen und das auch können, wenn man sie nicht unterbricht, kennt ja jeder.
Wenn wir aber irgendwo sind, also zum Beispiel auf einem Spielplatz, oder gerade im Kindergarten angekommen, oder sonst wo, und es kommen andere Leute dazu, dann stehen meine Kinder wie angewurzelt und bestaunen stumm das Geschehen. Das wiederum ist meist nicht spektakulär, sondern ganz alltäglich. Die anderen kommen auf dem Spielplatz an und packen die Sandförmchen aus, oder im Kindergarten werden die Sachen ausgezogen…sowas simples.
Meine Kinder stehen und staunen, als wäre ein Fernsehgerät eingeschaltet worden. Continue reading…

Einer dieser Wahnsinns Tage

Aus den Anfängen mit 3 Kleinkindern

Wenn man sich morgens eine Extravagance erlaubt, zieht das in einem Haushalt mit 3 kleinen Kindern eine Spirale der ‚Verwüstung‘ nach sich. Jedenfalls bei mir.

Zunächst begann dieser beispielhafte Tag noch geordnet. Alle Mann anziehen, Brötchen holen (weil kein Brot mehr da war) und Kinder zum Kindergarten und zur Spielgruppe bringen. Danach sofort mit dem Knöpfchen weiter zum Kinderarzt.
Und jetzt kommt die Extravagance: Ich bin zum Termin GELAUFEN!!! Einmal 45min hin und einmal 45min zurück. Verwegen, oder? Das Wetter war schön, die Luft war frisch. Hin schlief das Knöpfchen, zurück brabbelte sie vor sich hin. In der Drogerie war ich auch noch auf einem Weg und mir hat der stramme Marsch gut getan. Flott kommt man ja sonst mit Kindern nicht mehr oft von der Stelle.

Spaziergang mit Kindern

…man bummelt ja eher…

Continue reading…

Brüllen hilft manchmal doch

…nach einem wahnsinnigen Tag

Ich hatte das Schnuffeltuch namens „Bedde“ waschen müssen. Wir haben keinen funktionierenden Trockner und die „Bedde“ hat es nicht geschafft bis zum Abend zu trocknen. Wir haben das besprochen, die „Bedde“ morgens gemeinsam in die Waschmaschine gelegt und später auch aufgehängt. Ersatz habe ich angeboten. Er wurde abgelehnt.

Die Kinder liegen frisch im Bett.

Dita: „Wo is meine Bedde (Schnuffeltuch)?“

Ich: „Die ist gewaschen und hängt leider noch auf der Leine.“

Dita: Wo is meine Bedde?

Ich so: „Die ist gewaschen und hängt noch nass auf der Leine. Ich bringe sie dir, sobald sie trocken ist.“

Dita: „Wo is meine Bedde?“

Ich wieder: „Die hängt leider noch nass auf der Leine!“

Dita mit Nachdruck und Kreissägen-Unterton: „Wo is meine B-e-d-d-e?“ Continue reading…