Als ich mal in der Bank Geld holen wollte.

So manches Mal habe ich skurrile Situationen erlebt. Und sie sind einfach zu schade, um sie nicht zu erzählen. Hier also ein Schwank, als ich noch gebatikte Jeans und Nasenring trug.

Es gab einst, also früher, so vor 20 Jahren in kleinen Dörfern auch noch Bankfilialen.

Genau zu so einer kleinen Bankfiliale ging ich, wenn ich Geld auf mein Sparbuch bringen wollte. Oder als ich später ein eigenes Konto eröffnete.
In der Regel arbeiteten auch immer die gleichen Bankangestellten dort. In besagter Filliale betreute mein sporadischen Erscheinen meist ein Herr. Nennen wir ihn mal Herrn K.. Herr K. war stets sehr höflich, auch wenn ich mich bisweilen ungelenk in den Bankgeschicken anstellte. Sowas ist nix für mich. Diese ganzen Zettelchen, die man da früher noch ausfüllen musste und die ganzen Zahlen…Kontonummer, Bankleitzahl..hab ich schon mal gesagt, das IBAN und BIC für mich ein Desaster sind. Ich hasse das! Noch mehr Zahlen und Buchstaben.… Jedenfalls, als man das noch per Hand ausfüllte, damals, da war das nervig, wenn man sich dann vertan hatte…neuer Zettel und nochmal neu..…mmmmmmh
Nun gut. Herr K. war stets zu Diensten. Wir hatten wohl ein Vertrauensverhältnis, sofern man das bei einem Bankbesuch alle Jubeljahre so sagen kann.

An einem Freitagnachmittag steuerte ich die dörfliche Bank nach obligatorischer zwei jähriger Pause wieder einmal an. Das Dorf war wie ausgestorben. Hinter der Gardinenverhangenen Fensterfront der Bank rührte sich nichts. Kurz dachte ich, die Bank hätte schon geschlossen. Ich hätte aber auch in ein Zeitloch gefallen sein können und das Dorf wäre mittlerweile ein Geisterdorf. So still und einsam war es. Continue reading…

Wenn´s im Kino mal wieder länger dauert….

Wahre Geschichten aus dem Großraumkino aus erster Hand.

(anno ca 2002)

1)
In einem Großraum-Kino irgendwo in Deutschland:
Eine Gruppe von 12 Studenten erreicht mitten im Samstagabend zum Haupteinlass den Kassenschalter des Kinos. (Man muss dazu sagen, dass sich zu dieser Zeit, etwa zwischen 19 Uhr und 20 Uhr 30, eine riesen Menschenmenge im Foyer einfindet und sich an 8 Kassen endlose Schlangen von ungeduldigen Kinogängern sammeln.)
Zurück zur Gruppe. Ein auserkorener Sprecher gibt die Großbestellung auf. Alle eigentlich unnötigen Details werden mir auf einmal an den Kopf geknallt, dass mir nicht noch die Geschichte erzählt wird, wie sich die Gruppe kennen gelernt hat, ist alles. Allerdings fehlt eine wichtige Information, so frage ich:
“Welcher Film darf es denn sein?“
Meine Frage führt zu Verwirrungen, denn was wollte man noch gleich sehen? Bei einem Angebot von 9 verschiedenen Filmen fällt es verständlicher Weise schwer sich als Gruppe zu einigen. Allerdings hat man doch bevor man ins Kino geht schon eine Idee. Und dann hat man während einer 30 minütigen Wartezeit an der Kasse im Haupteinlass noch Zeit sich final zu entscheiden. Nö. Is nicht. Bis man sich dann über den Titel einig ist, vergehen weitere endlose Minuten. Dass die Wartenden dahinter natürlich übellaunig werden ist klar. Nachdem ich alle nötigen Informationen geordnet und ausgedünnt und sogar die Plätze zur Zufriedenheit aller verteilt habe, habe ich plötzlich einen Berg Geldscheine auf dem Tresen liegen und kann nicht mehr zuordnen, wem welche Geldmenge gehört. Denn: Es zahlt jeder getrennt! 
Ich ignoriere genervte Seitenzurufe von wartenden Kunden hinter der Gruppe und kassiere so geordnet es irgendwie geht die Gruppe ab. Während die Letzten der Gruppe noch zahlen, beklagen sich die, die schon gezahlt haben, dass sie noch keine Karten bekommen haben. Die drucke ich aber aus Erfahrung nur aus, wenn ALLE bezahlt haben. Erschwerend beim geordneten und ausdrücklich von dieser Gruppe verlangten Einzelkassieren ist die Tatsache, dass die fehlende Glasscheibe am Tresen den Kunden ermöglicht über den Tresen zu greifen. Dann wird in dem von mir bereits angenommenen Geld rumgefuhrwerkt, so dass man am Ende gar nicht mehr durchblickt. Sowas hält unnötig auf! Continue reading…

Ist irgendwas mit dem Mond? Oder hab ich was verpasst?

Der Morgen begann verschlafen. Mein Wecker klingelte, wie jeden Morgen um 7: 18. Warum 7.18? Keine Ahnung. Mir gefällt die Asymmetrie auf dem Ziffernblatt 😀

Die „großen“ Kinder musste ich wecken. Das Knöpfchen ließ ich schlafen. Der Herr Papa musste später aus dem Haus und hätte das Knöpfchen bewachen können. Somit hätte ich theoretisch dann nur zwei Kinder zum morgendlichen Ankleidetheater gehabt. ABER:
Das Sirenchen diskutierte ausgiebig, dass sie NUR eine Shorts ohne Strumpfhose oder ohne Leggins anziehen wollte. Und das lautstark. Den Sohn musste ich antreiben, damit es beim Ankleiden voran ging. Er hing irgendwie halb im Schrank und sang, was ja sehr süß ist, aber da hing er auch 10 Minuten später noch unangekleidet. Und das Sirenchen bekam schließlich einen wahnsinnigen Kreisch-und Wutanfall, weil: DER SOHN EINE ANDERE HOSE, als die die ich raus gelegt hatte anzog. Ist da eine Logik hinter? Seit wann bekommen Kinder einen Wutanfall, wenn sie selbst garnicht betroffen sind von einer Sache? Continue reading…

Ich brauche dringend eine Winke-Mama

Die Winke-Mama von mir hab ich mir neulich schon mal vorgestellt, als belustigendes Accessoire. Nun bekommt dieser überaus praktische Pappaufsteller seine volle Berechtigung.

Eine Winke-Mama brauche ich für die Katzen, damit sie nicht irgend einen Unsinn machen, wie neulich morgens. Der Kater hatte sein Geschäft unter das Bett verrichtet und leider so, dass man es eben nicht einfach mal so weg machen kann. (weitere Details erspare ich den geneigten Lesern und mir selbst auch.😖)

Dann brauche ich noch jeweils eine Winke-Mama von mir für jedes Kind. Im ganze Haus muss in jedem Zimmer eine stehen!

Neulich ließ man mir nämlich keine Luft mehr zum Atmen. Schon morgens ging es, noch bevor ich richtig erwacht war, mit Gezanke los. Die „Großen“ haben sich derzeit öfter mal in der Wolle, um gleich darauf wieder friedlich miteinander zu spielen. Kennt man, ist ja normal und gesund unter Geschwistern. Jedoch hat vor allem das Sirenchen ihre Stimmlage nochmal eine Stufe erweitert und erfreut sich an super schrillem Gekreische. So mit Triller. Ich fühle mein Trommelfell vibrieren. Ohne Flax. Sie weiß, dass das schmerzt und setzte es gezielt ein. Mir soll keiner kommen mit, Kinder können sowas gar nicht. Wer das glaubt sei herzlich eingeladen, dem Schauspiel beizuwohnen. Ich empfehle schallschluckende Ohrenschützer mitzubringen. Dem Sohn wird gezielt das Gehör malträtiert. Mir allerdings auch.
Als ich so kreissägenmäßig (direkt neben meinem Ohr) erwachte, war ich semi optimal gelaunt. Ich versuchte es mit atmen, Decke als Schallschutz über den Kopf ziehen und warten, aber es brachte wenig. Es hielt gute 10 Minuten an und sodann fanden die Herrschaften in ein ruhiges Spiel miteinander. Ich entschwand ins Bad. Klodeckel hoch. „Maaamaaaaa, Maaaamaaaaa!…..Mama?….Mama, wo bist du?“
mmmpf. Ich stellte mich tot.  Aber da stoben sie schon ins Bad.

„Mama, was machst du denn hier?“

Oh, Mann, leiden die an Amnesie?  „Was mache ich denn morgens üblicherweise so im Bad?“             „Kaka?“
„Raus!“ 😀
„Wir ziehen uns jetzt auch an!“ Continue reading…

Ein Spielenachmittag oder wie ich fast eingeschlafen bin.

Was macht man so an verregneten Ferientagen mit seinen Kindern?
Richtig. Spielen. Und langsam kann man mit den beiden „Großen“ auch mal ein Gesellschaftsspiel spielen. Das Wort langsam hat dabei eine besondere Bedeutung.
Der Sohn wählte das, wie er sagt: Hey Wicky-Spiel. Das liebt er. Das Spielfeld besteht aus Karten, die man im Kreis anordnen muss. Ich sagte, er solle das Spielfeld doch schonmal vorbereiten, ich würde in der Zeit die Spülmaschine einräumen. Nein, hieß es, ich solle schon Platz nehmen. Na gut. Ob ich helfen solle? Nein! Nochmal Na gut. Das Sirenchen platzierte sich erwartungsvoll mir gegenüber. Das Knöpfchen turnte lustig um unsere Sitzplätze herum und neben mir lag die grüne Lieblingsuhr vom Sohn. Es ist eine Wanduhr, die er von einem Kindergartenfreund zum Geburtstag im Februar geschenkt bekommen hatte. Er liebt diese Uhr und hat sich selbst damit volle-und-halbe-Stunden-lesen beigebracht. Keine Ahnung, wie er sowas macht. Aber er kann´s.
Diese Uhr begleitet ihn zu Hause bei allen Aktivitäten ein bisschen wie ein Lieblingskuscheltier. Deshalb lag sie auch neben mir.

Der Sohn begann die Karten auszulegen. Minutiös! Akribischer hat noch nie ein Mensch ein paar Spielkarten im Kreis ausgelegt. Ich fragte, ob ich einen Zirkel und ein Lineal anreichen dürfe. Er fragte, was ein Zirkel sei und ließ nicht eher locker, bis er es verstanden hatte. Das Sirenchen borte etwas gelangweilt in der Nase. Das Knöpfchen quitschte munter zwischen meine Ausführungen. Der Sohn richtete weiter die Karten aus. Es dauerte. Ich bot erneut meine Hilfe an, aber das wurde wieder abgelehnt. Das Sirenchen behielt erstaunlich lange die Geduld. Es war so still, dass man nur konzentriertes Atmen und die Wanduhr auf dem Tisch ticken hörte. Tick… tack… tick… tack…. tick… tack… tick… tack…. Continue reading…