Ist das noch Fastfood oder schon Slowfood? Oder: Wie ich zum Zombie wurde

Neulich waren wir, während die großen Kinder im Kindergarten waren mit dem Knöpfchen unterwegs, um die ein oder andere Besorgung zu machen.

Gegen 11.30 überkam das Knöpfchen und mich der Hunger. Vor allem wenn mich der Hunger überkommt ist Vorsicht geboten und man reicht mir am besten schnellstmöglich etwas zu beißen.
Der Herr Papa kennt das schon. Mein Zuckerspiegel ist dann drunter und ich werde UN-BE-RECHEN-BAR. Ich möchte sagen: Ich bin nicht mehr bei mir.
Also hielten wir an einem Lokal an, das belegte Baguette anbietet. So ein Laden in dem man sich das Brot und den Belag selbst aussuchen und zusammenstellen muss. Das macht dann eine freundliche Fachkraft für einen zurecht.

Ich bin allerdings kein geübter Fastfoodkettenbesucher. Noch nie gewesen. Auch nicht als Teenager. Es liegt mir nicht. Ich geh eher zum Bäcker und hol mir ein belegtes Brötchen. Schon fertig belegt aus der Theke.

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Eine lustige Nacht mit Astronomiekunde

Irgendwann gegen 1 Uhr 22 fuhren wir des Nachts aus dem Schlaf, da aus dem Kinderzimmer ein lautes Poltern und Rumpeln drang und alle drei Kinder im Chor heulten und weinten. Ich hörte heraus, dass vor allem das Knöpfchen ernsthaft erschrocken und leicht panisch weinte. Ich sprang mit Herzklopfen aus dem Bett, rannte ins Kinderzimmer rüber, trat dabei noch auf irgendein Spielzeug, ignorierte den stechenden Schmerz im Fuß und eilte zu den Kindern. Das Knöpfchen kreischte und zappelte und trat gegen das Bett (daher das Poltern), das Sirenchen und der Sohn weinten laut. Ich verstand KEIN Wort. Ich schnappte mir das Knöpfchen und setzte mich zum Sirenchen. Nach und nach wurde klar, was sich zugetragen hatte. Das Knöpfchen hatte geträumt oder wirklich erlebt (man weiß es nicht), dass etwas über ihr Gesicht gekrabbelt war. Fiege und Pinne hörte ich aus dem Geweine und Gesicht kabbet. Alle drei Kinder meinten dann, sie wollten bei uns im Bett schlafen. Die Großen hatten sich vom Geschrei und dem Poltern der kleinen Schwester erschreckt. Also gut. Alle Mann ins Schlafzimmer. Dort dauerte es einen Moment bis sich alle zurecht gekramt hatten. 1,80 sind in der Breite für 5 Personen nicht wirklich viel. Die Mädchen wollten zudem dann auch noch was trinken. Der Herr Papa entwirrte sich wieder aus Kinderarmen und Bettdecken und organisierte das Getränk und wir fanden dann zur Ruhe. Kurz. Denn dann rief der Sohn freudig aus: „Da sieht man ja einen STERN! Wie schöööön!“ und gleich darauf: „Da sind ja ganz viiiiele Sterne am Himmel!“

Das Sirenchen setzte sich dann auch auf und rief entrüstet aus: „Wo? Ich sehe nur Kreisel!“
Der Herr Papa sagte: „Die Sterne sehen so aus wie Kreisel, weil du noch Tränen in den Augen hast!“
Da bekam ich einen fulminanten Lachkrampf. So mitten in der Nacht. Ich lachte laut schallend und ausdauernd. Ich sah vor meinem geistigen Auge, was das Sirenchen sah und konnte mir so gut vorstellen, wie es in dem kleinen Kopf rattert. Die Kinder hatten so bewusst den Nachthimmel noch nie betrachtet. Und dann ist es seltsam, wenn man durch den Tränenschleier Kreisel am Himmel sieht. Ich fand, das hatte sie gut beschrieben. 😀
Dann hatte der Sohn noch ein paar Fragen zu weiteren Beobachtungen. 1. Warum sind die Sterne nicht eckig? Man malt sie doch eckig.
2. Die fliegen ja über den Himmel! Die bleiben garnicht an der gleichen Stelle. Wieso? Wo fliegen die hin?
In Anbetracht der Uhrzeit, meiner Belustigung und gleichzeitiger Müdigkeit verwies ich darauf, dass ich diese Fragen gerne am nächsten Tag beantworten wolle und gluckste noch ein bisschen vor mich hin.
Als gerade alle eingenickt zu sein schienen, setzte sich das Knöpfchen auf, blickte aus dem Fenster und rief: „DAAAAA, EIN, ZWEI, VIIIIIELE Terne!“
Das Sirenchen fügte matt aber ehrlich verzückt hinzu: „Schööööön!“ und dann schlief ich jedenfalls ein. Keine Ahnung ob die Astronomiekunde dann noch weiter ging.
Alles in allem eine wirklich schöne, lustige und sehr gemütliche Nacht. Heute morgen erwachten alle gut gelaunt von Gackern der Hühner und dem zwitschern der Spatzen.

Ein Wochenende, drei Unternehmungen und zwei Käätsboaads

Das Wochenende hatte mal wieder einen bunten Strauß Unterhaltung bereit.

Nachdem wir gefühlt die letzten Wochenenden mehr gegammelt als unternommen hatten, packte uns nun die Lust das Heim mal zu verlassen.

Am Samstag Morgen bestiegen wir recht zeitig (so gegen 10.30 :-D) die Familienkutsche. Die brachte uns in das Naturkundemuseum in Bonn.
Dort waren wir angenehm überrascht, dass Kinder unter 6 Jahren noch nichts zahlten und sich die Ausstellung  in den letzten…äh oh Gott, 30 Jahren!!!(so lange war ich nicht mehr da) total modernisiert und auf kleine Besucher spezialisiert hatte.
Der Sohn war sofort angefixt und sehr interessiert an so allerlei Getier. Vor allem an sechsbeinigem.
Die Mädchen bestaunten die größeren Tiere und flitzen nachher mit einigen der anderen unzähligen Kleinkindbesuchern durch die luftig gestaltete Ausstellung.
Nach gut 2 Stunden war der Kinderkanal mehr als voll und wir gönnten uns noch eine frische Waffel im Bistro des Museums.
Wir traten die Heimfahrt an und beschlossen auf einem Weg noch schnell in der Metro Artischocken für den anberaumten Abend mit Freunden zu kaufen. Das mit der Metro war aus diversen Gründen eine Schnapsidee. Aber so richtig. Vor allem weil der schöne Museumsbesuch mit Trash überlagert wurde.  Continue reading…

Frau Confuss on Tour

Ich mag Autos. Und ich mag Auto fahren. Tatsächlich tue ich es eher selten und immer nur, wenn es anders nicht gut geht. Ich finde das Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel meistens bequemer. Vor allem die Parkplatzsucherrei, finde ich ätzend. Mal davon abgesehen….Fitness und Ökologie und so….
Früher, zur Sturm und Drang Zeit, da fuhr ich noch ständig in da City, weil ich in da Club wollte. Ich kurvte hier hin und da hin, um Freunde einzusammeln und abzuladen. Ich fuhr wegen dem Unabhängigkeitsgefühl. Ich fuhr nachts, ich fuhr bei Eis und Schnee. Ich fuhr mit Plateau-Schuhen, ich fuhr ohne Schuhe.  Ich quetschte mich mit dem Familienflaggschiff meiner Eltern souverän in die engsten Lücken.

Ich fand auch immer mit dem alten Landkartentrick mein Ziel. Egal wo. In London, Berlin, mitten in Marokko, in der tiefsten Schweiz,Palermo, im irischen Niemandsland. Geht immer. (Ich mag Karten lieber als ein Navi, da hab ich vor Augen welche Orte um das Ziel herum liegen. Mit einem Navi fühle ich mich blind.)
Außnahme: Die Stadt Essen. Da bin ich verloren. Die Stadt verballhornt mich jedesmal. Die Straßen scheinen sich bei jeder neuen Anreise meinerseits neu zu sortieren, zu verschieben und umzudrehen. Essen ist mein persönliches Bermudadreieck! Mit Karte und mit Navi. Ich muss jedesmal meine Gastgeber dort anrufen und mich schwitzend durch die Stadt lotsen lassen. Auch mit Bus und Bahn bin ich verloren. Ich begreife die Abfahrtpläne dort nicht. Is wahr! Is wie mit dem Periodensystem. Verstehe ich auch nicht.

Normale Alltagsfahrten sind bei mir immer unspektakulär. Jedoch bei neuen Zielen….
Ich entscheide mich an Autobahnschnittstellen grundsätzlich für die falsche Abfahrt. Kenn ich schon. Is auch egal. Man kann ja wieder zurück fahren. Continue reading…

Neue Kleider für´s Sirenchen

Da war ich losgezogen, um für´s Sirenchen tatsächlich nochmal zwei bis drei Kleidchen zu shoppen.

Das mit den 2 Lieblingskleidern und dem Drama, wenn diese in der Wäsche waren, konnte nicht so weiter gehen.

Ich habe begriffen: Die Kleider sollten möglichst locker sitzen und auch etwas länger sein. So ein bisschen Prinzessinnen-mäßig. Die Farbe spielt nur eine untergeordnete Rolle. Da darf es gern auch blau sein.

Der Sohn brauchte zudem eine neue wetterfeste Übergangsjacke in der passenden neuen Größe.

Ich wurde fündig. Die Jacke hat eine Farbe und einen Schnitt, den die Mädchen auch problemlos anziehen können, wenn der Sohn rausgewachsen ist.

Und für´s Sirenchen fand ich drei neue Kleidchen. 2 davon trägt sie übrigens schon mit Begeisterung. Puh!

Als ich den Kindern die neuen Sachen präsentierte, fielen sie mir verdatterten Mutter um die Beine und trällerten überglücklich: „Danke, meine liebe Mami! Wie schöööön!“😳

Ich war denn froh, dass die Teile gefielen, hatte aber durchaus mit weniger Begeisterung gerechnet. Es ist ja nicht so, dass sie sonst in Lumpen herum rennen müssten. Mal in zwei Paar verschiedener Socken, ja, aber sonst…

(Ich verschenke nur noch Kleidung in Zukunft.😁)

 

Der Sohn toppte diese Szene noch am nächsten Morgen im Kindergarten. Er hing seine Jacke auf, tänzelte im Flur auf und ab und verkündete laut: „Heute ist mein Glückstag!“ Eine Erzieherin fragte interessiert: „Ja? Was ist denn heute Tolles passiert?“

„Ich habe eine neue schöne Jacke!“