Multitasking kann ich nicht

Vor allem früh Morgens arbeitet in meinem Kopf kein Filter. Ein laufendes Radio wirft mich komplett aus der Bahn. Ich kann das nicht überhören. Schon als Kind mochte ich nicht, wenn zum Essen zu laute Musik lief. Dann ist es, als bleibt das Essen im Hals stecken. Und genau so verhält es sich auch, wenn man vor allem morgens mit Fragen und Forderungen auf mich einprasselt.

Einem ehemaligen Mitbewohner bat ich einst morgens in der Küche (um 6:30h): „Nicht sprechen!“

 

Und da stehe ich nun als Mama.  Kinder kennen keine Gnade. Und je jünger sie sind, ist es nun auch ziemlich normal, dass sie darauf keine Rücksicht nehmen können.

Und so versuche ich mich, seit sie auf der Welt sind, daran zu gewöhnen einfach besser multitasken zu können, wenn alle drei etwas gleichzeitig von mir wollen. Dieses GleichzeitigWOLLEN passiert grundsätzlich in Momenten, in denen ich ohnehin damit beschäftigt bin, einen entscheidenden Tagespunkt zu bearbeiten. Wie z.B. eine Mahlzeit oder morgens für alle den pünktlichen und geordneten Abmarsch vorzubereiten. 

Das Beitragsbild zeigt eine typische Abendsituation von vor 3 Jahren. Die Katzen reihen sich grundsätzlich in die Mecker-Motz-Forder-Frage-Waswollen-Reihe ein. Continue reading…

Ich bin nicht perfekt! Ich bin laut.

Also das Leben mit Kindern ist ein ständiges Auf und Ab der Emotionen. Das muss ich anderen Eltern ja nicht erklären. Und ich selbst bin in diesem Business auch schon lange genug unterwegs um zu wissen, dass alles Phasen sind und dass alles auch wichtig für die Entwicklung ist und dass vor allem ICH die hauptsächlichen Eskapaden der Kinderlaunen abbekomme, weil sie sich bei mir sicher fühlen. Ich nehme  alles nicht persönlich. Und dennoch geht mir oft genug die Hutschnur flöten, wenn gewisse Phasen anhalten. Und zwar nicht nur bei EINEM Kind, sondern bei mindestens zwei Kindern.

Das Knöpfchen rasselt von einem „Theata“ zum anderen. Aktuell lässt sie sich erfreulich friedlich am Kindergarten abholen, dafür trumpft sie später am Tag, meist am späten Nachmittag, mit „erbaulichen“ Ausfällen auf. Sie möchte dann Turnhallen oder Häuser kaputt machen und warf zu letzt zwei Klopapierrollen (neue) ins Klo. Kind, ich weiß, du bist „saua“. Aber DAS geht trotzdem leider gar nicht! Und das schimpfe ich auch laut und deutlich als Gardinenpredigt heraus, während ich dezent angewidert die nassen Klopapierrollen aus der Kloschüssel fische und tropfend in eine Mülltüte befördere. Dann bin ICH nämlich auch saua! Continue reading…

Viel zu viel Mond-oder warum ich türknallend das Haus verließ

Eigentlich war es ein ganz normaler Wochentag.

Der Wecker klingelte mit der hier gängigen Karenzzeit, damit alle langsam und in Ruhe wach werden könnten.

An diesem Tag sprang der Sohn sofort auf und sprach:
„Mama, komm, ich will in die Schule! Jetzt!“
„Oh!, entwich es mir verwundert. „Dann zieh dich doch schon mal an. Ich bleibe noch einen Moment liegen. Es ist noch Zeit.“ (Ich kann nämlich nicht so schnell aufstehen, dann falle ich gleich wieder um. Und der Sohn geht alleine zur Schule, ich könnte also auch im Schlafanzug bleiben. Theoretisch jedenfalls.)
Der Sohn nölte und maulte, er wolle nicht alleine ins Bad.
Das Sirenchen erwachte und ärgert mit irgendwas den Sohn. Ich versuchte zu intervenieren und schlug vor, der Sohn solle doch einfach ins Bad gehen, ich käme sofort nach und das Sirenchen könne noch ein bisschen ruhen.
Der Sohn verneinte, das Sirenchen schrie mir ins Ohr: „Gib sofort das Kissen zurück! Das ist meins!“
Oh, wie freundlich man mir doch gesinnt war zu so früher Stunde. Ich versuchte anzumerken, dass sie seit 3 Nächten MEIN Kopfkissen in Beschlag hätte und ich mir deshalb eines von ihren kleinen Kissen (die übrigens ganz bequem sind) genommen hatte. Das Sirenchen hörte nicht zu und überbrüllt meine Bemühungen die Sache mit Ruhe zu klären.
Ich ignorierte das Getöse so gut es ging. Kurz jedenfalls. Der Sohn und das Sirenchen begannen sodann  sich zu treten. Eine neue Mode bei den beiden. Ich begrüße das nicht, sehe aber, dass es zu einer Art gegenseitigem voneinander Abnabeln aus der sehr engen Geschwistersymbiose zu gehören scheint. Warum sie aber ausgerechnet an diesem Morgen ein weiteres „Abnablungsszenario“ aufmachen mussten, weiß der Kuckuck.
Obgleich das Sirenchen sagte: „Ich trete auch nicht in deine Hoden! Weil das ist unfair!“  (wie überaus umsichtig! Fairness wird groß geschrieben :-D) wurde das Beingemenge immer wilder.
Schließlich versuchte ich die Streithähne dazu zu bringende sich einfach aus dem Weg zu gehen. Der Sohn ging auf Toilette, das Sirenchen gab alles: „Blöde Mama!“ brüllte sie und grollt geräuschvoll vor sich hin. Sie wollte partout mein provisorisches Kissen haben.
Das Knöpfchen maulte: „Ich bin noch müüüüüde!“

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Blogparade: Wenn Mama durchdreht- PMS

Aus der Rubrik: Dinge, die man nicht braucht.

Viele Frauen kennen sicherlich dieses Problem und die liebe Priska vom übrigens wunderbaren Blog mamalismus merkte an, dass man daraus auch eine Blogparade machen könnte. Warum nicht? Man verschweigt die unangenehmen Dinge des Lebens immer so. Aber vielleicht kann man gemeinsam darüber auch lachen.

Wer sich also ermuntert fühlt dazu auch mal etwas zu schreiben (ich würde mich freuen), der kann mitmachen bis zum 28. Februar 2018.

Verlinkt meinen Beitrag in eurem Beitrag und setzt euren Beitrag einfach als Kommentar unter meinen. Ich liste dann alle auch noch mal gesammelt auf.

 

Und nun zu meiner PMS-Geschichte:

Also, ich muss es zugeben, ich bin manchmal ganz schön PMS gebeutelt.
Dann habe ich Kopfweh, fühle mich schlapp, müde und antriebslos, ja ich möchte sagen verkatert, habe schmerzende Brüste, extrem schwere Beine (unerträglich!) und eine Lauuuuune! Unteridisch. Ganz schlimm. Zum Glück sind diese Tage vor den Tagen  seit einer Weile zeitliche nicht mehr ganz so ausgedehnt.

Ich möchte auch dringend anmerken, dass die Probleme, Sorgen oder Anliegen, die Frau hat, immer Gültigkeit haben, auch unter PMS-Einfluss. Mann sollte sie dringend ernst nehmen. Nicht ernst bzw persönlich nehmen sollte man hingegen die Laune und den damit einhergehenden aufgebrachten oder mauligen Tonfall. Aber den Inhalt!

Wunderbar aufbrechen konnte das einst ein Freund aus Studentenzeiten. Wenn ich nämlich mal wieder heiß lief und laut vor mich hin zeterte, begann er neben mir auf der Stelle zu joggen und zu schnaufen, als wäre er bei einem Marathon unterwegs.

Ich musste jedesmal SEHR lachen und wusste sofort, was er mir damit sagen wollte. Ich war danach wieder in der Lage halbwegs normal meinen Unmut Kund zu tun. Ich möchte sagen, ich war danach nahezu entspannt.

Ansonsten muss ich leider einräumen, dass ich mich ganz schön zügeln muss, wenn es mal wieder soweit ist. Und oft genug gelingt mir das nicht richtig. Es tut mir sehr leid.
Aber wenn ich mich so furchtbar verkatert fühle und meine Glieder alle samt der Schwerkraft verfallen, mein Kopf brummt, dann möchte ich nichts anderes tun, als irgendwie einfach rumzuliegen und zu warten, bis es vorbei ist. Continue reading…

Wie ich zu unrecht meckerte und was es mich lehrte.

Der Sohn kommt seit kurzem die Hälfte des Schulweges alleine zurück nach dem Unterricht. Wir treffen uns dann auf halber Strecke. Das klappt prima.
Am Freitag sammelte ich ihn aber nochmal mit dem Lastenrad an der Schule ein.

Er kam fröhlich gesprungen und während ich ihn bat, seine Jacke noch anzuziehen, stellte ich seine Schultasche schon ins Fahrrad.
Dann tauchte eine Schulfreundin auf, die er besonders gern mag und drehte albern auf. Eigentlich ganz süß. Er scheint ihren Humor zu treffen.

Als ich ihn bat einzusteigen, fragte er nach seiner Schultasche. Ich sagte, die hätte ich schon ins Fahrrad gestellt. Er sprang darauf auch ins Rad und sagte: „Dann stell ich die Tasche wieder raus.“ Und er warf seine Schultasche unsanft auf der anderen Fahrradseite wieder raus. Die beiden Kinder lachten. Irgendwie war die Situation auch lustig.
Ich mag allerdings nicht, wenn man mit Dingen (mit Lebewesen natürlich auch nicht) so grob umgeht. Ich bat ihn, die Tasche wieder ins Fahrrad zu holen. Was er tat, aber er warf sie dann wieder unsanft und die Tasche blieb auf der Seite liegen.

Ich meckerte, er solle die Tasche richtig hinstellen. Der Sohn sagte dann: „ Mama, übrigens ist meine Trinkflasche kaputt. Meine Tasche war ganz nass.“
„Wie?“
„Ja, die läuft aus!“
„Dann stell doch bitte deine Schultasche jetzt endlich richtig hin und wirf sie nicht durch die Gegend, dann läuft auch keine Flasche aus und es geht auch nichts kaputt!“
„Ich habe die Flasche schon ausgeschüttet. Da fehlt aber auch was.“

Ich kramte die an sich sehr solide Flasche aus der Tasche und begutachtete das Problem. Es fehlten sogar zwei Teile, die eigentlich in der Flasche sein müssten und da auch nicht hinaus fallen können. Eigentlich. Es sei denn man schraubt den Deckel ab und kippt sie aus. Dann müssten die beiden Teile allerdings auch nicht richtig zusammengesetzt gewesen sein. Und dann müssten die fehlenden Teile auch ins Waschbecken gefallen sein. Irgendwie alles merkwürdig. Ich baue die Flasche doch jeden Morgen zusammen und überprüfe, ob nichts ausläuft, indem ich sie auf den Kopf drehe.

Der Sohn meinte, die fehlenden Teile seien im Ranzen. Ich wollte die Tasche zu Hause mal gründlich auf den Kopf stellen. Continue reading…