Eine Busfahrt die ist lustig

Wenn man denn mitten in den Vorbereitungen für einen anstehenden Kindergeburtstag ist, dann ist man auch schon mal im Bus unterwegs Richtung Konsumhölle und zurück.
Da erlebt man Sachen…

Im Bus hockt was mit starrem Blick. Ich nicke und lächle. Keine Reaktion. Sonst ist der Bus leer. Ich parke den Kinderwagen in der Rollstuhlecke und setze mich kurz neben….die Person? Irgendwie kann ich sie nicht einordnen. Mann oder Frau? Man weiß es nicht. Ich krame in meinem Portmonee nach Kleingeld. Aus dem Radio im Bus dröhnt ein einfältiger Discostampf. Ich frage laut: „Seit wann gibt es eigentlich Radio im Bus?“ Keine Reaktion. Ich wundere mich mal wieder, wer eigentlich den Rentnern diese beige-, braun-, schlammfarbenen unisex Kleidungsstücke verkauft. Ein neuer Busfahrer steigt ein. Schichtwechsel. Er macht das Radio aus. Danke! Ich warte bis er seine Sachen verstaut und die Kasse zurecht gemacht hat. Dann gehe ich hin und bestelle mein Ticket.
Er blickt mich an. Mit Schalk im Blick. Ein gepflegter Herr in akkurat zurecht gemachter Busfahreruniform. Er nickt bedeutungsschwanger und ich muss erwartungsvoll grinsen. Continue reading…

Blogparade #Einzelstücke- Zwei Geschwister im Vergleich

Ich wage mich mal an eine Blogparade. Zur Parade mit dem Titel #Einzelstücke -Zwei Geschwister im Vergleich rief mutterundsoehnchen auf.

Es sind bei mir allerdings drei Kinder. Ich hoffe ich werde nicht disqualifiziert wegen eines Vorteiles. 😉

Der Sohn:
Er kam zur Welt und war ein ernstes Kind. Nahezu mürrisch blickte er aus weisen Augen im Greisenantlitz. Ja, man konnte genau sehen, wie er mit 80 Jahren mal aussehen würde.
Es dauerte einige Monate, bis sich das Altherrengesicht zu einem pausbäckigen Krabbelkindgesicht mauserte. Es huschte dann auch immer mal ein Lächeln über sein Gesicht. Wir pflegten zu sagen, er könne jemanden von UNTEN von OBEN herab ansehen. Ein kritischer Erdenbürger. Continue reading…

Die Katze…nicht im Sack

Der Schrank schnurrt.

Ich betrat heute morgen unser begehbares Kleiderschränkchen. Das ist keine absichtliche Verniedlichung. Es ist ein Räumchen in dem man 3 Schritte vor und wieder zurück gehen  und wirklich alle Erwachsenenkleidung verstauen kann. Hauptsächlich hängend. Ansonsten ist das kein begehbarer Kleiderschrank, wie man sich das im Luxussegment vorstellt. Ich liebe dieses Räumchen allerdings sehr. Es ist so schön Schallgedämpft. 😀

Unsere Katzen mögen es leider auch. Das finde ich weniger prickelnd und so kommandiere ich vor allem den Kater dort regelmäßig wieder heraus.

Heute morgen betrat ich den Schrank, begann etwas zu räumen und es SCHNURRTE. Continue reading…

Kinder, Karneval und die Kamelle-Tabelle

Oder: Ein Wochenende im Rheinland.

Also da feierten wir Kinder-Karneval.
Für alle Karneval-Liebhaber ist klar was das bedeutet. Für alle, die das nicht kennen: Ein waschechter Karnevalsjeck liiiebt es normalerweise verkleidet bis zum Anschlag in einer komplett überfüllten Kneipe zu stehen und, selbst wenn er kein Kölsch mittrinkt, damit getränkt zu sein. Es wird verschüttet, versehentlich versteht sich. Dazu grölt man laut einschlägiges Liedgut und schwitzt so sehr, dass auch die Scheiben und Wände schwitzen. Die Kneipenbänke sind mit Ziegelsteinen und Bierkästen untendrunter abgefangen, damit sie nicht zusammenbrechen, wenn zwei Reihen Jecke darauf herumhüpfen und schunkeln. Man kommt dann in der Regel müde und heiser und die meisten auch ziemlich angeheitert nach Hause. Das findet der echte Jeck schön! Ich auch.
Alles in allem ist das nichts was in Begleitung von Kindern geht und irgendwie geht es auch nicht, wenn man am nächsten Tag 3 „fitte“ Kinder zu beaufsichtigen hat. Ich kann es jedenfalls nicht.
Da dieses Jahr das erste Mal alle drei Kinder aktiv am Straßenkarneval teilnehmen konnten, sammelte sich ein Süßigkeiten-Mount-Everest bei uns an.
Während sich bei kinderlosen Karnevalisten an solchen Tagen und auch gerne Wochen später immer noch Konfetti, Federchen, Glitzerkram und andere dekorative Party-Überbleibsel und Kostümüberreste wiederfinden, findet sich bei Eltern einer gewissen Altersgruppe ÜBERALL Süßkram und Süßkrampapiere und andere Dinge. Darunter: Sticker, Badeentchen, Stofftiere, Malstifte, Taschentücher, Luftballons, Spülschwämme, große und kleine Bälle, Spardosen, Schlüsselanhänger, Schokoladen- und Pralinentafeln, Schokoriegel von namenhaften Firmen, Obst und jede Menge super ekliges Zeug, was ich persönlich überhaupt nicht mag. Für mich würde die Hälfte an Zeug reichen, das bei den Karnevalsumzügen geworfen wird. Und dann wäre es noch zu viel.

Hier ein kleines Arrangement von einer Auswahl. Es ist in Wirklichkeit noch viel mehr. Continue reading…

„Bildungslücke“

Schöne unbekannte Welt.

Der Sohn sah sich ein Heftchen mit vielen bunten Bildchen an. Er kommentierte hier und da und rief plötzlich begeistert auf: „Aaaah! Ein Kontrabass! Guck mal Mama!“

Ich sah rüber und sah keinen Kontrabass. Ich fragte: „Wo?“

„Na hier! Mama, siehst du den nicht?“

Ich: „Ne!“

Er hielt das Heftchen hoch und begann zu singen: „Drei Chinesen mit dem Kontrabass…“

Ich sah einfach nicht, was er sah und ich bat ihn, mir den Kontrabass zu zeigen.

Er zeigte dann original auf DAS! Continue reading…