#WIB 25./26.11. Wochenende in Bildern

Das Beitragsbild ist auch schon das hübscheste Bild von diesem Wochenende. Alles andere läuft unter dem Motto #mehrrealität.

In den besten Momenten habe ich nichts zum Ablichten zur Hand, das Licht ist schlecht oder ich hab’s schon verpasst.

 

Aber nun geht’s trotzdem los in ein ziemlich heimeliges und sehr unspektakuläres Wochenende. Es ist gerade so viel los um uns herum, da entstressen wir den Alltag so gut und wann immer es geht. Continue reading…

Konsequenzblasen- Gedanken und Gefühle eines 6 Jährigen

Neulich durften die Kinder am Tag fern sehen. Es war Samstag und im Kinderfernsehen wollte nicht das Richtige laufen. Wir zappten gemeinsam ein bisschen rum und blieben hier und da hängen. Ich teilte mit, dass wir nochmal schauen würden, ob wir etwas Spannendes für alle fänden und dann danach auf jeden Fall ausschalten würden. Wir fanden eine Dokumentation über Spaniens Wildpferde. Die Mädchen waren entzückt. Wir sahen es uns gemeinsam an.
Leider ging es nicht so freundlich zu. Die Wildpferde wurden einmal im Jahr zusammen getrieben, in einer kleinen Arena gesammelt und die Fohlen wurden aussortiert. Etwas unsanft und wild ging es zu. Ich war selbst nicht so glücklich mit dem ruppigen Vorgehen und überlegte, wie ich aus der Sache heraus käme. Das Sirenchen schluchzte auf und sagte sie müsse schon weinen. Der Sohn blickte auch ganz verzweifelt.
Ich entschied, den Fernseher auszuschalten und erklärte, dass Wildpferde nun mal auch sehr stark und wild seien und man die nicht zärtlich in die richtige Richtung streicheln kann. Aber ich fände das auch nicht richtig so, das ginge sicherlich auch anders.

Der Sohn reagierte dann ziemlich motzig und fing eine SEHR nervige Diskussion mit mir an, er wolle weiter fern sehen, provozierte und knuffte mich. Dabei kam einfach nichts Passendes. Ich schimpfte. Er verschwand so dann ins Esszimmer und schmollte. Irgendwann malte er dann und kam schließlich mit einem Bild zu mir.

Dieses Bild seht ihr als Titelbild. Die Blasen, die aussehen wie Sprechblasen funktionieren aber nicht wie Sprechblasen, sondern sind eher sowas wie Konsequenzblasen.

Der Sohn erklärte mir alles.

Nr. 1 zeigt was er sah. Die Pferde in der Arena. Eingekreist.
Das findet er ganz schön schlimm. Continue reading…

St.Martin in 4 Akten

1. Akt:

Der St. Martins-Umzug der Grundschule ist immer ein ziemlich großes Ding hier. Es gibt ein Pferd nebst St.Martin und ein riesen Feuer. Es gehen 2 Schulen und ein paar Kindergärten mit.
Im Vorfeld überlegte ich, ob ich diesen Event alleine mit drei Kindern im Dunkeln wagen wollte. Sowas war noch einfach, als ein Teil der Kinder noch dick eingemummelt im Kinderwagen festgeschnallt war. Jetzt wo definitiv alle Drei herumlaufen…
Ich organisierte mir Hilfe für den Tag, was nicht so einfach war, weil der Mann, so angekündigt, kein Frei bekäme und die Oma auch nicht konnte. Eine Freundin wollte freundlicherweise dazu kommen, nachdem  ihr Kalender ein positives Feedback gegeben hatte.

 

2. Akt:

Die ganze Organisation im Vorfeld hätten wir uns sparen können, denn….es kommt ja eh immer anders.
Das Sirenchen übergab sich in der Nacht vor dem Laternenzug großzügig über das gemeinsame Schlaflager.
Die Nacht war kurz und wäschereich und dem Sohn war auch übel.
Ich sagte am Morgen dem Kindergarten und der Schule Bescheid, dass die Kinder nicht kämen und meiner Freundin schickte ich ebenfalls eine Nachricht, dass sie sich den Nachmittag lieber nicht nähern solle. Ich wollte niemanden anstecken.
Nun blieb es beim Übergeben seitens des Sirenchens, dem Sohn war offenbar aus Sympathie schlecht gewesen. Er aß Unmengen so Allerlei und war fit. Das Knöpfchen ebenso. Da obendrein der Mann kurzfristig doch den Tag frei bekommen hatte (Danke Chef vom Mann für diese ungemein „prima“ planbaren freien und nicht freien Tage!!!!! NICHT!) In diesem Fall war es ok. Nachdem wir sicher waren, dass dem Sohn nichts fehlte, konnte er doch zum Schullaternenzug gehen. Und zwar mit dem Papa. Ich hütete die Mädchen.
Da niemand sonst auch noch irgendein Symptom entwickelte, gehe ich stark vom acetonämischen Erbrechen aus. Das hatte das Sirenchen schon mal.

 

3. Akt:

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Tagebucheintrag mit Bildern

Höchst unerquicklich, aber auch ein Grund, warum ich eine Kur an der See beantragte, ist aktuell wieder eine Nasennebenhöhlenentzündung. Die Nase ist frei, aber der Rest dicht. Abgesehen von Kopfschmerzen, die ich mit Paracetamol in Schach halte, hämmert es in meinem Kopf. Super nervig. Vor allem, wenn es sich in der kalten Jahreszeit als regelmäßiger Besuch einnistet. Zum Glück mag ich die Eukalyptusdragees, die Linderung verschaffen. Ich rieche jetzt immer wie ein Koalabär.

Dennoch waren hier ja Ferien, die ich ein wenig mit Abwechslung für den Sohn bestücken wollte. Darunter fielen auch Mama-Sohn-Ausflüge. Am Donnerstag noch waren wir zusammen im Römisch-Germanischen-Museum. Wir finde die Geschichte beide sehr spannend und wir verbrachten tatsächlich 1, 5 Stunden im Museum. Als Kritikpunkt möchte ich allerdings anführen, dass die Ausstellung ziemlich trocken dargeboten wird (wie vor 30 Jahren noch), so dass man sich für Kinder verbal schon ganz schön ins Zeug legen muss, um dem Ganzen etwas Lebendigkeit einzuhauchen. Da hätte ich ein paar Ideen zum Auffrischen. Liebes Museum, wenn ihr Hilfe braucht….gegen Honorar, mach ich euch nen Plan. 😉 Ernsthaft.

Was mir sehr gut gefallen hat, war die Vitrine mit den Muttergottheiten.  Continue reading…

Ferienunterhaltung in Köln inklusive wackliger Beine

Hbf und Dom

Der Sohn und ich waren am Mittwoch im Kölner Touristenzentrum unterwegs.

Ohnehin wollte ich die Ferienvormittage mit ihm so gut es geht nutzen, um Mama und Sohn-Exclusiv-Zeit zu haben. Unterm Strich haben wir trotz Ferien gar nicht soooo viel Gelegenheit, aber dieser eine Vormittag war auf jeden Fall gesetzt. Warum das gerade auch sehr wichtig ist, schreibe ich gesondert noch in einem anderen Beitrag auf.

Ich wollte am Mittwoch tatsächlich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden, denn ich brauchte noch Zug- und Fährtickets für unsere Mutter-Kind-Kur im Dezember. Das wollte ich mir nicht online selbst zusammen puzzeln.
Somit steuerten der Sohn und ich als erstes den DB-Service am Kölner Hbf an. Dort staunte ich nicht schlecht, wir bekamen eine Wartenummer in die Hand gedrückt. Das hat´s früher nicht gegeben. 😀 Der Sohn bekam sofort Fluchtgedanken beim Andrang im Wartebereich, aber ich meinte, wir würden mal schauen, wie schnell es vorwärts ginge. Wir warteten insgesamt eine guuuute Viertelstunde, was ich verschmerzen konnte. Der Kampf mit dem Drucker zu Hause wäre Nervenaufreibender gewesen.
Jetzt haben wir alle Tickets zum Sparpreis mit festen Plätzen und vernünftigen Anschlüssen und wenig Umsteigerei.
Danach schlenderten wir über den Bahnhof und suchten ein Gleis mit ICE-Verkehr aus. Ich musste mit dem Sohn einige Züge abwarten, in die wir alle natürlich nicht einstiegen. Er findet das ganz spannend am Bahnhof.
Schließlich machten wir noch eine Runde durch das Untergeschoss und mussten auch einen Euro opfern um die elektrische Eisenbahn, die dort aufgebaut steht, ein paar Runden fahren zu lassen. Der Hbf ist ein kostengünstiger Ausflugsort. Da war ich mit dem Sohn immer mal wieder.

 

Da wir noch Zeit übrig hatten, bis wir wieder richtig Nachhause fahren mussten, holten wir uns ein belegtes Brot beim Bäcker und beschlossen noch eine Runde um den Dom zu laufen. Auf der zugigen Domplatte angekommen, fanden wir eine Bildtafel mit großen Schwarzweißaufnahmen aus den Kriegsjahren. Man sah die zerstörte Stadt. Um uns herum saßen zudem überall Stadtstreicher und hielten irgendwelche Gefäße in die Luft. Für den Sohn war das alles schon wieder zu viel. Er fragte mir Löcher in den Bauch, wegen der armen Leute und meinte er mache sich Sorgen, weil die da so arm sitzen müssten. Die armen Bettler. Wie bei St. Martin…..
Wir liefen weiter zum Haupteingang vom Dom. Dort zieht es echt immer wie Hechtsuppe. Überall standen Leute und machten Fotos. Einst noch mit der guten Spiegelreflexkamera, machen das jetzt alle mit dem Handy auf dem Selfistick. In unmittelbarer Nähe begann eine Blaskapelle schwermütig anmutende Musik zu spielen. Der Wind verwehte sie zu lauten und leisen Klangwellen. Continue reading…