Ängste und Sorgen von Kindern

So sehr wir unsere Kinder auch behüten, wir können nicht alles von ihnen fern halten. Und so plagen sich Kinder auch immer mal wieder mit Problemen oder Ängsten herum. Es gehört zum Leben. Der Umgang muss gelernt werden.

Ängste gibt es wohl viele. Seien es Krabbeltiere, laute Geräusche, Gespenster, Räuber oder was auch immer den Kindern und auch Erwachsenen so einfällt.
Bestimmt gibt es auch Ängste die sehr tief sitzen und nicht einfach mal so zu beheben sind. (Angsterkrankungen lasse ich aus. Das ist ein extra Thema.)
Die „normale“ Angst ist ja nun auch ein wichtiges Hilfsmittel, um Gefahren zu erkennen. Der eine ist ängstlicher, der andere weniger. Ein Teil ist also von vornherein verankert. Aber ich bin sicher, dass man als Bezugsperson auch Einfluss auf den Umgang mit Ängsten und Problemen hat.

Ich bin sehr achtsam bei Kindern, wenn sie Ängste und/oder Probleme haben/zeigen oder ich welche vermute. Als Lehrerin ebenso, wie mit meinen eigenen Kindern.

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Der Frühling, der Garten, die Kinder

…es geht voran

Gärtnern mit Hindernissen, auch hier gilt es flexibel zu sein

Teil 1
Ich buddelte mit dem Spaten 4 große Löcher neben unsere Buchenhecke und versenkte diese Freunde darin:

Bambus

Bambus fragesia. Bildet KEINE Ausläufer sondern wächst im Horst und ist gut zu kontrollieren. Was zu sehr ausufert wir einfach weggestochen.

Wer sich nun fragt, warum ich Bambus der Sorte Fragesia neben eine Hecke setze, zumal ich doch auf Bauerngarten stehe und das so garnicht passt, dem sei gesagt: Man lässt mir keine andere Wahl.

Bambus fragesia wird nicht nur sensationelle 2 bis 3 Meter hoch, sondern wächst sehr schnell zu einem super dichten Sichtschutz. Das allein hat den Bambus schon qualifiziert. Continue reading…

Tripple-Trotz-und-Heul-Anfälle braucht kein Mensch

…die Zeitumstellung übrigens auch nicht!

Das Sirenchen erwachte. Es lärmte und krachte. Von Minute 1 nach 6 an….vor ein paar Tagen…die Zeitumstellung….man kann es sich denken.

Ich war schon wach, deshalb kann ich es mit Gewissheit sagen: Es war NICHTs rein gar nichts voraus gegangen, was extern zu Unstimmigkeiten hätte führen können. Alle lagen noch zufrieden im Bett.
Ich döste vor mich hin. Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die morgens nicht aus dem Bett springen kann. Selbst wenn ich wollte, ich würde umfallen. Mein Kreislauf braucht ein paar Minuten, um hoch zu fahren.
Während ich also hochfuhr, krähte das Sirenchen mit rauer und lauter Stimme urplötzlich los: „Maamaaaahaaahaaa, ich möchte runter gehen!“ „Mmmmmmh.“ Mein Sprachzentrum war auch noch nicht ganz da. „Mamaaahahaaaaaha…ich WILL jetzt runter gehen!“ „Äh, ja. Wieso? Wir ziehen uns gleich erstmal an und gehen zusammen.“ „Neeeeeiiiiiin!“ kreischte es mir entgegen. Das Geräusch kam ganz nah. „DU SOLLST MIT RUNTER GEHEN!“ Continue reading…

Der Garten

und die Kräuterhexe

Der Herr Papa sagte letzten Sommer zu mir, man hätte mich im Mittelalter als Hexe verbrannt. Rote Haare, der Wahn in der Erde zu wühlen, Wildkräuter bestimmen und Regenwürmer füttern wären definitiv Hinweise gewesen, die mein Überleben behindert hätten.
Nun denn, so ist es.
Als klar war, dass wir ein Haus mit Garten beziehen würden, begann ich alles mögliche übers Gärtnern zu lesen. Ich fand auch schnell heraus, dass mich optisch ein möglichst naturnaher Bauerngarten am meisten anmacht.
Und am liebsten hätte ich SOFORT ein blühendes Inferno rund ums Haus gehabt. Aber das kostet viel Arbeit und auch viel Geld, wenn es schnell gehen soll. Das mit der Arbeit ist mit 3 kleinen Kindern schwierig und das mit dem Geld kennt wohl jeder. Continue reading…

Interkulturelle Situationskomik

Oder: Der Sohn versteht jetzt Türkisch

Wir waren an Karfreitag bei türkischen Freunden eingeladen. Die Kinder spielen immer sehr schön zusammen. Im Laufe des Nachmittages traten das knapp 4 jährige Zöpfchen (nenn ich jetzt mal so) und unser Sohn mit der Bitte an mich heran, ich möge etwas vorlesen. Ich ließ mich ins Kinderzimmer geleiten, hatte aber tatsächlich mehr Lust mich mit den Erwachsenen weiter zu unterhalten. Man reichte mir aber hartnäckig ein türkischsprachiges Märchenbuch. Wie ich den Bildern entnehmen konnte, sollte ich „Der Wolf und die sieben Geißlein“ lesen. Da ich nicht sooo viel Lust hatte sagte ich: „Oh, das tut mir aber leid, das ist auf Türkisch. Das kann ich nicht. Wenn ich das lese, versteht ihr beide nichts. Seht ihr?“  Und ich las die Überschrift vor, wie ein Deutscher eben einen türkischen Satz liest. Das Zöpfchen sah mich mit fragendem Blick an. Ich fragte: „Und, hast du das verstanden?“ Sie schüttelte den Kopf. „Und du?“ fragte ich den Sohn. Er schüttelte auch den Kopf. Ich flaxste noch ein bisschen mit den beiden und las noch ein paar Sätze. Die Kinder verstanden nur Bahnhof und ich war zufrieden. Ich sagte nicht, dass ich die Geschichte einfach auch erzählen könnte. Ich war damit aus der Nummer raus und ging wieder zu den Erwachsenen. Ich bin gemein, ich weiß. 😁
Wenig später baten die Kinder den türkischen Papa die Geschichte von den 7 Geißlein vorzulesen. Dieser tat wie gewünscht, übersetzte aber einfach simultan auf Deutsch.

Sprach der Sohn: „Also, das versteht man aber sehr gut!“