Kinder, Karren, Nervenglühen

Abtransport der Widerspenstigen oder Wie halte ich die Meute beisammen

Die Situation in der Stadt ist die: Die Wohnungen sind in der Regel gefühlt oder oft real zu klein. Die Ansammlung an Kram ist groß. Die Stadtmutter zieht es zudem regelmäßig hinaus in die Parks und auf die Spielplätze, weil die Innenhöfe, sofern vorhanden, meist explizit nicht als Spielfläche für Kinder deklariert sind. Traurig aber wahr. Man kommt also um einen Kinderwagen definitiv nicht drum herum, womit man die kleinen Kinder und auch Einkäufe, Sandspielzeug, Wechselkleidung, Snacks und Getränke etc pp transportieren kann.
Hat man mehr als ein Kind, vor allem mehr als ein Kleinkind (in meinem Fall damals einen 3 Jährigen, eine 1,5 Jährige und einen wenige Monate alten Säugling), braucht man eine größere Karre. Die aber muss in das meist knapp bemessene Treppenhaus passen, ohne alles zu blockieren. In unserem damaligen Mietshaus war es sehr knapp, es gab keine Hofdurchfahrt in der man hätte parken können und es gab auch keine Garage oder einen bequem zugänglichen Keller. Es war einfach alles eng. Continue reading…

Schlaf und Nachtruhe als Familie

Die Sache mit dem Schlaf.

Machen wir uns nichts vor. Hat man Kinder, schläft man meist weniger und vor allem nicht aus. Bzw, man wird Nachts zusätzlich oft unterbrochen. Weil:

Ein Kind möchte kuscheln.
Ein Kind hat schlecht geträumt.
Ein Kind hat Durst.
Ein Kind muss auf Toilette.
Ich muss auf Toilette.
Ein Kind hat sich übergeben.
Ein Kind hat ins Bett gemacht.
Ein Kind hat Nasenbluten.
Ein Kind schreit und schlägt um sich, wird aber nicht richtig wach. Ein Nachtschreck.
Der Schnuller ist weg.
Ein Kind hat plötzlich Schmerzen.
Ein Kind hat Fieber.
Ein Kind hat Langeweile….Langeweile? Ja, auch das gibt es.
Morgens sind alle Kinder hungrig und gelangweilt und wecken die Eltern gnadenlos.

Wer hat noch mehr Punkte für die Liste? Continue reading…

Mit Kindern im Bad

Flexibel muss man sein. Vor allem, wenn´s drei Kinder sind.

Ein Beitrag zur Blogparade wie-kinder-schlafen-gehen  von Bella vom Blog familieberlin.

Da ich wirklich großes Glück habe und alle drei Kinder meist gerne schlafen gehen, hatte ich keine große Mühe ein gemeinsames Ritual zum Einschlafen zu finden. Es wird kuschelig etwas vorgelesen und dann wird geschlafen. Manchmal auch nicht. 😀 Die jeweiligen Säuglinge gingen anfangs nicht mit den Geschwistern schlafen. Das schienen aber alle Beteiligten jeweils zu verstehen. Die Säuglinge waren immer dabei, beim Abendritual (getragen, im Wippchen, im Bett schlafend, hauptsache nicht schreiend) und gingen später mit mir schlafen oder wurden ins Bett gelegt. Immer wie es mit dem Stillen und allem passte. (Die Kinder schlafen seit Anfang an alle in einem Zimmer. Das erste Jahr habe ich auch im Kinderzimmer geschlafen. Derzeit wieder.)

Zum Abendritual gehört bei uns aber auch der Gang ins Bad. Und das ist für mich immer kniffelig. Ich mache das Abendprogramm grundsätzlich alleine. Geht nicht anders.

Das Abendritual ist, wie alles im Kleinkinderalltag, einem unregelmäßigen aber nötigen Wechsel der Abläufe unterworfen.

Es gab eine kurze Weile, als das Sirenchen noch ein Neugeborenes war, da musste ich improvisieren wenn ich mit dem Sohn ins Bad ging. Alleine im Kinderbett blieb sie nicht ohne zu schreien. Im Tragetuch war sie mir meist zu sperrig beim Waschen vom Sohn und im Wippchen blieb sie auch nicht zufrieden liegen. Wenn dann Badetag war, wurde es besonders kniffelig. Der Sohn war noch zu klein, um ihn in der Wanne alleine zu lassen. Also sogar so klein, dass man ihn rechtzeitig auffangen musste, wenn er ausrutschte. Da konnte ich kein Neugeborenes vor dem Bauch tragen, ohne meinen Rücken herauszufordern. Und da das Sirenchen am liebsten auf meinem Bauch einschlief, ersann ich einen Trick. Continue reading…

Mama Error

…eine typische Situation

Eines der Kinder blubbert seit gefühlten Stunden pausenlos auf mich ein. Eine anderes kullert sich schreiend auf dem Boden. Ich versuche Mittagessen zu kochen, balanciere das 3. Kind auf der Hüfte, das Telefon klingelt und die Katze miaut.
-„ Mama….plapper…plapper…plapper….plapper.“
-„Mmmmmmh?!“
-„Miauuu, miau…“
-„plapper…plapper…plapper!“
-„Ich verstehe dich gerade nicht….das Telefon klingelt…die Sirene schreit…!“
-„plapper, plapper, plapper!“
-„Mmmmh….jahaa! Mensch, hoffentlich ist bald mal gut mit dem Geschrei da unten! Und du hör auf zu miauen!“
-„Mama, das Telefon klingelt!“
-„Mmmmh, ich höre es, aber ich kann jetzt nicht!“
-„plapper, plapper, plapper“
Das Schreien erlebt einen neuen Höhepunkt! Es ist ohrenbetäubend. Das Nudelwasser kocht über, die Tomatensoße brennt an. Endlich hört das Telefon auf zu klingeln. Die Katze miaut weiter.
Mama setzt das kleine Kind ab, das nun auch anfängt zu schreien und versucht das Mittagessen zu retten.
Das große Kind ist plötzlich verschwunden.
Die Katze hat sich übergeben.

Am Abend findet Mama ihre Brille im Butterfach im Kühlschrank, die Butterdose mit Inhalt in der Spülmaschine und das Telefon liegt im Backofen der Spielküche….

Was glotzt du so?

..eine Eigenschaft

Das Kinder bei jedem Bagger oder jedem Müllauto stehen bleiben und endlos lange gucken wollen und das auch können, wenn man sie nicht unterbricht, kennt ja jeder.
Wenn wir aber irgendwo sind, also zum Beispiel auf einem Spielplatz, oder gerade im Kindergarten angekommen, oder sonst wo, und es kommen andere Leute dazu, dann stehen meine Kinder wie angewurzelt und bestaunen stumm das Geschehen. Das wiederum ist meist nicht spektakulär, sondern ganz alltäglich. Die anderen kommen auf dem Spielplatz an und packen die Sandförmchen aus, oder im Kindergarten werden die Sachen ausgezogen…sowas simples.
Meine Kinder stehen und staunen, als wäre ein Fernsehgerät eingeschaltet worden. Continue reading…