Wenn die Kinder nach der Schule ausflippen

oder: Das Sirenchen dreht durch

Ich weiß aus meiner Zeit als Lehrerin, dass die frisch eingeschulten Erstklässler eine ganze Weile lang ziemlich erschöpft sind nach einem Schulvormittag. Und sei er noch so kurz. Das äußert sich bei jedem Kind anders. Das eine wird still und zieht sich zurück, das andere explodiert förmlich vor Energie. Positiv oder negativ oder beides. Und es kann auch schwanken. Das eine Kind kommt besser mit dem Umstellung zurecht, als ein anders.

Gerade wegen dieser Erfahrung und einer guten Einschätzung meiner Kinder, meldeten wir sie nicht in der Ganztagsbetreuung der Schule an.

Der Schultag ist also durchaus moderat von der Zeit und dennoch ist die Stimmung explosiv bei den Kindern.

Beim Sohn gab es letztes Jahr nach der Einschulung auch wochenlang ganz schöne Aussetzer. Er ist allerdings ein sehr reflektierte Typ und wusste sich und seine widersprüchlichen Gefühle schon früh und gut zu formulieren. Das nahm der Sache ein wenig die Dramatik.

Das Sirenchen ist ein Vulkan mit wilden Ausbrüchen. Sie spricht nicht viel, sie fühlt, schreit und tobt dazu. Die Energie, für die sie keine Worte hat, muss raus.

Ich kenne das von ihr. Als Baby schon war sie laut und expressiv. In der typischen „Trotzphase“ hatte ich wahnsinnige Szenarien mit ihr. Immer laut, immer ausdauernd. Immer erschöpfend.

Es verwuchs sich etwas. Sie wurde ruhiger und weniger impulsiv in ihren Ausbrüchen. Weil sie lernte, weil wir lernten. Letztes Jahr, als frisches Vorschulkind brachen auch nochmal einzelne Wutausbrüche aus ihr heraus. Da verteidigte sie sehr ihre neue Selbstständigkeit. Im letzten halben Jahr beruhigte sich dies wieder. Sie fand ihre Mitte in der neuen Rolle. Und ich gab ihr Raum.

Aber seit sie in der Schule ist, kommt dieser aufgewühlte Wesensteil wieder hoch. Nochmal richtig heftig und man spürt, wie sie hilflos von ihren Gefühlen überrollt wird.

Gestern kam es wieder zu einem sehr extremen Ausbruch. Continue reading…

Erneuerbare Energie und Protest am Hambacher Forst (unbezahlte Werbung wegen Verlinkung)

Ich habe es ja schon im letzten Beitrag geschrieben, dass ich an diesem ganzen Wahnsinn auf dieser Welt  ersticke und in meinem möglichen Rahmen aktiv bin.

Was wir schon seit vielen Jahren ganz ohne Aufwand und Anstrengung machen ist Ökostrom und Ökogas beziehen.

Wir sind bei Lichtblick, da gibt es beides. Wir sind mit den Preisen und dem Service rundum zufrieden. Als wir umzogen und wegen längerer Renovierungsarbeiten für zwei Haushalte zahlen mussten, wurden wir gut und fair beraten. Wir konnten nicht einschätzen, wie die Kosten auf der Baustelle ausfallen würden  und vor allem wie lange wir tatsächlich zwei Haushalte haben würden. Lichtblick half uns weiter und es warteten keine bösen Überraschungen auf uns.

Ich denke allerdings, andere Ökostrom/Gas-Anbieter hätten das genauso super hinbekommen. 🙂

Hier eine Seite, die Infos zu unabhängigen Ökostromanbietern liefert:

https://www.oekostrom-anbieter.info

Denn die Unabhängigkeit ist wichtig, sonst landet man bei Tochterunternehmen der großen Konzerne.

 

Dort und auf den Seiten der jeweiligen Anbieter könnt ihr euch auch genauer darüber informieren, wie das alles funktioniert. Denn ja, der Strom kommt immer aus der gleichen Steckdose. Ihr fördert allerdings mit dem Bezug von Ökostrom die erneuerbaren Energien und deren Weiterentwicklung und Verbreitung.

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Umweltschutz und Nachhaltigkeit- Teil 1 Insektengarten (unbezahlte Werbung wegen Verlinkung)

Oft ist meine Timeline geflutet von negativen Nachrichten jeder Art. Dann überkommen mich  Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Resignation und ich weiß nicht, was ich tun kann. Zumal ich alleine auch nichts bewirke. Denke ich dann.

Und wenn ich dann so in der Hoffnungslosigkeit zu versinken drohe, rappel ich mich auf und schaue, was ich persönlich beitragen kann. Denn aufgeben ist keine Option. Mir ist ganz klar, dass diese vielen Baustellen nicht alle gleichzeitig angegangen werden können. Manche Dinge sind zu groß, die KANN ich alleine auch nicht bearbeiten. Und in manchen Bereichen hingegen tue ich schon länger etwas.

Vielleicht geht es euch ähnlich und wir machen mal eine Sammlung an Dingen, die wir bereits bewusst in unserem Leben für diesen Planeten und sämtlicher seiner Bewohner tun. Möglicherweise können wir von einander noch etwas abschauen und lernen und uns gegenseitig mit Ideen bereichern.

Da das Themenfeld sehr groß ist, fange ich heute einfach mal mit dem heimischen Garten, den Insekten  (vornehmlich Bienen) an. Denn jetzt ist die Zeit in der Gärten bearbeitet werden und man gezielt etwas für die Bienen im nächsten Jahr tun kann.

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Die emotionale Verfassung in diesem Haus

„Huiiii, ich habe aktuell morgens nur eineinhalb Stunden ohne Kinder.“

„Ich habe keine eineinhalb Stunden morgens ohne Kinder! Vielleicht tröstet dich das.“

„Nein.“

Es tröstet mich nicht. Ich habe dieses Lebenskonzept  zwar frei gewählt und bin grundsätzlich auch glücklich damit, aber ich möchte dennoch sagen dürfen: „PUUUUHHH, gerade finde ich es herausfordernd.“ 

Die regelmäßigen Leser/innen werden im Bilde sein über Ferien, Schulstart und stolpernden Alltag.

Emotional ist auch was los.

Der Sohn fühlte sich neuerdings von mir nicht mehr adäquat lieb gehabt. So musste ich mit dem Sohn besprechen, dass ich ihn auf jeden Fall genauso lieb habe, wie alle anderen. Denn das meinte er in letzter Zeit nicht von mir gezeigt zu bekommen. Ich meckere zu viel mit ihm und das Sirenchen ist aktuell ungewohnt in den Mittelpunkt gerückt. Ich erklärte mehrfach, dass das nunmal so ist, wenn man frisch eingeschult wird und das dies bei ihm letztes Jahr nicht anders war. Und ich ja auch nur mit ihm meckere, wenn er irgendwelchen Mist macht. Mag sein, dass er so meine Aufmerksamkeit auf sich lenken möchte. Aber ich bin nur eine Mama für drei Kinder, die mich gerade alle drei verstärkt fordern. Ich glaube aber, der Sohn  hat es verstanden, denn er ist wieder etwas gnädiger mit mir.

Die jähzornigen Ausbrüche des Knöpfchens werden einen ähnlichen Ursprung haben, wie beim Sohn. Sie kreischt, wenn es nicht so läuft wie sie meint, so Dinge wie: „Ich will eine neue Mama haben!“ und lässt sich dann aber sehr bereitwillig kuscheln. Dann bin ich wieder die liebste Mama von der Welt.

Tja, und das Sirenchen….der Satz: „ICH will das machen!“ ist von ihr derzeit der meist gesprochene und sie zeigt hier zu Hause eine ziemlich geringe Toleranzgrenze gegenüber Dingen, die sie blöd findet.

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Der noch unstrukturierte Alltag mit zwei Schulkindern

Die erste richtige Schulwoche ist rum und die zweite Schulwoche hat begonnen. Ich laufe noch ein bisschen unstrukturiert hin und her.

 

Der Zweitklässler

Der Sohn startete motiviert in die zweite Klasse und ist ganz erpicht darauf in der Schreibschrift schreiben zu können. Da arbeitet er sehr gerne in seinem Arbeitsheft. Bei seinen Arbeitsheften der ersten Klasse allerdings zeigte er, abzüglich zu den für ihn ohnehin großzügig gestrichenen Aufgaben, viel Mut zur Lücke. Ich dachte in den Sommerferien, vielleicht könnte ich hier und da mal eine kleine fluffig Aufgabe einstreuen, um sicher zu gehen, dass er den Stoff auch wirklich beherrscht. Denn bei aller Entspanntheit und auch kritischen Betrachtung des Bildungssytems meinerseits, weiß ich auch: Die Basisfertigkeiten müssen sitzen, damit man im weiteren Verlauf nicht ins Stolpern gerät. Und wir haben nunmal das System wie es ist. Da muss der junge Mann irgendwie und halbwegs entspannt durch. Beim Sohn sorge ich mich nicht, dass er den Stoff nicht schafft. Ich sehe nur den gefuchsten Faulpelz  und die Vermeidung von Anstrengungen. Und wenn ihn was nicht interessiert, dann hat er sowieso schon mal keine Bock. Alles ok. Aber auch bei einem Schlaukopf können sich unnötige Schwachstellen einschleichen. Continue reading…