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	<title>Schwangerschaft Archive - beatrice-confuss</title>
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	<description>Großfamilienleben mit 4 Kindern</description>
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	<title>Schwangerschaft Archive - beatrice-confuss</title>
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		<title>Hausgeburt-Wie ich von der Kritikerin zur Befürworterin wurde.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Nov 2015 21:13:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hausgeburt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meine Vorurteile Lange bevor ich schwanger wurde, hatte ich eine nebulöse Vorstellung von Hausgeburten. Irgendwo hatte ich mal in einer Zeitschrift oder einem Buch (es war jedenfalls aus den 70er/80er Jahren) Bilder zu einer Hausgeburt gesehen. Da standen im Kerzenschein die Gebärende nackt im Kreis der Familie. Im Wohnzimmer. Mit kreisenden Hüften. Das, in Kombination [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2015/11/29/hausgeburt/">Hausgeburt-Wie ich von der Kritikerin zur Befürworterin wurde.</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Meine Vorurteile</strong></h3>
<p>Lange bevor ich schwanger wurde, hatte ich eine nebulöse Vorstellung von Hausgeburten. Irgendwo hatte ich mal in einer Zeitschrift oder einem Buch (es war jedenfalls aus den 70er/80er Jahren) Bilder zu einer Hausgeburt gesehen. Da standen im Kerzenschein die Gebärende nackt im Kreis der Familie. Im Wohnzimmer. Mit kreisenden Hüften. Das, in Kombination mit der Idee eines unfassbaren Blutbades während oder nach der Geburt, ließ mich diesen Vorgang komplett ablehnen. Ich wollte nicht nackt im Kreis meiner Familie, Kinder im Stehen bekommen. Weil ich 1. keine Zuschauer wollte, 2. wer fängt das Baby auf? 3. Wer macht die Sauerei wieder weg?<br />
Ne, ne! Zur Geburt geht man schön ins Krankenhaus, da ist ne Hebamme und ne Schwester und nen Arzt (die sehen sowas öfter und sind gar nicht so direkt Zuschauer) und man liegt da schön, da plumpst das Kind nirgendwo hin UND man hat die Sauerei nicht und kann schön liegen blieben und sich bedienen lassen. So also waren meine rudimentären Kenntnisse. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Und wie <em>un</em>informiert und dumm ich war. Denn:</p>
<p>Was soll ich sagen….<br />
Ich habe alle drei Kinder zu Hause zur Welt gebracht!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Wie sich meine Sicht änderte.</h3>
<p>Mit der Suche nach einer Hebamme stieß ich auf die Internetseite einer Hausgeburtshebamme. Denn eines wusste ich schon von einer Freundin: Wenn man eine Hebamme haben möchte, die immer da ist, auch im Krankenhaus, muss man sich früh kümmern. Nachdem ich beim Lesen von Hausgeburtsberichten, aus rein voyeuristischem Antrieb, in Tränen der Rührung ausbrach (Die Kerzenscheinromantik blieb im Ansatz bestehen, stellte sich aber ganz anders, als in meinem Kopf dar), machte ich prompt einen unverbindlichen Beratungstermin mit meiner zukünftigen Hebamme. Sie räumte in einem fast 2 stündigen Gespräch bei uns zu Hause alle Zweifel vom Tisch, beantwortete alle Fragen kompetent, wir hatten ein gutes Gefühl und zogen eine Klinikgeburt <em>überhaupt nicht mehr</em> in Betracht.</p>
<p>Die Schwangerschaften verliefen alle drei unauffällig. Die Kinder und ich waren fit. Alles lag richtig, es stand den Hausgeburten nichts im Weg. Andernfalls hätte ich natürlich auch eine Klinik angesteuert bzw meine Hebamme hätte das dann auch so angeordnet. (UND ich finde die Medizin super, wenn es denn nötig ist einzugreifen! Toll, was alles möglich ist! Aber auch ziemlich erschreckend was alles überflüssigerweise aus reinem Profit gemacht wird! Gewalt in der Geburtshilfe ist kein Einzelfall.)</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Die erste Hausgeburt: Der Sohn</strong></h2>
<p>Das erste Kind kam ziemlich gemütlich, muss ich sagen. Nicht, dass eine Geburt ein besonders angenehmes Ereignis ist, ich fand es schon auch eher unangenehm bis phasenweise <em>sehr</em> unangenehm.  Aber unterm Strich natürlich auch ein unglaublich erhebendes Gefühl aus Stolz und Verwunderung.</p>
<p>Der Sohn machte sich  in den frühen Morgenstunden um 3 Uhr ungefähr bemerkbar. Ich musste zur Toilette und entdeckte Blut in meiner Schlafanzughose. Ich erschrak zunächst und hatte kurz Angst. Erinnerte mich aber, dass die Hebamme mir von der möglichen Zeichenblutung erzählt hatte und woran ich diese von einer gefährlichen Blutung unterscheiden kann. Ich zog mich um und legte mich wieder ins Bett. Es stellten sich ziemlich bald Wehen ein. Diese waren regelmäßig, aber gut aushaltbar und ich konnte gut üben sie bewusst zu veratmen. Der Mann schlief und bekam von allem nichts mit. Ich war sehr dankbar, denn so störte mich auch niemand. Ich gehöre wohl zu der Sorte Weibchen, die sich in freier Wildbahn für eine Geburt ein ruhiges Plätzchen suchen würden.</p>
<p>Zwischen  6 oder 7 Uhr morgens wurde es mir so ein bisschen ungemütlich und die Abstände wurden kürzer. Ich wusste, es würde nun bald ernst und weckte meinen Mann. Nachdem er mich ein paarmal beobachtet hatte beim Veratmen, bat er mich doch einfach mal die Hebamme anzurufen. Er wusste nicht, wie ER mir helfen könnte.  Och, ja, das wäre mal ne Idee. Jetzt war es ja auch nicht mehr mitten in der Nacht. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Ich war echt tiefenentspannt.</p>
<p>Meine Hebamme hörte sich am Telefon zwei Wehen an und wollte von mir wissen, wann der „Höhepunkt“ sei. Leider ist es mir unter Schmerzeinwirkung nicht möglich zu sprechen. Sie musste also anhand meiner Atemgeräusche entscheiden. Sie entschieden auf Grund der kurzen Abstände flott zu kommen, mir wurde es dann auch schon <em>sehr</em> ungemütlich. Und etwas hektisch bezogen wir noch das Bett mit Malerfolie und zweitem Laken. Dann wurde es mir richtig fies unangenehm. Kurz dachte ich, darauf aber jetzt nur wenig Lust zu haben. Der Mann öffnete unserer Hebamme die Tür, sie bereitete schnell alles vor und untersuchte mich. Es stand alles auf Start. Ich befand mich in der als unangenehm bekannten Übergangsphase. Man hat irgendwie einen Pressdrang, aber es geht noch nicht. Ich wand mich ein wenig vor Unbehagen und bat zur Sicherheit sogar um einen Eimer. Ich war nicht sicher, ob mir übel würde. Da ich aber nun wusste, dass dieser Zustand nicht lange anhalten würde, entspannte ich mich und war wieder motiviert. Ich wusste es würde bald richtig los gehen.</p>
<p>Die richtigen Presswehen setzten kurz darauf ein. Ich zog mich in mein Inneres zurück und war hochkonzentriert auf das, was mein Körper tat und was er brauchte. Atmen und schieben. Aber so recht tat sich nichts. Unsere Hebamme öffnete die Fruchtblase, danach ging es voran, aber sehr langsam. Da war nix mit geplatzte Fruchtblase, 3 Presswehen und fertig! Nö! Es dauerte mehr als eine Stunde. Ich fand es unfassbar lang&#8230;.schieben und atmen (alles wirklich im einigermaßen erträglichem Schmerzlevel, ich war in meinem Rhythmus) und ein nasser kalter Waschlappen war mein bester Freund. Der Sohn erspähte dann kommentarlos mit mürrischem Blick das gedämpfte Licht des wohlgeheizten Schlafzimmers. <em>Ich</em> hielt ihn beseelt und erstaunt über das Wunder der Natur auf meiner Brust liegend zart umschlungen und er…. sah scheinbar unbeeindruckt aus wachen Augen in die Welt. Als sei er ein alter Hase in dem Business.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Die 2. Hausgeburt: Das Sirenchen</strong></h2>
<p>Ich fühlte mich  schon 2 Tage vor der Geburt unsicher und wackelig, hatte eine Zeichenblutung und traute mich mit dem Sohn nicht weit weg von zu Hause und hatte immer mal Wehen. Die eigentliche Geburt kündigte sich bei den Abendnachrichten an. Ich saß im Schneidersitz auf dem Bett und veratmete die Wehen. Wir riefen die Oma an. Die holte den Sohn (der komischer Weise auch so gar nicht schlafen wollte). Und als die beiden aufgebrochen  waren, rief ich meine Hebamme an. Wahrend des Telefonates kamen heftige Wehen und wie beim ersten Mal konnte ich nicht mit ihr sprechen. Sie machte sich auf den Weg, der Mann und ich präparierten wieder schnell das Bett. Kaum war das geschafft, riss ich mir alle Kleider vom Leib  (es war ein heißer Sommer). Mir war so heiß und es war mir ein dringendes Bedürfnis keine klebrigen Kleider an mir zu haben. Dann machte ich den gestrandeten Wal.  Mein Körper befiehlt mir unter den Wehen, mich auf die Seite zu werfen und so liegen zu bleiben. Nichts anderes möchte ich mehr tun, als auf der Seite liegen. Und so tat ich es. Passend dazu kam meine Hebamme an. Es muss so 23 Uhr gewesen sein.  Die Presswehen gingen kurz darauf richtig los, die Fruchtblase platzte, ich schob und atmete und schob……es tat sich nicht wirklich was. Ich dachte irgendwann, ich könne nicht mehr lange weiter machen. Mir ging buchstäblich ein bisschen die Puste aus. Das Kind wollte nicht so recht vorwärts kommen. Ich musste mich schließlich auf Geheiß meiner Hebamme 2 mal umwuchten, was für mich unglaublich mühsam war. Einmal drehte ich mich auf die andere Seite und dann nachher in den Vierfüßler. Es half tatsächlich. Das Kind fand seinen Weg. Das zu spüren motivierte mich und ich nahm nochmal alle Kraft zusammen.</p>
<p>Das Sirenchen kam als Sternenguckerin mitten in der Nacht zur Welt. Darum also hatte sie so schwer den Weg nach draußen gefunden und brauchte Unterstützung durch Positionswechsel.</p>
<p>So geplättet wie nie, ließ ich mich auf den Rücken plumpsen und nahm das schreiende Mädchen matt auf meine Brust. Ich verstand die kleine Frau. Wenn sie sich auch nur annähernd, so furchtbar durch den Wolf gedreht fühlte wie ich, dann hatte sie alles Recht der Welt so zu schreien. Also behielt ich die Ruhe und lag wortlos und so müde wie selten da und hielt das schreiende Bündel.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Die 3. Hausgeburt: Das Knöpfchen</strong></h2>
<p>Auch bei dieser Geburt hatte ich ein paar Tage vorher eine Zeichenblutung. Am Tag der Geburt selbst hatte ich immer wieder deutliche Wehen und dann lange Wehenpausen. Ich sah aus wie ein Gespenst. Bleich, müde und sehr erschöpft. Meine Mama war glücklicherweise an dem Tag da und sagte: &#8222;Das dauert nicht mehr lange!&#8220; Sie hütete das Sirenchen, während ich in Begleitung vom Sohn zur Hebamme in die Praxis fuhr. Am Wehenschreiber sah man regelmäßige, aber leichte Wehen. Der Sohn schaute interessiert zu. Er wusste über alles genau Bescheid. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Am späten Nachmittag waren wir zurück und meine Mutter nahm die Kinder vorsorglich mal mit zu sich.  Und wenn es nur dazu gedient hätte, dass ich mal richtig schlafen könnte, um Kraft zu tanken.</p>
<p>Ich wusste nicht recht und habe sogar am frühen Abend  nach einer Dusche eine so lange Wehenpause gehabt, dass ich nicht daran glaubte, dass sich da noch etwas täte in der Nacht. Ich schlief ein bisschen, dann erwachte ich mit furchtbarem Schüttelfrost und leichten Wehen. Ich war sehr erschöpft und müde. Der Schüttelfrost gefiel mir nicht. brrr. Ich rief unsere Hebamme an. Die kam flott und untersuchte mich. Aber der Muttermund war noch nicht weit genug geöffnet. Ich hatte nur leichte Wehen und einen<em> riesen</em> Hunger. Zum Glück hatte der Mann vorsorglich eine frische Hühnersuppe gekocht. Es war mittlerweile fast Mitternacht und ich aß mit Appetit die Suppe. Alles war komisch an dem Tag. Meine Hebamme meinte, das würde dann wohl noch ein bisschen dauern. So kurz vor der Geburt, sei Essen eher ungewöhnlich.  Kaum hatte ich aufgegessen, mit den letzten Löffeln der wohltuenden Suppe, bekam ich heftige Wehen. Die wurden so heftig, dass ich wieder ganz schnell den gestrandeten Wahl machen musste. Kommentarlos verschwand ich ins Schlafzimmer. Das Bett war noch nicht präpariert. Ich warf mich dennoch darauf und quälte mich kurz mit der Übergangsphase. Puh, die war übel. Der Mann und meine Hebamme kamen hinzu und kramten noch notdürftig die Malerfolie und ein zweites Laken unter mich. Die Fruchtblase platze, während unsere Hebamme mich nochmal untersuchte und dann kamen auch schon zwei super heftige Presswehen und mit der zweiten kam das Kind. Komplett. Nichts und niemand hätte es aufhalten können. Zack!</p>
<p>Ich habe wohl geschrien und dem Mann die Hand zerquetscht. Er hatte kurz etwas Sorge. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Aber ich war unglaublich froh, dass es  diesmal so unglaublich schnell gegangen war. Ich war zu müde von meinem Schwangersein mit 2 Kleinkinderalltag, als dass ich die Kraft für eine langatmige Geburt gehabt hätte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Schlusswort</h3>
<p>Was ich abschließend sagen kann ist, dass ich unter den Geburten weder angefasst werden und auch nicht reden wollte. Kurze Ansagen, zum Beispiel, dass ich mich in eine andere Position bringen müsse, waren ok. Mal ein Getränk anreichen, mein Bein mit festhalten&#8230;.das war alles super. Aber ich ertrug kein Blabla und keine überflüssigen Berührungen.</p>
<p>Glückliche Umstände brachten mich sowohl an diese wunderbare Hebamme, als auch zur Hausgeburt. Die Vorstellung im Krankenhaus mit wechselndem Personal und an einen Wehenschreiber angeschlossen zu sein&#8230;.es hätte mich gestört und den Geburtstvorgang massiv beeinträchtig. Da bin ich von überzeugt. Vor allem bei meinem Sternenguckermädchen war es wichtig, dass ich möglichst in Ruhe durch die Geburt gehen konnte. Die Ruhe zu Hause war das Beste was mir passieren konnte.</p>
<p>Geburtstverletzungen hatte ich bei den ersten beiden Geburten keine. Und bei der dritten schnellen Geburt einen winzigen Riss, den man eigentlich auch nicht erwähnen muss.</p>
<p>Und so blicke ich auf drei wunderschöne Geburten zurück, die mich mit großem Stolz und großer Zufriedenheit erfüllen. Ich bin dankbar, dass ich das so erleben durfte und wünsche dies allen Frauen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Übrigens macht das gar nicht viel Dreck und Arbeit. Eine Maschine Wäsche und eine große Mülltüte voll. Das schaffen die Männer auch. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Zwischenfall im 8. Schwangerschaftsmonat</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2015/11/29/zwischenfall-im-8-schwangerschaftsmonat/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Nov 2015 20:51:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Rückenprobleme]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Krankenhaus-Krimi Als ich mit dem ersten Kind im 8. Monat schwanger war, trug sich Folgendes zu. Meine Eltern und die Schwiegereltern kannten sich zwar schon länger, siezten sich aber noch ganz altmodisch. Das sollte sich ändern und zu diesem Zwecke waren sie an einem Sonntag zum Mittagessen geladen. Während der Mann ein feines Essen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Krankenhaus-Krimi</strong></p>
<p>Als ich mit dem ersten Kind im 8. Monat schwanger war, trug sich Folgendes zu.<br />
Meine Eltern und die Schwiegereltern kannten sich zwar schon länger, siezten sich aber noch ganz altmodisch. Das sollte sich ändern und zu diesem Zwecke waren sie an einem Sonntag zum Mittagessen geladen. Während der Mann ein feines Essen kochte, auf das ich mich schon sehr freute, ruhte ich ein Weilchen. Als ich mich wieder erheben wollte, machte ich eine ungeschickte Bewegung und merkte, dass sich da leider im Rücken etwas blöd verzurrt hatte.<br />
Ich ignorierte dies im Glauben, es würde sich allein wieder finden.<br />
Die Eltern und Schwiegereltern trafen ein, man nahm Platz. Die Vorspeise wurde aufgetragen. Ich mochte irgendwie so garnichts essen. Mein Rücken tat weh und ich hatten den dringenden Wunsch, dass da mal was von außen zurecht massiert würde. Es half nicht. Den Hauptgang ließ ich, entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, komplett aus und verzog mich einen Moment ins Schlafzimmer. Mit gerundetem Leib, kann man leider so gar keine Gymnastik machen, die einem sonst helfen könnte.<span id="more-124"></span><br />
Die Familie beschloss mir ein warmes Bad einzulassen. Nachdem man mich zu Wasser gelassen hatte, wurde ohne mich weiter gespeist. Mir wurde es in der Wanne aber glatt blümerant und ich fummelte mich da schwerfällig wieder heraus. Ich pfiff auf Etikette und zog mir einen wilden Mix aus Nac<img decoding="async" class="wp-image-125 alignright" src="https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2015/11/20151115_153027-187x300.jpg" alt="20151115_153027" width="146" height="234" />hthemd und wärmenden Überkleid an.</p>
<p>Ich fand im Schlafzimmer ans<br />
Bett gelehnt auf dem Boden eine Position, die ich halbwegs erträglich fand. So kannte ich mich gar nicht. Die zukünftigen Großeltern irritierte das alles seltsamer Weise aber gar nicht. Was vielleicht auch daran lag, dass sich um die Schwangerschaft keiner sorgte. Saßen da doch zwei erfahrene 3fach Mütter am Tisch. Ich sorgte mich im übrigen auch nicht um das Ungeborene. Die Funkverbindung stand auf positiv.<br />
Nun wurde mein Mann etwas unruhig, da er mich so auch nicht kannte und befragte seinen Bruder mit Medizinkenntnissen im fernen Frankreich. Der befragte wiederum mich. Und die Fragen fand ich alle anstrengend. Über das Telefonat hinweg verspannte ich noch mehr und ich dachte einer Ohnmacht nahe zu sein. Die Ferndiagnose war unklar, aber mit dem Hinweis, man müsse auch an eine mögliche Embolie denken. Na danke. Da mir immer unwohler wurde, und ich auch so gar nicht mehr sagen konnte was los war, mit dem Hintergedanken eine Embolie außschließen zu müssen, bestand ich auf das Rufen eines Rettungswagens.<br />
Der traf flott ein.</p>
<p>Zwei Sanitäter erschienen im Schlafzimmer, starrten mich kurz an und dann sagte der eine: „Die ist doch schwanger!“<br />
Da ich irgendwie ganz seltsam in mir gefangen war mit meinem Schmerz, einer mittlerweile latenten Luftnot und der Übelkeit, dachte ich nur: „Habt keine Angst! Ich kriege kein Kind im Rettungswagen!“<br />
Die Männer beratschlagten sich und nahmen erstmal den Blutdruck. Ich weiß nicht mehr wie der stand. Eigentlich weiß ich gar nicht mehr richtig, was die „Diagnose“ war. Fakt ist, ich wurde in den Rettungswagen geleitet. Dort setzte ich mich wie benommen in einen Stuhl und wurde angeschnallt. Der Rücken schmerzte immer mehr. Ich starrte vor mich hin. Wir kamen nach kurzer Fahrt an einem Krankenhaus an. Wir wurden sofort von einem bräsig kaugummikauenden Arzt abgefangen, bevor wir die Räumlichkeiten richtig betreten konnten.<br />
Er sprach : „DIE ist doch schwanger!“<br />
„Ach was! Und DIE steht hier und hat gute Ohren!“ dachte ich wieder. Stand da irgendwie so in ner Ecke geparkt und konnte einfach an der Unterhaltung nicht teilnehmen. Weil ich war ja so komisch in mir drin gefangen. Es kam mir endlos lange vor und ich schnappte so Sachen auf wie: „Wir haben keine Entbindungsstation!“ Eine Schwester kam dazu und empfahl ein Krankenhaus, welches in dieser Stadt hier als TopAdresse für Geburten gehandelt wird/wurde?<br />
Die Sanitäter, als auch mein Mann, erklärten in meinem Sinne meinen Zustand, dann hieß es, immer noch kaugummikauend: „ Also, für mich ist das dann was Chirurgisches!“<br />
Sagte die Schwester: „ Der Chirurg ist gerade nicht da! Fahren sie doch ins ….! Die Entbindungsstation ist echt schön!“<br />
„Mann, Bratze, ich krieg das Kind nicht heute!!!!“, grollte ich in mir drin.<br />
Die Sanitäter waren auch leicht hilflos und packten mich wieder an den Armen, um mich in den Wagen zurück zu geleiten. Dort meinte man, ich solle mich lieber auf die Liege legen, das hätte dann vielleicht mehr Dramatik!!!!<br />
Im Liegen ging es mir noch schlechter, aber was tut man nicht alles, um in einem Krankenhaus aufgenommen zu werden?<br />
Tatsächlich wurden wir im Profikrankenhaus für Geburten sofort durchgewunken auf die…na?….genau: Entbindungsstation!!!</p>
<p>Wäre ich in der Lage gewesen, ich wäre AUSGEFLIPPT! Mein Mann war ziemlich hilflos, weil ich sagte ja nichts mehr. Also setzte er sich brav neben mich, während ich in einem Räumchen wieder auf einer Liege liegen musste und ein Wehenschreiber um meinen Bauch geschnallt wurde. Ein kleines Wärmekissen gegen die Rückenschmerzen. Fertig. Die Hebamme entschwand zum Teetrinken. Ich kratzte an der Tapete. Ich dachte sowas gibts nur in Geschichten….vor Schmerz an der Wand kratzen und so. Besser wäre aber für die Dramatik gewesen, wenn ich laut geschrieen und lamentiert hätte. Ich muss an meiner Außenwirkung arbeiten!<a class="lightbox" href="https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2015/11/20151117_113910-e1448830018949.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-126 size-large" src="https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2015/11/20151117_113910-1024x681.jpg" alt="20151117_113910" width="740" height="492" /></a></p>
<p>Mein Mann ging dann irgendwann mal gucken, wo die Hebamme steckte oder ob es eine Krankenschwester gäbe. Als er in Begleitung zurück kam und diese mir Unterlagen zum Ausfüllen hinhielt, wegen der Krankenversicherung und so, da kotze ich ihr im Strahl vor die Füße. Meine Schmerzen waren unerträglich. Nachdem ich mich ein zweites Mal weiträumig übergeben hatte, kam Schwung in die Sache. Eine Ärztin kam dazu. Hektisch wurde auf die Aufzeichnungen des Wehenschreibers geblickt.<br />
„Da sind Wehen zu sehen!“, sagte die Ärztin. Als wär ich geknebelt, grunzte ich nur und mein Mann verstand zum Glück: „Das hat ausgeschlagen, als sie sich übergeben hat!“ „Aaaah! Danke Mann! Du bist der Beste!“, dachte ich und würgte nochmal, wie zur Bestätigung.<br />
Ich bekam dann intravenös etwas gegen die Übelkeit und Paracetamol. Toll! Danke! Aber warum zum Kuckuck guckte sich eigentlich keiner mal meinen Rücken an!???<br />
Ich fand schlagartig meine Sprache wieder, als das Schmerzmittel wirkte, welches im Übrigen gereicht hätte, denn die Übelkeit kam ausschließlich von den Schmerzen. Aber das hatte ja auch keiner gefragt! Nicken hätte ich schon noch gekonnt.<br />
Egal, denn wie beflügelt, so schmerzlos, ließ ich zu, dass man mal einen Ultraschall machte, um eine Schwangerschaftsvergiftung auszuschließen, die angeblich ähnliche Symptome hat. Ich beteuerte, dass mit dem Kind und mir alles gut sei, ich hätte bloß den Rücken übelste verrenkt! Aber man ließ sich nicht abhalten. Schwangerschaftsvergiftung und so. Aber auch spannend, wenn es ja auch das hätte sein können, wieso lässt man mich da erst Stunden rumliegen???? Und was wäre bei einem Emboliefall gewesen??? Die Frage stellte ich mir aber erst viel später. Ich war im Glücksdilirium, so ohne Schmerzen. Meinen kleinen Mann im Bauch konnte ich so nochmal betrachten und mich freuen.<br />
Als dann auch der Ärztin klar war, dass Mutter und Kind fit waren, durfte ich in die unterste Krankenhausetage fahren und wurde dort einem Chirurgen vorstellig. Der fand ganz flott, dass zwei Rippen nicht am rechten Fleck waren, hatte ob des dicken Bauches (also meines dicken Bauches :-D) ein paar Probleme die richtig Handgriffe zu finden, um die Rippen wieder richtig einzusetzen, aber es klappe! Und trotz des Paracetamolnebels merkte ich sofort: Das war´s!<br />
Ich war so unendlich froh, dass es mir schließlich (es war mittlerweile nach 22Uhr!!!) egal war, dass man mich zur Beobachtung noch eine Nacht da behalten wollte. Es war mir soooo egal, dass ich gerne mit meiner Zimmernachbarnin ein fragwürdiges TV-Format guckte. Ich nahm dankbar ihre übrigen Flasche Wasser an, denn ich glaubte verdursten zu müssen.<br />
In der Nacht schlief ich komatös, dafür langweilte ich mich am nächsten Morgen fürchterlich. So ohne Telefon und alles, konnte ich ja niemanden anrufen. Ich musste warten, bis mein Mann wieder kam. Das bevorzugte TV-Format meiner Zimmergenossin konnte da auch nichts mehr reißen.<br />
Ich spielte sogar meine Möglichkeiten durch, wie ich mich nach Hause puzzeln könnte.<br />
Aber es hatte immer einen Haken. Ich hatte keinen Haustürschlüssel dabei. Wenn also mein Mann schon unterwegs zu mir war, so brachte mich eine Nachhausefahrt mit dem Taxi nicht weit. Ich hatte ja auch kein Geld dabei.<br />
Ich hätte eventuell zu Fuß gehen können, denn es war für mich keine wirklich große Distanz vom Krankenhaus aus bis nach Hause. Aber das Problem mit dem Schlüssel wäre dann auch noch aktuell. Und da ich mich am Vortag nach dem Bad ja in ein fragwürdiges Outfit gepackt hatte……und ich hatte nur Hausschuhe an, so marokkanische Puschen 3 Nummern zu groß…. Man hätte mich warscheinlich in der Stadt aufgelesen und, bei meinem aktuellen Glück mit medizinischem Fachpersonal, sofort in eine Psychiatrie gebracht. Außerdem schämte ich mich so auf der Straße.<br />
Also wartete ich. Und wartete. Und schließlich durfte ich nochmal zu einem Ultraschall gehen. Das war ganz schön, denn es war so´n bunter Luxusultraschall und ich konnte meinen ungeborenen Sohn nochmal betrachten.<br />
Ich wurde nach meinem Entbindungskrankenhaus gefragt. Ich gab ehrlich an, eine Hausgeburt zu planen. Da hielt der Arzt einen langen Vortrag über die Risiken und die Unverantwortlichkeit und dann sagte er noch: „ Bei mir im Haus, da hat die Frau über mir auch zwei Hausgeburten gehabt! Die sind beide gut gelaufen!“ Ich glaube, er wollte damit sagen, dass die ein ganz schönes Glück gehabt hatte. Ich fand´s trotzdem sehr lustig. So belustigt lief ich sogleich meinem Mann in die Arme. Der hatte was richtiges zum Anziehen für mich dabei und ich entließ mich, gegen den Wunsch der Stationsärztin, selbst. Das war mir zu blöd!</p>
<p>Aber was war eigentlich aus den zukünftigen Großeltern geworden? Die hatten sich weder Sorgen gemacht, noch ein paar Schnäpse auf den Tisch gestellt und angestoßen und sich auch nicht das DU angeboten!!!<br />
Die hatten akkurat die Küche aufgeräumt und sind weiter per SIE nach Hause gefahren!!!:-D</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2015/11/29/zwischenfall-im-8-schwangerschaftsmonat/">Zwischenfall im 8. Schwangerschaftsmonat</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
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