<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>seufz Archive - beatrice-confuss</title>
	<atom:link href="https://beatrice-confuss.de/category/seufz/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://beatrice-confuss.de/category/seufz/</link>
	<description>Großfamilienleben mit 4 Kindern</description>
	<lastBuildDate>Tue, 30 Dec 2025 11:46:09 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2023/11/cropped-IMG_5424-scaled-1-32x32.jpg</url>
	<title>seufz Archive - beatrice-confuss</title>
	<link>https://beatrice-confuss.de/category/seufz/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title></title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2025/12/30/6662/</link>
					<comments>https://beatrice-confuss.de/2025/12/30/6662/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Dec 2025 11:46:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[...und was es sonst noch gibt]]></category>
		<category><![CDATA[seufz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://beatrice-confuss.de/?p=6662</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dieses Jahr 2025… Das erste Mal in meinen 48 Jahren sagte ich mehrfach schon ab der Jahresmitte: Was n Scheiß- Jahr! 2025 kann weg! Ich traute mich die letzten Wochen noch nicht einen Rückblick zu verfassen aus Angst davor noch einen Kübel Mist vor die Füße gekippt zu bekommen. Aber heute, einen Tag vor Silvester, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2025/12/30/6662/"></a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Jahr 2025…</p>
<p>Das erste Mal in meinen 48 Jahren sagte ich mehrfach schon ab der Jahresmitte: Was n Scheiß- Jahr! 2025 kann weg! Ich traute mich die letzten Wochen noch nicht einen Rückblick zu verfassen aus Angst davor noch einen Kübel Mist vor die Füße gekippt zu bekommen. Aber heute, einen Tag vor Silvester, traue ich mich. Und das hat einen Grund.</p>
<p>Ich kam in den letzten Wochen mehr und mehr zur Ruhe und die letzten Tage fuhr ich auch ganz bewusst sämtliche Anforderungen (ob selbst oder von außen gestellt) zurück. Und das war sehr heilsam. Ein bisschen vorsichtig beäuge ich zwar immer noch die letzten Stunden des Jahres 2025, aber ich habe insgesamt meinen Frieden mit diesem furchtbar turbulenten Jahr gemacht. Ich habe viel reflektiert.<span id="more-6662"></span></p>
<p>Beginnen wir aber mit den ganzen unerfreulichen, anstrengenden und herausfordernden Momenten.</p>
<p>Dieses Jahr begann mit einem Stromausfall an Silvester und startete mit einem Neujahrstag komplett ohne Strom und Heizung, da die Leitung aufwendig repariert werden musste. Wir machten das Beste daraus. Weil ich da noch überzeugt war, dass dieses vermurkste Silvester kein Omen für das folgende Jahr war, kam als bald der Hinweis von der Kaffeemaschine, gefolgt von der Spülmaschine. Beide quittierten ihren Dienst, just, als wir mit ein paar üppigen Nachzahlungen „beschenkt“ wurden. Strom, Gas, Wasser (Der „Dauerbaustelle zu Hause sei Dank“) und eine Nachberechnung der KiTagebüren flatterten ins Haus und rissen ein Loch in die ohnehin schrumpfende Haushaltskasse. Weder eine neue Kaffeemaschine noch eine Reparatur der Spülmaschine, geschweige denn eine neue waren möglich. Da unser Budget unerwartet schnell knapper wurde, stornierten wir unsere Osterreise in die Jugendherberge. Da wir unseren Campingurlaub für den Sommer schon im Vorjahr gebucht und angezahlt hatten, wagten wir diesen Reiseplan aufrecht zu halten. Nach dem Motto „wird schon klappen“.</p>
<p>Anstatt dann die ersten warmen Tage in den Osterferien auf der Bank vorm Haus genießen zu können, stellte uns die Firma für die Fernwärme ihren Materialcontainer vors Haus und baggerte, staubte und lärmte monatelang. Hinten im Garten hatte ich eigentlich vor gehabt mal alles wieder mehr zum Blühen zu bringen und ein bisschen neu zu arrangieren. Jedoch wurde klar, dass auch unsere Dachterrasse nochmal komplett erneuert werden müsste. Leider hatten wir rund herum Wasser in den Wänden. Das bedeutete weiter Materiallagerung im Garten und auch, dass neue Pflanzungen vorerst keinen Sinn ergaben. Baustellen vorm Haus. Baustellen hinterm Haus. Überall trampeln Handwerker hin und her. Termine absprechen mit dem Bauunternehmer und das dringende Bedürfnis, dass endlich mal alles fertig ist. Eine unschöne Nachricht aus der Familie trudelte zudem auch noch ins Haus. Dann war die Arbeit in der Schule nicht immer einfach. Es war hier und da herausfordernd und ich stolperte so erschöpft wie nie den Sommerferien entgegen.<span class="Apple-converted-space"> </span>Parallel dazu starb unsere Katzenomi, die Klütte. Sie war sehr alt und es war schon abzusehen, dass dies ihr letzter Sommer sein würde. Dennoch war es sehr sehr traurig. Ich trauerte richtig.</p>
<p>Die sehnsüchtig erwarteten Ferien begannen und ich nahm all meine Energie und Vorfreude zusammen und bereitete unsere Campingreise vor, nichtsahnend, dass diese ausfallen würde. Unser Auto machte uns nach der Hälfte der Strecke einen Strich durch die Rechnung. 5 Wochen Ferien ohne Auto und enorme Kosten. Die Gesamtsituation ließ auch keinerlei Ersatzreise zu. Tja. Kein Sommerurlaub also. Auch aus dieser Situation machten wird das Beste. Aber enttäuscht und traurig waren wir schon und neben meiner eigenen Enttäuschung musste ich die Emotionen der Kinder auffangen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Und weil auch das scheinbar noch nicht Genug war für das „Universum des Unheils“, wurden zwar die Arbeiten an unserer undichten Dachterasse aufgenommen und fanden einen Höhepunkt im Sommer, als es auf die frisch abgetragene und noch völlig unisolierte Betonfläche ein starker Regenguss niederging. Zum einen tropfte es dann in der Küche an zwei Stellen aus der Decke und im Kinderzimmer hatte sich durch ein etwas durchlässiges Mauerwerk Bitumengeruch eingenistet. Die Handwerker hatten mit flüssig Bitumen ein paar Stellen noch versucht abzudichten, aber der Regen hatte dies so verflüssigt und etwas war scheinbar ins Kinderzimmer gesickert. Der Geruch war so stark, dass K4 und ich vorerst auf keinen Fall dort schlafen konnten. Ich baute uns ein improvisiertes Schlaflager in einem kleinen Durchgangszimmer bei den Geschwistern auf der Etage.<span class="Apple-converted-space"> </span>Wieder hatte ich mit einem Plan B eine Situation entschärft, so ärgerlich sie auch war, aber meine Taktiken blöden Situationen irgendwie zu retten wurden weiter torpediert. Die Handwerker schafften es einen weiteren Bock zu schießen und wollten einen Arbeitsschritt ausführen, der selbst für absolute Laien ganz klar als absoluter Fehler erkennbar waren. Das war der Moment, an dem ich derart krass ausgeflippt bin. Ich habe geschrien und gezetert und den Boxsack bearbeitet und den offenbar fachlich schlecht ausgebildeten und selbsternannten „Bauleiter“ am Telefon angeschrien. Mir war ein Tag danach noch schwindelig und als bald machte sich meine ohnehin seit längerem unzufriedene Galle nachdrücklich bemerkbar. Da entschied ich mich dann auch einer schon seit ein paar Jahren mal angeratenen Entfernung derselben in Angriff zu nehmen.</p>
<p>Das Schuljahr begann mit Vollkaracho. Auch in der Schule hatten wir Baustellen, die lärmend den Schulstart begleiteten und die Abläufe störten. Dazu Elternabende, Elternsprechtage, Termine, Pipapo…Nicht zu vergessen, dass es auch parallel diverse Angelegenheiten zu Hause gab, die aus Privatsphäregründen hier nicht erwähnt werden. Und weil es ja für das Jahr 2025 zu einfach gewesen wäre, wenn dann einfach mal alles einfach liefe, flatterte eine Mahnung ins Haus, deren Herkunft uns ein absolutes Rätsel war. Denn die Rechnung zur Mahnung hatten wir bereits beglichen und konnten das auch belegen. Telefonieren und Mailen mit den entsprechenden Sachbearbeiterinnen, die sich gegenseitig den schwarzen Peter zuschoben. Niemand wollte so richtig zuständig sein. Zusätzliche überflüssige Aufgabe. Und als wir mittlerweile dreimal mit Kontoauszügen belegt hatten, dass wir die Forderungen vollständig beglichen hatten, lag plötzlich ein Schreiben mit der Ankündigung der Pfändung im Briefkasten. Wegen eben dieser Rechnung, die wir schon gezahlt hatten. Ich habe mich erneut ziemlich aufgeregt. Und nach weiteren unbefriedigend Mails und Telefonaten, sprach ich schließlich persönlich vor, um diese nervige Angelegenheit final vom Tisch zu räumen. Wir haben dann sogar eine Schufaauskunft angefordert, um sicher zu gehen, dass uns dieses Debakel nicht unverschuldet noch einen Schufaeintrag gebracht hätte. Reicht dann jetzt auch, dachte ich und ließ mir vor den Herbstferien die Galle entfernen.</p>
<p>Als ich soweit wieder fit war, überlegte ich endlich wieder in K4s Zimmer zum Schlafen zu ziehen. Der Bitumengeruch war endlich komplett rausgelüftet.<span class="Apple-converted-space">  </span>Doch da hatte ich die Rechnung ohne die Handwerker auf unserer Dachterasse gemacht. Diese verlegten die letzte Schicht des neuen Bodenbelages und dann kam wieder ein Regenguss. Und weil es im Sommer schon so schön war, tropfte es nun ein weiteres mal aus der Decke in der Küche. Diesmal noch schlimmer als im Sommer. Ich hatte keine Energie mehr mich aufzuregen. Als ich am nächsten Morgen in K4s Zimmer zur Terrassentür ging, um zu lüften, stand ich auf einem patschnassen Teppichboden. Kissen, Kuscheltiere und Co, alles was auf dem Boden gelegen hatte, war auch triefnass. Ich fuhr zur Schule und hatte einen von mir organisierten Vorlesetag vor mir. Einige Fragen kamen noch auf, bevor es los ging und ich brach in Tränen aus. Over and out. Der Mann hatte sodann dafür gesorgt, dass die Handwerker noch am selben Tag antanzten, um diese Undichtigkeit sofort zu beheben, was fürs Erstes als gelungen betrachtet werden kann. Aber fertig ist da halt immer noch nichts. Mittlerweile friert es und man muss wieder bis zum Frühling warten. Und wir mussten K4s Zimmer umräumen. Zunächst musste der Kleiderschrank ausgeräumt und verschoben werden, damit es darunter und dahinter trocknen konnte. Ein paar Wochen stand alles kreuz und quer.</p>
<p>Ab Dezember wurde es dann insgesamt etwas ruhiger. Aber auch da nicht ohne nervige kleine Probleme. Mein Lastenfahrrad hat nach 11 Jahren zum ersten Mal nen Platten. Und davon direkt zwei. Meine Visakarte verschwand, so dass ich sie sperren und eine neue bestellen musste und ich zog mir eine Verbrennung am Finger zu.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Danke, reicht, 2025!</p>
<p>Warum ich am Ende dann doch meinen Frieden mit 2025 machte lag an den guten Dingen, die leise zwischen all dem Gepolter passierten.</p>
<p>Wir haben uns im Rahmen unserer Möglichkeiten nochmal politischer engagiert, als in den Vorjahren.<span class="Apple-converted-space">  </span>K4s Kiefergelenkbruch ist verheilt und sie konnte sich im Frühling nach einem Jahr von der Zahnspange verabschieden. Die Rückstellung ihrer Einschulung wurde genehmigt. Und K3 hat an unserer Wunschschule den Schulplatz bekommen.<span class="Apple-converted-space"> </span>Wir hatten ein lustiges Karneval mit Freunden und in der Nachbarschaft. Unerwartet gab es eine Lösung für unseren finanziellen Engpass und wir schafften es unsere Kaffeemaschine und unsere Spülmaschine selbst zu reparieren. Wir hatten ein sehr schönes Sommerwochenende mit Freunden im Waldjugendheim und haben eine Glühwürmchenwanderung gemacht.<span class="Apple-converted-space"> </span>Den Großteil des Geldes unserer angezahlten, aber ausgefallenen Campingreise bekamen wir zurück.<span class="Apple-converted-space"> </span>Die großen Kinder haben alle eine Sportart gefunden, die sie glücklich macht. K2 ist nun sogar Teil einer sehr erfolgreichen DanceCrew und tritt nun regelmäßig auf. Alle aufkommenden Probleme konnten wir komplett oder zumindest in Teilen lösen. Nach meiner Gallen-OP kann ich wieder alles essen und habe keine Beschwerden mehr. Der Mann fand eine neue passende Arbeit, die sich mit unserem Großfamilienalltag gut vereinbaren lässt und unsere finanzielle Situation stabilisiert. In dem Zusammenhang bekamen wir einen Firmenwagen zur privaten Nutzung und können unseren nun umfassend reparierten Bus verkaufen und davon die noch in Teilen offenen Reparaturkosten begleichen.Wir sind gesund und haben ein Dach über dem Kopf.<span class="Apple-converted-space"> </span>Das Wasserproblem in unseren Wänden ist lästig, aber zum Glück nach fachmännischer Prüfung nicht so dramatisch, wie befürchtet. Wir müssen nach aktuellem Stand keine Sorge vor schlimmen Folgeschäden haben. Ich habe Lust im Haus nach und nach Dinge zu renovieren und zu verschönern und habe damit in K4s Zimmer angefangen und zum ersten Mal in meinem Leben erfolgreich eine Tapete an eine Wand geklebt. <em>Wir haben in diesem Jahr auf unterschiedliche Weise Hilfe von Freunden, Bekannten und Familie erhalten. Wir fühlen uns nicht allein. </em>Ich hatte in diesem Jahr immer wieder sehr schöne Momente mit lieben Menschen, die ich sehr genossen habe.<span class="Apple-converted-space"> </span>Und bei all der Anstrengung, die meine Arbeit in der Schule mit sich bringt, ich hatte in diesem Jahr immer wieder Momente großer Dankbarkeit, dass ich an dieser Schule sein darf. Ich fühle mich dort sehr wohl.</p>
<p>Nachdem wir schließlich die Weihnachtstage und alle Tage rund herum bewusst sehr entschleunigt verlebten und ganz stark nach den Bedürfnissen aller Familienmitgliedern verbracht haben, kehrt eine wohltuende Entspannung ein.<span class="Apple-converted-space"> Vor allem habe ich sehr gezielt auf meine Bedürfnisse geachtet. Das war wichtig.</span></p>
<p>Und so sage ich am Ende auch Danke 2025 im positiven Sinn. 2025 hat uns auf mühsame Art und Weise auch viele Impulse und Anschubser in neue Richtungen gegeben. Es fühlt sich ein bisschen an, wie eine sehr mühsam vollzogene Metamorphose.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2025/12/30/6662/"></a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://beatrice-confuss.de/2025/12/30/6662/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>6</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Impulskontrollschwäche</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2025/11/18/impulskontrollschwaeche/</link>
					<comments>https://beatrice-confuss.de/2025/11/18/impulskontrollschwaeche/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Nov 2025 20:15:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mama Error]]></category>
		<category><![CDATA[seufz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://beatrice-confuss.de/?p=6652</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein voller Tag. Ich hatte alles durchgetaktet. Es war eisig kalt und ich würde viel Fahrrad hin und her fahren müssen. Ich zog mich warm an. Denn Frieren hasse ich. Und deshalb hasse ich den Winter, wenngleich er landschaftlich oft seinen Reiz hat.  Ich betrat das graue, nasskalte Draußen, stellte fest, dass mein „Körbchenfahrrad“, das [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2025/11/18/impulskontrollschwaeche/">Impulskontrollschwäche</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein voller Tag. Ich hatte alles durchgetaktet. Es war eisig kalt und ich würde viel Fahrrad hin und her fahren müssen. Ich zog mich warm an. Denn Frieren hasse ich. Und deshalb hasse ich den Winter, wenngleich er landschaftlich oft seinen Reiz hat.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich betrat das graue, nasskalte Draußen, stellte fest, dass mein „Körbchenfahrrad“, das ganz normale mit zwei Rädern, welches ich immer öfter statt meinem mittlerweile doch sehr ramponierten Lastenfahrrad nutze, einen etwas schlappen Hinterreifen hatte. Ich kramte die Standluftpumpe aus dem Lastenfahrrad, nicht ohne Umstand, denn das Regenverdeck hat an der Seite mittlerweile ein Loch und ein Klebstreifen zum Fixieren des Seitenverdecks ist abgerissen, so dass sich die Luftpumpe, am nun immer im Weg flatternden Seitenverdeck verheddert. „Wenn ich später wieder zu Hause bin, schneide ich die Fetzen einfach ab!“ fauchte ich genervt und nicht zum ersten Mal in den letzten Wochen.<span id="more-6652"></span></p>
<p>Ich steckte die Pumpe auf das Ventil meines<span class="Apple-converted-space">  </span>Körbchenrades, begann zu pumpen, war aber genervt vom Rucksack auf meinem Rücken und dem Schal, der vor meinem Sichtfeld baumelte. Ich stellte den Rucksack ärgerlich knurrend ab, stopfte den Schal in die Jacke und pumpte weiter. Da fiel das Rad um. In Zeitlupe.</p>
<p>Ich versuchte ganz ruhig zum bleiben, atmete und verharrte erstmal kurz. Ich wollte das Rad wieder aufrichten, mein Schal hatte sich jedoch wieder freigekämpft und hing wieder im Sichtfeld. Meine Mütze rutschte mir auch halb über die Augen und mir wurde <em>heiß</em>! Ich zog mir erst die Mütze vom Kopf und schließlich schleuderte ich auch noch den Schal von mir weg. Dann richtet ich mein Körbchenrad auf und sah, dass sich beim Sturz das Ventil verbogen hatte. Mir wurde schlagartig noch heißer. Was bedeutete das nun für den Tag, wenn das Ventil kaputt wäre?<span class="Apple-converted-space"> </span>Ich müsste mit dem Lastenrad fahren, aber das Akku war nicht geladen. Ich stampfte unwirsch mit den Füßen auf und äußerte unflätigen Unmut. Alles geriete durcheinander.<span class="Apple-converted-space"> </span>Erst nochmal tief atmen und schauen, ob das Ventil dennoch funktionierte und zur Sicherheit das Akku vom Lastenrad an den Strom hängen.</p>
<p>Ich warf nun auch fluchend meine Jacke ab, weil die Hitze in mir drin unerträglich wurde und pumpte nochmal. Dabei schimpfte ich weiter auf den Winter und die vielen Klamotten, die man dann anziehen muss. Das Ventil schien die Luft zu halten. Das war gut. Als ich die Pumpe zurück ins Lastenrad legen wollte, verhedderte sie sich wieder im Seitenverdeck und laut zeternd riss ich so daran, dass die Seitenklappe halb ab riss. Es sieht jetzt noch schlimmer aus. Am liebsten hätte ich mich nun schreiend auf den Boden geworfen.<span class="Apple-converted-space"> </span>Aber ich musste los. Ich zog Jacke, Schal, Mütze und Rucksack wieder an und fuhr schwitzend Richtung Termin 1. Nicht ohne weiter zu knurren und zu fauchen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2025/11/18/impulskontrollschwaeche/">Impulskontrollschwäche</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://beatrice-confuss.de/2025/11/18/impulskontrollschwaeche/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Klüttchen ist tot</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2025/09/21/das-kluettchen-ist-tot/</link>
					<comments>https://beatrice-confuss.de/2025/09/21/das-kluettchen-ist-tot/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2025 17:40:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[...und was es sonst noch gibt]]></category>
		<category><![CDATA[seufz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://beatrice-confuss.de/?p=6626</guid>

					<description><![CDATA[<p>Was auch noch vor den Ferien passiert war: Unser Klüttchen ist gestorben.  Wie sie einst zu uns kam: Die Katze, die wir vor über 16 Jahren aus dem Tierschutz von einer Pflegestelle holten.Der Mann und ich fanden das Klüttchen damals in einer ziemlich überfüllten Pflegestelle bei einem dezent überforderten älteren Ehepaar. Es stank fürchterlich nach [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2025/09/21/das-kluettchen-ist-tot/">Das Klüttchen ist tot</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was auch noch vor den Ferien passiert war:</p>
<p>Unser Klüttchen ist gestorben.<span class="Apple-converted-space"> </span><span id="more-6626"></span></p>
<p><em>Wie sie einst zu uns kam:</em> Die Katze, die wir vor über 16 Jahren aus dem Tierschutz von einer Pflegestelle holten.Der Mann und ich fanden das Klüttchen damals in einer ziemlich überfüllten Pflegestelle bei einem dezent überforderten älteren Ehepaar. Es stank fürchterlich nach Katzenpipi auf allen Etagen. Wir sahen uns die zu vermittelnde Katze an, die sich jedoch in einer Höhle versteckte und gar nicht raus traute. Wir wollten es dennoch versuchen, durften sie aber nicht selbst mitnehmen, sondern der Mann von der Pflegestelle bestand darauf, dass er die Katze selbst brachte, um sich vor Ort ein Bild von unserer Wohnung zu machen. Und da war sie nun. Unser Klüttchen. Als Gefährtin für unser Katerchen. Den Namen gaben wir ihr, weil sie so schwarz war, wie ein Stück Kohle. Und im Rheinischen heißt Kohle Klütte. Unser Klüttchen verkroch sich für mehrere Tage unter meinen Schreibtisch hinter einem Korb und lugt immer wieder mit weit aufgerissenen Augen wie ein Erdmännchen hervor. Sie hatte auch Durchfall, was wir zunächst auf den Stress führten. Sie wurde zutraulicher, freundete sich sogar vorsichtig mit dem Kater an. Aber der Durchfall blieb und sogar der Kater zeigte plötzlich Symptome. Es stellte sich heraus, dass sie hochansteckende Parasiten hatte. Giardien. Ich informierte die Pflegestelle darüber, denn das Klüttchen hatte diesen Durchfall von Tag 1 bei uns und der Kater war bis dahin völlig gesund gewesen. Zudem waren der Kater als auch die Klütte reine Wohnungskatzen. Sie musste die Giardien also von der Pflegestelle eingeschleppt haben. Die Pflegestelle behauptete jedoch voller Inbrunst, das könne nicht sein, das müsste die Klütte sich bei uns eingefangen haben. Es ließ sich final nicht klären und wir bekamen diese unschöne Geschichte auch erst dann in den Griff, nachdem unsere Tierarztpraxis beide Katzen für mehrere Tage in Quarantäne nahm. Wir desinfizierten dann die komplette Wohnung und nahmen danach zwei dankbare und gesunde Katzen wieder bei uns auf.</p>
<p>Unser Klüttchen lebte sich zunehmend gut ein, blieb aber eine scheue Katze mit Vorlieben für Höhlen. Sie hatte das schönste, dichteste, weichste schwarze Fell, dass ich je streicheln durfte und auch das lauteste und satteste Schnurren. Sie gewöhnte sich an 3 Kinder und einen Umzug. Sie war immer dabei oder eben in einer ihrer Höhlen. Gut gelaunt kam sie morgens schnurrend durch die Schlafzimmer gelaufen. Ihre meiste erhobener Rute, mit der sie sich wie eine Haifischflosse schon ankündigte, bevor man sie ganz sah, lief dann um die Betten herum. Sie war insgesamt ein unfassbar freundliches und sanftes Wesen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nach draußen ging sie nie. Nachdem der Kater nach dem Umzug freudiger Freigänger wurde, eilte die Klütte ihm nur zu Hilfe, falls er mit einer anderen Katze in Streit geraten war. Sonst kam das Klüttchen nur zaghaft raus in den Garten wenn wir auch draußen waren. Insgesamt war ihr das Leben im Haus angenehmer. Da war sie sicher. Und in dieser großen Höhle bewohnte sie kleine Höhlen. Kartons unterm Bett bevorzugt. Sie gewöhnte sich dann auch noch an ein viertes Kind und immer öfter trubelige Gastkinder. Sie arrangierte sich mit den nervigen Bauarbeiten im und am Haus, als wir unseren Wohnraum erweiterten und nahm weiterhin gut gelaunt am Familienleben teil. Abends beim Füttern beschnupperte sie den heimkehrenden Kater und putzte diesen. Wenn ich auf dem Sofa saß, kam sie manchmal über die Lehne balanciert und putzte meinen Haaransatz. Auf den Schoß bei irgendjemandem kam sie jedoch nie. Das höchste der Gefühle war ein kurzes Ruhen neben uns auf dem Sofa. Besonders gern holte sie sich laut schnurrend Streicheleinheiten auf der Treppe, wenn wir durch das Treppengeländer streichelten. Da fühlte sie sich sicher. So blieb sie all die Jahr sehr eigen und durfte das auch.</p>
<p>Als schließlich beide Katzen in einem erkennbaren Rentenalter waren, ergab es sich, dass wir noch zwei 3 Jährige Katzen aufnahmen. Nachdem alle 4 Katzen erfolgreich miteinander vergesellschaftet waren, baute der Kater nach und nach ab. Diverse alterstypische Krankheiten machten ihm zu schaffen und so lag er dann eines morgens tot im Flur.<span class="Apple-converted-space">  </span>Die Klütte trauerte ab diesem Tag sichtbar ein halbes Jahr lang!<span class="Apple-converted-space">  </span>Sie fraß wenig und lag traurig in ihren verschiedenen Höhlen. Es war ein trauriger Anblick. Nach einem halben Jahr genau tauchte sie endlich wieder auf. Sie lag dann gemeinsam mit den neuen Katzen auf dem Sofa, streunerte wie gewohnt durchs Haus. Wenn der Mann kochte, saß sie schnurrend neben ihm, immer darauf bedacht, dass mal ein Stückchen Käse herunter fällt.<span class="Apple-converted-space">  </span>So ging es ein Weilchen gut, aber dann kam auch beim Klüttchen ein krasser Alterschub. Sie nahm sehr stark ab, schlief mehr, hielt sich nur noch im Erdgeschoss auf, fraß weniger, trank dafür mehr. Sie wirkte aber zufrieden. Und da sie auch bereits 17 oder sogar 18 Jahre alt war, wussten wir, es würde nicht mehr allzu viel Zeit mit ihr bleiben. Wir hätten natürlich zum Tierarzt gehen können. Aber die Klütte hasste nichts mehr, als das Haus zu verlassen und sie hasste es noch mehr irgendwelche Medikamente untergejubelt zu bekommen. Die erbrach sie stets. Egal in welcher Darreichung. Somit entschieden wir, solange sie keine erkennbaren Schmerzen hat, lassen wir der Natur ihren Gang.</p>
<p>So kam es, dass wir wussten, dieser Sommer würde ihr letzter sein. Sie zeigte immer wieder Entgiftungssymptome (Erbrechen) und hielt sich vornehmlich in der Küche neben dem Kühlschrank auf. Jeder Versuch ihr ein gemütliches Plätzchen zu schaffen oder ihr einen weichen Untergrund unterzujubeln, verweigerte sie. Sie legte sich demonstrativ<i> neben</i> die angebotenen Kissen, Decken und Nester. Zuletzt zog sie sich immer wieder unter den Spülenschrank zurück. Allerdings umschnurrte sie weiterhin alle und stibitze sich auch hier und da Käsereste vom Tisch. Dankbar ließ sie sich auch bürsten, denn die Fellpflege gelang ihr nicht mehr so richtig. Das unglaublich dicke weiche Fell tendierte an manchen Stellen zum Verfilzen.</p>
<p>Dann kam der Morgen, an dem der Mann und ich das Klüttchen in der Küche schlapp auf der Seite liegend vorfanden. Alle Viere seitlich von sich gestreckt. Sie atmete schwer. Sie versuchte aufzustehen, fiel aber sofort wieder in sich zusammen.<span class="Apple-converted-space"> </span>Wir wussten eigentlich sofort, was das bedeutet. Die Ohren und Pfoten waren schon ziemlich kühl. Bevor die Kinder alle unten eintrudelten, legte ich das Klüttchen auf ein Kissen. Sie wird es gehasst haben, war aber nicht in der Lage sich zu wehren. Dann legte ich sie mit dem Kissen unter den Basteltisch. Eine ihrer „Höhlen“, wo sie ihre Ruhe hatte und wo die Kinder sie erstmal nicht sahen. Wir wollten morgens vor der Schule keine Unruhe erzeugen. Ich beobachtete sie und ich hatte den Eindruck sie beobachtete mich zurück. Ab und an blinzelte sie.</p>
<p>Als dann alle aus dem Haus waren, blieb nur der Mann mit ihr zurück und beobachtete, wie das Klüttchen sich nochmal aufraffte, um das Kissen zu verlassen. Das hatte irgendwie in der Tragik eine gewisse Komik, wie diese zauberhafte Katze allen Komfort so konsequent ablehnte.<span class="Apple-converted-space"> </span>Dann sackte sie im Durchgang mitten im Weg zusammen und blieb dort liegen.<span class="Apple-converted-space"> </span>Als ich nach Hause kam, lag sie weiterhin da und als ich sie ansprach bildete sich eine Urinprütze um sie herum. Es ging eindeutig dem Ende entgegen. Ich machte alles vorsichtig um sie trocken. Ihr Blick war leer. Sie atmete gleichmäßig, aber schwer. Ohren und Pfoten waren eiskalt.<span class="Apple-converted-space"> </span>Die Kinder trudelten dann auch ein. Alle streichelten ihr nochmal vorsichtig über das Fell. Ich backte dann Pfannkuchen für alle und während alle ruhig und etwas besorgt am Tisch saßen und aßen, machte das Klüttchen ihre letzten Atemzüge. Die Pfoten zuckten ab und an, die Ohren auch. Die Energie wich erkennbar aus dem kleinen schwarzen Katzenkörper. Als hätte sie auf alle gewartet. Ganz nach ihren Vorlieben. Immer dabei, aber nicht zu sehr beachtet.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wir haben geweint.</p>
<p>Ich habe das Klüttchen dann zusammengerollt und in einen kleinen Karton gelegt. Darin lag sie, als schliefe sie.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Nachbarskinder banden ein kleines Blumensträußchen und trauerten mit uns.</p>
<p>Noch am selben Tag hob ich eine Grube aus. Aber beerdigen wollten wir die Klütte erst am nächsten Tag. Obwohl ich rational wusste, dass sie tot ist, brauchte ich einen Tag, um es zu realisieren und die Leichenstarre zu erleben, damit auch der letzte Zweifel am tatsächlich Tod beseitigt würde. Die beiden neuen Katzen hatte somit auch noch die Möglichkeit zu verstehen, was da passiert war.</p>
<p>Ich habe tatsächlich einige Tage getrauert und auch ein paar Monate danach vermisse ich sie immer noch.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2025/09/21/das-kluettchen-ist-tot/">Das Klüttchen ist tot</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://beatrice-confuss.de/2025/09/21/das-kluettchen-ist-tot/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schulstart</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2025/09/20/schulstart/</link>
					<comments>https://beatrice-confuss.de/2025/09/20/schulstart/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2025 16:38:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[...und was es sonst noch gibt]]></category>
		<category><![CDATA[Es könnte so einfach sein]]></category>
		<category><![CDATA[seufz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://beatrice-confuss.de/?p=6622</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; Kapitel 2 Für mich ging die Schule schon in der letzten Ferienwoche aktiv wieder los. Ich war mehrere Tage in Folge in der Schule und räumte und kramte in meinem Klassenraum wieder alles an seinen Platz, bereitete vor und stimmte mich ein. Orgakonferenz und Absprachen im Team inklusive. Alles zum lauten Gewerkel und hallender Musikuntermalung [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2025/09/20/schulstart/">Schulstart</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Kapitel 2</em></strong></p>
<p>Für mich ging die Schule schon in der letzten Ferienwoche aktiv wieder los.</p>
<p>Ich war mehrere Tage in Folge in der Schule und räumte und kramte in meinem Klassenraum wieder alles an seinen Platz, bereitete vor und stimmte mich ein. Orgakonferenz und Absprachen im Team inklusive. Alles zum lauten Gewerkel und hallender Musikuntermalung von Handwerkern, die im Schulgebäude Sanierungsarbeiten vollzogen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Zu Hause war auch keine Ruhe mehr zu finden, denn unsere undichte Dachterrasse musste nun, nachdem eine bereits ausgeführte partielle Ausbesserung keine Veränderung brachte, komplett abgeräumt und neu gemacht werden. Denn wir haben nasse Wände. Mit viel Lärm wurde also zu Hause auch gestemmt und gebohrt und geklopft.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es blieb nicht ohne weitere Aufregung, denn nach dem kompletten Abtragen des Belages, Isolierung, Dämmung etc bis auf den Beton, sah man das Ausmaß des fehlerhaften Aufbaus. Das Wasser stand überall zwischen und unterhalb der Isolierung und der Wärmedämmung und sammelte sich an den unpassendsten Stellen, um dann in unsere Wände zu versickern und an unterschiedlichen Stellen wieder aufzutauchen. z. B. weinte eine der Außenwände nach jedem Regenguss. Andere Rinnsale sammelten sich an unterschiedlichen Stellen in anderen Wänden im Innenbereich.<span id="more-6622"></span></p>
<p>Wer die Baustellengeschichte verfolgt hat, weiß, dass schon beim Bau ständig Probleme mit Wasser an unterschiedlichsten Stellen entstanden und wir wirklich mit großer Geduld alles irgendwie managten und aushielten. Meine Geduld und mein Verständnis fanden jedoch ein jähes Ende, als sich erneut eine Situation ergab, die nicht zielführend war. (hier lasse ich Details aus Gründen aus.)<span class="Apple-converted-space">  </span>Die beschissene Gesamtsituation ließ mich explodieren! Mich ereilte ein überbordender Unmut. Konstruktiv konnte ich nicht mehr. Ich trommelte sogar gegen die Wände und bearbeitete später noch den Boxsack. Ich war sehr <em>sehr</em> selten so in Rage! Vielleicht sogar noch nie zuvor. Am nächsten Tag war mir warscheinlich aus Folge vom Stress den ganzen Tag schwindelig.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Handwerker kamen dann wieder, es gab noch einen sehr unpassenden Baustopp wegen eines Nachbarn mit der Folge, dass die Arbeiten in Verzug gerieten und eine entscheidende Arbeit zum Abdichten der Wände von einer heftigen Regenschauer getroffen wurden, so dass erstens die aufgepinselte Dichtung verflüssigt wurde und die angrenzenden Wände verschmutze und zudem roch es danach in den beiden angrenzenden Schlafräumen extrem nach Bitumen. So sehr, dass wir fürchteten, es könnte wieder etwas in die Zimmer gelaufen sein, wie damals beim Gießen der Betondecke. Ich kann bis auf Weiteres definitiv nicht mehr mit der Hummel im Kinderzimmer schlafen.</p>
<p>Da ich glücklicherweise in den Ferien auf der obersten Etage alles umorganisiert hatte, war dort ein Platz entstanden, den man zur Not auch zum Schlafen herrichten konnte und da quartierte ich uns ein. DAS hätte nicht einfach so geklappt, wenn ich in den Ferien da nicht geräumt hätte.</p>
<p>Neben der Geruchsbelästigung, sorgte der Regen außerdem dafür, dass nun Wasser zwischen die Wände des Anbaus und des bestehenden Gebäudes lief. Mein persönlicher Höhepunkt des Sommers war das rhythmische Tropfen, des durchsickernden Wasser. Es tropfte munter aus dem Türrahmen und dem Fensterrahmen, welche Wohnzimmer und Küche verbinden. Das war der Moment, in dem ich nicht mal mehr Wut fühlte, sondern nur noch betäubende Hilflosigkeit.</p>
<p>Neben diesem Geschehen versuchte ich den Überblick über Termine innenfamiliär und der Schule zu behalten, nahm meine neuen Erstklässler:innen in Empfang und arbeitete alle Termine und meine zusätzlichen Orgapunkte rund ums Schulleben und des Schuljahresanfangs ab. Jedenfalls versuchte ich es. Ich jonglierte und organisierte und plante und es reichte dennoch nicht. Ich wusste nachher nicht mehr wo welche Liste war, dabei trug ich sie alle in meinem Planer mit mir mit. Mir wurde schnell klar, dass ich hier und da improvisieren musste und fiel abends einfach immer sehr früh und sehr müde ins Bett. Ich kann getrost behaupten, dass ich mich überfordert fühlte und nicht alle Termine gut vorbereitet hatte. Es fehlte einfach die Zeit. Und die zarte Erholung, welche ich zwischendurch mal erahnte, war mit einem Puff aufgebraucht.</p>
<p>Das Ergebnis war nach zwei ohnehin sehr vollgestopften Tagen, dass ich wohl die unorganisierteste Elternabend-Performance hingelegt habe, die ich je präsentieren konnte. Mental Overload ad it finest.<span class="Apple-converted-space"> </span>Nachdem ich von einem 13 Stundentag! Unterricht, Konferenz, Elternabend nach Hause kam, konnte ich gar nicht mehr denken, war aber am Tag danach in der Lage, restliche/fehlende Punkte fürs Erste wieder zu sortieren. Ich hoffe inständig, die Eltern sehen es mir nach. Die wissen natürlich nichts von dem ganzen Hintergrundrauschen bei mir.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Dachterrasse ist nun fürs Erste soweit erstmal abgedichtete (auf dem Beitragsbild ist sie im beginnenden Abriss zu sehen), aber noch nicht fertig und es scheint auch nicht so, dass das Fertigstellen ohne weitere Aufregungen stattfinden wird. Der Geruch in den Schlafräumen wird weniger, wenn man lüftet, ist aber noch nicht weg. Die Ursache konnte noch nicht wirklich ermittelt werde und die nassen Wände sind auch ein unschöner Anblick und hier und da muffelt es feucht. Schwierig. Alles schwierig.</p>
<p>Da schlummern noch ein paar Sorgen und To dos, die ich bewusst erstmal verdränge. Ich werde sonst verrückt.</p>
<p>Ach ja, die Spülmaschine ist wieder im Einsatz. Wir haben ein Ersatzteil bestellt und sie repariert. Zum Ausgleich war unser Auto ein weiters Mal in der Werkstatt. Um ehrlich zu sein, derzeit haben wir das Gefühl, für jeden Mist, denn wir wegarbeiten, wird ein Container neuer Mist über uns ausgekippt. Wären wir nicht gerade so knapp bei Kasse, wäre es schon blöd genug, aber so herrscht hier anhaltende Schnappatmung.</p>
<p>to be continued</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2025/09/20/schulstart/">Schulstart</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://beatrice-confuss.de/2025/09/20/schulstart/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Reisehindernisse- die etwas anderen Ferien</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2025/09/17/reisehindernisse-die-etwas-anderen-ferien/</link>
					<comments>https://beatrice-confuss.de/2025/09/17/reisehindernisse-die-etwas-anderen-ferien/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Sep 2025 15:03:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[...und was es sonst noch gibt]]></category>
		<category><![CDATA[seufz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://beatrice-confuss.de/?p=6617</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eeeeendlich läuft der Blog wieder. Die leblose Datenmenge war zwar als Spiegel seiner selbst noch zu lesen, aber faktisch im Original für Wochen nicht zu erreichen. Es lag am Hoster. Fangen wir also an, die Geschehnisse der letzten Monate nachzutragen. Kapitel 1 Sommerferien Wir, bzw vor allem ich, stolperte mit letzter Kraft in die Sommerferien. Wirklich. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2025/09/17/reisehindernisse-die-etwas-anderen-ferien/">Reisehindernisse- die etwas anderen Ferien</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eeeeendlich läuft der Blog wieder. Die leblose Datenmenge war zwar als Spiegel seiner selbst noch zu lesen, aber faktisch im Original für Wochen nicht zu erreichen. Es lag am Hoster.</em></p>
<p>Fangen wir also an, die Geschehnisse<span class="Apple-converted-space"> </span>der letzten Monate nachzutragen.</p>
<p><em><strong>Kapitel 1</strong></em></p>
<p><em>Sommerferien</em></p>
<p>Wir, bzw vor allem<em> ich</em>, stolperte mit letzter Kraft in die Sommerferien. Wirklich. Es waren unfassbar anstrengende Wochen und ich arbeitete nachher nach dem Prinzip: Weiter als einen Tag im Voraus planen geht nicht. Den nächsten Tag überstehen und an alles denken und mich abends freuen, wenn alles geklappt hat. Tag für Tag hangelte ich mich so bis zu den Ferien.</p>
<p>In der ersten Ferienwoche dann bereitete ich unsere diesjährige Campingreise vor. Die war mein Lichtblick für eine wirkliche Auszeit aus dem hiesigen Alltag. Wir wollten nochmal nach Südfrankreich. Wieder mit Freunden. Wieder auf den Campingplatz vom Vorjahr.<a href="https://beatrice-confuss.de/2024/08/01/sommerreise-24-mit-dem-zelt-nach-suedfrankreich/" target="_blank" rel="noopener">Wieder auf den Campingplatz vom Vorjahr.</a><span class="Apple-converted-space">  </span>Also hieß es: Wäsche waschen, vorpacken, Checklisten abhaken, fehlendes Zubehör besorgen, Haus aufräumen, Katzensitter planen und Auto packen. Obwohl wir uns mit Zubehör zurück halten, kommt doch bei 6 Personen immer viel Gepäck zusammen. Zelt, Tisch, Stühle, Luftmatratzen, Geschirr, Kochzeug, Wasserkanister, Schlafsäcke, etc…Camper kennen das. Im Vorfeld maulte ein Teenagerkind ein wenig, das Campen nicht so ganz ihr Ding ist, aber freute sich am Ende dann doch irgendwie.</p>
<p>Was mich in der ganzen Zeit irritierte, war zwar einerseits eine große Vorfreude auf den Tapetenwechsel, gleichzeitig lauerte immer ein leises Unbehagen in meiner Magengrube. <span id="more-6617"></span>Ich schob das Gefühl immer wieder darauf zurück, dass wir mit einer sehr knappen Reisekasse unterwegs sein würden, da unser Auto kurz vorher noch in eine kostspielige Inspektion musste. Klar war auch, dass unser Auto in die Jahre gekommen war und ziemlich wahrscheinlich in nächster Zeit ein paar Sanierungsarbeiten nötig würden. Eine Versicherung für etwaige Pannen hatten wir allerdings und vertrauten auf unser Glück.</p>
<p>Montags, zu Beginn<span class="Apple-converted-space">  </span>der zweiten Ferienwoche, saßen wir dann alle pünktlich im Auto und fuhren los. Beinahe komplett ohne Streit. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><span class="Apple-converted-space">  </span>Ich las vor, wir mümmelten an unserem Proviant. Vorfreude waberte durch das Gefährt. Nach 5 Stunden kündigte der Mann an, dass ihm ein Fahrerwechsel mal angenehm wäre. Doch bevor wir irgendwo eine Raststätte anfahren konnten, heulte plötzlich der Motor auf und das Getriebe schnarrte laut und der fünfte Gang ließ sich nicht mehr einlegen. Wir hatten alle einen großen Schreck. Zwischen angestrengtem Verkehr rollten wir wütend behupt von zeternden Franzosen mit klopfenden Herzen und mit eingeschalteter Warnblinkanlage erstmal die nächste kleine Ausfahrt runter.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wir landeten in einer <i>Tristesse in Beige</i>. Beige Einfamilienhäuser mit verschlossenen Fensterläden und verdorrtem Gras in den Gärten. Keine Bäume und nur tot wirkendes Kleingehölz hier und da. In der Ferne thronte eine absurd gewaltige Kathedrale auf einem kurz geschorenen Hügel und erinnerte mich an ein vom Himmel gestürztes Felsmassiv.</p>
<p>Wir sortierten uns kurz. Es hatte sich heraus gestellt, dass die anderen Gänge noch funktionierten, nur der 5. Gang nicht. Da wir über sehr guten Kontakt zu Autoprofis verfügen, telefonierten wir zunächst einmal mit den Fachmännern unseres Vertrauens, dann mit der Versicherung, dann wieder mit den Fachmännern in der Werkstatt und nochmal mit der Versicherung. Ernüchternde Realität: Es könnte etwas Nichtiges sein, wahrscheinlich aber ein Getriebeschaden. Die Versicherung wollte nur einspringen, wenn das Auto gar nicht mehr fährt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wir gingen alle Optionen durch. Da unklar war, was genau dem Auto fehlte und bei einem Getriebeschaden nicht nur arge Kosten, sondern wahrscheinlich auch eine längere Reparaturzeit anstünden und wir die Örtlichkeiten beim ersten Eindruck alles andere als einladend fanden, konnten wir uns nicht vorstellen auf unbestimmte Zeit in dieser Einöde festzusitzen. Im 4. Gang bis zum Zielort weiterfahren hätte funktionieren <i>können</i>, aber was wenn nicht? Und wie würde dann der Rückweg oder säßen wir dann am Urlaubsziel auf unbestimmte Zeit fest? etc.pp. Mit Budget vielleicht eine Option, nicht aber ohne das.Wären der Mann und ich alleine gewesen, hätten wir wahrscheinlich versucht mit dem angeschlagenen Auto noch bis nach Südfrankreich zu kommen und vor Ort geschaut, wie wir das Problem lösen.</p>
<p>Aber mit 4 Kindern und einem riesen Berg Gepäck….</p>
<p>Mein Alptraum wäre es, am Ende der Campingreise in eine Hitzewelle oder einem anderen Unwetter festzustecken und neben einem qualmenden Auto an einer Autobahn zu stehen.<span class="Apple-converted-space"> </span>Nach gründlichem Durchspielen aller Optionen und Möglichkeiten, entschieden wir traurig die Reise abzubrechen und hofften es wenigstens mit den verbleibenden 4 Gängen wieder bis nach Hause zu schaffen.<span class="Apple-converted-space"> </span>Immerhin <i>das </i>gelang, nachdem noch mehrfach die Warnleuchte: Motorstörung aufleuchtete. Auf der Rückfahrt versuchte ich außerdem auf allen erdenklichen Wegen ein Ersatzauto zu organisieren. Die Schwierigkeit war vor allem, dass wir 6 Sitzplätze plus genug Stauraum für den ganzen Campingkram brauchten und alle selbst mit ihren großen Fahrzeugen auf Reisen waren. Alle Leihwagen in der passenden Größe waren so teuer, dass wir auch direkt einen Hotelurlaub mit Vollpension hätten buchen können.<span class="Apple-converted-space"> </span>Die letzten Hoffnung war, dass die heimische Werkstatt am nächsten Morgen in den Motorraum guckt und den Fehler schnell und einfach lösen könnte.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Aber dieser Strohhalm wurde gnadenlos zerknickt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der zweite Strohhalm war, dass es ein Ersatzgetriebe gäbe und dieses binnen einer Woche eingebaut werden könnte, so dass wir den Urlaub mit Verzögerung nochmal ansteuern könnten. Aber auch da war schnell klar, es geht einfach nicht. Bei unserem Bus musste der komplette Motor ausgebaut werden, um das Getriebe zu tauschen und noch dazu sind das selbst bei Freundschaftspreisen Summen, die war faktisch derzeit nicht haben. Es wäre also ein Urlaub auf Biegen und Brechen und völlig unvernünftig geworden. Somit schlugen wir auch sehr lieb gemeinte Angebote für kleinere Ersatzreisen im Inland aus.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich habe 2 Tage wirklich geweint. Ich war sehr traurig und mir taten auch die Kinder leid, die sich so gefreut hatten. Beim Auspacken der ganzen Sachen wurde mir auch klar, wie perfekt ich vorbereitet war und tat mir selbst dann wegen der ganzen Vorarbeit noch mehr leid.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Ferien mussten wir final irgendwie ohne Auto herum bekommen. Das war insgesamt weniger schlimm als zunächst befürchtet. Wir haben zu Hause einiges gekramt und verbessert, was sonst im Alltag einfach liegen bleibt. Ich habe mit zwei Kindern bei Oma und Opa im Garten gezeltet, wir waren schwimmen, wir waren in Köln im Museum und mit der Hummel war ich bei einigen Spielplatzaktionen auf diversen Spielplätzen in unserer Stadt, die großen Kinder hatten hier und da mal eine Verabredung mit geplanten und spontanen Übernachtungsgästen, wir haben uns alle zusammen oder in Splittergruppen mit Freunden getroffen und ich hatte insgesamt gemütlich Zeit für Freund:innen und Familie ohne angestrengt von zu vielen Terminen zu sein. Nebenbei habe ich auch noch diverse Termine gemacht für ein paar Familienmitglieder. Augenarzt, Zahnarzt, Vorsorge etc.</p>
<p>Bei unfreiwilligen Planänderungen frage ich mich immer, wozu die ganze Sache gut war. Vielleicht rede ich es mir auch einfach nur schön? Keine Ahnung. Ich habe tatsächlich auch ein paar Schlüsse gezogen und im weiteren Verlauf sehe ich die Ferien u.a. als nützliche Vorbereitung auf das, was auch noch folgen sollte.</p>
<p>to be continued</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2025/09/17/reisehindernisse-die-etwas-anderen-ferien/">Reisehindernisse- die etwas anderen Ferien</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://beatrice-confuss.de/2025/09/17/reisehindernisse-die-etwas-anderen-ferien/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Update- Kiefergelenkbruch beim Kind, unkomplizierter als befürchtet</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2024/05/18/update-kiefergelenkbruch-beim-kind-unkomplizierter-als-befuerchtet/</link>
					<comments>https://beatrice-confuss.de/2024/05/18/update-kiefergelenkbruch-beim-kind-unkomplizierter-als-befuerchtet/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 May 2024 08:46:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[...und was es sonst noch gibt]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Mama Error]]></category>
		<category><![CDATA[seufz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://beatrice-confuss.de/?p=6439</guid>

					<description><![CDATA[<p>Während die Hummel fröhlich und unbeschwert und voller Tatendrang ist, als sei nichts gewesen, flattert(e) mein Nervenkostüm noch nach. Ich weinte ziemlich oft einfach los. Anspannung löste sich weiter auf und Erleichterung setzte ein. Mir wurde auch zum ersten Mal richtig bewusst, wie unfassbar viel Glück wir hatten. Die Hummel hatte drei Hämatome am Kopf. Der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2024/05/18/update-kiefergelenkbruch-beim-kind-unkomplizierter-als-befuerchtet/">Update- Kiefergelenkbruch beim Kind, unkomplizierter als befürchtet</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Während die Hummel fröhlich und unbeschwert und voller Tatendrang ist, als sei nichts gewesen, flattert(e) mein Nervenkostüm noch nach. Ich weinte ziemlich oft einfach los. Anspannung löste sich weiter auf und Erleichterung setzte ein. Mir wurde auch zum ersten Mal richtig bewusst, wie unfassbar viel Glück wir hatten. Die Hummel hatte drei Hämatome am Kopf. Der Hauptaufprall war mit dem Kinn auf die Ecke eines Betonkübels gewesen. Eine Schramme zog sich davon ausgehend Richtung Ohr und hinter dem Ohr, etwas unterhalb, da wo man den Schädelknochen fühlt, war sie scheinbar nochmal auf die Ecke getitscht. Wenn sie mit der Stelle zuerst aufgeschlagen wäre, wäre es ziemlich sicher ganz anders ausgegangen. Somit hat der Aufprall auf dem Kiefer das Schlimmste verhindert. Das dritte Hämatom ist tatsächlich unterm Auge. Es ist aber nur sehr klein. Wahrscheinlich ist sie da mit der Hand oder dem Lenker ihres Rädchens dran gehauen. Ich habe mir also im Krankenwagen nicht eingebildet, dass sich ein blauer Fleck unterm Auge bildet. Es hätte auf Schlimmeres hindeuten können. Somit war es gut, dass von Halswirbelsäule und Kopf ein CT gemacht worden war.<span class="Apple-converted-space"> </span><span id="more-6439"></span></p>
<p>Klar war dann, dass wir innerhalb der Woche noch zweimal zur Zahnklinik mussten und wir uns erstmal organisieren mussten bezüglich der nächsten Wochen. In Anbetracht meiner ständigen Tränenausbrüche wurde ich beim Hausarzt vorstellig und ließ mich für die Woche krankschreiben. Das war gut so.</p>
<p>Wir haben geschaut, was die Hummel essen kann und mag. Sie darf alles essen, was man mit einer Gabel zermatschen kann. Es funktionieren etwas weicher gekochter Reis und Nudeln, Kartoffelpüree, zarte Haferflocken, Joghurts, Fischstäbchen, Mus, geriebener Apfel, Milchreis, Grießbrei und weich gekochtes Gemüse. Für Unterwegs werde ich ein paar Babybreigläschen besorgen. Denn mal eben schnell ein Brötchen auf die Hand geht nicht. Auch kein Milchbrötchen. Das muss auch aufgeweicht werden.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wie sich aber zeigt, kann und darf und soll sie sogar den Mund bewegen und auch üben den Kiefer zu bewegen. Das bedeutet, die Zahnpflege ist auch kein Problem.<span class="Apple-converted-space">  </span>Schmerzen hat sie schon seit Mittwochabend nicht mehr wirklich, so dass wir komplett auf Schmerzmittel verzichten können.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wie wir nun wissen, kann die Hummel 5 Wochen nicht in die Kita. Ich habe mal durchgezählt, wie viele Tage wir eine alternative Betreuung organisieren müssen. Bis Ende Mai sind wir Safe. Da ist der Mann da. Im Juni sind es dann 12 Tage, an denen wir Hilfe brauchen. Das bekommen wir irgendwie hin. Das Netzwerk ist schon aktiviert und wir haben von verschiedenen Stellen Unterstützungsangebote.<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2764.png" alt="❤" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Der Abdruck für die „Zahnspange“, den sogenannten „Aktivator“, wurde Mittwochs gemacht. Da hatte ich der Hummel sicherheitshalber nochmal Ibuprofen vorher gegeben, damit sie auf jeden Fall den Mund gut öffnen konnte. So ein Abdruck ist ja schon unangenehm genug. Das hat dann auch prima geklappt. Das Team der Kieferorthopädie in der Zahnklinik war sehr vorsichtig, geduldig und zugewandt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nun haben wir am Freitag die Zahnspange abgeholt. Ich hatte keine Idee, wie groß oder klein das Ding aussehen würde. Es ist ein niedliches Ding, dass überraschend freundlich anmutet und für mich sofort den Schrecken verlor. <a href="https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6996.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-6441" src="https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6996-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p>Die Hummel war nicht ganz überzeugt. Als ich sie wieder ins Lastenrad geladen hatte, wollte sie die Zahnspange sofort wieder ausziehen und weinte dicke Krokodilstränen, weil sie das Gefühl im Mund nicht mochte.<span class="Apple-converted-space">  </span>Ich erklärte ihr dann ganz geduldig, warum sie die Spange unbedingt tragen muss und zeigte extra etwas übertrieben, wie schief sonst ihr Mund aussehen würde, wenn wir den Knochen beim Heilen nicht in die richtige Position verhelfen. Das fand sie einleuchtend, aber final überzeugte sie das Versprechen, wenn sie die Spange trägt, darf sie sich ein Spielzeug aussuchen.<span class="Apple-converted-space"> </span>Sie hatte da prompt eine konkrete Vorstellung (ein geflügeltes Barbiepferd mit Geräusch) und setzte die Zahnspange wieder ein. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f602.png" alt="😂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Und weil ich zwar nicht mehr weinen muss, aber immer noch ziemlich erleichtert bin über den deutlich unkomplizierteren Ausgang, als befürchtet, ließ ich mir im Einkaufszentrum noch mehr „aus den Rippen leiern“.<span class="Apple-converted-space">  </span>Einen Haarreifen, ein paar Haarklammern, ein Glitzert-Shirt und ein Kuscheltier gab es außerdem. Das neue T-Shirt ist mein heimliches Ersetzen des Unfall-T-Shirts. Das hatte ich zwar gewaschen, aber die Blutflecken waren nicht komplett raus gegangen und es hatte Löcher. Ich habe es heimlich weggeschmissen. Ich wollte es nicht mehr sehen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dann habe ich noch für niederschwellige Zahnspangenpflege gesorgt. Die Hummel durfte sich einen Zahnputzbecher und Zahnbürsten aussuchen. Nun steht auch eine Zahnbürste im Gästebad unten, damit wir nicht immer nach oben laufen müssen nach den Mahlzeiten. Und für Unterwegs ein buntes Täschlein, in dem die Klammerdose und auch Zahnbürste und Zahnpasta drin sind. Damit es keine Ausreden gibt, um die Klammer nicht wieder einsetzen zu müssen oder gar nicht mitnehmen zu wollen.</p>
<p>Die erste Nacht mit Zahnspange bin ich dann mit der Hummel schlafen gegangen. Die Zahnspange liegt sozusagen lose im Mund und als die Hummel auf dem Rücken liegend gähnte, rutschte die Klammer etwas nach hinten. In meiner nun frisch erworbenen (hoffentlich vorübergehenden) Neurose bezüglich Gefahren im Alltag, lief mein Kopfkino heiß. Die Hummel schläft auf dem Rücken, atmet durch den Mund, die Klammer rutscht nach hinten und sie erstickt dran, weil ich nicht neben ihr liege und es bemerke. Völlig drüber. Ist mir klar. Ich habe noch nie gehört, dass jemand an einer Zahnspange erstickt ist. Aber für diesen Abend musste ich das <em>für mich</em> eruieren. Was soll ich sagen? Das Kind ist wohl auf am Morgen erwacht, hat die Spange weder verschluckt noch ausgespuckt und hat wunderbar geschlafen. Außerdem hat sie bemerkt, dass der Kieferbruch nun nicht weh tat, nachdem sie die Nacht darauf gelegen hat, weil die Spange den Kiefer in Position gehalten hat.</p>
<p>Gut, dass noch ein paar Tage frei sind. Nach Pfingsten hab ich mich dann vollständig mit der Situation arrangiert und kann wieder frisch und mit einigermaßen freiem Kopf ans Werk in die Schule.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2024/05/18/update-kiefergelenkbruch-beim-kind-unkomplizierter-als-befuerchtet/">Update- Kiefergelenkbruch beim Kind, unkomplizierter als befürchtet</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://beatrice-confuss.de/2024/05/18/update-kiefergelenkbruch-beim-kind-unkomplizierter-als-befuerchtet/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Über die großen Kinder</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2024/01/28/ueber-die-grossen-kinder/</link>
					<comments>https://beatrice-confuss.de/2024/01/28/ueber-die-grossen-kinder/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jan 2024 15:49:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[...und was es sonst noch gibt]]></category>
		<category><![CDATA[Neues vom wilden Mädchen (Sirenchen)]]></category>
		<category><![CDATA[seufz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://beatrice-confuss.de/?p=6371</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hier ist viel los und im Umbruch.  Die Pubertät ist eingezogen. Sie zeigt sich in einigen Punkten wie erwartete, in anderen überraschend geschmeidig. Die großen Geschwister sind derzeit untereinander wieder fast so zugewandt wie früher, bevor eine ganze Zeit lang viel Streit und Zank eingezogen war. Da ich nicht davon ausgehe, dass das nun ein Dauerzustand [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2024/01/28/ueber-die-grossen-kinder/">Über die großen Kinder</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hier ist viel los und im Umbruch.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Pubertät ist eingezogen. Sie zeigt sich in einigen Punkten wie erwartete, in anderen überraschend geschmeidig. Die großen Geschwister sind derzeit untereinander wieder fast so zugewandt wie früher, bevor eine ganze Zeit lang viel Streit und Zank eingezogen war. Da ich nicht davon ausgehe, dass das nun ein Dauerzustand bleibt, genieße ich die Harmonie, so lange sie denn anhält.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Unser großes Mädchen hat sich binnen weniger Wochen verändert und hat ihr Kinderzimmer in ein Jugendzimmer verwandelt. Adé, Puppen, Malbücher und Ponygeschichten. Die „Pferdeliebe“ ist Geschichte. Fanartikel der Lieblingsband, eine Musikbox und coole Tanzoutfits ziehen ein.<span class="Apple-converted-space"> </span>Das Erscheinungsbild verändert sich. Die Kinderabteilung bietet nichts passendes mehr. Erste Shoppingtouren haben wir gemeinsam gemacht. Definitiv etwas, was ich ganz gerne mache.<span class="Apple-converted-space"> </span>Ein paar Besonderheiten sind geblieben oder durch andere ersetzt worden. Es ist das selbe Kind wie eh und je und doch anders, bzw es gibt erweiterte „Funktionen“.<span id="more-6371"></span></p>
<p>In letzter Zeit merke ich auch, dass einiges leichter wird, weil die Kinder größer werden.<span class="Apple-converted-space">  </span>Das bedeutet nicht, dass es nicht auch noch Sorgen und Probleme gibt, an denen wir Eltern dran bleiben, begleiten und regulieren müssen. Das Thema Mediennutzung ist z.B. ein anstrengendes Thema. Da die Kinder die digitalen Medien sehr unterschiedlich nutzen, müssen wir unterschiedliche Regeln anwenden. Wer sein Smartphone überwiegend kreativ und zur Kommunikation nutzt, darüber hinaus seine schulischen Angelegenheiten im Blick behält und noch anderweitig aktiv ist (Freunde trifft, andere Interessen pflegt) bekommt weniger Einschränkungen bei der Mediennutzung, als derjenige, der „sein Gehirn mit dumpfen Zocken“ schreddert. Ein schwieriges und andauerndes Diskussionsthema. Erfreulich ist jedoch, dass unser elterliches und immer wiedergekäutes Wissen bezüglich medialer Inhalte (verlässliche Quellen, angemessene Verhaltensweisen, Algorithmus, soziale Medien …) bisher ganz gut funktionieren. Natürlich müssen wir da weiterhin dran bleiben und ich selbst lerne jeden Tag auch noch Dinge dazu. (Im Übrigen haben wir mit den Kindern besprochen, dass sie erstmal kein WhatsApp nutzen sollen. Ihre engen Freunde sind bisher auch so flexibel, dass sie über Signal kommunizieren. Das klappt. Ausgeschlossen fühlt sich keiner der beiden bisher. In größerer Runde kann auch über Teams kommuniziert werden. Das Entscheidendste aber ist: Vor allem eines der beiden großen Kinder hat nichts mitbekommen von unschönenen verbalen Auswüchsen und Mobbereien im unkontrollierten WhatsApp &#8222;Klassenchat&#8220;. Ich würde, Stand heute, sagen, das hat für Unbeschwertheit und eine Sorge weniger gesorgt. Deshalb behalten wir das noch eine Weile bei.) Was die technischen Kompetenzen angeht, sind die Kinder sehr viel schneller als wir Eltern. Es dauert nicht mehr lange, dann frage ich meine großen Kinder bezüglicher Bedienungschwierigkeiten um Hilfe.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Was aber die neue Leichtigkeit angeht, so meine ich damit, dass die erste Etappe bei den beiden Ältesten überwiegend erfolgreich gelungen ist. Die Kinder werden zunehmend selbstständiger und sind dennoch mit uns in Verbindung und offenem Austausch. Wir drängen sie nicht und stehen als Ansprechpartner für alle Themen unaufgeregt zur Verfügung. Die drei großen Kinder sind zudem in einer Entwicklungsstufe angekommen, in der sie theoretisch auch alleine zurecht kämen, was den einfachen Alltag angeht.<span class="Apple-converted-space"> </span>Sie könnten sogar die 4 Jährige Schwester versorgen. Das ist natürlich nicht vorgesehen, aber eine Erleichterung, wenn wir Eltern mal aus Krankheit ausfallen.</p>
<p>So süß Kinder als Kleinkinder auch sind, ich trauere keiner Zeit nach, denn ich finde nach wie vor diese Entwicklungen begleiten zu können toll. Ich staune und wundere mich, bin stolz und gespannt. Ich nehme die Rolle als „Beraterin“ für die angehenden Teenager gerne an und freue mich jetzt schon über tolle Gespräche und die Einblicke in ihre Welt. Ich erinnere mich auch wieder an mich in dieser Entwicklungsphase und bin deshalb auch ganz gut gewappnet, denke ich, wenn holprige Abschnitte auftauchen.</p>
<p>Ich hoffe wir schlagen uns als Eltern weiter so passabel, dass die Verbindung stabil bleibt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Am verrücktesten finde ich, dass die beiden Großen mittlerweile so groß gewachsen sind wie ich. Der Sohn ist sogar schon ein paar Zentimeter größer.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2024/01/28/ueber-die-grossen-kinder/">Über die großen Kinder</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://beatrice-confuss.de/2024/01/28/ueber-die-grossen-kinder/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Tag vor Nikolaus</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2023/12/06/der-tag-vor-nikolaus/</link>
					<comments>https://beatrice-confuss.de/2023/12/06/der-tag-vor-nikolaus/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Dec 2023 11:27:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[...und was es sonst noch gibt]]></category>
		<category><![CDATA[Rund um die Schule]]></category>
		<category><![CDATA[seufz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://beatrice-confuss.de/?p=6342</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dieser Tag war speziell und sehr durchmischt, was das Gelingen einzelner Abschnitte anging. Nachdem ich am Montag noch 6,5 Stunden die Hummel mit in der Schule hatte, wegen Notbetreuung in der KiTa, hoffte ich gestern auf einen geordneteren Tag. Zum Auftakt stritten sodann die Mädels rund um die Aufbruchssituation und ein Kind vergaß vor lauter [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2023/12/06/der-tag-vor-nikolaus/">Der Tag vor Nikolaus</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Tag war speziell und sehr durchmischt, was das Gelingen einzelner Abschnitte anging. Nachdem ich am Montag noch 6,5 Stunden die Hummel mit in der Schule hatte, wegen Notbetreuung in der KiTa, hoffte ich gestern auf einen geordneteren Tag.</p>
<p>Zum Auftakt stritten sodann die Mädels rund um die Aufbruchssituation und ein Kind vergaß vor lauter Grollen seine Frühstücksdose. (Diese nahm ich mir dann später als mein Frühstück mit in die Schule.)</p>
<p>Als alle aus dem Haus waren, brachte ich die Hummel zur Kita. Es war zwar Kurzbetreuung, aber keine Notbetreuung an diesem Tag anberaumt. Ein entscheidender Punkt des Tages war damit, ohne Plan C einsetzen zu müssen, erfolgreich absolviert. Plan B läuft hier gerade eher nicht so (Oma und/oder Opa müssen leider oft entfallen aus gewichtigen und unerbaulichen Gründen.)</p>
<p>Ich konnte dann annähernd in Ruhe Frühstücken, bevor ich zur dritten Stunde zur Schule fuhr.<span class="Apple-converted-space"> </span><span id="more-6342"></span></p>
<p>Ich schaffe es sogar auf dem Weg noch zu Tanken und war dann 20 Minuten vor meinem Unterrichtsbeginn in der Schule und konnte noch kopieren. Im Kopierraum fiel ich in ein Zeitloch. Die 20 Minuten verflogen viel zu schnell und zu allem Übel schredderte ich meinen Packen Kopien, die ich mit der Schneidemaschine halbieren wollte. Leider war der Packen zu dick gewesen und die Schneidemaschine schwach. Kurzerhand entschied ich das zerfetzte Papier später mit in meine Kunstklasse zu nehmen, denn da würden wir ohnehin zunächst einige Probearbeiten anfertigen und bräuchten Schmierpapier.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ohne die passenden Kopien für meinen späteren Sachkundeunterricht, eilte ich noch schnell ins Lehrerzimmer, um auf den Vertretungsplan zu schauen. Ich konnte keine Vertretung für mich ausmachen und marschierte über den Hof ins andere Gebäude<span class="Apple-converted-space">  </span>in eine Stunde, in der ich planmäßig doppelt besetzt bin. Die sonst anwesende Kollegin war aber gar nicht zugegen, sondern eine Vertretung. Ich warf meine Siebensachen erstmal in einer Ecke ab. Ich finde es ziemlich lästig immer mein Arbeitszeug hin und ehr zu schleppen, aber wenn man ständig Räume und Gebäude wechseln muss, dann geht es nicht anders. Und schon stand eine andere Kollegin in der Tür und meinte, ich müsste in einer 2. Klasse vertreten. Ich war irritiert, denn ich hatte ja nichts auf dem Plan ablesen können. Ich packte also mein Geraffel wieder zusammen und eilte zurück in den anderen Gebäudekomplex, allerdings hatte die Kollegin eine falsche zweite Klasse genannt und ich irrte kurz umher, bis ich das „Steuerfraulose Boot“ fand. Die Kinder saßen zum Glück noch brav beim Frühstück. Danach nahm ich den Faden auf und setzte eine angedachten Mathestunde um.</p>
<p>Bevor ich dann in eine andere Klasse wechselte, eilte ich noch kurz ins Lehrerzimmer, um nochmal auf den Vertretungsplan zu schauen und tatsächlich, da stand meine Vertretungsstunde. Seltsam.<span class="Apple-converted-space"> Ich verbrachte eine recht angenehme Stunde in einer vierten Klasse und dann</span> hätte ich normalerweise Pausenaufsicht gehabt, draußen auf dem Spielplatz, aber es regnete. Das bedeutete Regenpause und man muss die Kinder in den Klassen beaufsichtigen. Ich erinnerte mich jedoch nicht mehr, ob man als Aufsicht in der Klasse bleibt, in der man gerade war oder in die Klasse geht, in die man danach geht. Außerdem fiel damit meine vorgezogene kleine Mittagspause buchstäblich ins Wasser. Da ich Dienstags keine Zeit habe eine Pause zu machen, drücke ich mir meist während der Pausenaufsicht was Schnelles zwischen die Zähne. Auf dem Spielplatz ist das Geschehen so übersichtlich, dass das gut geht.<span class="Apple-converted-space">  </span>So nicht heute. Eine Kollegin kam, um die Regenpausenaufsicht in der Klasse zu übernehmen und damit konnte ich in meine nächste Klasse laufen. Die Wege sind weit an dieser Schule.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dort wurde ich schon erwartet. Ich aß dann noch schnell mein Brot und einen Apfel, obwohl es schon geläutet hatte und startete meine Sachunterrichtsstunde ohne Arbeitsblätter. Ich musste improvisieren, was am Ende ganz passend ausging. Denn ich musste noch die Hausaufgaben aufschreiben lassen. Das hatte die Kollegin vorher nicht geschafft. Und Zeit ist immer knapp. Ich entschwand wieder eilig nach der Stunde, schleppte mein Zeug über den Schulhof wieder ins andere Gebäude und kam in meiner Kunstklasse an, die Dienstags nur in halber Besetzung anwesend ist, da einige Kinder AGs haben. Das ist weniger entspannt, als man denkt, denn mit der halben Klasse kann ich nicht wirklich am Thema weiterarbeiten und muss mir immer Alternativen überlegen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nach dieser Stunde fand ich mich in meiner Lernzeitgruppe ein und begleitete danach noch eine weitere Lernzeit in einer anderen Klasse. 15 Uhr ist dann für mich Schulschluss.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Gestern bedeutete das, zu Hause eine kleine Pause machen, etwas essen und dann mit allen 4 Kindern zum Impfen zum Kinderarzt. Wir haben einen neuen Kinderarzt hier in 10 minütiger Fahrradentfernung. Alle Kinder brauchten Impfungen. Leider fand ich die Impfpässe nicht und war froh, dass die neue Praxis sich diese neulich erst alle mal kopiert hatte, um zu prüfen, welche Impfungen aufgefrischt oder ergänzt werden müssen.<span class="Apple-converted-space">  </span>Aber die Impfpässe hatte ich danach offenbar nicht in die dafür vorgesehene Kiste gelegt. Wahrscheinlich, weil ich wusste, wir bräuchten sie bald schon wieder. Tja.</p>
<p>Wir fuhren also ohne Impfpässe.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Das Impfen gelang, jedoch waren die Kinder sehr lebendig in der Praxis. Ich musste ein bisschen Lachen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Großen schickte ich dann schon vor nach Hause. Ich selbst hatte noch eine kleine Überraschungsmission, die einen kurzen Schlenker auf der Route bedurfte. Während dieser Tour schlief die Hummel im Lastenrad ein.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Als ich zu Hause vorfuhr, standen die großen Kinder zeternd vorm Haus und beklagten, der Mann sei nicht, wie erwartet, zu Hause. Demnach hatte sie niemand herein gelassen.</p>
<p>Alle wieder drin, bekam ich eine mail aus der Schule von der Drittklässlerin, es würde noch der Masernimpfnachweise fehlen. Was mich wundert, denn den haben wir definitiv abgegeben. Nun denn. War offenbar verloren gegangen, ich muss einen Impfnachweis nachreichen. Bisschen blöd, wenn man die Impfpässe verlegt hat.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich sah mich schon beim Kinderarzt vorbeifahren, um eine Kopie von der Kopie des Impfausweises zu machen. Ich wollte nochmal suchen, doch bevor ich das tun konnte, kam ein Anruf rein. Meine Eltern hatten eine ziemlich unerhörte Krankenhausgeschichte zu berichten.</p>
<p>Der Mann tauchte dann ziemlich spät mit Einkäufen wieder auf, war aber sehr genervt, weil er innerorts in eine Art Stau geraten war. Als ich ihn dann noch befragte, ob er an dies und jenes für den „Nikolaus“ gedacht hätte, wurde er etwas ungehalten. Ich war es allerdings auch, da ich mich gezwungen sah, selbst nochmal kurz einkaufen zu fahren. Es war mittlerweile 19.30. Vorher überkam mich aber ein Geistesblitz bezüglich der Impfausweise. Und siehe da. Gut überlegt, nur wieder vergessen. Aber die Impfausweise waren aufgetaucht. Ich konnte der Schule den Impfnachweise sofort zusenden.</p>
<p>Der Mann bereitete schließlich das Abendbrot zu und ich entschwand zum Supermarkt, um final noch völlig übertrieben Nikolauszeug zu kaufen. Keine Ahnung was mich geritten hat.</p>
<p>Ich schmuggelte das Zeug unter meiner Jacke ins Haus und gesellte mich zum Abendbrot.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nachdem die Kinder in ihre Schlafgemächer geleitet waren, richtete ich den Nikolausteller, schrieb diesen Text….und mir fiel ein: Ich hatte die Milchbrötchen vergessen, die die Hummel heute mit zur Kita bringen sollte. (Die KiTa hat einmal die Woche gemeinsames Frühstück und jeder bringt etwas mit.)<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Schließlich war ich zu müde um diesen Text noch zu veröffentlichen und der heutige Morgen beschäftigte mich auch ordentlich aus unterschiedlichsten Gründen.</p>
<p>Wenn das bis Weihnachten so rasant weiter geht&#8230;..uiuiui.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2023/12/06/der-tag-vor-nikolaus/">Der Tag vor Nikolaus</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://beatrice-confuss.de/2023/12/06/der-tag-vor-nikolaus/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Klopperei am ersten Advent</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2023/12/03/klopperei-am-ersten-advent/</link>
					<comments>https://beatrice-confuss.de/2023/12/03/klopperei-am-ersten-advent/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Dec 2023 10:33:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[...und was es sonst noch gibt]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung und Realität]]></category>
		<category><![CDATA[Es könnte so einfach sein]]></category>
		<category><![CDATA[seufz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://beatrice-confuss.de/?p=6336</guid>

					<description><![CDATA[<p>Besinnlich sollte es sein. Das Frühstück. Gestartet hatte der Sonntag gut mit Sonnenschein, knackigen minus 3 Grad und dem fröhlichen Öffnen des dritten Kalendertürchens. Der Inhalt bereitete allen Kindern Freude. Sie waren hoch zufrieden. Alle waren sich einig, dass der Advent doch einfach eine tolle Sache sei und wir alle diese Zeit sehr lieben. Harmonie [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2023/12/03/klopperei-am-ersten-advent/">Klopperei am ersten Advent</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Besinnlich sollte es sein. Das Frühstück. Gestartet hatte der Sonntag gut mit Sonnenschein, knackigen minus 3 Grad und dem fröhlichen Öffnen des dritten Kalendertürchens. Der Inhalt bereitete allen Kindern Freude. Sie waren hoch zufrieden. Alle waren sich einig, dass der Advent doch einfach eine tolle Sache sei und wir alle diese Zeit sehr lieben. Harmonie und Adventszauber pur.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich zog sodann los, um frische Brötchen zu holen. Ich deckte sogar den Tisch und die am Vortag besprochene Reihenfolge, wer von den Kindern zuerst die erste Kerze anzünden darf, wurde auch eingehalten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Doch dann erlebte die Idylle einen rasanten Stimmungsknick und verwandele sich in ein mehr als unharmonisches Gezeter und Gerangel. <span id="more-6336"></span>Ja, es artete sogar so sehr aus, dass ich<span class="Apple-converted-space">  </span>mich, ob der Schnelligkeit der Entwicklung ohne den ersten Schluck Kaffee überhaupt angerührt zu haben, gezwungen fühlte, autoritär durchzugreifen und eines der Kinder des Raumes zu verweisen. Einfach, um erstmal Ordnung und „safety first“ in das Szenario zu bringen und klären zu können, was genau das Problem gewesen war.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wie sich dann herausarbeiten ließ, war das Glas mit dem Schokoaufstrich die Quelle allen Übels. Weiß der Kuckuck warum, denn es gibt hier immer Schokoaufstrich und auch meistens Nachschub davon. Es muss sich also niemand aufregen, ärgern, sorgen nichts abzubekommen und verhungert ist hier auch noch nie jemand.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>So klar schnell war, was der Auslöser war, so schwer war aber zu erörtern wer denn und warum angefangen hatte mit der Streiterei. Letztens Endes war es auch egal. Denn alles was in derartigem Lärm und Gekloppe endet, dass wir Sorge um Mobiliar und brennende Kerzen haben müssen, gilt es grundsätzlich zu unterlassen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Standpauke über die Regeln des geordneten Zusammenlebens bescherte dem Mann und mir schmollende Kindergesichter und final blieben wir mit der Hummel allein am Tisch zurück. Was wiederum auch dazu führte, dass wir uns auch noch kurz anraunzten, wegen was weiß ich. Einen schönen ersten Advent, wünsche ich da.</p>
<p>Jetzt haben sich alle in ihre bevorzugten Räumlichkeiten zurück gezogen und es ist friedlich im Haus. Die Katzen kegeln eine Murmel durchs Wohnzimmer und die Hummel befindet sich ausnahmsweise in einer anderen Etage, als ich und singt vor sich hin.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Was dieser Tag wohl noch so bringen mag? Ein paar Pläne, die hoffentlich auch alle ansatzweise zufriedenstellen könnten, haben wir. Aber ich habe eines in den beinahe 13 Jahren Elternschaft gelernt: zu sehr auf das Gelingen bestimmter Ideen sollte man sich nicht versteifen, denn das geht oft nach hinten los. Für diesen Tag gilt es ganz genau zu schauen, was alle brauchen, um entspannt zu bleiben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Hier ist es nämlich aktuell nicht einfach alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Die Entwicklungen bei allen Familienmitgliedern sind in neue Phasen gelangt und wie immer muss sich dann erst alles neu einspielen. Neue Bedürfnisse müssen erkannt und der Umgang damit eingeübt werden. Die Pubertät klopft hier und da zum Beispiel an. Dann beschäftigt mich noch das Thema Schule bei zwei Kindern. Und die Hummel stellt mich auch vor Rätsel. Derzeit vermute ich, dass ich ihr zwar viel Aufmerksamkeit gebe, aber es die falsche Form von Aufmerksamkeit ist, weshalb sie echt sehr massiv versucht Kontrolle über alles und vor allem mich zu erlangen. Das wird aber ein eigenen Beitrag.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><em>(Das Beitragsbild zeigt übrigens Weihnachtsmänner, höchstpersönlich von der Hummel zusammengeklöppelt. )</em></p>
<p>Und, wie läuft euer erster Advent so?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2023/12/03/klopperei-am-ersten-advent/">Klopperei am ersten Advent</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://beatrice-confuss.de/2023/12/03/klopperei-am-ersten-advent/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Kater ist tot.</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2023/11/13/der-kater-ist-tot/</link>
					<comments>https://beatrice-confuss.de/2023/11/13/der-kater-ist-tot/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Nov 2023 15:45:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[...und was es sonst noch gibt]]></category>
		<category><![CDATA[seufz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://beatrice-confuss.de/?p=6288</guid>

					<description><![CDATA[<p>Unser Katerchen machte uns ja schon ein Weilchen Sorgen. An den letzten richtig heißen Tagen dieses Sommers, lag er auf einmal japsend herum. Mal im Garten, mal in der Dusche. Komische Plätze. Er wollte auch nicht angefasst werden oder Gesellschaft haben. Wir ließen ihn also in Ruhe. Da er u.a. eine Herzinsuffizienz hatte, vermuteten wir, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2023/11/13/der-kater-ist-tot/">Der Kater ist tot.</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unser Katerchen machte uns ja schon ein Weilchen Sorgen. An den letzten richtig heißen Tagen dieses Sommers, lag er auf einmal japsend herum. Mal im Garten, mal in der Dusche. Komische Plätze. Er wollte auch nicht angefasst werden oder Gesellschaft haben. Wir ließen ihn also in Ruhe. Da er u.a. eine Herzinsuffizienz hatte, vermuteten wir, dass die hohen Temperaturen und der Wetterumschwung da arg zu schaffen machten. Er war so reduziert in allem, dass wir schon fürchteten, er würde sterben. Von einem Tierarztbesuch sah ich ab, denn das stresst ihn immer arg und ich befürchtete bei der Hinfahrt schon einen Herzstillstand vor Aufregung und Schwäche bei ihm.</p>
<p>Nach 2 Tagen, das Wetter war abgekühlt, lief der Kater wieder seine gewohnten Runden und verhielt sich wieder normal. Dennoch war uns klar, das würde wahrscheinlich sein letzter Winter. Wir bereiteten die Kinder mental darauf vor.<span id="more-6288"></span></p>
<p>Es vergingen noch ein paar Wochen, in denen er zwei weitere Male ähnliche Atemnprobleme, wie im Sommer hatte. Zudem wurde sein Gang noch steifer (Arthrose), als ohnehin schon und er magerte deutlich ab. Ich bestellte einen mobilen Tierarzt ein, (bei dessen Besuch ich dann ja gebissen wurde), der uns bestätigte, dass es um den Kater nicht gut stünde. Wir waren uns aber einig, dass bei einem alten Tier mit diversen Gebrechen zu viele Interventionen mehr Quälerei als Nutzen wären und man sozusagen lieber palleativ arbeiten könnte.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wir hatten den Eindruck, dass der Kater ganz glücklich damit war, dass wir ihn in Ruhe ließen. Er wurde zunehmend schlapper, schlief viel, suchte aber von uns allen Nähe, hatte Appetit, drehte wacklige, kleine Runden durch den Garten und auch einmal über die Straße. Da verließ ihn aber die Kraft und er legte sich mitten auf die Fahrbahn. Der Mann fand ihn dort zum Glück und wir ließen ihn danach nur noch unter unserer Aufsicht in den Garten. Weit ging er aber ohnehin nicht mehr.</p>
<p>Am letzten Mittwoch drehte er nochmal eine müde Runde durch den Garten, lag danach schnurrend neben mir und genoss Streicheleinheiten. Abends verlangte er nach Futter. Viel fraß er dann jedoch nicht. Das zähe Kerlchen war nur noch Haut und Knochen.</p>
<p>Wir dachten ständig darüber nach, ob es für ihn besser sei zum Tierarzt zu fahren und ihn einschläfern zu lassen, hofften aber, er würde es alleine schaffen. Die Entscheidung  darüber, ob ein Tier eingeschläfert wird oder nicht, musste ich einmal treffen (und es war eine richtige Entscheidung), dennoch fand ich den gezielt zu einem bestimmten Zeitpunkt herbeigeführten Tod auch furchtbar.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Am Donnerstag morgen, den 9. November (ein ohnehin weltpolitisch denkwürdiger Tag) kam ich noch im Dunkeln die Treppe runter, tatstete mich um die Ecke und sah schemenhaft eine Katze im kleinen Flur liegen. Ich wusste, bevor ich das Licht anschaltete, was mich erwartete. Da lag er. Unser Katerchen. Auf der Seite. Als sei er auf dem Weg zur Katzentoilette einfach seitlich umgekippt.</p>
<p>Ich sah ihn mir kurz sehr genau an und musste ihn auch anfassen, um sicher zu sein. Mein Verstand hatte es zwar schon voll erfasst, aber mein Gefühl nicht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Das wilde Mädchen, welches die innigste Beziehung zum Kater hatte, näherte sich und ich nahm sie in den Arm um ihr zu sagen, dass der Kater tot ist. Laut schluchzte sie los. Es drang bis nach oben, die anderen fragte, was sei. Ich rief: Der Kater ist tot!</p>
<p>Der Mann stand auch auf und fand dann die drei anderen Kinder weinend im Bad. Alle zusammen versammelten wir uns dann um den Kater. Wir weinten zusammen. Wir standen im kleinen Flur um den toten Kater rum wie Falschgeld.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dann wollten die Kinder nicht zur Schule gehen, weil sie ohnehin nun zu spät kommen würden. Wir sagten, dass sei völlig egal, wenn sie an diesem Tag mal zu spät kämen, aber es sei wichtig zur Schule zu gehen. Ablenkung tut gut.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>So verstreuten sich nach und nach alle etwas wirr im Haus und versuchten sich startklar zu machen. Ohne Hektik. Ich beschloss zudem, dass der Kater nicht mitten im Weg liegen bleiben könnte und fand zum Glück einen passenden Karton.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Jetzt kam der Part, den ich vor allem rückblickend absurd, tragisch und komisch zugleich fand. Das wilde Mädchen stand neben mir und fragte, wie ich den Kater jetzt in den Karton heben wollte. Ich sagte, ich wisse auch nicht so genau, wie man so einen toten Körper gut anfasst. Ich versuchte den Kater hoch zu nehmen und stellte fest, dass er bereits in der Leichenstarre war.</p>
<p>Wie lange war er schon tot? Wie fasst man so einen steifen Körper an? Es war so seltsam. Ich entschied mich am Karton eine der Längsseiten runter zu klappen und den Kater dann auf den Kartonboden zu schieben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Das einst lebendige Tierchen, ließ sich nun, in seiner Laufhaltung versteinert, wie Mrs Norris von Mr Filch bei Harry Potter, in den Karton schieben.</p>
<p>Dieses skurrile Ensemble schob ich zunächst mal ins Wohnzimmer. Ich wusste auch nicht so richtig. Ich dachte, vielleicht müssen die anderen Katzen noch schnuppern. Wobei ich den Eindruck hatte, dass alle drei Katzen schon „Bescheid wussten“.</p>
<p>Wir versuchte den Kindern noch Trost zu spenden, Fragen zu beantworten und alles irgendwie zu verdauen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Während die Großen dann schon aufbrachen, hörte ich die Hummel laut und fröhlich im Wohnzimmer direkt neben dem toten Kater spielen. Ich möchte sagen, in der Tragik gewinnt die Komik doppelte Leuchtkraft. Das wilde Mädchen musste auch lachen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich brachte die Hummel dann auch in die Kita und der Mann und ich legten uns erstmal ziemlich parallelisiert nebeneinander ins Bett und dachten über die Situation und das weitere Vorgehen nach. Unser Kater. 15 Jahre hat er uns begleitet. Unser &#8222;erstes Kind&#8220; sozusagen. Krass.</p>
<p>Da klingelte es an der Tür. Ein Vermessungstechniker stand vor der Tür. Ich hatte den Termin völlig vergessen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es riss uns aus unserem benebelten Zustand.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Während die Männer draußen ihrer Aufgabe nachgingen, beschloss ich den Karton zu verschließen und brachte unser „Steiftier“ zum Lagern ins Gartenhaus. Da war es schön kühl. Ich musste mich auch erstmal belesen, wie lange die Leichenstarre anhält, wann der unangenehme Teil der Zersetzung beginnt, um abschätzen zu können, wie hektisch man einen Leichnam verbuddeln muss.</p>
<p>Nachmittags besprachen wir dann mit den Kindern, dass wir den Kater am nächsten Tag beerdigen würden. Wir sprachen noch viel über den Kater und den Tod und dass es im Grunde so gekommen war, wie wir gehofft hatten. Über Traurigkeit und trotzdem auch vielen glücklichen Gefühlen. Dass Gleichzeitigkeit völlig ok ist. Dass<span class="Apple-converted-space">  </span>Lachen und Weinen im Wechsel normal sind. Dass Trauer nicht bedeutet, dass wir jetzt alle Wochenlang nur noch weinen, sondern jeden ab und an mal ein trauriges Gefühl überkommen kann. Und wenn nicht, dann ist das auch ok.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Hummel hatte sehr viele theoretische Fragen. Sie dachte, der Kater steht wieder auf, wenn wir ihn in den Garten bringen, aber ich erklärte ihr, dass tote Körper wieder in Erde verwandelt werden und dass das zwar super gut ist, aber leider eklig aussieht. Und weil wir das nicht angucken wollen, verbuddeln wir tote Körper. Die Kinder wollten auch wissen, was unter der Erde mit dem toten Körper passiert. Ich erklärte, dass nach der Totenstarre verschiedene „Zersetzungsprogramme“ im Körper starten. Dass da eine krasse Chemie am Werk ist und dann Mikroorganismen und Insekten, sowie Würmer tüchtig mithelfen, alles nach und nach in Erde zu verarbeiten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Am nächsten Tag hatten die großen Kinder und ich mittags Schule aus und wir beerdigten den Kater ohne die Hummel. Wir mussten ganz schön buddeln. Muss ja tief genug sein. Zum Glück war die Erde durch den vielen Regen recht locker.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es war irgendwie ein schöner Moment. Alle waren ganz engagiert. Wie machten den Karton auch nochmal auf und sahen uns den Kater nochmal an. Dann verbuddelten wir ihn in seinem Karton und setzten Frühblüherzwiebeln auf das Grab. Die Kinder legten noch Steine als Umrandung aus.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Als die Hummel aus der KiTa kam, fand sie es auch voll ok, dass der Kater schon beerdigt war. Sie wollte sich aber das Grab ansehen und legte ihrerseits noch ein Steinchen ab.</p>
<p>Jetzt, ein paar Tage später kann ich sagen: Ich glaube wir haben dieses Ereignis alle gut verpackt und sind ok damit. Und es war auch eine gute Fügung, dass die beiden neuen Katzen schon eingezogen waren, bevor es mit dem Kater zu Ende ging. So ist der Schock des Alleinseins für unser Klüttchen nicht so heftig. Es ist weiterhin Katzenleben um sie herum und wie es bisher anscheint, auch positiv zugetan. Und uns tut das auch gut.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2023/11/13/der-kater-ist-tot/">Der Kater ist tot.</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://beatrice-confuss.de/2023/11/13/der-kater-ist-tot/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
