<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Neues vom wilden Mädchen (Sirenchen) Archive - beatrice-confuss</title>
	<atom:link href="https://beatrice-confuss.de/category/allgemein/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://beatrice-confuss.de/category/allgemein/</link>
	<description>Großfamilienleben mit 4 Kindern</description>
	<lastBuildDate>Mon, 29 Jan 2024 11:28:26 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2023/11/cropped-IMG_5424-scaled-1-32x32.jpg</url>
	<title>Neues vom wilden Mädchen (Sirenchen) Archive - beatrice-confuss</title>
	<link>https://beatrice-confuss.de/category/allgemein/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Über die großen Kinder</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2024/01/28/ueber-die-grossen-kinder/</link>
					<comments>https://beatrice-confuss.de/2024/01/28/ueber-die-grossen-kinder/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jan 2024 15:49:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[...und was es sonst noch gibt]]></category>
		<category><![CDATA[Neues vom wilden Mädchen (Sirenchen)]]></category>
		<category><![CDATA[seufz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://beatrice-confuss.de/?p=6371</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hier ist viel los und im Umbruch.  Die Pubertät ist eingezogen. Sie zeigt sich in einigen Punkten wie erwartete, in anderen überraschend geschmeidig. Die großen Geschwister sind derzeit untereinander wieder fast so zugewandt wie früher, bevor eine ganze Zeit lang viel Streit und Zank eingezogen war. Da ich nicht davon ausgehe, dass das nun ein Dauerzustand [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2024/01/28/ueber-die-grossen-kinder/">Über die großen Kinder</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hier ist viel los und im Umbruch.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Pubertät ist eingezogen. Sie zeigt sich in einigen Punkten wie erwartete, in anderen überraschend geschmeidig. Die großen Geschwister sind derzeit untereinander wieder fast so zugewandt wie früher, bevor eine ganze Zeit lang viel Streit und Zank eingezogen war. Da ich nicht davon ausgehe, dass das nun ein Dauerzustand bleibt, genieße ich die Harmonie, so lange sie denn anhält.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Unser großes Mädchen hat sich binnen weniger Wochen verändert und hat ihr Kinderzimmer in ein Jugendzimmer verwandelt. Adé, Puppen, Malbücher und Ponygeschichten. Die „Pferdeliebe“ ist Geschichte. Fanartikel der Lieblingsband, eine Musikbox und coole Tanzoutfits ziehen ein.<span class="Apple-converted-space"> </span>Das Erscheinungsbild verändert sich. Die Kinderabteilung bietet nichts passendes mehr. Erste Shoppingtouren haben wir gemeinsam gemacht. Definitiv etwas, was ich ganz gerne mache.<span class="Apple-converted-space"> </span>Ein paar Besonderheiten sind geblieben oder durch andere ersetzt worden. Es ist das selbe Kind wie eh und je und doch anders, bzw es gibt erweiterte „Funktionen“.<span id="more-6371"></span></p>
<p>In letzter Zeit merke ich auch, dass einiges leichter wird, weil die Kinder größer werden.<span class="Apple-converted-space">  </span>Das bedeutet nicht, dass es nicht auch noch Sorgen und Probleme gibt, an denen wir Eltern dran bleiben, begleiten und regulieren müssen. Das Thema Mediennutzung ist z.B. ein anstrengendes Thema. Da die Kinder die digitalen Medien sehr unterschiedlich nutzen, müssen wir unterschiedliche Regeln anwenden. Wer sein Smartphone überwiegend kreativ und zur Kommunikation nutzt, darüber hinaus seine schulischen Angelegenheiten im Blick behält und noch anderweitig aktiv ist (Freunde trifft, andere Interessen pflegt) bekommt weniger Einschränkungen bei der Mediennutzung, als derjenige, der „sein Gehirn mit dumpfen Zocken“ schreddert. Ein schwieriges und andauerndes Diskussionsthema. Erfreulich ist jedoch, dass unser elterliches und immer wiedergekäutes Wissen bezüglich medialer Inhalte (verlässliche Quellen, angemessene Verhaltensweisen, Algorithmus, soziale Medien …) bisher ganz gut funktionieren. Natürlich müssen wir da weiterhin dran bleiben und ich selbst lerne jeden Tag auch noch Dinge dazu. (Im Übrigen haben wir mit den Kindern besprochen, dass sie erstmal kein WhatsApp nutzen sollen. Ihre engen Freunde sind bisher auch so flexibel, dass sie über Signal kommunizieren. Das klappt. Ausgeschlossen fühlt sich keiner der beiden bisher. In größerer Runde kann auch über Teams kommuniziert werden. Das Entscheidendste aber ist: Vor allem eines der beiden großen Kinder hat nichts mitbekommen von unschönenen verbalen Auswüchsen und Mobbereien im unkontrollierten WhatsApp &#8222;Klassenchat&#8220;. Ich würde, Stand heute, sagen, das hat für Unbeschwertheit und eine Sorge weniger gesorgt. Deshalb behalten wir das noch eine Weile bei.) Was die technischen Kompetenzen angeht, sind die Kinder sehr viel schneller als wir Eltern. Es dauert nicht mehr lange, dann frage ich meine großen Kinder bezüglicher Bedienungschwierigkeiten um Hilfe.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Was aber die neue Leichtigkeit angeht, so meine ich damit, dass die erste Etappe bei den beiden Ältesten überwiegend erfolgreich gelungen ist. Die Kinder werden zunehmend selbstständiger und sind dennoch mit uns in Verbindung und offenem Austausch. Wir drängen sie nicht und stehen als Ansprechpartner für alle Themen unaufgeregt zur Verfügung. Die drei großen Kinder sind zudem in einer Entwicklungsstufe angekommen, in der sie theoretisch auch alleine zurecht kämen, was den einfachen Alltag angeht.<span class="Apple-converted-space"> </span>Sie könnten sogar die 4 Jährige Schwester versorgen. Das ist natürlich nicht vorgesehen, aber eine Erleichterung, wenn wir Eltern mal aus Krankheit ausfallen.</p>
<p>So süß Kinder als Kleinkinder auch sind, ich trauere keiner Zeit nach, denn ich finde nach wie vor diese Entwicklungen begleiten zu können toll. Ich staune und wundere mich, bin stolz und gespannt. Ich nehme die Rolle als „Beraterin“ für die angehenden Teenager gerne an und freue mich jetzt schon über tolle Gespräche und die Einblicke in ihre Welt. Ich erinnere mich auch wieder an mich in dieser Entwicklungsphase und bin deshalb auch ganz gut gewappnet, denke ich, wenn holprige Abschnitte auftauchen.</p>
<p>Ich hoffe wir schlagen uns als Eltern weiter so passabel, dass die Verbindung stabil bleibt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Am verrücktesten finde ich, dass die beiden Großen mittlerweile so groß gewachsen sind wie ich. Der Sohn ist sogar schon ein paar Zentimeter größer.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2024/01/28/ueber-die-grossen-kinder/">Über die großen Kinder</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://beatrice-confuss.de/2024/01/28/ueber-die-grossen-kinder/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Obligatorischer Ausfall im Herbst</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2023/10/23/obligatorischer-ausfall-im-herbst/</link>
					<comments>https://beatrice-confuss.de/2023/10/23/obligatorischer-ausfall-im-herbst/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 10:09:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neues vom wilden Mädchen (Sirenchen)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://beatrice-confuss.de/?p=6276</guid>

					<description><![CDATA[<p>Traritrara, der Herbst ist da. Und zack, hat es mich erwischt. Freitags kratzte es mittags zart im Hals, die Fitness schwand mit jeder Stunde, abends legte ich mich mit einer „betäubenden“ Tablette zeitgleich mit den Kindern ins Bett und hoffte am nächsten Tag wieder beisammen zu sein.  Leider nein. Die einzigen Fitten waren die Kinder, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2023/10/23/obligatorischer-ausfall-im-herbst/">Obligatorischer Ausfall im Herbst</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Traritrara, der Herbst ist da. Und zack, hat es mich erwischt.</p>
<p>Freitags kratzte es mittags zart im Hals, die Fitness schwand mit jeder Stunde, abends legte ich mich mit einer „betäubenden“ Tablette zeitgleich mit den Kindern ins Bett und hoffte am nächsten Tag wieder beisammen zu sein.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Leider nein. Die einzigen Fitten waren die Kinder, vornehmlich die Hummel, welche hier zu Hause un-ent-wegt turnt und lärmt. Und leider immer in meiner Nähe. <i>Einzig</i> in meiner Nähe!</p>
<p>Ich legte mich aufs Sofa und versuchte zu ruhen. Ich legte mich ins Bett und versuchte es dort. Aber die Hummel kam, sobald ihr auffiel, dass ich die Räumlichkeiten gewechselt hatte, mir immer nach.<span id="more-6276"></span></p>
<p>Neben der Tatsache, dass ich ihrem Bewegungs- und Unternehmungsdrang trotz traumhaften Oktoberwetters überhaupt nicht nachkommen konnte, erschwerte die Situation, dass ich arge Halsschmerzen hatte und die Hummel von ihrer abklingenden Erkältung schwerhörig war. Sie fragte also ständig nach und ich musste viel lauter, als meinem Hals das lieb war, antworten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nachmittags versuchte ich die Hummel an den Mann und die Geschwistern „zu verkaufen“, die mal zu ein paar wichtiger Erledigungen aufbrachen, was eine kleine Abwechslung hätte sein können. Aber die Hummel wollte auf keinen Fall ohne mich irgendwo hin.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Tja. So verbrachten wir einen meinerseits sehr wortkargen Nachmittag, an dem ich mir abwechselnd Salbeiblätter zerkaut und als Tee, Ingwer zerkaut und als Tee, Halstabletten und Gurgellösungen verabreichte. Viel hilft ja viel, heißt es.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Am Sonntag lief es dann nochmal genau so. Nur, dass es wenigstens öfter regnete und besser zu meinem Gemütszustand passte. Ich gestand mir ein, dass ich mich wohl in der Schule krank melden musste. Mit den Halsschmerzen und der Abgeschlagenheit ging mein Zustand über den einer einfachen Erkältung hinaus.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Immerhin gelang es nachmittags mit Hilfe eines Geschwisterkindes die Hummel endlich mal wieder richtig in die Badewanne zu befördern. Das verweigerte sie nämlich beharrlich seit Wochen und selbst gründliches Schrubben mit einem Waschlappen, kann auf Dauer ein Bad oder eine Dusche nicht ersetzen. Ich möchte soweit gehen und sagen: Etwas Einweichen ist hin und wieder von Nöten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Danach war die Hummel so müde, dass sie auf dem Sofa einschlief und ich selbst fiel um 19.30 auch ermattet um und schlief die ganze Nacht, bis ich dann von Kopfschmerzen erwachte.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dank einer Tablette war ich in der Lage ein etwas wirres Aufstehen und Suchen bestimmer Schwimmzutaten zu absolvieren, musste ein plötzlich wegen Übelkeit weinende großes Kind in der Schule entschuldigen und brachte die Hummel in die KiTa. Mit dem Auto!</p>
<p>Nun verbrachte ich den Vormittag mit Sitzliegen und dem Laptop auf dem Schoß. Müde bin ich nicht so sehr, aber schlapp und mein Kopf konnte immerhin Interesse für eine Informationssendung aufbringen, die ich an dieser Stelle anpreisen möchte.</p>
<p>Auf <i>arte</i> eine 4teilige Reihe: <a href="https://www.arte.tv/de/videos/RC-017590/eine-geschichte-des-antisemitismus/" target="_blank" rel="nofollow noopener">„Eine Geschichte des Antisemitismus.“<span class="Apple-converted-space">  </span>Sehr empfehlenswert.</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2023/10/23/obligatorischer-ausfall-im-herbst/">Obligatorischer Ausfall im Herbst</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://beatrice-confuss.de/2023/10/23/obligatorischer-ausfall-im-herbst/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blogpause</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2022/03/02/blogpause/</link>
					<comments>https://beatrice-confuss.de/2022/03/02/blogpause/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Mar 2022 20:12:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neues vom wilden Mädchen (Sirenchen)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://beatrice-confuss.de/?p=5988</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Februar raste nur so an mir vorbei. Ich kam nicht mal zum Aufschreiben der Ereignisse. Wir feierten im kleinen Kreis die Geburtstage unserer Februarkinder, erledigten und koordinierten ein paar Dinge und freuten uns auf baldiges Frühlingswetter und wieder mehr Sozialkontakte. Und gerade als es schon etwas leichter zu werden schien, begann Putin einen komplett [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2022/03/02/blogpause/">Blogpause</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Februar raste nur so an mir vorbei. Ich kam nicht mal zum Aufschreiben der Ereignisse. Wir feierten im kleinen Kreis die Geburtstage unserer Februarkinder, erledigten und koordinierten ein paar Dinge und freuten uns auf baldiges Frühlingswetter und wieder mehr Sozialkontakte. Und gerade als es schon etwas leichter zu werden schien, begann Putin einen komplett überflüssigen Krieg und die Weltklimaratkonferenz veröffentlichte äußerst ungünstige Prognosen.</p>
<p>Eine Nachrichtenlage, die den Sohn auf Anhieb ausrufen ließ: &#8222;Scheiße, wir haben ja <em>drei</em> Krisen auf einmal! DAS ist mir zuviel!&#8220;</p>
<p>Bisher schaffte ich es immer kurze Anflüge von Weltschmerz und Angst aufzufangen. Ich balanciere die Kinder durch möglichst sachlich erklärte Fakten und Sorgen vor einer noch größeren Eskalation, gespickt mit den lustigen und guten Anekdoten dieser Tage.</p>
<p>Ich selbst fühle mich etwas gelähmt innerlich. Wortlos. Ich muss mich gerade bzgl der neuen und nochmal verschärften Gesamtsituation sammeln. Das ganze Zeug muss ich im Kopf erst sortieren.</p>
<p>Das ist der Grund warum es im März hier auch nochmal sehr ruhig wird.</p>
<p>Ich schreibe wieder im April 22.</p>
<p>Haltet durch in dieser surrealen Zeit und bleibt gesund!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2022/03/02/blogpause/">Blogpause</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://beatrice-confuss.de/2022/03/02/blogpause/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Von Wutanfällen und ausgleichendem Hobby</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2020/07/25/von-wutanfaellen-und-ausgleichendem-hobby/</link>
					<comments>https://beatrice-confuss.de/2020/07/25/von-wutanfaellen-und-ausgleichendem-hobby/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jul 2020 20:03:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[...und was es sonst noch gibt]]></category>
		<category><![CDATA[#coronaeltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung und Realität]]></category>
		<category><![CDATA[Es könnte so einfach sein]]></category>
		<category><![CDATA[Neues vom wilden Mädchen (Sirenchen)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://beatrice-confuss.de/?p=5471</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gerade kommt es wieder dicke mit dem wilden Mädchen und mir.  Sie hat sich zwar richtig toll entwickelt hinsichtlich ihrer unkontrollierten Wutausbrüche und kommuniziert zunehmend genauer, was zur schnelleren Beruhigung führt, dennoch bleibt es nicht unanstrengend für mich. Die Pandemie hat wieder alles tüchtig durcheinander gewürfelt und zeigt einmal mehr, wie empfindsam das wilde Mädchen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2020/07/25/von-wutanfaellen-und-ausgleichendem-hobby/">Von Wutanfällen und ausgleichendem Hobby</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade kommt es wieder dicke mit dem wilden Mädchen und mir.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Sie hat sich zwar richtig toll entwickelt hinsichtlich ihrer unkontrollierten Wutausbrüche und kommuniziert zunehmend genauer, was zur schnelleren Beruhigung führt, dennoch bleibt es nicht unanstrengend für mich. Die Pandemie hat wieder alles tüchtig durcheinander gewürfelt und zeigt einmal mehr, wie empfindsam das wilde Mädchen auf jede Schwingung und Veränderung reagiert.</p>
<p>Also halte ich ihre Ausbrüche so gut es geht aus und begleite diese. Wir reden drüber.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dennoch geht mir manchmal einfach die gute Grille flöten, um es mal salopp auszudrücken.</p>
<p>Ich führe Diskussionen über Haare und Frisuren, flechte, kämme, frisiere nach Wunsch und muss mich dann anschnauzen lassen, weil der Zopf ziept oder „puffert“. (Eine Wortschöpfung vom wilden Mädchen.) Oder der Zopf ist zu stramm, so dass sie ihre Augenbrauen nicht mehr „runter machen kann“. Angeblich. Das ist Quatsch, aber so fühlt sie es. Dann empfehle ich ihr, den Zopf zu lockern, aber dann „puffert“ er ( sagt sie) oder eben einfach wieder zu öffnen, wenn es ihr unangenehm ist. Aber dann brüllt sie durchs ganze Haus: „NEEEEIIIIN!“ und „DAS TUT MIR WEEEEH, WAS DU GEMACHT HAST!“</p>
<p>Wenn das auf der Straße einer hört, ruft der das Jugendamt. Kann ja keiner wissen, dass ich den Zopf „falsch frisiert“ habe.<span class="Apple-converted-space"> </span><span id="more-5471"></span></p>
<p>Ebenso ermüdende Diskussionen führe ich täglich wegen ihrer Klamotten. Dann zwicken die Socken, dann kratzt das Schildchen im Schlüpper, die Jeans rutscht, das Shirt nervt, die Jacke ist unter den Armen zu eng, die Träger vom Kleid rutschen und wenn ich sie enger mache, ist es gefühlt unter den Armen zu eng, die Sandalen lassen sich zu schwer öffnen und schließen, die Badeanzüge sind auch alle doof, sie will eine Badehose, aber eine die noch nicht erfunden wurde, ich bin Schuld an allem und kaufe sowieso nur Sachen, die sie stören (dabei ist sie dabei, beim Aussuchen und Kaufen!)…etc.pp.</p>
<p>Sortieren wir gemeinsam Kleidung aus, weil sie zu klein geworden ist, bekommt das wilde Mädchen einen Anfall, weil ich die Kleider dem <i>Fuschulkind</i> weiter vererbe. Dabei bekommt das wilde Mädchen immer neue Sachen und das Fuschulkind trägt ihre abgelegten Kleider auf. SIe könnte sich viel eher beklagen.</p>
<p>Die letzten Tage sind wieder geballte Motztage. Ich komme nicht um hin. Ich würde es am liebsten Kotzbrocken-Episode nennen.</p>
<p>Das wilde Mädchen hat gerade zudem eine neue Angewohnheit. ALLES wird mit einem lauten, <i>sehr</i> lauten und wütenden NAAAAIIIINNNNN! beantwortet. Oder sie stellt mir eine Frage, ich beantworte sie und bekomme dann gesagt, das wäre nicht das was sie wissen wollte. Ich frage dann nach und bittet sie ihre Frage nochmal zu wiederholen oder anders zu formulieren. Sie sagt dann, sie könne es nicht anders/besser fragen. Ich wiederhole sodann ihre Frage, um zu sehen, ob ich sie richtig verstanden habe, aber weiter komme ich nicht. Dann werde ich angebrüllt. Ich verstünde sie einfach nicht. Und Antworten die ich gebe, werden als falsch deklariert.</p>
<p>Ich versuche es dann mit Ruhe und Gelassenheit, aber wenn ein kompletter Tag so läuft, dann hab ich keine Lust und Geduld mehr am Abend. Ich mag nicht mehr.</p>
<p>Somit unterband ich neulich ihr u n e r t r ä g l i c h e s lautes Gebrüll mit noch lauterem und sehr bestimmten Gebrüll und verwies sie des Raumes.<span class="Apple-converted-space">  </span>(Wenn es jemand besser kann in einer solchen Situation, solle er es ausprobieren und mir vor machen. Ich lade herzlich dazu ein.) Wir wollten nämlich eigentlich gerade essen und ich sehe nicht ein, dass 3 friedliche und hungrige Kinder, davon ein Baby welches völlig irritiert war, den Raum verlassen um die Situation zu entschärfen, weil <b><i>ein Kind </i></b>völlig am Rad dreht. Und zwar aus in der Situation völlig unerklärlichem Grund.</p>
<p>Seltsamerweise, und das macht mich irgendwie fertig, unterbricht so ein Ausbruch meinerseits dann die Endlos-Randalierer-Platte des wilden Mädchens, sie kommt wieder zu sich und ist handzahm, als sei nichts gewesen. (So war es schon immer.)</p>
<p>Wir konnten dann sogar, wie wir es uns angewöhnt haben, seit sie ihre Gedanken verbalisieren kann, über den Tag sprechen.</p>
<p>Ich bat sie mir doch konkret zu sagen, was genau sie an diesem Tag so nachhaltig verärgert hätte und was anders hätte laufen sollen, nach ihrer Meinung.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Sie sagt dann, sie wisse es auch nicht. Ihr Körper wäre dann einfach sauer.</p>
<p>Ok.</p>
<p>Nach und nach kam dann ein <i>kleiner</i> Grund am Vormittag zu Tage, der aber schnell mit ein paar Worten zu regeln<i> gewesen</i> wäre. Vor allem war ich an dem Grund nicht beteiligt und bekam aber trotzdem ihren kompletten Unmut ab.</p>
<p>Wenn dann diese unerfreuliche Episode am Tag vorbei ist, dann ist das wilde Mädchen das großherzigste und tollste Kind.</p>
<p>Was wir jetzt forcieren für das wilde Kind sind Reitstunden. Zu ihrem 8. Geburtstag Anfang Juli bekam sie als Geschenk Reitstunden. Und wir haben durch Zufall auch die perfekte Reitlehrerin erwischt. Sie ist eigentlich Reittherapeutin und ist sehr einfühlsam mit Mensch und Tier. Der Umgang und die Sprache des Ponys werden ebenso gelehrt, wie alles drum herum und das Reiten…Ganz toll!</p>
<p>Unser wildes Mädchen kann im Umgang mit Pferden ihren forschen Willen und ihr zartes Gemüt in Einklang bringen und ausleben. Nonverbale Kommunikation und feine Schwingungen sind ihr Ding. Das Pony erdet sie. Sie ist an so einem Tag ganz ausgeglichen.</p>
<p>Wir brauchen unbedingt mehr Reitstunden. Schnell und viele. Ich freue mich ebenso wie das wilde Mädchen immer auf den nächsten Termin.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2020/07/25/von-wutanfaellen-und-ausgleichendem-hobby/">Von Wutanfällen und ausgleichendem Hobby</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://beatrice-confuss.de/2020/07/25/von-wutanfaellen-und-ausgleichendem-hobby/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chronische Unruhe und aufwallende Euphorie</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2020/01/17/chronische-unruhe-und-aufwallende-euphorie/</link>
					<comments>https://beatrice-confuss.de/2020/01/17/chronische-unruhe-und-aufwallende-euphorie/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jan 2020 10:54:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erziehung und Realität]]></category>
		<category><![CDATA[Neues vom wilden Mädchen (Sirenchen)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://beatrice-confuss.de/?p=5257</guid>

					<description><![CDATA[<p>In den letzten beiden Wochen ist hier irgendwie ein bisschen der Wurm drin. Die Kinder drehen völlig am Rad. Vor allem die beiden großen Mädchen.  Erst vor zwei Tagen befragte ich sie, was denn zum Kuckuck gerade mit ihnen los sei. Und sie konnten mir sehr genau beschreiben, welch aufgeregtes Gefühl sie so innen drin [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2020/01/17/chronische-unruhe-und-aufwallende-euphorie/">Chronische Unruhe und aufwallende Euphorie</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten beiden Wochen ist hier irgendwie ein bisschen der Wurm drin. Die Kinder drehen völlig am Rad. Vor allem die beiden großen Mädchen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Erst vor zwei Tagen befragte ich sie, was denn zum Kuckuck gerade mit ihnen los sei. Und sie konnten mir sehr genau beschreiben, welch aufgeregtes Gefühl sie so innen drin haben. Aber warum das so ist, wissen sie auch nicht.</p>
<p>Es wird wieder irgendeinen Grund haben, der nicht so offen auf der Hand liegt oder den ich gerade nicht gut sehen kann (oder will ;-)) , denn meine Sichtweite bzw meine Bereitschaft ist derzeit (nicht nur auf den tatsächlichen Augen…ich werde alt….:-D) sondern auch auf meinem Empathiesektor etwas eingeschränkt. Beides hat mit der Situation, Stillen, oft aus dem Tiefschlafgerissenwerden und den tatsächlichen Anforderungen mit 2 Schulkindern, einem „Fuschulkind“ mit drei wackelnden Zähnen und dem Baby mit seinen Entwicklungssprüngen zu tun. (Außerdem entwickeln die Kinder jetzt doch Interessen, die mich nun auch zum Mamataxi im ausufernden Sinne werden lassen. Gestern bin ich 3 Stunden am Nachmittag hin und her gefahren, um 3 Kinder abwechselnd zu bringen und zu holen. Das muss allerdings zukünftig anders organisierst werden.) Da fahre ich buchstäblich auf 150% rund um die Uhr. Kein Ding. Mach ich. Schaff ich. Zumeist sogar gut gelaunt. Und doch gerate ich in die Mühlen der Bedürfnisorientierung. Ich KANN gerade nicht für alle und mich selbst im passenden Maß alle Bedürfnisse berücksichtigen. Geht nicht. Lernen fürs Leben, heißt es da gerade ganz unsentimental.<span id="more-5257"></span></p>
<p>Und so kommt es zu wilden Situationen abends beim Zubettbringen. Alle flippen irgendwie aus. Ich gleich mit und die neuen Nachbarn denken, hier wohnten eine Horde Brüllaffen oder sowas. Seit ein paar Tagen beschränkt sich der irrwitzige und laute Affentanz allerdings nicht nur auf das abendliche Theater im Badezimmer, sondern auch am Morgen kommt es schon zu Szenen. Ich belle laut durchs Haus, treibe an, schlichte Streit und denke an alles.</p>
<p>Es wird ja Allgemeinhin immer der Ratschlag erteilt, man möge als Mama eine halbe Stunde vor den Kindern aufstehen, um etwas Zeit für sich zu haben und entspannt zu starten. Abgesehen davon, dass mir frühes Aufstehen äußerst schwer fällt, hatte es bei den immer mal wieder gemachten Versuchen einen gegenteiligen Erfolg. Ich war dann nicht entspannt und alleine gestartet, nein, nein! Mindestens eines der Kinder war grundsätzlich wach geworden (egal wie leise ich mich im dunkeln durchs Haus bewege und ich <i>kann </i>schleichen wie eine Katze! Ich schwör!) .</p>
<p>Ich startete dennoch vor zwei Tagen einen erneuten Versuch früher aufzustehen. Das Baby war zwar mit mir wach, aber saß zufrieden im Wippchen im Bad, während ich versuchte so etwas wie Körperpflege ohne Zuschauer zu betreiben. Da stand das Sirenchen plötzlich neben mir. <i>Was machst du? Wieso bist du wach? Ich spiele mit dem Baby.</i><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Und zack, hockte sie mitten im Weg vor dem Baby. Ich kam nicht an mein Waschbecken. Nicht an meine Creme. Ich musste mich immer an ihr vorbei drängeln, um an meine Kleider zu gelangen. Meine frühmorgendliche zarte Entspannung<span class="Apple-converted-space">  </span>war dahin. Ich versuchte das Kind freundlich aus dem Bad zu komplimentieren, aber ihr Blick verfinsterte sich, wie es nur das Sirenchen kann. Ich erklärte meine Situation. Sie blieb stoisch da. <i>Ich will aber mit dem Baby spielen! </i>(Um ehrlich zu sein, dem Baby hätte es völlig gereicht auch noch etwas Schlaftrunken der Mama beim morgendlichen Badezimmerzauber zuzuschauen.)</p>
<p>„Nicht jetzt, nicht um diese Zeit und überhaupt….<i>vor</i> 6.30 möchte ich keine Kinder hier im Bad sehen, außer ihr müsst zur Toilette, und dann müsst ihr wieder gehen. Diese halbe Stunde im Bad gehört MIIIIIR!“ raunzte ich.</p>
<p>Das Sirenchen ging stampfend von dannen. Ich weiß was sie will. Bei mir sein. Aber so früh KANN und WILL ich das gerade nicht. Zumal ich die komplette Nacht neben ihr geschlafen habe. Es kann sich also niemand über mangelnden Körperkontakt beschweren! Ich fühle mich so früh morgens dann gestalkt. Und das will was heißen, denn ich mag Gesellschaft und auch Körperkontakt sehr. Aber selbst mir, ist es dann und wann mal zu viel.</p>
<p>Beim Frühstück erklärte ich nochmal allen Kindern, was das bedeutet, wenn ich VOR dem Weckerklingeln im Bad bin.</p>
<p>Heute morgen ging es aber schon los, bevor ich eine halbe Stunde früher aufstehen <i>konnte</i>. Keine Ahnung warum und wer angefangen hat. Das Sirenchen und das Knöpfchen stritten lautstark und attackierten sich mit Händen und Füßen. Es war sehr laut und sehr unschön und ich merkte das auch sehr bestimmt an. Dann musste ich das Geheule runter kochen und mal aufklären, wer denn da nun angefangen hatte und wie denn so eine Situation besser gelöst werden könnte.</p>
<p>Und das, bevor man überhaupt wieder unter den Lebenden angekommen ist.</p>
<p>Wir konnten es final nicht lösen und der Sohn merkte ganz richtig an, dass das Sirenchen hier zu Hause ja ganz schön austeilen würde. Das solle sie mal in der Schule machen, anstatt sich immer an ihn zu hängen, wenn ihr etwas unbehaglich ist.</p>
<p>Ich stimmte ihm zu. Das Sirenchen hat Power und Kraft, sie braucht vor niemandem Angst zu haben. Sie könnte sich dermaßen gut in Wort, Lautstärke und Körpereinsatz verteidigen, sie könnte die Chefin des Schulhofes sein. Ist sie aber nicht. Weil macht sie nicht. Nein, das macht sie lieber hier zu Hause. Dazu schaut sie mit krallem Blick und hebt in schneller Folge ihr Augenbrauen hoch und runter. Das ist das neustes und sieht wild und irre zugleich aus.</p>
<p>Nun gut.</p>
<p>Wie sie sich nun in künftigen Streitfällen hier zu Hause besser verhalten könnte, um eine unkomplizierte und schnelle UND geräuscharme Lösung herbeizuführen, haben wir also besprochen. Nicht zum ersten Mal, wohl bemerkt!</p>
<p>Das Knöpfchen bekam die gleichen Empfehlungen. Denn auch das „Fuschulkind“ hat es hier und da faustdick hinter den Ohren und findet vor allen Dingen immer ALLES ganz furchtbar ungerecht. Hinter solchen Ungerechtigkeitsäußerungen ruft sie zumeist noch: „Ihr<i> behandelt </i>mich nicht!“ und stampft dazu. Ich finde das einen ganz wunderbar erheiternden Satz.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Zurück ins morgendliche Bad.</p>
<p>Da waren wir also. Eine Mutter und 4 Kinder. Die Mutter in redlicher Not, alle Anwesenden in Jahreszeitliche passende Kleider zu delegieren und dabei weiteren Streit zu verhindern. Das Baby saß meckernd im Wippchen und untermalte sämtliche Dialoge mit eindringlichem <i>eeeeennnnnnnneeeeeeeennnnnnnnnnneeeeeennnnnnnnnnnn </i>und <i>ummmmmmmmmhummmmmmmmmhummmmmmmh.<span class="Apple-converted-space"> </span></i></p>
<p>Das Sirenchen machte wieder ihr Spiel mit den Augenbrauen und motzte dann die Unterhose zwicke, die Leggings zwacke, die Haarspange ziepe…..mmmmpf….</p>
<p>Es war wieder der Sohn, der Worte fand und etwas gelangweilt zum Sirenchen sprach: „Immer meckerst du, dass irgendwas an deiner Kleidung zwickt!“</p>
<p>„Gar nicht!“</p>
<p>„Doch!“ schaltete ich mich ein. „JEDEN Morgen stimmt irgendwas nicht mit deiner Kleidung und wenn es nicht die Kleindung ist, sind es die Haare oder was auch immer!“</p>
<p>„Nein!“</p>
<p>„Doch!“</p>
<p>JaHund!“ (Na wer kennt es? ;-))</p>
<p>Die Kinder lachten. Damit war diese Diskussion schon mal entschärft</p>
<p>Aber das Sirenchen hob nochmal an.</p>
<p>„Aber als Baby habe ich nicht gemeckert!“</p>
<p>„DOOOOCH! Schon, als du frisch geboren warst hast du laut und ausdauerende Beschwerde vorgetragen!“</p>
<p>„Aber alle Babys weinen doch ein bisschen nach der Geburt!“</p>
<p>„Ja, viele, aber nicht SO WIE DU! Da hat ja selbst unsere Hebamme einen Schreck bekommen und sich gesorgt!“</p>
<p>Wir mussten dann alle wieder lachen.</p>
<p>Und dann haben wir gesungen:</p>
<p>„Eines Morgens sitze ich, am Küchentisch<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>und Trommel mit nem Löffel auf allem herum.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich fühl mich wirklich unmöglich,<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>die Batterien sind auf Maximum….“</p>
<p><em>Bummelkasten, chronisch euphorisch</em></p>
<p>(Ich bin ein riesen Fan. Die Kinder auch! und beim Autofahren liebe ich die CD gerade auch sehr. Die Kinder schämen sich immer ein bisschen, weil ich hinterm Steuer voll ausflippe. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f62c.png" alt="😬" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />   Aber immerhin mögen wir die Musik alle und auch gerne laut.)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2020/01/17/chronische-unruhe-und-aufwallende-euphorie/">Chronische Unruhe und aufwallende Euphorie</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://beatrice-confuss.de/2020/01/17/chronische-unruhe-und-aufwallende-euphorie/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der 7. Geburtstag vom Sirenchen</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2019/10/02/der-7-geburtstag-vom-sirenchen/</link>
					<comments>https://beatrice-confuss.de/2019/10/02/der-7-geburtstag-vom-sirenchen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Oct 2019 07:16:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kindergeburtstage]]></category>
		<category><![CDATA[Neues vom wilden Mädchen (Sirenchen)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://beatrice-confuss.de/?p=5108</guid>

					<description><![CDATA[<p>Man wird ja schlauer mit jedem Jahr. Und ich lerne jedes Jahr mehr, dass das Sirenchen spezielle Bedürfnisse rund um ihren Jubeltag hat. Rechtzeitig im Voraus bereitete ich sie also darauf vor, dass sie sich eine Gästeliste überlegen müsse. Meine Kinder dürfen immer so viele Kinder einladen, wie sie alt werden. Während ich den Sohn [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2019/10/02/der-7-geburtstag-vom-sirenchen/">Der 7. Geburtstag vom Sirenchen</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man wird ja schlauer mit jedem Jahr. Und ich lerne jedes Jahr mehr, dass das Sirenchen spezielle Bedürfnisse rund um ihren Jubeltag hat.</p>
<p>Rechtzeitig im Voraus bereitete ich sie also darauf vor, dass sie sich eine Gästeliste überlegen müsse. Meine Kinder dürfen immer so viele Kinder einladen, wie sie alt werden. Während ich den Sohn stets bremsen muss, weil er über das Ziel hinaus schießt, läuft es beim Sirenchen anders.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>So tat sie sich auch dieses Jahr schwer so viele Kinder, wie sie alt wird zusammen zu stellen. Ich sagte, sie müsse keine 7 Kinder einladen, sie könne auch weniger einladen. Das sei völlig ok.</p>
<p>Da fiel ihr die Wahl dann leichter und sie suchte eine 5 Köpfige Truppe aus, die sich aus Mädchen aus ihrer Klasse, als auch zwei Mädchen einer Parallelklasse zusammen setzte. Ich muss gestehen, dass ich lediglich 2 der 5 Mädchen kannte. Denn das Sirenchen hat bisher noch nicht so üppig Anschluss geknüpft und trifft sich überwiegend gern mit Freundinnen noch aus dem Kindergarten. Die hat sie diesmal aber nicht auf die Gästeliste gesetzt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich fand das in sofern passend, als dass ich dann eine altershomogene Gruppe hier zu besaßen hätte und somit das Sirenchen vielleicht auch die zaghaften neuen Kontakte etwas ausbauen könnte.</p>
<p>Und so kam der Tag. Ich, hochschwanger mit immer wieder auftretenden Wehen, hatte mich gut vorbereitet. <span id="more-5108"></span>Der Kuchen hatte das Sirenchen mit mir zusammen gebacken. Den obligatorischen Nudelsalat fürs Mittagessen hatte ich auch schon fertig und Hotdogs bereit. Als Getränk gab es stilles Wasser, Spudelwasser und Apfelsaft zum Mischen.</p>
<p>Spiele wollte ich unaufwendig lassen und dafür genug im Petto haben. Denn ich wollte mit den Wehen in der Sommerwärme keine Rallye durch das Dorf machen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Mädchen trafen ein und waren zunächst sehr aufgekratzt. <i>Sehr</i> aufgekratzt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nachdem alle angekommen waren, Geschenke ausgepackt und das Haus inspiziert, hatten allen Hunger. Jedoch tranken alle auch sehr viel und schafften gar nicht so viel zu essen. Die Mädels schlürften im Nullkommanix meinen Getränkevorrat leer. Das habe ich auf noch keinem Geburtstag bisher so erlebt. Ich kam aus dem Nachschenken nicht mehr heraus. Aber es war<span class="Apple-converted-space">  </span>auch ein warmer Tag.</p>
<p>Schließlich bot ich die erste Runde Spiele an. Das war gut, so waren alle etwas ausgelastet und kamen langsam runter.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nach gut 2 Stunden verteilten sich die Mädels mal im Haus, was ich nutze um mich kurz auszuruhen, etwas zu essen und zu trinken.</p>
<p>Blöderweise gab es Zank und das Sirenchen hatte mit Hilfe zweier Gehilfinnen das Zimmer des Sohnes verwüstet. Dieser kam völlig aufgelöst bei mir an. Ich musste also eindrücklich drauf bestehen, dass die beteiligten Damen das Chaos wieder in Ordnung bringen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Als bald wurden Rufe nach Kuchen laut. Ich wollte auf der Terasse servieren, aber wie letztes Jahr, bescherte uns das Wetter zwar Sonne aber einen starken Wind, der Servietten und anderen Tand vom Tisch fegte. Ich konnte nicht mal die Kerzen auf dem Kuchen anzünden, ohne dass sie sofort ausgeweht wurden.</p>
<p>Statt aber den Kuchen wirklich zu essen (dabei war er vom Sirenchen selbst gebacken, sehr gut gelungen, saftig und lecker) wurden wirklich wieder Literweise Flüssigkeit vertilgt.</p>
<p>Bei der Kuchenntafel machte ich noch ein paar Spielvorschläge, die auf geteiltes Interesse stießen. 4 Damen wollten dringend Bogenschießen. Das Sirenchen hingegen zog sich etwas angestrengt mit einer Freundin zurück.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich gebe zu, ich belauschte ihr leises Gespräch im selbstgewählten Abseits und hörte das Sirenchen sagen:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Nächstes Jahr lade ich nur dich ein und meine Freundin XY aus dem Kindergarten.“</p>
<p>Oha. Ich registriere also auch dieses Jahr: Für das Sirenchen ist weniger eindeutig mehr. Nicht dass sie die geladenen Gäste nicht mag. Nein, später turnten sie auch alle gemeinsam nochmal durch den Garten. Die Mädels waren auch alle samt super und durchaus passend vom Sirenchen ausgewählt. Aber das Sirenchen schaffte es nicht in ihrem eigenen Zu Hause zu viele Freundinnen (und seien es noch so tolle Spielpartnerinnen)<span class="Apple-converted-space">  </span>gleichzeitig „auszuhalten“. Es stresst sie wirklich.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Für mich ist das zwar ok, gleichzeitig versuche ich sie aber dahin gehend zu begleiten, dass sie sich schon einen kleinen Freundeskreis aufbaut und sich nicht alleine auf ein bis zwei Mädchen konzentriert und von den anderen isoliert. Denn das Gefühl mag sie selbst auch nicht.</p>
<p>Ich versuchte an diesem Nachmittag alle zufrieden zu stellen und gleichzeitig mich selbst nicht zu übernehmen. Es gelang soweit, aber es war nicht ganz unanstregend. Ich wünsche mir für das Sirenchen, dass sie die Mädels alle einzeln nochmal einlädt und die Mädels da auch Spaß dran haben. Das würde mich freuen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2019/10/02/der-7-geburtstag-vom-sirenchen/">Der 7. Geburtstag vom Sirenchen</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://beatrice-confuss.de/2019/10/02/der-7-geburtstag-vom-sirenchen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenn Mama alles falsch macht</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2019/09/29/wenn-mama-alles-falsch-macht/</link>
					<comments>https://beatrice-confuss.de/2019/09/29/wenn-mama-alles-falsch-macht/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Sep 2019 07:03:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erziehung und Realität]]></category>
		<category><![CDATA[Neues vom wilden Mädchen (Sirenchen)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://beatrice-confuss.de/?p=5106</guid>

					<description><![CDATA[<p>Unser Sirenchen und ich haben ja schon immer anstrengende Strecken miteinander gehabt. Und es zeigt sich immer wieder, dass sie jede Schwingung ob positiv oder negativ sofort erfasst.  Nun ging es eine ganze Zeit lang wieder richtig gut mit uns beiden, bis sich schließlich rund um die Osterferien wieder größere und kleinere Temperamentsausbrüche einschlichen.  Es [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2019/09/29/wenn-mama-alles-falsch-macht/">Wenn Mama alles falsch macht</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unser Sirenchen und ich haben ja schon immer anstrengende Strecken miteinander gehabt. Und es zeigt sich immer wieder, dass sie jede Schwingung ob positiv oder negativ sofort erfasst.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nun ging es eine ganze Zeit lang wieder richtig gut mit uns beiden, bis sich schließlich rund um die Osterferien wieder größere und kleinere Temperamentsausbrüche einschlichen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es passte alles zusammen. „Wackelzahnpubertät („Wackeln die Zähne, wackelt die Seele“), aufregende und teilweise herausfordernde Schulvormittage, da die Routine durch Ausflüge, Sportfest und Co durcheinander geriet ( ungewohnte Abläufe hinterließen beim Sirenchen immer schon Spuren), ein Lehrerwechsel zum neuen Schuljahr stand auch bevor und dann noch die nahende Umstellung im Familiengefüge (wobei ich da mehr Freude, als Verunsicherung beobachten konnte.) Hinzu kam dann noch eine Art Gestaltwandel. Sie wächst nicht nur in die Länge, sondern auch ihr Erscheinungsbild änderte sich. Sie spürt auch sehr in ihrer Körper hinein. Ständig zwackt etwas und fühlt sich komisch an. Sie äußerte auch mehrfach, sie sei so furchtbar durcheinander.</p>
<p>Als besonderes Topping kamen Unruhen im größeren familiären Kontext dazu, was gewisse Spannungen bei uns Eltern mit sich brachte. Jeder für sich war angespannt und dadurch auch immer mal untereinander im Konflikt.<span class="Apple-converted-space">  </span>Ohnehin schwangerschaftshormongebeutelt, führte das alles bei mir nicht unbedingt in jeder Situation zu einem souveränen auftreten.</p>
<p>Es wunderte mich also nicht, dass unser Sirenchen mit ausgeprägten Wutanfällen aus heiterem Himmel reagierte. Ich konnte es sogar nachvollziehen.<span id="more-5106"></span></p>
<p>Ich wusste also um ihre verzweifelte „Not“ der allgemeinen Verunsicherung, aber fühlte mich auch zunehmend überfordert mit dem randalierenden Kind und den Geschwistern allein in diesen Situationen. Denn, wenn sie eskalliert, dann immer extrem laut und nie unter 45 Minuten. Sehr oft deutlich länger.</p>
<p>Die Auslöser der kompletten Ausflipper waren auf den ersten und zweiten Blick nicht zu erkennen. Ich war ziemlich froh, dass beim einem dieser wahnsinnigen Eskalationsmomente meine Mama mit dabei war und mit eigenen Augen und Ohren erlebte, wie krass und unerwartete dieses Szenario tatsächlich abläuft. Externe können sich überhaupt nicht vorstellen, wie das Sirenchen dermaßen an die Decke gehen kann.</p>
<p>Neben diesen heftigen Aussetzern (außschließlich hier zu Hause) ist sie ein wundervolles und sehr sensibles Kind mit einem tollen Sozialverhalten und einem feinfühligen Sinn für andere.</p>
<p>Die letzte große Eskalation im Juni war für mich eindeutig ein Signal etwas zu unternehmen. Nicht nur für meine Nerven, das Wohlbefinden der gesamten Familie, sondern vor allem auch FÜR das Sirenchen. Ich hatte sogar schon einen Flyer für eine Erziehungsberatungsstelle in der Hand.</p>
<p>Mit meiner Mama tauschte ich mich dann aus und wir trugen unsere Beobachtungen zusammen. Bei dieser sehr gründlichen Analyse der gesamten Situation und auch von meinem Verhalten in der Sache, musste ich mir  eingestehen, dass <i>ich</i> in einigen Situationen viel zu schwammig auftrat.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Durch die Schwangerschaft und die Umstände drum herum war ich sehr weichgespült. Und weil der extern produzierte Stress mir zusätzlich Energie raubte, war ich oft etwas unentschlossen in meiner „Führungposition“.</p>
<p>Bei all meinen Versuchen es den Kindern und mir in der gegebenen Situation so angenehm wie möglich zu machen, war ich oft einfach nicht<i> klar </i>genug für das Sirenchen erkennbar und auch zu nachsichtig. Ich hatte, wie es hin und wieder einfach aus unterschiedlichen Gründen passiert, meine Linie verloren.</p>
<p>Ich war keine sichere Position für das Sirenchen. Dabei brauchte sie diese in der Zeit dringender denn je.</p>
<p>Und es klingt so unglaublich, aber ist wirklich so einfach: Ich gab von dem Moment des Erkennens wieder ganz klare Signale. Meistens jedenfalls. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Mit dieser Erkenntnis und meinem sofortig korrigierten Kurs lief es wieder besser. Die emotionalen Ausbrüche verschwanden nicht einfach, konnten aber schneller abgefangen werden.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Und wir arbeiten auch stark daran, die Wut gar nicht so aufkommen zu lassen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Das Sirenchen ist selbst daran interessiert und reflektiert jetzt mehr.</p>
<p>Nun finden wir immer öfter zu konstruktiven Gesprächen. Das Sirenchen findet immer besser Worte für ihr Innenleben und so denke ich, sind wir auf einem guten Weg.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong></p>
<p>In den Sommerfreien verschwanden die Anfälle komplett. Alle Familienmitglieder beruhigten sich. Mit dem Schulstart tauchten wieder kleine Anflüge von aufkeimender Aufregung auf, die wir aber nun rechtzeitig erkennen und gut und schnell puffern können bevor es eskaliert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2019/09/29/wenn-mama-alles-falsch-macht/">Wenn Mama alles falsch macht</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://beatrice-confuss.de/2019/09/29/wenn-mama-alles-falsch-macht/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Zähne wackeln und die Seele auch</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2019/04/10/die-zaehne-wackeln-und-die-seele-auch/</link>
					<comments>https://beatrice-confuss.de/2019/04/10/die-zaehne-wackeln-und-die-seele-auch/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Apr 2019 17:10:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neues vom wilden Mädchen (Sirenchen)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://beatrice-confuss.de/?p=4949</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Sirenchen geht nun seit letzten Sommer in die Schule und sie geht weiterhin nachweislich gern. Sie erledigt auch immer noch äußerst engagiert ihre Hausaufgaben. Ich muss sie manchmal bremsen, wenn ihre Konzentration nach lässt und es in Gehuddel ausbricht.  Sie erzählt nicht viel, aber wenn, höre ich heraus, dass sie sozialen Anschluss mit anderen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2019/04/10/die-zaehne-wackeln-und-die-seele-auch/">Die Zähne wackeln und die Seele auch</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Sirenchen geht nun seit letzten Sommer in die Schule und sie geht weiterhin nachweislich gern. Sie erledigt auch immer noch äußerst engagiert ihre Hausaufgaben. Ich muss sie manchmal bremsen, wenn ihre Konzentration nach lässt und es in Gehuddel ausbricht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Sie erzählt nicht viel, aber wenn, höre ich heraus, dass sie sozialen Anschluss mit anderen Mädchen aus ihrer Klasse, als auch den Parallelklassen hat. So vermeldet es auch der große Bruder, der auf dem Schulhof tatsächlich alles im Blick hat. Er ist so herzzerreißend fürsorglich.</p>
<p>Allerdings ist das Sirenchen seltenst verabredet mit den neuen Freundinnen. Es scheint sie nicht zu stören. Sie fordert es nicht ein. Ich frage sie immer mal und zweimal fielen Namen und ich schlug vor, ich könne mal die jeweilige Mama kontaktieren. Es verlief dann ein bisschen im Sande, weil hier zu viel Chaos herrschte und ich außerdem den Eindruck hatte, dass das Sirenchen gar nicht unglücklich über „Ruhe“ am Nachmittag war. Sie schläft aktuell, trotz Zeitumstellung, auch überraschend früh und möchte auch gerne früh ins Bett.</p>
<p>Sie kommt in den letzten Wochen oft sehr gereizt nach Hause. Bzw sie kommt zunächst gut gelaunt an, aber ihre Stimmung kippt in der gleichen Sekunde, in der das erste Detail des heimischen Alltags nicht zu 100% zu ihrer Vorstellung verläuft.</p>
<p>Da ist ein Klecks Spinat auf ihrer Pizza? Drama.<span id="more-4949"></span></p>
<p>Es gibt das falsche Essen? Eskalation am Mittagstisch.</p>
<p>Ich habe einmal zu viel erinnert, die Hände zu waschen….mein Armageddon.</p>
<p>Es wird blitzartig zu einem furchtbaren Geschrei, wie wir es von ihr durchaus kennen. (Es war eine Zeitlang fast ganz verschwunden. ) Zum Glück schallt es in dieser Episode nicht mehr ganz so langatmig durchs Haus und verebbt in einem plötzlichen Tränenausbruch. Hinzu kommt, dass sie mittlerweile wenigstens versucht ihre Emotionen in Worte zu fassen. Aber heftig ist es dennoch.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„<em>Mama, ich weiß auch nicht, aber mein Körper ist irgendwie so wüüüütend! Es war gut in der Schule, aber trotzdem auch so anstrengend!“</em></p>
<p>Immer lässt sie sich dann von mir kuscheln und kommt recht fix wieder runter. Dann isst sie auch das Essen, als sei nie etwas falsch damit gewesen und verschwindet erstmal ins Kinderzimmer. (Seit ein paar Tagen sogar in das eigene und das ist obendrein ganz nach ihrem Geschmack eingerichtet und gestaltet. Wir haben es endlich geschafft, dieses Langzeitprojekt der letzten Monate zu beenden.)</p>
<p>Tja, und trotz der eigenen Zimmer gerät sie mit ihren Geschwistern immer mal wieder aneinander. Manchmal so heftig, dass ich tatsächlich dazwischen gehe und ihr Grenzen aufweisen muss. Sie neigt in letzter Zeit dazu sehr körperlich zu werden und entwickelt dann eine enorme Kraft. Wir üben nun Konflikte verbal zu klären.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wobei ich fühle, dass in ihr einfach alles in Aufruhr ist.<span class="Apple-converted-space">  </span>In ihrem Mund wackeln 5 Zähne gleichzeitig und ihr unerschöpflicher Drang nach Selbstständigkeit und gleichzeitig großer Empfindsamkeit bringt sie ganz aus dem Gleichgewicht.</p>
<p>Ich bin als Mama gerade wieder<em> sehr</em> wichtig. Und sie fand beim Umräumen eine Schmuckdose von mir. Tagelang hatte sie kein anderes Thema, ob sie von mir Schmuck anziehen dürfe. Ich grub ein paar Ohrringe aus meiner Kindheit aus. Die trägt sie jetzt und sagt morgens vor der Schule: „Jetzt habe ich immer was von dir dabei. Ich vermisse dich nämlich manchmal.“<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2764.png" alt="❤" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Für heute hatte sie sich dann tatsächlich mal verabredet. Und das ganz in Eigenregie. Mit einer Kindergartenfreundin. Die Freundin wohnt 5 Minuten von uns entfernt und ich fand, es sei an der Zeit, das Sirenchen mal alleine los zu schicken.<span class="Apple-converted-space">  </span>Es ist ganz eigentümlich, denn den Weg zur Schule und zurück geht sie ja schon seit ein paar Monaten versiert alleine und der ist etwas länger als 5 Minuten. Und doch hatte ich bei dieser gut bekannten 5 Minuten Strecke ein bisschen Aufregung in mir. Ich musste MICH überwinden, sie los zu lassen. Obwohl ich wusste, dass sie es locker flockig schaffen würde. Ich habe ihr dennoch so lange nach gesehen, wie es ging und war so lange etwas nervös, bis mir die andere Mama ihre Ankunft mitteilte. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Lustig war noch, dass ich vor den Geschwistern laut aussprach, dass ich ihr gar kein Küsschen gegeben hatte, weil sie so flott aufgebrochen war und ich ein bisschen aufgeregt sei.</p>
<p>Da sagte der sonst so überfürsorgliche Sohn:</p>
<p>„Mama, mach dir keine Sorgen! Die schafft das!“</p>
<p>Und natürlich hat sie es geschafft und hatte am Abend ein triumphierendes Blitzen in den Augen. Selbstständigkeit ist ein gutes Gefühl. Und so wachsen wir alle wieder in dieser Phase.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2019/04/10/die-zaehne-wackeln-und-die-seele-auch/">Die Zähne wackeln und die Seele auch</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://beatrice-confuss.de/2019/04/10/die-zaehne-wackeln-und-die-seele-auch/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schrei nur-du wirst uns nicht los!</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2018/11/01/schrei-nur-du-wirst-uns-nicht-los/</link>
					<comments>https://beatrice-confuss.de/2018/11/01/schrei-nur-du-wirst-uns-nicht-los/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Nov 2018 13:14:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neues vom wilden Mädchen (Sirenchen)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://beatrice-confuss.de/?p=4573</guid>

					<description><![CDATA[<p>Liebes Sirenchen, ich gebe mir von Anfang an große Mühe, dich zu verstehen und dich zu begleiten. Ich sehe und fühle vieles. Es erschreckte mich nicht, als du sofort nach der Geburt so gebrüllt hast (für so ein kleines Neugeborenes warst du echt schon laut und vehement). Ich blieb ganz ruhig. Ich trug dich. Ich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2018/11/01/schrei-nur-du-wirst-uns-nicht-los/">Schrei nur-du wirst uns nicht los!</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebes Sirenchen,</p>
<p>ich gebe mir von Anfang an große Mühe, dich zu verstehen und dich zu begleiten.</p>
<p>Ich sehe und fühle vieles. Es erschreckte mich nicht, als du sofort nach der Geburt so gebrüllt hast (für so ein kleines Neugeborenes warst du echt schon laut und vehement). Ich blieb ganz ruhig.</p>
<p>Ich trug dich. Ich hielt dich am Körper, wann immer es möglich war und oft genug auch über meine Kraft hinaus.<span class="Apple-converted-space">  </span>Dein großer Bruder war nur 18 Monate älter als du und brauchte mich auch.</p>
<p>Ich dachte mir allerlei aus, um dich zufrieden dabei zu haben.</p>
<p><a href="https://beatrice-confuss.de/2015/11/29/mit-kindern-im-bad/" target="_blank" rel="noopener">z.B. wenn ich mit deinem Bruder ins Bad musste. </a></p>
<p>Ich habe dich Mittags auf meinem Arm gehalten, während du gedöst hast. Du warst nicht müde genug zum Schlafen, aber brauchtest die Nähe. Ich habe sogar verstanden, dass das NUR in der Küche ging und ich dort auf einem Stuhl sitzen musste. Auf der Couch oder gar im Bett liegend war dir das nicht angenehm. Ich hätte auch so gerne geschlafen. Manchmal war mir, als wolltest du nicht, dass ich schlafe, damit ich wach bei dir bin. Mit dir. Du hast auf meinem Arm ja auch nicht geschlafen. Du hast nur ganz ruhig dagelegen und wachsam geblinzelt und wache Zeit mit Mama getankt.<span id="more-4573"></span></p>
<p>Abends hast du eine Zeit lang furchtbar gebrüllt. Ich habe<span class="Apple-converted-space">  </span>versucht dich im Tuch zu tragen, aber das hat dir nicht gefallen. Ich habe dich einfach so auf dem Arm getragen. Aber das war auch nicht richtig. Stillen wolltest du auch nicht. Ich musste dich dann pucken und sachte schuckeln, dann beruhigtest du dich am schnellsten und dann konnte ich dich ablegen und du hast geschlafen und mir Zeit für deinen Bruder gelassen.</p>
<p>Ich habe verstanden, dass es dir mehr als unangenehm war, wenn ich dich aus dem Mittagsschlaf wecken musste, um deinen Bruder in der KiTa abzuholen. Du musstest dich oft einem Tagesablauf fügen, der nicht so ganz deiner war.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich habe dein ohrenbetäubendes Gebrüll manchmal verzweifelt und oft auch gequält ausgehalten und die Kommentare der Passanten auf der Straße dazu auch.</p>
<p>Du hast dich zu einem quietschvergnügten und sehr patenten Kleinkind entwickelt. ALLES wolltest du alleine machen, schaffen, können. Vieles gelang. Manches einfach noch nicht und darüber hast du dich auch aufgeregt, wie kein zweites Kind, das ich kenne.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wutausbrüche mit leerem und starren Blick. Nicht 5 Minuten, nicht 15 Minuten, 60 Minuten waren keine Seltenheit. Manchmal weinten dazu die Geschwister, weil es einfach zu laut war.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Du wurdest mit der Zeit etwas ruhiger. Man konnte dir Dinge erklären und du hast sie verstanden. Du warst in deiner Mitte, weil du zunehmend vieles tatsächlich alleine tun konntest und es gelang.</p>
<p>Und immer, wenn in deinem Leben ein neuer Abschnitt oder eine neue Entwicklung stattfindet, dann gerätst du wieder aus deiner Mitte heraus. Dann taucht der Nachtschreck auf, dann kommt es wieder öfter zu ohrenbetäubenden Wutausbrüchen.</p>
<p>Deine Stimme wird nicht leiser.</p>
<p>Du schreist dein Ungleichgewicht, deine Gefühle, für die du keine Worte hast, heraus.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wenn es doch nur weniger explosiv wäre. Ich möchte dir zu hören und dir Worte geben für dein Inneres, denn dann kann ich dir besser helfen.</p>
<p>Neulich fragte ich dich: „Was kann ich für dich tun, wenn es dir nicht gut geht und du so schreist?“</p>
<p>„Mich kuscheln!“</p>
<p>Die Antwort kannte ich schon, ohne dass du sie je laut ausgebrochen hast bisher.</p>
<p>Und dein Bruder wandte prompt an dich gerichtet ein: „Aber manchmal geht das ja nicht, weil DU nicht willst!“</p>
<p>Und das stimmt. Manchmal kann ich dich nicht in den Arm nehmen und feste an mich drücken, dann lässt du das nicht zu.</p>
<p>Es hilft nur warten bis du dich von alleine wieder etwas beruhigt hast. Dann kann ich dich wieder ansprechen und kuscheln.</p>
<p>Das ist manchmal nicht einfach auszuhalten. Erst gestern war es nochmal soweit. Ich schwitze richtig und werde wie benommen von dem Lärm. Die Ohren schmerzen und nach deinem Geschrei bleibt ein Fiepton. Deinen Geschwistern geht es übrigens ähnlich. Wir halten uns die Ohren zu und versuchen den Sturm abzuwettern.</p>
<p>Manchmal werde ich auch wütend, weil ich mich so hilflos fühle, wenn der Wutanfall anhält. Obwohl ich ziemlich sicher weiß was der Auslöser war, kann ich nicht mit dir darüber reden,<span class="Apple-converted-space">  </span>weil auch DU hälst dir die Ohren zu. Du willst mich dann nicht anhören.</p>
<p>Ich bin allerdings guter Dinge, dass wir weiter miteinander wachsen und lernen.</p>
<p>Und wir alle lieben dein großes Herz und deine zarte Seite unter der wilden Schale. Du wirst uns nicht los. Durch kein Geschrei der Welt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2018/11/01/schrei-nur-du-wirst-uns-nicht-los/">Schrei nur-du wirst uns nicht los!</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://beatrice-confuss.de/2018/11/01/schrei-nur-du-wirst-uns-nicht-los/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>5</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenn die Kinder nach der Schule ausflippen</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2018/09/20/wenn-die-kinder-nach-der-schule-ausflippen/</link>
					<comments>https://beatrice-confuss.de/2018/09/20/wenn-die-kinder-nach-der-schule-ausflippen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2018 17:25:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neues vom wilden Mädchen (Sirenchen)]]></category>
		<category><![CDATA[Rund um die Schule]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://beatrice-confuss.de/?p=4427</guid>

					<description><![CDATA[<p>oder: Das Sirenchen dreht durch Ich weiß aus meiner Zeit als Lehrerin, dass die frisch eingeschulten Erstklässler eine ganze Weile lang ziemlich erschöpft sind nach einem Schulvormittag. Und sei er noch so kurz. Das äußert sich bei jedem Kind anders. Das eine wird still und zieht sich zurück, das andere explodiert förmlich vor Energie. Positiv [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2018/09/20/wenn-die-kinder-nach-der-schule-ausflippen/">Wenn die Kinder nach der Schule ausflippen</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>oder: Das Sirenchen dreht durch</h3>
<p>Ich weiß aus meiner Zeit als Lehrerin, dass die frisch eingeschulten Erstklässler eine ganze Weile lang ziemlich erschöpft sind nach einem Schulvormittag. Und sei er noch so kurz. Das äußert sich bei jedem Kind anders. Das eine wird still und zieht sich zurück, das andere explodiert förmlich vor Energie. Positiv oder negativ oder beides. Und es kann auch schwanken.<span class="Apple-converted-space"> Das eine Kind kommt besser mit dem Umstellung zurecht, als ein anders.</span></p>
<p>Gerade wegen dieser Erfahrung und einer guten Einschätzung <em>meiner</em> Kinder, meldeten wir sie nicht in der Ganztagsbetreuung der Schule an.</p>
<p>Der Schultag ist also durchaus moderat von der Zeit und dennoch ist die Stimmung explosiv bei den Kindern.</p>
<p><a href="https://beatrice-confuss.de/2017/10/06/der-erstklaessler-hat-launen-ein-paar-worte-an-den-sohn/" target="_blank" rel="noopener">Beim Sohn gab es letztes Jahr nach der Einschulung auch wochenlang ganz schöne Aussetzer. </a>Er ist allerdings ein <a href="https://beatrice-confuss.de/2017/11/19/konsequenzblasen-gedanken-und-gefuehle-eines-6-jaehrigen/" target="_blank" rel="noopener">sehr reflektierte Typ und wusste sich und seine widersprüchlichen Gefühle schon früh und gut zu formulieren.</a> Das nahm der Sache ein wenig die Dramatik.</p>
<p>Das Sirenchen ist ein Vulkan mit wilden Ausbrüchen. Sie spricht nicht viel, sie fühlt, schreit und tobt dazu. Die Energie, für die sie keine Worte hat, muss raus.</p>
<p>Ich kenne das von ihr.<a href="https://beatrice-confuss.de/2016/12/13/habe-ich-ein-high-need-kind/" target="_blank" rel="noopener"> Als Baby schon war sie laut und expressiv.</a> In der typischen „Trotzphase“ hatte ich wahnsinnige Szenarien mit ihr. Immer laut, immer ausdauernd. Immer erschöpfend.</p>
<p>Es verwuchs sich etwas. Sie wurde ruhiger und weniger impulsiv in ihren Ausbrüchen. Weil sie lernte, weil <em>wir</em> lernten.<a href="https://beatrice-confuss.de/2017/11/12/neues-vom-sirenchen-2-0-die-emotionalen-ausbrueche-sind-zurueck/" target="_blank" rel="noopener"> Letztes Jahr, als frisches Vorschulkind brachen auch nochmal einzelne Wutausbrüche aus ihr </a>heraus. Da verteidigte sie sehr ihre neue Selbstständigkeit. Im letzten halben Jahr beruhigte sich dies wieder. Sie fand ihre Mitte in der neuen Rolle. Und ich gab ihr Raum.</p>
<p>Aber seit sie in der Schule ist, kommt dieser aufgewühlte Wesensteil wieder hoch. Nochmal richtig heftig und man spürt, wie sie hilflos von ihren Gefühlen überrollt wird.</p>
<p>Gestern kam es wieder zu einem sehr extremen Ausbruch.<span id="more-4427"></span></p>
<p>Ich holte sie an der Schule ab, wie abgesprochen. Ich war auf die Minute pünktlich, aber das Sirenchen stand schon auf dem Schulhof. Wütend blitzte sie mich an. Ich rief ihr zu, dass ich extra mit dem Lastenrad gekommen sei, damit ich es pünktlich schaffe.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Sie stand dann trotzig vor mir und hatte Tränen in den Augen. Vor Wut, vor Erleichterung, dass ich endlich da war. Keine Ahnung. Vielleicht passte ihr auch nicht, dass das Knöpfchen auch dabei war. Sie spricht dann leider nicht. Sie schubste das Knöpfchen ins Lastenrad zurück, ignorierte mich und kletterte  sehr ungehalten hinein.</p>
<p>Ich versuchte zu vermitteln und fragte zur Ablenkung, was sie zu Mittag essen wolle. Das würden wir dann noch schnell einkaufen. Keine Reaktion.</p>
<p>Warten.</p>
<p>Stille.</p>
<p>Ich radelte los.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><em>„Du sollte anhalten, dann sage ich dir was ich essen will!“</em> motzte es laut aus dem Fahrrad.</p>
<p><em>„Ich fahre noch aus dieser schmalen Straße raus, hinter uns ist ein Auto und dann halte ich.“</em></p>
<p>Gemotze.</p>
<p>Ich hielt an.</p>
<p>Stille.</p>
<p>Ich fragte, was sie essen wolle.</p>
<p>Stille</p>
<p>Ich wartete.</p>
<p>Fragte nochmal.</p>
<p>Schweigen.</p>
<p>Warten.</p>
<p>Ich sagte, dann gäbe es Nudeln mit Tomatensoße und fuhr weiter.</p>
<p>Da randalierte sie los.</p>
<p>„DU SOLLST ZURÜCK FAHREN UND DA NOCHMAL AN-HAL-TEN!“</p>
<p>Das tat ich natürlich nicht und wusste, ich muss das Kind schnell nach Hause schaffen.</p>
<p>Den 8 Minütigen Weg randalierte sie und kreischte immer wieder den Satz:</p>
<p>„DU SOLLST ZURÜCK FAHREN UND AN-HAL-TEN!!!!“</p>
<p>Mega laut. Ich dachte, gleich pfeffert sie noch ihre Schultasche auf die Straße. Die Leute guckten ALLE.</p>
<p>Ich eilte mich das arme Kind nach Hause zu schaffen. Ich schwitze. Es stresst mich, das Sirenchen so zu erleben. Ich kenne es ja und weiß, dass ich sie aus der Situation raus holen muss.</p>
<p>Zu Hause schrie und kreischte sie weiter immer den gleichen Satz, wie eine hängen gebliebene Schallplatte. DU SOLLST ZURÜCk FAHREN UND AN-HAL-TEN!!! und dazu weinte sie, wie sie als Dreijährige immer geweint und getobt hatte.</p>
<p>Der Blick starr und leer. TILT im Kopf. Die emotionale Platte war hängen geblieben.</p>
<p>Ich nahm sie auf meinen Schoß, was sie gespielt widerwillig geschehen ließ und hielt sie fest. Sie wehrte sich nicht, aber schrie weiter: DU SOLLST ZURÜCK FAHREN UND ANHALTEN!</p>
<p>Es klang allerdings immer weniger wie eine Forderung sondern wie leere Worte der Verzweiflung. Sie stand vom Schoß auf und weinte und schrie laut weiter.</p>
<p>Der Blick war immer noch leer. Ich brüllte ihr ihren Namen entgegen. So, wie ich sie als Dreijährige manchmal aus dieser Schleife heraus bekam. So klappte es auch jetzt. Der Blick wurde wieder klar und sie sah mich an. Sie kletterte nun freiwillig auf meinen Schoß.</p>
<p>Etwas schwierig war, dass das Knöpfchen in dieser Situation plötzlich auch irgendwas von mir wollte. Ich verstand sie über den Lärm aber nicht und ich wollte auch das Sirenchen so gerade nicht los lassen. Ich fuhr das Knöpfchen an, sie müsse nun mal warten, was sie dann im Kinderzimmer auch beleidigt tat.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich schuckelte leicht mit meinen Beinen hin und her. Das gab eine kleine Wiegebewegung und die Stoffe von meiner Hose und ihrem Rock ergaben ein leises Sch-sch, sch-sch Geräusch.<span class="Apple-converted-space">  </span>Das Sirenchen wurde zunehmen schwerer auf meinem Schoß und entspannte sich. Sie sagte mittlerweile nur noch motzig <i>Du sollst anhalten</i>. Aber auch das verstummte, bis nur noch das sch-sch-sch-sch zu hören war.</p>
<p>Ich saß gute 30 Minuten so mit ihr da, bis sie alleine begann zu sprechen und mich wieder mit wachen Augen ansah.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Wutsturm war verflogen. Ich kitzelte sie dann und „spielte auf ihren Rippen Klavier“, was sie sehr liebt und auch weiter einforderte, wenn ich aufhörte.<span class="Apple-converted-space">  </span>Und sie lachte laut und ausgelassen, die letzte Anspannung verflog.</p>
<p>Mir ist klar, was los ist. Der ungewohnte Vormittag. Ungewohnte Menschen. Sich anpassen, eingliedern. Ungewohnte Aufgaben, die auch anstrengen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Alles neu.</p>
<p>Als schließlich der Sohn nach Hause kam und alle Mittag gegessen hatten, brach  Streit unter den Geschwistern los. Zuerst das Sirenchen mit dem Knöpfchen. Lauthals wurde um Wasserfarbe und Pinsel gestritten. Ich konnte verhindern, dass Wände und Möbel bunt wurden. Die Mädchen bemalten sich aber unter lautem Wutgeschrei gegenseitig die Arme und ich fischte die tropfenden Pinsel aus dem Handgemenge.</p>
<p>Dann stritten der Sohn und das Sirenchen und dabei kreischte das Sirenchen den entscheidend Satz:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„DAS IST MIR ALLES VIEL ZU VIEL!“</p>
<p>Ich merke es auch nachmittags. Sie sagt zwar, dass sie sich verabreden will, aber ist unterm Strich nicht undankbar, wenn wir einfach nur zum Spielplatz um die Ecke gehen und noch ein Eis essen. Viel früher als gewöhnlich sagt sie dann auch, sie wolle wieder nach Hause.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich weiß, sie wird in den neuen Lebensabschnitt hineinwachsen.</p>
<p>Aber ich bin sehr dankbar, dass ich sie in Ruhe und ohne Zeitdruck da durch begleiten kann.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2018/09/20/wenn-die-kinder-nach-der-schule-ausflippen/">Wenn die Kinder nach der Schule ausflippen</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://beatrice-confuss.de/2018/09/20/wenn-die-kinder-nach-der-schule-ausflippen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>16</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
