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	<title>Kinderkrankheiten Archive - beatrice-confuss</title>
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	<description>Großfamilienleben mit 4 Kindern</description>
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	<title>Kinderkrankheiten Archive - beatrice-confuss</title>
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		<title>Update- Kiefergelenkbruch beim Kind, unkomplizierter als befürchtet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 May 2024 08:46:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[...und was es sonst noch gibt]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Mama Error]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während die Hummel fröhlich und unbeschwert und voller Tatendrang ist, als sei nichts gewesen, flattert(e) mein Nervenkostüm noch nach. Ich weinte ziemlich oft einfach los. Anspannung löste sich weiter auf und Erleichterung setzte ein. Mir wurde auch zum ersten Mal richtig bewusst, wie unfassbar viel Glück wir hatten. Die Hummel hatte drei Hämatome am Kopf. Der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Während die Hummel fröhlich und unbeschwert und voller Tatendrang ist, als sei nichts gewesen, flattert(e) mein Nervenkostüm noch nach. Ich weinte ziemlich oft einfach los. Anspannung löste sich weiter auf und Erleichterung setzte ein. Mir wurde auch zum ersten Mal richtig bewusst, wie unfassbar viel Glück wir hatten. Die Hummel hatte drei Hämatome am Kopf. Der Hauptaufprall war mit dem Kinn auf die Ecke eines Betonkübels gewesen. Eine Schramme zog sich davon ausgehend Richtung Ohr und hinter dem Ohr, etwas unterhalb, da wo man den Schädelknochen fühlt, war sie scheinbar nochmal auf die Ecke getitscht. Wenn sie mit der Stelle zuerst aufgeschlagen wäre, wäre es ziemlich sicher ganz anders ausgegangen. Somit hat der Aufprall auf dem Kiefer das Schlimmste verhindert. Das dritte Hämatom ist tatsächlich unterm Auge. Es ist aber nur sehr klein. Wahrscheinlich ist sie da mit der Hand oder dem Lenker ihres Rädchens dran gehauen. Ich habe mir also im Krankenwagen nicht eingebildet, dass sich ein blauer Fleck unterm Auge bildet. Es hätte auf Schlimmeres hindeuten können. Somit war es gut, dass von Halswirbelsäule und Kopf ein CT gemacht worden war.<span class="Apple-converted-space"> </span><span id="more-6439"></span></p>
<p>Klar war dann, dass wir innerhalb der Woche noch zweimal zur Zahnklinik mussten und wir uns erstmal organisieren mussten bezüglich der nächsten Wochen. In Anbetracht meiner ständigen Tränenausbrüche wurde ich beim Hausarzt vorstellig und ließ mich für die Woche krankschreiben. Das war gut so.</p>
<p>Wir haben geschaut, was die Hummel essen kann und mag. Sie darf alles essen, was man mit einer Gabel zermatschen kann. Es funktionieren etwas weicher gekochter Reis und Nudeln, Kartoffelpüree, zarte Haferflocken, Joghurts, Fischstäbchen, Mus, geriebener Apfel, Milchreis, Grießbrei und weich gekochtes Gemüse. Für Unterwegs werde ich ein paar Babybreigläschen besorgen. Denn mal eben schnell ein Brötchen auf die Hand geht nicht. Auch kein Milchbrötchen. Das muss auch aufgeweicht werden.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wie sich aber zeigt, kann und darf und soll sie sogar den Mund bewegen und auch üben den Kiefer zu bewegen. Das bedeutet, die Zahnpflege ist auch kein Problem.<span class="Apple-converted-space">  </span>Schmerzen hat sie schon seit Mittwochabend nicht mehr wirklich, so dass wir komplett auf Schmerzmittel verzichten können.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wie wir nun wissen, kann die Hummel 5 Wochen nicht in die Kita. Ich habe mal durchgezählt, wie viele Tage wir eine alternative Betreuung organisieren müssen. Bis Ende Mai sind wir Safe. Da ist der Mann da. Im Juni sind es dann 12 Tage, an denen wir Hilfe brauchen. Das bekommen wir irgendwie hin. Das Netzwerk ist schon aktiviert und wir haben von verschiedenen Stellen Unterstützungsangebote.<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2764.png" alt="❤" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Der Abdruck für die „Zahnspange“, den sogenannten „Aktivator“, wurde Mittwochs gemacht. Da hatte ich der Hummel sicherheitshalber nochmal Ibuprofen vorher gegeben, damit sie auf jeden Fall den Mund gut öffnen konnte. So ein Abdruck ist ja schon unangenehm genug. Das hat dann auch prima geklappt. Das Team der Kieferorthopädie in der Zahnklinik war sehr vorsichtig, geduldig und zugewandt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nun haben wir am Freitag die Zahnspange abgeholt. Ich hatte keine Idee, wie groß oder klein das Ding aussehen würde. Es ist ein niedliches Ding, dass überraschend freundlich anmutet und für mich sofort den Schrecken verlor. <a href="https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6996.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-6441" src="https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_6996-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p>Die Hummel war nicht ganz überzeugt. Als ich sie wieder ins Lastenrad geladen hatte, wollte sie die Zahnspange sofort wieder ausziehen und weinte dicke Krokodilstränen, weil sie das Gefühl im Mund nicht mochte.<span class="Apple-converted-space">  </span>Ich erklärte ihr dann ganz geduldig, warum sie die Spange unbedingt tragen muss und zeigte extra etwas übertrieben, wie schief sonst ihr Mund aussehen würde, wenn wir den Knochen beim Heilen nicht in die richtige Position verhelfen. Das fand sie einleuchtend, aber final überzeugte sie das Versprechen, wenn sie die Spange trägt, darf sie sich ein Spielzeug aussuchen.<span class="Apple-converted-space"> </span>Sie hatte da prompt eine konkrete Vorstellung (ein geflügeltes Barbiepferd mit Geräusch) und setzte die Zahnspange wieder ein. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f602.png" alt="😂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Und weil ich zwar nicht mehr weinen muss, aber immer noch ziemlich erleichtert bin über den deutlich unkomplizierteren Ausgang, als befürchtet, ließ ich mir im Einkaufszentrum noch mehr „aus den Rippen leiern“.<span class="Apple-converted-space">  </span>Einen Haarreifen, ein paar Haarklammern, ein Glitzert-Shirt und ein Kuscheltier gab es außerdem. Das neue T-Shirt ist mein heimliches Ersetzen des Unfall-T-Shirts. Das hatte ich zwar gewaschen, aber die Blutflecken waren nicht komplett raus gegangen und es hatte Löcher. Ich habe es heimlich weggeschmissen. Ich wollte es nicht mehr sehen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dann habe ich noch für niederschwellige Zahnspangenpflege gesorgt. Die Hummel durfte sich einen Zahnputzbecher und Zahnbürsten aussuchen. Nun steht auch eine Zahnbürste im Gästebad unten, damit wir nicht immer nach oben laufen müssen nach den Mahlzeiten. Und für Unterwegs ein buntes Täschlein, in dem die Klammerdose und auch Zahnbürste und Zahnpasta drin sind. Damit es keine Ausreden gibt, um die Klammer nicht wieder einsetzen zu müssen oder gar nicht mitnehmen zu wollen.</p>
<p>Die erste Nacht mit Zahnspange bin ich dann mit der Hummel schlafen gegangen. Die Zahnspange liegt sozusagen lose im Mund und als die Hummel auf dem Rücken liegend gähnte, rutschte die Klammer etwas nach hinten. In meiner nun frisch erworbenen (hoffentlich vorübergehenden) Neurose bezüglich Gefahren im Alltag, lief mein Kopfkino heiß. Die Hummel schläft auf dem Rücken, atmet durch den Mund, die Klammer rutscht nach hinten und sie erstickt dran, weil ich nicht neben ihr liege und es bemerke. Völlig drüber. Ist mir klar. Ich habe noch nie gehört, dass jemand an einer Zahnspange erstickt ist. Aber für diesen Abend musste ich das <em>für mich</em> eruieren. Was soll ich sagen? Das Kind ist wohl auf am Morgen erwacht, hat die Spange weder verschluckt noch ausgespuckt und hat wunderbar geschlafen. Außerdem hat sie bemerkt, dass der Kieferbruch nun nicht weh tat, nachdem sie die Nacht darauf gelegen hat, weil die Spange den Kiefer in Position gehalten hat.</p>
<p>Gut, dass noch ein paar Tage frei sind. Nach Pfingsten hab ich mich dann vollständig mit der Situation arrangiert und kann wieder frisch und mit einigermaßen freiem Kopf ans Werk in die Schule.</p>
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		<title>Krasser Scheiß, was alles passieren kann&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 May 2024 20:10:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[...und was es sonst noch gibt]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderkrankheiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Samstag abend, zwei Kinder und ich kramen noch ein bisschen draußen. Die Kinder spielen auf dem Gehweg vorm Haus. Doch plötzlich höre ich die Hummel weinen, wie sie sonst nicht weint und die große Schwester ruft nach mir, was mich sofort aufschrecken lässt. Üblicherweise bin ich extrem entspannt bei allem und nicht schnell aus der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2024/05/14/krasser-scheiss-was-alles-passieren-kann/">Krasser Scheiß, was alles passieren kann&#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Samstag abend, zwei Kinder und ich kramen noch ein bisschen draußen. Die Kinder spielen auf dem Gehweg vorm Haus. Doch plötzlich höre ich die Hummel weinen, wie sie sonst <i>nicht </i>weint und die große Schwester ruft nach mir, was mich sofort aufschrecken lässt. Üblicherweise bin ich extrem entspannt bei allem und nicht schnell aus der Ruhe zu bringen. Platzwunden, Armbrüche….kein Problem. Die Drittklässlerin erklärt mir, wie die Hummel gestürzt ist. Sie ist dem Kinn auf einen Betonblumenkübel geknallt. Mir schwant nichts Gutes. Das ist eine der wenigen Situationen, die mich wirklich alarmieren.<span id="more-6433"></span></p>
<p>Ich weise an, alle Fahrzeuge und sonstigen Kram einzusammeln und renne mit der Hummel auf dem Arm ins Haus. Erstmal checken was blutet. Zähne und Zunge sehen gut aus. Aus Nase oder Ohren läuft auch nix. Eine Schürfwunde am Kinn hinterlässt Blutspuren auf meinem Oberteil. Die Hummel weint, beklagt Schmerzen am Kinn und an der Backe. Wir kühlen zunächst, trösten und machen weiter „Inventur“. Die Hummel hält den Mund komisch geöffnet. Ich biete ihr Wasser zum Trinken an, um zu überprüfen ob das funktioniert. Das tut es nicht. Sie kann den Mund nicht schließen, das Wasser läuft heraus. Ich weiß schon, dass wir ins Krankenhaus müssen. Ich weiß nur noch nicht so genau, wie dringend und ob wir selbst fahren. Ich verschaffe mir Zeit und präpariere die Hummel erstmal mit einer Windel (sicher ist sicher), kann dabei sehen, ob am Körper auch irgendwelche Blessuren sind und wie sie sich bewegt. Dahingehend ist alles gut, aber sie weint weiter und anders als sonst und sagt das Gesicht täte weh. Ich zittere. Irgendetwas ist definitiv mit dem Kiefer und das ist scheiße. Ich beschließe einen Rettungswagen zu rufen. Ich möchte weder selbst fahren, noch möchte ich, dass der Mann uns fährt und die aufgeregten Geschwister alleine zu Hause lässt, noch dass alle mitfahren.</p>
<p>Die Hummel wird auch sichtbar müde auf meinem Schoß. Ich rufe 112 an und höre mich gespenstisch ruhig Adresse, Name und was passiert ist durchgeben. Sie sind unterwegs.</p>
<p>Die großen Kinder bitte ich ein paar wichtige Kleinigkeiten in eine Tasche zu packen. Der Mann steht am Herd und rührt in einem Topf. Alle wirken mechanisch und beinahe gleichgültig, was ich auch lieber mag, als besorgte Hektik. Die wütet nämlich in mir drin. In uns allen auf die eine oder andere weise. Aber es hat eine gewisse Absurdität. Das Essen riecht so gut! Mein Magen knurrt. Ich weiß, ich werde es nicht essen können.</p>
<p>Die Sanitäter sind da. Untersuchen, beschließen, wir fahren zur Uniklinik. Die Hummel, welche sonst vor Unbekannten zurückschreckt und eher nicht kooperiert, macht alles mit, verlangsamt, so scheint es. Zwischendurch nickt sie ein. Das gefällt den Sanitätern nicht. Ich meine auch, es bilde sich ein Bluterguss unterm Auge. Es könnte aber auch von der Müdigkeit kommen. Ich weiß es nicht. Ich verliere kurz meine sonst zumeist treffenden Anamnesefertigkeiten. Zur Sicherheit holen sie einen Notarzt dazu. Ich sitze schon angeschnallt im Rettungswagen neben der Hummel. Mein Bein zittert unkontrolliert<span class="Apple-converted-space">  </span>Ich bin hin und her gerissen zwischen Sorge und vielleicht völlig übertrieben  einen Rettungswagen gerufen zu haben. Ich spreche das laut aus. Die Sanitäter sagen, ich hätte definitiv alles richtig gemacht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Als wir losfahren bin ich kurz verwirrt. Zwei Sanitäter waren im Rettungswagen gewesen. Jetzt sitzen aber zwei Männer hinten mit drin und der Rettungswagen fährt trotzdem. Ich brauche einen Moment bis ich zusammen kriege, dass der Notarzt mit drin geblieben ist.</p>
<p>Währen der Fahrt bekommt die Hummel einen Teddybären von einem der Sanitäter geschenkt, den sie fortan fest im Arm hält.</p>
<p>In der Uniklinik angekommen, werden wir sofort in einen Behandlungsraum der Notaufnahme geschoben. Ich zähle mit Pflegern und Sanitätern 12 Erwachsene. Alle verteilen sich emsig an ihre Positionen. Ein Pfleger sagt: <i>Ich nehme die Mutter!</i> (in einer anderen Situation hätte ich deswegen einen Lachanfall bekommen und gesagt. <i>Das entscheide immer noch ich</i>.) und zu mir: <i>Kommen Sie hier rüber, dann stehen wir nicht im Weg.</i> Er sagt es freundlich. Ich fühle mich nicht blöd bevormundet. Die Hummel wird etwas unruhig, ich darf und soll zu ihr. Sie übergibt sich und weint. Ich beruhige sie, sie würgt nochmal kurz. Dann wird sie von der nun schmutzigen Transportliege sanft auf die Untersuchungsliege gehoben. Alles wird ihr und mir erklärt. Sie wird wieder ruhiger. Lässt die verschiedenen Leute in ihre Augen leuchten, in den Mund gucken und sogar ohne Murren einen Zugang legen. Dabei war das eine blutige Angelegenheit. Der Verursacher entschuldigt sich für die Sauerei. Aber der Zugang liegt top und schmerzlos und hält bis er nicht mehr gebraucht wird ohne Probleme zu machen. Die Hummel schaut nur reglos. Alle stellen Fragen an sie und mich. Was ist wie passiert. Fühlst du das? Siehst du das? Kannst du dies? Ich stehe<span class="Apple-converted-space">  </span>ganz ruhig da, halte schlapp meine Tasche in der Hand und warte. Die Gehirnerschütterung macht mir irgendwie keine Sorgen. Ich will wissen, was mit dem Kiefer ist. Die Ärzte:innen beraten. Sie wollen sicher gehen, dass nichts an Halswirbelsäule und dem Kopf ist. Weil die Hummel so reduziert wirkt. Ich denke bei mir, sie hat einen Schock vom Sturz und<span class="Apple-converted-space">  </span>ist hundemüde, weil sie den ganzen Tag draußen gespielt hat. Außerdem ist sie mit Unbekannten immer eher reaktionsarm. Aber ich bin zu aufgeregt, um klar unterschieden zu können. Ich lasse die Fachleute machen. Dass etwas mit dem Kiefer ist, ist allen klar. Im besten Fall nur ausgerenkt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Das Ärzteteam beratschlagt sich und entscheidet sich zähneknirschend für ein CT. Das hat zwar leider viel Strahlung, geht aber schneller. Ein MRT würde 20 Minuten dauern und man müsste erst eine Narkose geben. Ich bin mit dem CT einverstanden. Was ist, wenn mich mein Gefühl trügt und es ist doch schlimmer ist, als ich eigentlich denke.</p>
<p>Wer die Hummel kennt weiß, warum ich dann kurz Stress habe, als die Hummel alleine auf einer Liege angeschnallt ins CT muss. Ich darf ja nicht mit in den Raum. Glück im Unglück ist sie so müde, dass sie kaum Energie hat sich zu wehren und ich gebe so beiläufig wie möglich zu verstehe, dass ich im Nebenraum bin und auch nicht weg gehen werde. Ich frage, ob ich in den Überwachungsraum mit rein darf. Natürlich darf ich. Ich kann sogar über ein Mikrophon mit der Hummel reden. Ich plappere irgendwas Beruhigendes und Sorgloses. Einmal lachen alle im Raum auf. Ich weiß nicht mehr, was ich gesagt habe. Ich arbeite auf Autopilot, bin äußerlich völlig ruhig und stabil. Die Hummel hat super mitgemacht.  Wir nehmen das dösende Kind wieder in Empfang. Im Untersuchungsraum ist nun eine Ärztin für Mund- Kiefer- Gesichts-Chirurgie dazu gekommen. Ich schaue mit auf die gemachten CT Aufnahmen. Ich sehe im großen und ganzen Symmetrie auf den Aufnahmen. Nur am Kiefergelenk, da sehe ich auch, was die Ärztinnen sehen. Es ist gebrochen. Im logischen Winkel zum Aufprall. Fuck.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Währen die Ärztinnen noch reden, stehe ich etwas verloren im Raum. Die Hummel döst. Das Schmerzmittel und Kochsalzlösung laufen über die Kanüle. Eine Schwester fragt, ob ich mich setzen möchte. Ob es mir gut geht. Ich fühle mich aber stabil und versichere, dass ich rechtzeitig merke, wenn ich abklappe. Sie bietet mir Wasser an, was ich plötzlich eine sehr gute Idee finde. Mein Mund ist ganz trocken. Ich trinke und stehe mit meinen Plastikbecher in der Hand komisch im Raum rum, als sei ich auf einer Party zu der ich nicht geladen bin. Den Tetrapack Wasser lässt mir die Schwester da und ich werde ihn die ganze Nacht mit mir mit schleppen als eiserne Reserve. Ich kenne schon Krankenhausaufenthalte hochschwanger, an denen ich weder Essen noch Trinken gereicht bekam. Sicher ist also sicher.</p>
<p>Die Ärztinnen besprechen mit mir dann den Befund und wie der Bruch behandelt werden soll. Üblich ist bei Kindern eine Art Zahnspange, die lange Zeit getragen werden muss. Das wäre wahrscheinlich das Mittel der Wahl. Man müsse sich noch beratschlagen. Ich frage, was ist, wenn sie das Ding nicht toleriert. Ja, was dann? Sehen wir dann. Ok. Aha. Ich soll Montag früh um 8 zur MKG-Ambulanz kommen. Dann würde gesagt, wie es final gemacht wird.</p>
<p>Dann erklärt man mir, dass sonst alles soweit gut aussieht. Aber wegen der Gehirnerschütterung kämen wir über Nacht zur Überwachung erstmal auf die Kinderintensiv. Man würde sich um einen Platz kümmern. Würde einen Moment dauern. Während noch alle da sind, laufe ich schnell mal zur Toilette.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Das verkabelte Kind schläft nun. Ich setze mich auf einen Hocker, streichle ihren Arm und warte. Eine Schwester fragt, ob ich etwas brauche. Ich sage: Essen. Mein Blutzucker ist ziemlich runter, ich hab seit Mittags noch nix gegessen. Sie organisiert mir zwei Joghurts. Ich schaufle diese gierig runter und gebe den Stand der Dinge an die Familie weiter. Zu Hause ist das Essen angebrannt. Außerdem gebe ich der Schule durch, dass ich Montag definitiv fehlen werden und mich Montag melde, wie es weiter geht.</p>
<p>Es wird ruhig im Raum. Alle sind in einem anderen Behandlungsraum. Ich bin alleine mit der schlafenden Hummel und dem Piepen des Monitors, der alle Vitalwerte der Hummel anzeigt. Plötzlich ist das Geräusch unregelmäßig und ein zusätzlicher Ton ertönt. Ich erschrecke mich, mein Herz rast. Niemand ist da. Was ist, wenn was ist? Ich sehe mich hektisch im Nebenraum rum. Niemand zu sehen. Das Piepen wird wieder regelmäßig. Ich entspanne mich und schalte meine Ratio wieder ein. Alles gut.</p>
<p>Dann kommen zwei Krankentransporter, um die Hummel und mich in die Kinderintensiv zu fahren. Ich versichere der Hummel, dass ich nicht von ihrer Seite weiche, als sie kurz etwas panisch aufschaut. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Draußen ist es schon dunkel. Wie spät mag es sein? Ich schaue auf die Uhr, vergesse aber wieder was ich abgelesen habe.</p>
<p>Auf der Kinderintensiv kommen wir in einen Raum mit zwei Neugeborenen an gefühlt Millionen Schläuchen. Es blinkt und piept überall. Die Hummel wir umgebettet und auch verkabelt. Die Schwester möchte der Hummel eine Windel anziehen. ich sage, sie trägt schon eine. Das habe ich ja vorsorglich zu Hause schon gemacht. Aber die Decke, auf der die Hummel liegt, ist ziemlich nass. Ich sage, das sei Schweiß. Die Hummel schwitzt schnell. So ist es dann auch tatsächlich. Zur Sicherheit wird auch noch Fieber gemessen. Ist aber normal.</p>
<p>Alle sind sehr nett und fürsorglich. Ich bekomme die bequemste auftreibbare Liege (eine Art Gartensliege) und ein frischbezogenes Plümo für die Nacht. Ich halte die Hand der unruhigen Hummel und versuche „Normalität“ zu erzeugen. Die Hummel beobachtet die Pflegekräfte. Ich erzähle, dass wir im engen Umfeld auch einige Menschen kennen, die genau diese Arbeit machen und<span class="Apple-converted-space">  </span>eine sogar in einem anderen Gebäude, aber auf diesem Klinikgelände arbeitet. Die Hummel staunt und scheint irgendwie erleichtert. Ich summe unser Schlaflied. Es beruhigt mich selbst auch.<span class="Apple-converted-space">  </span>Bald schläft sie ein. Ich versuche eine bequeme Position zu finden. Aber ich finde keinen Schlaf. Ich bin super müde, aber auch super aufgekratzt. Und dann das Piepen, das Blinken. Die Minuten auf der bunten Uhr an der Wand schleichen voran. Der Monitor der Hummel blinkt im Takt zu einem leisen Alarmton. Ein Wert sinkt deutlich erkennbar. Ich bekomme wieder Herzklopfen. Wie sich dann herausstellt, schnorkelt die Hummel im Schlaf, so dass manchmal die Atmung kurz flach ist. Ich verstehe. Ich starre vor mich hin. Starre auf Monitore, Starre mein Kind an. Starre auf die Uhr. Denke über alles nach. Was bedeutet das jetzt alles? Wie schlimm mögen die Schmerzen sein ohne Schmerzmittel? Wie lange muss die Hummel Schmerzmittel nehmen? Klappt das mit der „Zahnspange“? Wie lange darf die Hummel nicht in die KiTa? Wie regeln wir das? Ich beobachte die emsigen Schwestern, die sich engagiert in kurzen Abständen um die Babys kümmern. Manchmal wimmern die Babys. Die Mama des einen Babys wird mitten in der Nacht herein gebracht. Es war ein Kaiserschnitt am späten Nachmittag. Jetzt ist sie fit genug, um ihr Baby zu sehen. Sie weint leise. Ich bin ganz voller Mitgefühl. Sie darf es noch nicht raus nehmen, wegen der Beatmung. Ich seufze. Wenn eine Schwester im Raum ist, laufe ich schnell mal zur Toilette. Einmal wird die Hummel wach und weint. Sie hat sich erschreckt, als sich die Manschette des Blutdruckmessgerätes an ihrem Fußknöchel aufpumpt. Ich erkläre was das ist. Der Kiefer tut ihr weh. Sie bekommt nochmal Paracetamol über die Kanüle, entspannt sich wieder und schaut sich wach im Raum um. Ich erkläre, dass da Babys liegen. Sogar ohne die Mamas. Die Hummel will die Geräte erklärt haben. Als sie alles „weiß“, legt sie sich hin und schläft wieder. Die Zeit schleicht. Ich schreibe eine konfuse Packliste für die Familie, was sie mir am nächsten Tag alles ins Krankenhaus bringen sollen. Irgendwann um 4 Uhr nicke ich ein. Um 5 bin ich wieder wach. Ich fühle mich wie ein Zombie und wünsche mir den Morgen herbei. Die Hummel wird auch wach und ist weinerlich. Sie beklagt, dass niemand die Schrammen an ihrer Hand verarztet hat. Ich sage, dass schafft der Körper alleine. Der repariert sich üblicherweise selbst sehr gut. Nur bei manchen Sachen muss die Medizin unterstützen.</p>
<p>Schichtwechsel.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es dauert nicht lange und wir werden abgeholt und auf die Normalstation der Kinderklinik gebracht. Wir bekommen ein ruhiges Zimmer ohne piepende Geräte. Eine nette Mama mit ihrem Sohn liegt drin. Ich bin dankbar über ein richtiges Bett. Die Hummel und ich strecken uns aus und kuscheln. Nach einem kleinen Frühstück bin ich wieder etwas wacher und bemerke wie verlottert wir aussehen. Die Hummel hat noch Staub im Gesicht vom Spielen, das Shirt ist löchrig und voller Blut und Kotzflecken. Ich bin verschwitzt und habe auch Blutflecken auf meinem Kleid. Außerdem bin ich blass und müsste mir die Haare waschen. Egal.</p>
<p>Draußen ist traumhaftes Wetter. Es kommt mir vor, als sei schon Nachmittag. Dabei ist es erst 9 Uhr. Eine Schwester kommt rein und sagt, wir sollen in die Mund-Kiefer-Chirurgie im 13 Stock im Bettenhaus gehen. Ok. Wir tappen los. Oben angelangt haben wir im Wartebereich einen traumhaften Blick über Köln. Dann kommt eine Ärztin und sagt, es gäbe eigentlich nichts zu besprechen. Sie wüsste nicht, warum wir geschickt worden seien. Wir würden ja Montag früh vorstellig. Sie wäre aber nun 24 Stunden im Haus und wenn etwas wäre, sollten wir uns melden. Wir gehen wieder.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Hummel und ich vertreten uns draußen noch ein wenig die Beine. Aber die Hummel will auf den Spielplatz und fängt an zu klettern. Ich sehe sie vor meinem geistigen Auge mit der Kanülenhand im Sand landen oder sich den Kiefer nochmal anschlagen. Wir gehen lieber wieder rein. Die Frau und ihr Sohn werden entlassen. Wir sind alleine auf dem Zimmer. Ich kommuniziere mit meiner Familie, die bald schon eintrudelt. Die Hummel freut sich sehr und möchte gar nicht mehr, dass alle gehen. Wir machen eine kurze Mittagspause. Die Hummel schläft ein und meine Eltern kommen zu Besuch. Als die Hummel wieder wach ist, gehen wir eine Runde spazieren. Am späten Nachmittag fahren meine Eltern wieder, es gibt Abendbrot.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Hummel isst zwei Wackelpuddings, ein bisschen Apfelmus und trinkt ein Päckchen Milch. Dann weint sie, weil sie die Geschwister vermisst. Sie weint bitterlich. Wir machen einen Videoanruf zu Hause. Danach tröste ich die Hummel mit ein paar Folgen Peppa Wutz. Mich überfällt bleierne Müdigkeit. Ich möchte nur noch schlafen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Mitten in der Nacht wache ich beinahe erfrischt auf. Dann kommen zwei Schwestern leise rein und teilen mit, sie müssten leider noch jemanden einquartieren. Leise bezieht eine Mama mit einem Baby das Zimmer. Es stört unsere Nachtruhe nicht. Die Hummel und ich schlafen wie Steine. Ich schlafe mit ihr im Krankenbett. Ich will auch nirgendwo anders liegen.</p>
<p>Am nächsten Morgen finden wir uns einigermaßen ausgeruht und pünktlich bei der Mund-Kiefer-Ambulanz ein. Eine gefühlt endlose Schlange Rentner mit Kopfverletzungen steht da schon. Als könnte der Moment nicht absurder sein, muss ich weinen und plötzlich entlädt sich die Anspannung. Die Ärztin von Samstag aus der Notaufnahme kommt zufällig vorbei und sagt, sie käme gleich zu uns. 2 Minuten später winkt sie uns an der Warteschlange vorbei und teilt mit, dass sie nach eingehender Beratung die Behandlung mit der „Zahnspange“ auf jeden Fall versuchen wollen. Wir sollen ab 9 Uhr rüber zur Zahnklinik gehen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Weinend laufe ich mit der Hummel zurück ins Zimmer. Dort kommt das Frühstück und eine Schwester sagt, wir hätten aber doch einen „gelben Zettel“ mitnehmen müssen, wenn wir zur Untersuchung gehen. Ich sage wahrheitsgemäß. dass ich davon zum ersten Mal höre. Sie scheint leicht verstimmt. Die Hummel isst ein bisschen Grießbrei. Bald darauf, organisiere ich diesen ominösen „gelben Schein“ und wir laufen wir wieder los. Zur Zahnklinik läuft man ganz gemütlich über das Klinikgelände.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>In der Zahnklinik ist es ungemütlich. Zum Anmelden muss man einen Bon ziehen und im Warteraum warten, bis man dran ist. Auch wenn man einen „gelben Schein“ hat. Ich muss uns dann anmelden und Formulare ausfüllen, so als seien wir noch nirgendwo gewesen. Wieso sind die nicht vernetzt, denke ich. Wir müssen warten, in einem sehr vollen Warteraum. Die Hummel langweilt sich und bekommt Durst. Ich hab zum Glück noch ein Päckchen Kakao in der Tasche. Ich weine schon wieder leise vor mich hin.</p>
<p>Wir werden schließlich von einer Fachkraft eingesammelt und nach oben in die Kieferorthopädie gebracht. Dort soll ein Abdruck vom Gebiss der Hummel gemacht werden. In der Kieferorthopädie soll ich uns nochmal komplett neu anmelden. Das Versichertenkärtchen MUSS auch eingelesen werden. Aber ich finde es nicht im Portmonee und weiß auch gerade nicht, wo ich es hingesteckt habe und sage, dass ich die Karte ja nun in den letzten beiden Tagen auch schon sehr oft vorgelegt habe und ob sie nicht vernetzt seien. Nein. Dann müsste ich bei meiner Krankenkasse anrufen und bestätigen lassen, dass wir dort versichert sind. Kurz möchte ich wieder losheulen, wühle dann nochmal in meiner Tasche und da finde ich die Karte. Puh.</p>
<p>Ergebnis, nach weiterer Wartezeit: Es konnte wegen der Schwellung noch kein Abdruck gemacht werden. Am Mittwoch morgen wird einer gemacht. Vor Pfingsten ist dann hoffentlich die Zahnspange drin.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich entlasse uns sodann aus der Klinik und beschließe mit der Hummel mit dem Bus nach Hause zu fahren. Wir bummeln zur Bushaltestelle, unterwegs gibt es noch ein Eis und wir kommen dann wohlbehalten zu Hause an. Ich muss zu Hause sofort wieder weinen. Ich bin echt durch, obwohl ich weiß, dass es im Grunde alles glimpflich abgelaufen ist und wir das schon wieder hinbekommen. Dass die Hummel erstmal einige Wochen nur Breikost essen darf ist kein Problem. Etwas Sorge macht mir das Tragen der Zahnspange. Wir arbeiten schon prophylaktisch daran, dass sie das Ding akzeptiert. Ein Geschwisterkind trägt auch eine Zahnspange. Ich denke aber, die nächsten Wochen werden noch eine Aufgabe, die ich aktuell nur erahnen kann.</p>
<p>Aktuell bin ich nun zu einer überbesorgten Mama mutiert, die hinter jeder Ecke eine Gefahrenquelle vermutet und die Hummel nicht aus den Augen lässt. Das ist auch nötig, denn das Kind klettert und turnt, als sei nichts geschehen. Sie wollte sich eben noch einen Parcour zum Springen bauen. Ich drehe durch mit diesem verrückten Kind.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Optisch sieht man den Kieferbruch auf den ersten Blick nicht. Wenn man die Hummel kennt, merkt man es am Sprechen und sieht auch, dass der Unterkiefer verschoben ist.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Schmerzen hat sie zumeist morgens, weil sie auf der Seite schläft und sich dann natürlich alles verschiebt. Und abends, wenn sie müde ist, beklagt sie „Ohrenschmerzen“.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>to be continued</p>
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		<title>In den Advent gefiebert</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2022/12/02/in-den-advent-gefiebert/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Dec 2022 09:17:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[...und was es sonst noch gibt]]></category>
		<category><![CDATA[#coronaeltern]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[seufz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Da sind wir, wie viele viele ander Familien also am Anfang eines Winters, der möglicherweise noch anstrengender wird, als die akuten Pandemiewinter und die Winter davor zusammen. Jedenfalls zeichnet es sich aktuell so ab. Im November mit fiebrigen Infekten gestartet, läuft nun sozusagen die zweite Runde nahtlos an bei uns. Man kann sagen, es ist [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Da sind wir, wie viele viele ander Familien also am Anfang eines Winters, der möglicherweise noch anstrengender wird, als die akuten Pandemiewinter und die Winter davor zusammen. Jedenfalls zeichnet es sich aktuell so ab.</p>
<p>Im November mit fiebrigen Infekten gestartet, läuft nun sozusagen die zweite Runde nahtlos an bei uns. Man kann sagen, es ist fast pausenlos mindestens ein Kind krank zu Hause.</p>
<p>Zwar bin ich es gewohnt, im Winter ständig kranke Kinder zu Hause zu haben. Aber ich kenne es nicht, dass jeder Infekt immer sofort mit Fieber bearbeitet wird. Und zwar mit ordentlichen Temperaturen bis 40 Grad. Ob das Fieber noch höher ginge, weiß ich nicht. Ich lasse hier immer alle so lange und hoch fiebern, wie sie sich noch wohl fühlen. Und bei 40 ist meist irgendwie Schluss mit Lustig.</p>
<p>Dazu fällt diesen Winter gefühlt auch noch sehr viel Unterricht aus. Dabei stört mich nicht verpasster Lernstoff. Mich stört die mangelhafte Planbarkeit. Wenn dann mal alle Kinder gesund sind und in ihren Einrichtungen angekommen sind, kommt oft genug ein Anruf, dass früher Schulschluss ist oder die KiTa nur im Notbetrieb arbeiten kann. Wenn das den ganzen Winter so weiter geht….<span id="more-6167"></span></p>
<p>Insgesamt zeichnete sich schon früh ein großes Verzweiflungspotential für diesen Winter ab. Somit habe ich schon alle Termine „aussortiert“, die keine Dringlichkeit haben.</p>
<p>Ich muss auch gestehen, dass ich nur bedingt interessiert an geselligen Anlässen bin.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Viel mehr möchte ich sitzen und Feelgood Filme binge watchen.</p>
<p>Aber egal was ich auch plane oder nicht plane….die (Nicht)Pläne gehen zumeist ohnehin nicht auf. Viel zu oft liege ich gefühlt viel zu früh auch im Bett. Entweder mein eigener Energiehaushalt ist komplett aufgebraucht und ich falle dankbar um 20 Uhr mit den Kindern ins Bett oder aber weil die Hummel wegen lästiger Hustenattacken immer wieder wach wird und weint oder weil eines er großen Kinder sich krank fühlt oder wegen etwas besorgt ist.</p>
<p>Mit der Hummel läuft es auch eher interessant und ich möchte sagen sehr bindend. In die KiTa geht sie mittlerweile begeistert. Dennoch schweigt und fastet sie vor Ort. Ergänzend wurde sie, u.a. auch durch die ständigen Infekte etwas appetitlos und isst hier zu Hause auch vermehrt mäkelig und zu wenig. Ich habe verschiedene Möglichkeiten Vitamine und Kalorien in das Kind zu bekommen versucht. Zuverlässig funktionieren derzeit Obstriegel. Die nimmt sie immer. Ich bin also froh, wenn sie morgens eine Banane oder einen Obstriegel und am besten beides gegessen hat, damit sie wenigstens etwas im Magen hat. Nachmittags biete ich auch pausenlos, aber unaufdringlich Essen an. Obstteller, Lieblingsspeisen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ein kurzer Knick in der KiTa-Liebe entstand bei der Hummel, als wir unvorbereitet die Notgruppe nutzen mussten und sie keine ihrer Bezugserzieherinnen vorfand. Sie meisterte den Tag, war aber nicht so angetan vom nächsten Tag, weil sie dachte, dann sei wieder Notgruppe. Gleichzeitig sollte an dem Tag eine Adventsfeier mit Oma und Opa in der KiTa stattfinden. Da war sie auch nicht überzeugt von. Da wir eine kleine Spendenaktion geplant hatten, bot ich an, diese mit einer anderen Mama an dem Nachmittag zu betreuen und konnte somit bei dem Oma und Opa Event auch zugegen sein.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nachdem ich die Hummel morgens leider sehr unfreundlich zur KiTa „überredet“ hatte, verbrachte sie einen guten Tag in der gewohnten Besetzung und hatte auch Freude am Oma und Opa Nachmittag. Das war mir wichtig. Ich wusste, ich müsste sie da ein bisschen zu ihrem Glück zwingen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es stellte sich auch heraus, dass sie aktuell immer Angst hat, wenn Oma kommt, gehe ich weg. Sie hat wirklich Angst davor.</p>
<p>Also müssen wir jetzt erstmal wieder Oma und Opa populär machen, während ich auch zugegen bin. Bedeutet aktuell: Hummel-Pausen für mich sind nur während der Kita-Zeit möglich. Zu allen Aktivitäten außerhalb der KiTa-Zeit muss ich die Hummel mit nehmen. Der Mama-Tank der Hummel verlangt nach gründlicher Auffüllung und von mir Geduld.</p>
<p>Unsere Baustelle stockt zudem weiterhin.<span class="Apple-converted-space">  </span>Die Fenster fehlen. Da waren anscheinend ein paar wichtige Bauteile vom Zulieferer nicht pünktlich. Es heißt nun, die Fenster kommen im Dezember. Wenn ich mir etwas wünschen darf, dann dass der Anbau vor Weihnachten Fenster und einen fertigen Estrich hat.</p>
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		<title>Ein Buch für besondere Lebensabschnitte</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2021/01/04/ein-buch-fuer-besondere-lebensabschnitte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jan 2021 12:15:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[...und was es sonst noch gibt]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderkrankheiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rezension Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen.  Es heißt: „Anna und ihr Sehnsuchtskoffer- wenn Mama wieder mal mit Paul ins Krankenhaus muss“.  Es ist ein Buch ganz speziell für Geschwisterkinder, deren Geschwister regelmäßig und sogar länger ins Krankenhaus müssen.  Es ist sicherlich kein Buch für jede Familie, aber eben für jene, die mit besonderen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rezension</p>
<p>Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es heißt: „Anna und ihr Sehnsuchtskoffer- wenn Mama wieder mal mit Paul ins Krankenhaus muss“.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es ist ein Buch ganz speziell für Geschwisterkinder, deren Geschwister regelmäßig und sogar länger ins Krankenhaus müssen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es ist sicherlich kein Buch für jede Familie, aber eben für jene, die mit besonderen Umständen zu tun haben.</p>
<p>Ich kenne im weiteren Umfeld allein 5 Familien, die auf Grund von Frühgeburt, Geburtsfehler oder schweren Erkrankungen regelmäßig auch über längere Zeit im Krankenhaus zu Gast waren. Für die jeweiligen Geschwister war das nicht immer einfach. Vielleicht ist die ein oder andere Familie unter meinen Leser:innen selbst betroffen oder kennt eine Familie, die akut in so einer Situation steckt.</p>
<p>In diesem Buch geht es um Anna und ihren kleinen Bruder Paul, der als Frühchen zur Welt kommt und deshalb zuerst natürlich länger auf der Frühchenstation bleiben und auch danach oft zum Arzt oder auch wieder ins Krankenhaus muss.<span id="more-5639"></span></p>
<p>Anna vermisst ihre Mama und ihren kleinen Bruder sehr, obwohl sie von Papa und den Großeltern gut behütet wird.</p>
<p><a class="lightbox" href="https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2021/01/Blick-ins-Buch-Anna-scaled.jpeg"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-5644" src="https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2021/01/Blick-ins-Buch-Anna-300x225.jpeg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2021/01/Blick-ins-Buch-Anna-300x225.jpeg 300w, https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2021/01/Blick-ins-Buch-Anna-1024x768.jpeg 1024w, https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2021/01/Blick-ins-Buch-Anna-768x576.jpeg 768w, https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2021/01/Blick-ins-Buch-Anna-1536x1152.jpeg 1536w, https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2021/01/Blick-ins-Buch-Anna-2048x1536.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Annas Mama hat schließlich eine gute Idee, um Anna zu trösten, wenn sie mal wieder mit Paul im Krankenhaus bleiben muss.</p>
<p>Sie bereitet einen kleinen Koffer mit tröstenden Gegenständen und einem Brief für Anna vor. Darin findet Anna Trost.</p>
<p>Eine Geschichte, die schon durchs Vorlesen zeigt: Du bist nicht allein.</p>
<p>Das Buch ist von <em>Claudia Höwing</em> geschrieben und mit vielen Bildern ergänzt durch die Illustrationen von Francesca Piel und richtet sich an Kinder im Kindergartenalter. Ich denke, es findet auch noch bei jüngeren Grundschüler:innen Anklang.</p>
<p><em>Für jedes verkaufte Buch geht 1 Euro Spende an die Kinderklinik St. Louise in Paderborn.</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Windpocken</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2020/09/30/windpocken/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2020 15:07:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kinderkrankheiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für die einen haben wir den Jackpot geknackt, weil wir sie haben. Die echten, wilden Windpocken, ein „Immunsystembooster“. Für die anderen sind wir fahrlässig.  Ich weiß um die Diskussionen. Ich finde beide Extreme fragwürdig.  Die erste Frage, die die Meisten stellen: Sind die Kinder denn nicht gegen Windpocken geimpft? Nein. Sind sie nicht. Und bevor [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für die einen haben wir den Jackpot geknackt, weil wir sie haben. Die echten, wilden Windpocken, ein „Immunsystembooster“. Für die anderen sind wir fahrlässig.<span class="Apple-converted-space">  </span>Ich weiß um die Diskussionen. Ich finde beide Extreme fragwürdig.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die erste Frage, die die Meisten stellen: Sind die Kinder denn nicht gegen Windpocken geimpft?</p>
<p>Nein. Sind sie nicht.</p>
<p>Und bevor der Gedanke der aktuellen Zeit aufkommt:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wir sind KEINE Impfgegner! Ich befürwortete aber tatsächlich lange eine individuelle Impfentscheidung. Die wirklich schwierigen Krankheiten werden/wurden bei unseren Kindern geimpft. Darunter Masern und das nicht erst seit Einführung der Impfpflicht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Bei Windpocken machte ich mir keine Gedanken. Diese Impfung stand ganz hinten auf meiner Prioritätenliste. Denn sie sind gut bekannt, gut behandelbar und meistens völlig harmlos. Wer einmal Windpocken hatte, ist immun. Ich fand das für mich selbst in den Schwangerschaften beruhigend. Denn rund um Schwangerschaft, Geburt und die jungen Säuglinge sind Windpocken tatsächlich ein Risiko. Und eine Impfung ist kein 100%er Schutz. Es kommt öfter vor, dass dagegen Geimpfte trotzdem Windpocken bekommen. (Ich selbst hatte als Kind, wie damals fast alle, die Windpocken und ich habe keine schlimmen Erinnerungen daran. Immer wieder hörte ich, die Windpocken seien in schlimmer Erinnerung, die Erkrankten waren dann aber meiste schon im Teenageralter. Ich finde eine Impfung im Teenageralter, wenn man sie noch nicht hatte dann durchaus einen sinnvollen Gedanken).</p>
<p><span id="more-5530"></span></p>
<p>Wir geht es denn nun unserer Patientin?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es geht ihr gut. Sie hatte weder Fieber noch war sie nennenswert matt. Die Anzahl der Pöckchen hält sich in Grenzen. Rund 80 Stück hatte sie. Vielleicht auch 90. Aber unter den Haaren am Kopf konnte ich sie nicht gut sehen. Im Gesicht hatte sie 3 gut erkennbare. Die meisten waren an Rücken und Bauch. Das Jucken war auch auszuhalten. An Tag 4 waren schon fast alle komplett ausgetrocknet. Und viele waren winzig klein und nur einen Tag zu sehen.</p>
<p>Der Ausbruch der Windpocken kam sehr überraschend. Sie kam aus der Schule und zeigte mir am Finger ein winziges Pickelchen, Bläschen, Wärzchen? Es war nicht genau zu sagen. Hat ma schomma. Mal gucken, dachte ich.</p>
<p>Am Nachmittag fand endlich wieder ihr Schwimmkurs statt. Sie war fit und fröhlich und schwamm und wollte danach noch auf einen Spielplatz. Energie pur.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Abends beim Duschen war auch nichts Auffälliges zu erkennen.</p>
<p>Am nächsten Tag beklagte sie beim Mittagessen, ihr Rücken jucke, ich solle mal kratzen, sie käme nicht dran. Ich zog das Shirt hoch und staunte nicht schlecht. Das Kind war rundherum voller Pöckchen. Ich wusste sofort, was das war und rief beim Kinderarzt an. Der bestätigte meine Diagnose. Das „Pickelchen“ am Finger hatte sich auch zu einer richtigen Blase entwickelt und wurde als einzige Pocke auch noch größer und hielt sich sehr beharrlich.</p>
<p><a class="lightbox" href="https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2020/09/Windpocke.jpeg"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-5537" src="https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2020/09/Windpocke-300x185.jpeg" alt="" width="300" height="185" srcset="https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2020/09/Windpocke-300x185.jpeg 300w, https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2020/09/Windpocke-1024x632.jpeg 1024w, https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2020/09/Windpocke-768x474.jpeg 768w, https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2020/09/Windpocke.jpeg 1512w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Der Kinderarzt nannte eine Anzahl Tage, die ich die Geschwister zu Hause  behalten und  beobachten sollte. Und wenn nichts Auffälliges wäre, könnten sie dann von ihm aus wieder zur Schule.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Er verwies auch darauf, dass er die Windpocken dem Gesundheitsamt melden müsse und sich dieses dann ggf.bei uns melden und eventuell die Geschwister in Quarantäne schicken würden.</p>
<p>Ich wartete auf einen Anruf vom Gesundheitsamt (der bis heute nicht kam) und beäugte meine Kinder argwöhnisch.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Eines hatte eine Blase im Mund. EINE. Das kann für mich alles sein. Sonst keine Auffälligkeiten. Ein anderes Kind hatte einen „ Schwächeanfall“ am Sonntag, der aber auch verpuffte. Inklusive des Windpockenkindes waren alle voller Energie und Lebensfreude.</p>
<p>Ich kann mir ganz gut vorstellen, dass die beiden Kandidaten mit Schwächeanfall und einem Bläschen die Sache schon erledigt haben. Die haben bis jetzt immer Immunsyteme wie Ochsen. Das darf natürlich so bleiben. Ich bin sehr dankbar dafür.</p>
<p>Ich folgte dem OK des Kinderarztes und schickte die augenscheinlich gesunden Kinder nach der mini Quarantäne wieder zur Schule. Das Windpockenkind muss natürlich warten, bis auch die letzte Pocke trocken ist. Die dicke Blase am Finger entscheidet, wann das Kind wieder in die Schule darf.</p>
<p>Eines der Kinder hat gar heute einen Hüftschnupfen entwickelt. Ja, Hüftschnupfen gibt es! Hatten wir auch schon.<a href="https://beatrice-confuss.de/2016/01/17/hueftschnupfen/"> Hier nachzulesen.</a> Das taucht gerne nach einem durchgemachtem Infekt auf. Es spräche für eine unbemerkte Windpockeninfektion.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich schau mal, wie es weiter geht. Wenn die Geschwister es nicht unbemerkt hatten, dann haben sie sich sehr wahrscheinlich jetzt angesteckt. Wenn man von einer durchschnittlichen Inkubationszeit von 14 Tagen ausgeht, wären sie pünktlich zu den Herbstferien krank.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong> Update: 12. Oktober</strong></p>
<p>Alle drei Geschwister bekamen auch noch die Windpocken. Im Abstand von je einem halbe Tag begann erst die Jüngste und dann die beiden Großen. Genau mitten in der Woche vor den Ferien. Alle drei hatten tatsächlich deutlich mehr Pocken, als die Schwester. Während die Jüngste aber top fit war und man ihr nichts anmerkte und nur ansah, waren die beiden Großen  3 Tage sehr matt und hatten sogar einen Tag leichtes Fieber. Die Pocken waren bei jedem Kind unterschiedlich groß und verteilt. Der Sohn hatte gar welche im Mund. Hin und wieder juckte es wohl arg, aber die Kinder waren erstaunlich tapfer und gelassen und kratzten sich nicht, sondern rieben sich nur sachte über die juckenden Stellen. Ich betupfte  alle Blasen täglich mit einer Tinktur, um sie schneller zum Austrocknen zu bringen.</p>
<p>Nun sind die Kinder fast durch. Es heilt schon alles ab. Einige der roten Punkte wird man wohl noch ein Weilchen sehen. Aber man kann praktisch beim Heilen zusehen.</p>
<p>Insgesamt fanden die Kinder es etwas nervig und die dicken Blasen fanden sie auch ein bisschen eklig. Dennoch hatten die Windpocken auch ihr Gutes.  Die Geschwister waren ganz rücksichtsvoll miteinander und sehr friedlich. Sie haben in den letzten Monaten noch nie so wenig gestritten. Es wurde viel gelesen (was hier sonst leider weniger gern getan wird) und gekuschelt.</p>
<p>Das wilde Mädchen merkte gar an, sie fühle sich wie neu geboren.</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kopfläuse- jetzt haben wir die auch noch!</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2019/02/06/kopflaeuse-jetzt-haben-wir-die-auch-noch/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Feb 2019 17:18:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kinderkrankheiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kopfläuse sind eine wirklich überflüssige Erfindung. Der Sohn fragte auch schon nach dem Nutzen der Tierchen in der Natur.  Nun, da Läuse nicht auf dem gängigen menschlichen Speiseplan stehen, wie bei unsere Vorfahren der Affen, weiß ich keine Antwort darauf. Sie sind schlicht weg überflüssig. Tatsächlich kam ich bislang mit Läusen nur als Zuschauer in [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2019/02/06/kopflaeuse-jetzt-haben-wir-die-auch-noch/">Kopfläuse- jetzt haben wir die auch noch!</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kopfläuse sind eine wirklich überflüssige Erfindung. Der Sohn fragte auch schon nach dem Nutzen der Tierchen in der Natur.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nun, da Läuse nicht auf dem gängigen menschlichen Speiseplan stehen, wie bei unsere Vorfahren der Affen, weiß ich keine Antwort darauf.</p>
<p>Sie sind schlicht weg überflüssig.</p>
<p>Tatsächlich kam ich bislang mit Läusen nur als Zuschauer in Kontakt. Oder als Fahnder. Brach in der Schule eine nicht enden wollenden Läuseepedemie aus, kontrollierten wir Lehrer die Köpfe der Kinder. Ich fand schon Läuse und Nissen und weiß, wie das alles aussieht.</p>
<p>Immer wenn eine Läuseepedemie ausbrach, juckte es mich sofort und am ganzen Körper, was schon ein sicheres Zeichen dafür war, dass ich IM Kopf Läuse hatte, aber sehr wahrscheinlich keine AUF dem Kopf. Das bewahrheitete sich dann auch jedes Mal.</p>
<p>Ich las mir diverse Informationen über Kopfläuse an, um mich generell zu entspannen und weiß, dass man nicht in übertrieben Putz-und Waschzwänge verfallen muss. Nach spätestens drei Tagen sind Läuse, sollten sich sich einmal versehentlich abseits eines Kopfes verirren, hinüber.</p>
<p>Meine Kinder und ich blieben freundlicherweise <em>bisher</em> von jeglicher Läuseplage verschont. Selbst bei hartnäckigen Epidemien in der Kita. Letztes Jahr war es einmal so arg, dass ich mir zur Sicherheit einen Läusekamm besorgte und alle Köpfe gründlich durcharbeitete. Aber es war nie etwas. Einzig ein dezentes Schütteln, weil ich es schon fies finde, wenn kleine Krabbeltiere über Köpfe laufen und sich dort heimlich ausbreiten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Und da erwischte es uns doch</h3>
<p><span id="more-4822"></span></p>
<p>In der Schule der beiden „großen Kinder“ war mal wieder Läusealarm.</p>
<p>Das Sirenchen und der Sohn beklagten die letzten beiden Tage, es jucke manchmal am Kopf. Ich sah die Köpfe durch und fand durchaus weiße Hautschuppen. Ich dachte, sie hätten vom Winter und der Heizungsluft trockene Kopfhaut. Das habe ich durchaus auch öfter.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dann jedoch erspähte ich zufällig auf des Knöpfchens Köpfchen beim morgendlichen Kraulen ein flitzenden Tierchen zwischen ihren Haaren. Ich war sofort hellwach und versuchte es zu finden. Mit dem Läusekamm über dem Waschbecken beförderte ich prompt zwei ausgewachsene Läuse hervor. Sie fielen strampelnd ins Waschbecken. Da ich ja wusste wie sie aussehen, hatte ich keine weiteren Zweifel über einen Kopflausbefall.</p>
<p>Ich zitierte das Sirenchen, welches erst zur zweiten Stunde Schule hatte, ins Bad und kämmte sie mit dem Läusekamm kurz durch. Das Ergebnis war auch hier eindeutig.</p>
<p>Ich kämmte <i>mich</i> durch. Bingo.</p>
<p>Ich gab in der KiTa bescheid, sammelte die Mädchen ins Lastenfahrrad, fuhr zur Schule, lieferte den Klassenlehrerinnen auch Bericht und sammelte den Sohn wieder ein. Auch hier eine gute Entscheidung. Die Kinder waren nicht weniger genervt als ich. Sie wollten sehr gerne in Schule und KiTa und nicht schon wieder zu Hause bleiben müssen. (Die letzten Wochen war ja schon genug ausgefallen.)</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span>In der Apotheke bekam ich das aktuelle Mittel der Wahl (Nyda) in Familienpackungsgröße zum Preis von Gold. So kam es mir vor. Noch nie habe ich soviel Geld in einer Apotheke gelassen. (Ich habe mir am Tag drauf für die Kinder ein Rezept vom Kinderarzt ausstellen lassen.)</p>
<p>Zu Hause verschwanden wir dann erstmal ins Bad und ich verpasste uns allen eine gründliche Packung Anti-Läusemittel. Es stand darauf man könne nach frühestens 45 Minuten das erste Mal auskämmen. Aber man müsse das Mittel mindestens 8 Stunden einwirken lassen, bevor man es auswäscht. Am besten kein Handtuch um den eingeölten Kopf legen, das kann unter umständen die Flüssigkeit aufsaugen und die Wirkung mindern.</p>
<p>Ich setzte also die Kinder eine Kinderfilmlänge vor den Fernseher.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Danach konnten wir ziemlich gute Beute toter Tierchen machen. Ich würde unverblümt sagen wollen: Wir waren <em>sehr</em> verlaust.</p>
<p>Appetitliche ist das nicht. Aber der ein oder andere Läuse-Unerfahrene freut sich vielleicht über konkretes Bildmaterial.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<figure id="attachment_4825" aria-describedby="caption-attachment-4825" style="width: 300px" class="wp-caption aligncenter"><a class="lightbox" href="https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2019/02/Kopflaus.jpeg"><img decoding="async" class="wp-image-4825 size-medium" src="https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2019/02/Kopflaus-300x300.jpeg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2019/02/Kopflaus-300x300.jpeg 300w, https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2019/02/Kopflaus-150x150.jpeg 150w, https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2019/02/Kopflaus-768x768.jpeg 768w, https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2019/02/Kopflaus-60x60.jpeg 60w, https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2019/02/Kopflaus.jpeg 946w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4825" class="wp-caption-text">Eine ausgewachsene Laus.</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class="lightbox" href="https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2019/02/große-Kopflaus.jpeg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-4824 aligncenter" src="https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2019/02/große-Kopflaus-300x219.jpeg" alt="" width="300" height="219" srcset="https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2019/02/große-Kopflaus-300x219.jpeg 300w, https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2019/02/große-Kopflaus.jpeg 746w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Im Größenvergleich zum Finger, die ausgewachsne Laus. Larven sind deutlich schwerer zu erkennen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und hier das Ergebnis, wenn man üppig fündig wird. Das zwischen den Zinken des Kammes sind auch kleine Läuse oder Larven.<a class="lightbox" href="https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2019/02/Läusekamm-mit-Läusen-e1549472724606.jpeg"><br />
<img decoding="async" class="aligncenter wp-image-4827 size-large" src="https://beatrice-confuss.de/wp-content/uploads/2019/02/Läusekamm-mit-Läusen-1024x480.jpeg" alt="" width="740" height="347" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Übrigens funktioniert als Schnelltest auch, wenn man den Kopf über dem angefeuchteten Waschbecken gründlich durchstrubbelt. Wenn kleine schwarze Pünktchen ins Becken fallen und sich darum eine zart rosa-rote Wolke bildet, handelt es sich um Läusekot. Der löst sich in Wasser auf.</p>
<h3></h3>
<h3>Hygienemaßnamen im Haus</h3>
<p>Was dann anstand war ein Wechsel der Bettwäsche und das Waschen aller genutzter Handtücher. Stofftiere, Kuschelkissen und Tiere verbannte ich für ein paar Tage auf ein Regal und saugte alles gründlich durch, was Polster ist und nicht gewaschen werden kann.</p>
<p>Mützen und Schals wusch ich ebenfalls und zusätzlich müssen die einfach ein paar Tage ungetragen warten. Alle Kinder hatten heute Ersatzmützen an.</p>
<p>Außerdem reinigte ich gründlich sämtliche Bürsten und Kämme und auch die aktuell benutzen Haargummies. Den Läusekamm machte ich nach jedem Kämmen mit Seifenlauge und einer alten Zahnbürste gründlich sauber.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Und weiter?</h3>
<p>Der Mann hat übrigens keine Läuse. Da er mich kennt, ließ er mich die Sache höchst persönlich bei sich kontrollieren. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f62c.png" alt="😬" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Heute wusch ich nochmal gründlich die Köpfe der Kinder und schnitt auch nochmal die Haare etwas nach. Und kämmte auch nochmal alle Köpfe sorgfältig durch. (Der Sendung mit der Maus auf dem iPad sei Dank.) Letzteres werde ich in kurzen regelmäßigen Abstand zwei Wochen lang machen. Und für die notwenige Wiederholung der öligen Anti-Läuse-Prozedur in ein paar Tagen haben wir schon eine schöne Spielnachmittagsverabredung mit einer Freundin der Familie und sind damit dann auch angenehm abgelenkt und beschäftigt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und dann hoffe ich, dass es <em>endlich</em> mal gut ist mit diesen ganzen Epidemien in diesem Haushalt!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Schulkind hat Bauchschmerzen- Was steckt dahinter?</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2017/11/28/das-schulkind-hat-bauchschmerzen-was-steckt-dahinter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Nov 2017 10:18:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kinderkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Rund um die Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bauchschmerzen sind nichts Außergewöhnliches. Gerade bei den Schulanfängern taucht das gerne auf. Die Aufregung, das Neue, die Umstellung…. Man kann es fast nachfühlen. Der Sohn geht zum Glück nach wie vor sehr gerne zur Schule, ist jedoch immer dankbar, dass er mittags nach Hause kommen kann. Was er im Übrigen seit den Herbstferien prima alleine [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2017/11/28/das-schulkind-hat-bauchschmerzen-was-steckt-dahinter/">Das Schulkind hat Bauchschmerzen- Was steckt dahinter?</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bauchschmerzen sind nichts Außergewöhnliches. Gerade bei den Schulanfängern taucht das gerne auf. Die Aufregung, das Neue, die Umstellung….<br />
Man kann es fast nachfühlen.<br />
Der Sohn geht zum Glück nach wie vor sehr gerne zur Schule, ist jedoch immer dankbar, dass er mittags nach Hause kommen kann. Was er im Übrigen seit den Herbstferien prima alleine macht.</p>
<p>Aber zurück zu den Bauchschmerzen. Schon seit ein paar Wochen klagt er immer mal wieder darüber. Vor allem morgens. Er setzt die Bauchschmerzen nicht ein, um nicht zur Schule zu müssen. Er geht trotzdem ohne Murren und meist auch mit Freude. Dennoch….etwas schwelt vor sich hin und das hängt mit der Schule zusammen.</p>
<p>Organische Ursachen schließe ich deswegen aus, weil er viel und gut isst, keine Verdauungsauffälligkeiten hat und die Bauchschmerzen vor allem morgens und unter der Woche auftauchen. Nachmittags und am Wochenende sind sie weg. Nachtigall ick hör dir Trapsen.</p>
<h3>Wie finde ich also raus, was los ist?</h3>
<p><span id="more-3462"></span></p>
<p>Meine Erfahrung aus der Grundschule und auch hier zu Hause zeigt, dass man Kinder am besten über Umwege zum Reden bringt und nicht erwartet, dass a toc alle Antworten kommen. Direkte Fragen führen meist ins Nichts oder es kommen Halbwahrheiten oder unvollständige Informationen dabei heraus.<br />
Und Probleme die Bauchschmerzen verursachen sind ja vor allem auch oft ein unbewusst. Die Kinder wissen manchmal selbst nicht so richtig was los ist.<br />
Ich klappere dann gerne alle möglichen Baustellen ab, bei allen Problemen, nicht nur bei psychosomatisch bedingten Bauchschmerzen.</p>
<p><strong>Ich nutze dazu gerne ein paar Tricks:</strong></p>
<p><strong>1) </strong>Ein Bilderbuch mit einem Thema, dass dem vermutlichen Problem ähnelt, anschauen oder vorlesen.</p>
<p><strong>2)</strong> Bilder als Erzählanlass nutzen (Ich sammele auf Pinterest Bilder mit verschiedenen Stimmungen)</p>
<p><strong>3)</strong> Erzählungen aus der eigenen Kindheit sind auch oft ein guter Schlüssel. Oder generell erzählt man was von sich.</p>
<p><strong>4)</strong> Bei versteckten Problemen innerhalb einer Gruppe kann man ganz allgemein alle Beteiligten fragen, ob es etwas gibt, was sie besonders stört und stresst. Das eigentlich betroffene Kind ist dann nicht stigmatisiert mit „Ich habe ein Problem, aber alle anderen nicht!“ Sondern kann sich im Schutz der Gruppe offenbaren.</p>
<p><em>(Oft denken Kinder auch, sie hätten ein sehr nichtiges Problem, das andere nicht ernst nehmen und trauen sich dann nicht es offen auszusprechen. )</em></p>
<p><strong>5)</strong> Bei schüchternen Kindern kann es auch helfen, wenn man ein Einzelgespräch sucht und berichtet, dass andere Kinder sich in letzter Zeit beklagt hätten und über ein paar Sachen richtig ärgern. Und dann fragt man ganz unbedarft sowas wie: „Und weil das ja doof ist, wenn man sich über etwas ärgert, frage ich jetzt einfach alle mal, ob es etwas gibt, das stört. Wie sieht es bei dir aus?“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und dann ist noch ganz wichtig: <em>Zeit geben</em>. So manche Information offenbart sich erst einen oder mehrere Tage später und dann zufällig in einem Nebensatz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Die Ursachen für die Bauchschmerzen in unserem Fall</h3>
<p>Den Sohn kann man tatsächlich relativ direkt fragen. Er ist sehr reflektiert.<br />
Und somit fragte ich ihn, ob ihm die Schule immer noch gefiele. Das bejahte er.<br />
Ich fragte dann, ob es dennoch etwas gäbe, was ihn besonders anstrengt oder stört. Ob er Streit hätte. Ob er Schwierigkeiten mit Lehrern hätte. Ob Kinder ihn ärgern? Ob es für ihn sehr aufregend ist, den Nachhauseweg nach der Schule alleine zu gehen. Ob er sich auf der Schultoilette sicher fühlt….</p>
<h4>Schwierigkeiten mit den Anforderungen</h4>
<p>Seine direkte Antwort verblüffte mich nicht.<br />
<em>„Also eigentlich ist es der Unterricht. DER strengt mich an. Also, dass wir immer so schnell wieder was anderes machen müssen. Immer wenn man gerade angefangen hat etwas zu machen, ist die Stunde wieder um und was Neues fängt an. Und die ganzen Arbeitshefte….das Lies mal und das Lupenheft mag ich am liebsten. Aber die anderen Hefte….das ist so viel. In dem einem Mathearbeitsheft da muss man immer so viele Zahlen schreiben. Eigentlich schreibe ich SEHR gerne Zahlen. Aber wenn die immer kleiner werden…dann muss man immer weiter kleine Zahlen schreiben..das ist so doof!“</em> Und während er das erzählt, räuspert er sich viel.<br />
Das Räuspern macht er schon lange und ist ein Zeichen von Aufregung.</p>
<p>Die Aussage passt zum Sohn. Er kann sich sehr lange am Stück auf eine Sache konzentrieren und bearbeitet sie auf seine besondere Weise. Vor allem auch eher langsam und manchmal auf verworrenen Pfaden, die aber alle zum Ziel führen. Er macht vieles IN seinem Kopf. Feinmotorische Arbeiten sind für ihn Mittel zum Zweck und wenn er den Sinn nicht erkennt, dann streikt er sozusagen.<br />
Deshalb liest er auch lieber, als zu schreiben. Er saugt Informationen auf und speichert sie sensationell gut ab. Mit allen Querverbindungen, die es schon gibt. Er macht auch alleine neue. Jemand der Wörter im Kopf vorwärts und rückwärts buchstabieren kann, erkennt warscheinlich den Sinn in Schreibübungen nur schwer. Er hat wenig Antrieb Output zu produzieren. Es sei denn, es ist ein Thema für das er brennt.</p>
<p>Gut, dass seine Lehrerin ihn auch super erkannt hat. Wir sind uns einig. Ein bisschen anschubsen an entscheidenden Punkten ist wichtig, aber nicht zu viel Druck machen, sonst blockiert das „System“.</p>
<p>Ich fragte den Sohn sodann, ob er das alles schon seiner Lehrerin gesagt hätte. Hatte er noch nicht. Somit ermunterte ich ihn, dies einfach mal zu tun. Ich weiß, sie wird ihm zuhören und einen Weg suchen. Und ich finde es wichtig, dass Kinder lernen ihre Probleme selbst in die Hand zu nehmen. Wenn es dann alleine nicht klappt, hilft man aktiv weiter.</p>
<p>Mit einem guten Tag Verzögerung kam dann aber noch mehr ans Tageslicht.</p>
<h4></h4>
<h4>Soziale Herausforderungen</h4>
<p>Der Schulvormittag ist auch sozial anstrengend für ihn. Er hat zwar Anschluss zu alten Kindergartenfreunden und zu neuen Freunden. Vor allem mit den Mädchen seiner Klasse und er parallel Klasse kommt er prima aus. Aber er erlebt auch den rauen Alltag auf dem Schulhof als anstrengend. Es gibt doch immer wieder ältere Kinder, die versuchen, die Jüngeren in die Mangel zu nehmen. Das kann der Sohn überhaupt nicht nachvollziehen. Er hat einen unglaublich großen Gerechtigkeitssinn. Es gibt sowohl in seiner Klasse, als auch in anderen Klassen ein paar Jungs, die ihn immer wieder angehen. Die Jungs in seiner Klasse lachen und „necken“ ihn wohl auch sehr oft, weil er besonders mit einer Mitschülerin befreundet ist. Der Sohn und seine Freundin sind beide genervt davon.<br />
Ach Mann, dass Jungs nicht mit Mädchen spielen „dürfen“ und umgekehrt. Wieso schwirrt das bei so vielen Kindern im Kopf rum?<br />
Der Sohn ist sehr genau in der Einhaltung von Regeln. Sprich, er hält sich auch explizit an die Regeln. Wenn ihn jemand ärgert, sag er: „Stopp, hör auf, ich will das nicht.“ Und bei einer nötigen dritten Wiederholung fügt er hinzu: „Sonst gehe ich es sagen!“ Anders wehren kommt für ihn nicht in Frage.<br />
mmmmmh…..der Sohn ist kein Rowdy und das erkennt man recht schnell. Gut, dass er ein paar gute Freunde hat. Sonst wäre ich ernsthaft besorgt um seine Gemütslage.</p>
<p>Und dann gibt’s da noch so typische „Probleme“ der „Sensiblchen“. Einmal in der Woche wird ein Rohkosttag in der Klasse gemacht. Alle bringen ein geschnippeltes Gemüse mit. Der Sohn ist jedes Mal überglücklich, wenn seine Dose leer gegessen wurde. Aber schon zweimal hatten die anderen seine Rohkost nicht angerührt….das beschäftigt ihn sehr. Er versteht nicht, warum seine Sachen nicht gegessen wurden und ist dann ganz traurig. <a href="https://beatrice-confuss.de/2016/05/15/ich-geh-kaputt/" target="_blank" rel="noopener">Ich kenne das Gefühl ganz genau.</a> Aber ich sage dann aufmunternd: „Och, das ist doch egal. War vielleicht einfach zu viel von allem da.“</p>
<p>Wir müssen ihn stärken nicht alles persönlich zu nehmen und nicht jedes Verhalten anderer zu hinterfragen. Und bei Bedarf darf er sich von uns aus auch wehren.Wir stehen hinter ihm. Er muss in dieser Welt bestehen, auch als sehr feinfühliger Mensch.</p>
<h3>Bedeutung für den Familienalltag bei uns</h3>
<p>Wenn der Sohn mittags nach Hause kommt braucht er eine Ruhepause. Die ersten Wochen war er sehr unausgeglichen und müde. Es pegelt sich langsam ein. Aber er entspannt seit einiger Zeit durch absolut konzentriertes Spielen im Kinderzimmer oder möchte mit mir Schach spielen oder hört Kinderradio. Er erholt sich dann und ist nachmittags wieder bereit Freunde zu treffen. Allerdings auch nicht immer.</p>
<p>Ich bin erleichtert, dass wir uns entschieden haben, ihn nicht in die OGS zu schicken und ihm die Zeit geben, sich im System Schule einzufinden und ab Mittags Raum zum Verschnaufen zu haben.<br />
Er selbst sagt immer wieder, dass er nicht in die OGS gehen will. Und er genießt auch die Ferien und die Wochenenden.</p>
<p>Allerdings bedeutet die Zeit FÜR die Kinder auch Verzicht für uns Erwachsene in anderen Belangen. Aber unsere Prioritäten sind gesetzt und fühlen sich richtig an.</p>
<p>(Übrigens war ich doch nochmal beim Kinderarzt mit dem Sohn. Wir erwartet gab es keine Besonderheiten. )</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Sirenchen und der Nachtschreck</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2017/09/23/das-sirenchen-und-der-nachtschreck/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Sep 2017 21:09:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kinderkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Neues vom wilden Mädchen (Sirenchen)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Den Nachtschreck, den kenn ich schon ganz gut. Beim Sohn war er eine Zeit lang regelmäßig zu Besuch. Mittlerweile nur noch selten. Beim Sohn äußert sich der Nachtschreck durch furchtbar leidendes Geschrei, einer Orientierungslosigkeit und heftiges Umsichschlagen, wenn man ihn berührt. Beim Sirenchen taucht er auch auf. In den letzten zwei Wochen massiv. Ich glaube, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2017/09/23/das-sirenchen-und-der-nachtschreck/">Das Sirenchen und der Nachtschreck</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Den Nachtschreck, den kenn ich schon ganz gut. Beim Sohn war er eine Zeit lang regelmäßig zu Besuch. Mittlerweile nur noch selten. Beim Sohn äußert sich der Nachtschreck durch furchtbar leidendes Geschrei, einer Orientierungslosigkeit und heftiges Umsichschlagen, wenn man ihn berührt.</p>
<p>Beim Sirenchen taucht er auch auf. In den letzten zwei Wochen massiv.<br />
Ich glaube, er ist auch früher schon mal aufgetaucht, aber da hielt ich ihn für eine Art Schlafwandeln. Das Sirenchen schreckte damals schon manchmal schreiend im Bett auf. Saß dann im Bett und wenn man sie nicht anrührte und ansprach, dann legte sie sich recht schnell wieder hin und schlief weiter, als sei nichts gewesen. <em>Wenn</em> man sie aber ansprach, erschreckte sie fürchterlich und schrie noch lauter auf.<br />
Das Erschrecken ist eine ganz typische Sache auch im Alltag. Dazu komme ich später.</p>
<p>Seit sie Vorschulkind ist und nun ohne eines ihrer Geschwister in die Kindergartengruppe geht, geht sie einerseits so gerne wie lange nicht in den Kindergarten, gleichzeitig wird sie aber vom Nachtschreck derartig gebeutelt, dass mir selbst teilweise die Pumpe kurz geht.<span id="more-3213"></span><br />
Fast jeden Abend gegen 22Uhr ertönt ein <em>panisches</em> Geschrei in ihrer unverkennbaren Art. Sämtliche Emotionen werden vehement und laut herausgeschrieen. Ich wundere mich jedes Mal, dass die Geschwister nicht wach werden und denke außerdem, es sei was ganz Schlimmes passiert.<br />
Das Sirenchen schreit dann auch unverständliches Zeug und die Namen ihrer Geschwister, sowie <em>Mamaaaa</em>.<br />
Dabei blickt sie mit weit aufgerissenen aber leeren Augen um sich, ist meist nass geschwitzte und irrt bisweilen auch orientierungslos im Kinderzimmer umher. Ihr Herzchen schlägt wie wild.</p>
<p>Eben noch war es so heftig. Das Kind war <em>außer</em> sich. Sie lässt sich im Gegensatz zum Sohn aber anfassen. Man denkt dann: <em>„Ich nehme das Kind in den Arm und es kuschelt sich an und beruhigt sich.&#8220;</em>  Aber so ist es auch nicht. Das Sirenchen beruhigt sich zwar, wenn ich leise mit ihr spreche und sie meine Berührung spürt, aber kuschelt sich nicht an.<br />
Fragen kann sie auch nicht beantworten. Im Idealfall legt sie sich dann auch wieder hin und weiß am nächsten Tag nichts mehr.<br />
Eben war es<em> so</em> schlimm, dass sie sich nicht beruhigte und sie mir tatsächlich, wie ein Roboter aber lärmend nach unten folgte. Nun liegt sie neben mir auf der Couch und schläft wieder tief und fest. Das ging ratz fatz.<br />
Ich bin gespannt, ob sie sich morgen früh erinnern kann.</p>
<p>Mein wildes Mädchen….was haben wir schon alles durchgestanden an Launen und Missverständnissen, Trotz und Sorgen. Und gerade habe ich das Gefühl, wir zwei kennen uns nun so gut, dass wir recht friedlich durch den Alltag kommen. Wir rasseln nur noch selten aneinander und dann gar nicht mehr in der Heftigkeit wie früher. Mir fällt auch ihre große Kooperationsfreude auf. Das macht den Alltag mit ihr sehr fluffig gerade.</p>
<p>Ulkig ist, dass sich das Knöpfchen und der Sohn schon<em> vor Wochen</em> wieder von sich aus entschieden in ihren eigenen Betten zu schlafen und nicht mehr auf dem gemeinsamen Familienlager. Das Sirenchen aber wollte weiter bei <em>mir</em> schlafen. Und das machen wir. Und wir genießen es beide. Ich finde es genauso kuschelig, wie sie.</p>
<p>Dann beobachte ich noch etwas, was mir schon bei den Schreianfällen im Kleinkindalter aufgefallen war. Wenn sie in einer Emotion oder einer Tätigkeit vertieft ist, steckt sie drin und kommt so schnell nicht wieder alleine heraus. Bei den Schreianfällen half manchmal nur ein „Anschreien“ (Ich nahm sie dann auf Augenhöhe bei den Schultern und brüllte ihren Namen. So als würde ich sie ganz laut rufen, weil sie weit weg war.), um die hängen gebliebene Emotion zu stoppen. Dann hörte sie abrupt auf, blickte mich überrascht, aber nicht erschrocken an und war wieder ansprechbar. Echt. Von jetzt auf gleich. Ein bisschen, als erwache sie aus einer Hypnose. (Und ich tat das nicht nach 5 Minuten oder 15 Minuten. Dieses „Anschreien“ tat ich, wenn das Kind nach 30 Minuten immer noch nicht ruhiger wurde oder so heftig schrie, dass ich Sorge hatte, sie fiele gleich ohnmächtig um.)</p>
<p>Mittlerweile versinkt sie in Tätigkeiten so sehr, dass sie sich fürchterlich erschreckt, wenn man sie anspricht. Als Beispiel: Sie nimmt sich Honig und nimmt immer weiter, versinkt in der Beobachtung wie der Honig vom Messer fließt. Sagt man dann ganz normal ihren Namen und dass es nun genug Honig wäre, zuckt sie richtig zusammen und sieht erst dann selbst, dass es schon zu viel war. Manchmal weint sie kurz vor Schreck.<br />
Das ist irgendwie eine Eigenschaft, die man im Übrigen auch bei ihrem Vater beobachten kann. Also nicht das Weinen vor Schreck, aber das Versinken und nicht mehr Anwesendsein. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Mensch, dieses große Mädchen. Unser Weg wird vielleicht ein Leben lang ein intensiver sein. Ich hoffe, ich kann sie immer passend genug begleiten.</p>
<p>Jetzt gilt es mal, den penetranten Nachtschreck wieder los zu werden.</p>
<p>Und ich trag das schwere Kind nun ins Bett und leg mich direkt daneben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gute Nacht!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Von Schwerhörigkeit und Mittelohrentzündungen bei Kindern</title>
		<link>https://beatrice-confuss.de/2017/07/18/von-schwerhoerigkeit-und-mittelohrentzuendungen-bei-kindern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jul 2017 07:47:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kinderkrankheiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>-Wie wir ohne Antibiotikum zurecht kommen Ich war, nennt mich verrückt, mit allen drei Babys nicht beim Hörscreening. Ich war mir nämlich sehr sicher, dass sie gut hören. Ich habe alle drei genau beobachtet. Und sie reagierten auf sehr leise Geräusche. Schnurrte eine unsere Katzen irgendwo im Raum, lauschten sie auf und drehten den Kopf [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2017/07/18/von-schwerhoerigkeit-und-mittelohrentzuendungen-bei-kindern/">Von Schwerhörigkeit und Mittelohrentzündungen bei Kindern</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>-Wie wir ohne Antibiotikum zurecht kommen</h2>
<p>Ich war, nennt mich verrückt, mit allen drei Babys nicht beim Hörscreening.</p>
<p>Ich war mir nämlich sehr sicher, dass sie gut hören. Ich habe alle drei genau beobachtet. Und sie reagierten auf sehr leise Geräusche. Schnurrte eine unsere Katzen irgendwo im Raum, lauschten sie auf und drehten den Kopf schon früh in die Richtung. Sie erschraken, ohne Witz, wenn ein Paket Watte auf dem Boden landete und solche Sachen.</p>
<p>Sie entwickelten sich sehr normal. Sprachen recht früh schon kleine Sätze. Sprechen deutlich. Können Melodien perfekt nachsingen. Merken sich Liedtexte. Nehmen feine Geräusche und Nuancen wahr.</p>
<p>Es kam immer mal zu „Schwerhörigkeit“, wenn sie einen starker Schnupfen oder eine Mittelohrentzündung hatten. Aber danach war wieder alles beim Alten. Manchmal hören sie mir sogar <em>zu</em> gut. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Der Sohn hatte mit 3 Jahren ständig Mittelohrentzündungen. (Übrigens haben alle drei Kinder noch nie ein Antibiotikum gegen die Ohrenentzündung bekommen.) Das hat sich aber fast komplett verwachsen. Das Sirenchen war lange Zeit verschont von allem was sich Kinder so einfangen können und äußerst robust. Und nun ist sie im letzten Jahr ständig mit entzündeten Ohren und Schwerhörigkeit bei Schnupfen geplagt.  Sie sagt dann auch, dass sie nichts hört. Jedoch empfinde ich ihr Gehör immer wieder als super gut, wenn der jeweilige Infekt vorbei ist.</p>
<p>Die Logopädin im Kindergarten hatte mich nun mehrfach angesprochen, dass ich das Gehör mal bei einem Pädaudiologen checken lassen solle, da das Sirenchen hier und da Verhaltensweisen zeigt, die auf ein schlechtes Hörvermögen hinweisen können. Das bestätigten auch die Erzieherinnen. Ich war sehr verunsichert und machte mir Gedanken. <a href="https://beatrice-confuss.de/2017/05/03/das-sirenchen-schreit-und-sorgt-fuer-sich/" target="_blank" rel="noopener">Auch warf ich mir vor, vielleicht ihre typischen Eigenheiten fehl interpretiert zu haben.</a><br />
Ich machte einen Termin bei Pädaudiologen. Natürlich gab es nur einen Termin <em>Moooonate</em> später. Wie sollte es auch anders sein.<br />
Der Termin war kurz vor ihrem Geburtstag. Die Hörtests fielen katastrophal aus. Das Sirenchen hatte einen Schnupfen.<em> grrrrrr</em> . Der Arzt erklärte mir zwar sehr gut und sehr zugewandt das ganze Zusammenspiel und empfahl mir dann aber eine OP zum Einsetzen von Paukenröhrchen und der Entfernung der Polypen.</p>
<p>Ich dachte zunächst: „Paukenröhrchen haben viele. Ich kenne nur gute Erfahrungen damit. Polypen hat man mir als Kind auch rausgenommen. War nicht schlimm. Wenn es danach besser wird…Ja gut. Ist vielleicht besser.“</p>
<p>Zu Hause dachte ich, dass das doch alles Blödsinn ist. <span id="more-3071"></span>Wenn das Kind erkältet ist, verfälscht das natürlich komplett die Ergebnisse. Ich wollte unseren Kinderarzt dazu befragen. Als das Sirenchen einen Tag später auch noch Ohrenschmerzen bekam, fand ich das alles absurd und machte statt einen Telefontermin direkt einen richtigen Termin bei unserem Kinderarzt in der Sprechstunde. Der diagnostizierte einen Infekt. Der Hals war rot, die Ohren auch, die Nase zu. Kind krank. Fieber bekam sie auch. Als ich ihm von dem Pädaudiologen berichtete, war er „ernsthaft verstimmt“. So drückte er sich aus und er kann dann auch sehr verstimmt gucken. Ich ließ mich nicht einschüchtern, sah bestimmt zurück und sagte: „DAS kann ich aushalten!“ Damit waren die „Fronten“ geklärt. Ich mag unseren Kinderarzt sehr und vertraue ihm. Deshalb war mir seine Einschätzung hinsichtlich einer OP ja auch so wichtig.</p>
<p>Er meinte, dass das Sirenchen beim letzten Hörtest bei ihm sogar SEHR gut gehört hätte. Und er würde lieber erstmal den Infekt auskurieren und eine OP wäre am Ende immer nur bei 5% der Patienten wirklich nötig. Also erstmal ein klares NEIN, von seiner Seite. Aber er räumte auch ein, dass er manchmal selbst „klein bei“ geben müsse. Ferner sagte er so etwas wie: „Wenn man zum Spezialisten rennt, hat man hinterher mehr Probleme als vorher.“<br />
Kann ich nicht abstreiten. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Wobei Spezialisten in manchen Fällen ja auch sehr hilfreich sind.</p>
<p>Ich hatte ein Gedankenkarussel. Ich sprach mit meinem Mann. Der war total gegen eine OP. Ich sprach mit anderen Müttern, die Paukenröhrchenerfahrungen hatten. Ich sprach mit meiner Mutter, wegen meiner eigenen Polypengeschichte in der Kindheit. Und meine Mama sagte, dass ich immer, <em>immer</em>, IMMER und ständig geröchelt hätte, bis die Polypen raus waren.<br />
Das Sirenchen röchelt NUR bei Schnupfen. Das Sirenchen schläft mit geschlossenem Mund und atmet tiptop durch die Nase. Es sei denn, sie hat akuten Schnupfen. Das Sirenchen spricht super. Das Sirenchen hört die Grillen in der Wiese neben der Straße zirpen. Das Sirenchen ist gut drauf.</p>
<p>Was das Sirenchen aber kann, ist NICHT hinhören. Oder einen ansehen, als hätte sie NICHTS verstanden. (Da ist sie familiär ein wenig vorbelastet. Mein Vater und mein Mann können das beide auch sehr gut.) Dabei will das Sirenchen manchmal einfach nicht hinhören, oder ist in Gedanken, oder sie muss erstmal nachdenken, was sie antworten soll und ob sie <em>überhaupt</em> antworten soll. Oder ob sie sich <em>traut</em>! Manchmal ist sie auch verlegen. Und manchmal, da hat sie auch einfach keine Lust! Oder will erstmal beobachten und zuhören. Das hat sie mir selbst gesagt. Und all das, lässt sie manchmal als schwerhörig erscheinen.<br />
Als der Pädaudiologe ihr <em>Tschüss</em> sagte, reagierte sie auch nicht. Er lachte und sagte: „Ja, das hat sie einfach nicht gehört.“<br />
Sie sagte mir aber wenig später, sie hätte sich nicht getraut ihm <em>Tschüss</em> zu sagen. Und das glaube ich ihr. Ich sehe es ihrem Gesicht an.<br />
Und so wild und laut sie einerseits ist, so schüchtern und still kann sie sein, wenn sie von Fremden oder weniger gut bekannten Menschen angesprochen wird. Wenn sie selbst die Initiative ergreifen kann und der „Überraschungsmoment“ sozusagen auf ihrer Seite liegt, dann quatscht sie munter auch mit wildfremden Leuten.</p>
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<p>Aber nun zum aktuellen Stand der Ohren.</p>
<p>Seit nun gut 3 Wochen ist das Sirenchen mit Schnupfen und entzündeten Ohren beschäftigt. Mal mehr mal weniger. Immerhin haben wir die akute Schmerzphase überwunden. Der Sohn gesellte sich auch dazu. Und nun werden wir es nicht los. Es sind keine Bakterien beteiligt. Die Abstriche waren alle negativ. Und somit sind wir Opfer der diesjährigen sommerlichen Dauererkältungswelle. Nervig. Ich war so oft beim Kinderarzt, wie das ganze letzte Jahr nicht.</p>
<p>Hier gibt es nun immunstärkende Tröpfchen und Kügelchen. Da keine Bakterien dabei sind, wäre ein Antibiotikum eher kontraproduktiv.<br />
Ansonsten gibt es hier Zwiebelsäckchen und Levistikumtropfen, sowie Nasenöl.<br />
Das Neueste sind Nachts warme Eukalyptuspastenwickel auf den Ohren. Netterweise finden die Kinder die Sache sehr angenehm. Und so liegen sie wie kleine Piraten mit Kopftüchern im Bett und schlafen super. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f633.png" alt="😳" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Ob es den Ohren hilft? Keine Ahnung. Für den Schlaf ist es jedenfalls förderlich. Schon seit 3 Tagen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Was ja auch heilsam ist. Donnerstag müssen wir nochmal zur Kontrolle zum Kinderarzt.</p>
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<p>Die hier als angenehm empfundenen Ohren-Wickeln gehen so: <em>Eukalyptus Comp. &#8211; Paste von Weleda</em> wird in der geschlossenen Tube in einem warmen Wasserbad erwärmt und dann dick auf ein Tüchlein (ich nehme halbe Taschentücher) aufgetragen. Die Paste deckt man dünn mit dem Tuch ab und legt sie dann auf die Ohren. Mit einem Stirnband oder Kopftuch fixieren. Riecht übrigens auch sehr gut. Finden wir.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2017/07/18/von-schwerhoerigkeit-und-mittelohrentzuendungen-bei-kindern/">Von Schwerhörigkeit und Mittelohrentzündungen bei Kindern</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
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		<title>Kein geregelter Alltag in Sicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Beatrice]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Jul 2017 12:55:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[...und was es sonst noch gibt]]></category>
		<category><![CDATA[Es könnte so einfach sein]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[seufz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier läuft in letzter Zeit nichts wirklich in gewohnten Bahnen. Ich hatte schon mal beschrieben, dass einiges zu erledigen war. Viel davon ist abgearbeitet. Die meisten Termine erledigt. Es wird wieder luftiger. Ein richtiger Alltag konnte sich aber nicht wieder etablieren. Ständig hat ein Kind Ohrenschmerzen. Das Sirenchen hatte in Kombination mit einer Erkältung eine [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://beatrice-confuss.de/2017/07/10/kein-geregelter-alltag-in-sicht/">Kein geregelter Alltag in Sicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://beatrice-confuss.de">beatrice-confuss</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Hier läuft in letzter Zeit nichts wirklich in gewohnten Bahnen.<br />
<a href="https://beatrice-confuss.de/2017/06/22/zwischenstand/" target="_blank" rel="noopener">Ich hatte schon mal beschrieben, dass einiges zu erledigen war.</a> Viel davon ist abgearbeitet. Die meisten Termine erledigt. Es wird wieder luftiger.</p>
<p>Ein richtiger Alltag konnte sich aber nicht wieder etablieren. Ständig hat ein Kind Ohrenschmerzen. Das Sirenchen hatte in Kombination mit einer Erkältung eine Mittelohrentzündung und der Sohn dann auf Grund der Erkältung auch die Ohren zu und Ohrenschmerzen. Schön nacheinander. Somit war ich ständig mit einem Kind beschäftigt. Auch nachts, versteht sich. Und ich konnte mich so auch nicht um <em>mich</em> kümmern. Dabei hätte ich Schlaf so dringend gebraucht. Ich schleppte mich 2 Wochen mit immer wieder kehrenden Halsschmerzen rum. Die gingen dann von alleine und plötzlich weg. Meine Bindehautentzündung musste ich aber dann mal behandeln. Da hab ich mal den Hausarzt aufgesucht und nicht, <a href="https://beatrice-confuss.de/2017/02/22/von-kleinen-huerden-augenaerzten-und-dem-nervous-breakdown/" target="_blank" rel="noopener">wie im März den Augenarzt. Man lernt ja dazu. </a>Dennoch, ich war ständig bei irgendeinem Arzt und unterwegs. Sehr nervig.</p>
<p>Der Mann hat außerdem einen wechselnden freien Tag in der Woche. Das ändert sich alle paar Monate. Kaum hat man sich an den einen Tag gewöhnt, ist es ein anderer. Das macht mich ganz durcheinander. Ich hab dann auch immer so ein Wochenendgefühl, wenn er da ist. Aber das stimmt ja nicht.</p>
<p>Das Köpfchen schläft mittags nun überhaupt nicht mehr und hat auf Grund dessen oft eine üble Laune. So hinterließ sie beim Kindergartenkennenlernnachmittag neulich einen „sympathischen&#8220; Eindruck, in dem sie geschlagene 30 Minuten randalierte, weil sie mit den großen Kindern im Außenbereich spielen wollte, anstatt den „Babykram“ mit den anderen Neulingen zu machen. Ich hatte Angst, die 2 jährigen Neulinge würden gleich mitheulen aus Sympathie und den Kindergarten schlimm finden. Die guckten mit großen Kulleraugen, die Armen.<span id="more-3055"></span><br />
So war das.<br />
Täglich habe ich auch die Diskussion mit dem Knöpfchen, warum sie noch nicht im Kindergarten sein kann und wann es endlich startet.</p>
<p>Diskutieren muss ich ohnehin viel in letzter Zeit. Der Sohn will alles immer ganz genau wissen und hinterfragt meine Auskünfte oder Aussagen. Und wenn ich ihn um etwas bitte, dann gibt er mindestens Widerworte oder weigert sich. pffffff.<br />
Gleichzeitig ist er sehr kuschelig.</p>
<p>Das Sirenchen will, nach eigener Aussage, derzeit<em> einfach immer <strong>nur bei mir</strong> sein</em>. Was ich einerseits sehr rührend finde und ihr gewähre, aber manchmal ist das auch anstrengend. Weil Turnen ohne mich geht nicht und für den Kindergarten brauche ich auch Überzeugungskraft und gute Nerven.</p>
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<p>Am Freitag und Samstag waren die Kinder so schräg drauf, dass ich nicht mehr wusste, ob sie vom Hafer oder einer Tarantel gestochen worden waren. Unfassbar. Von super schlecht gelaunt und maulig, bis wahnsinnig und komplett beratungsresistent, war alles dabei. Ich konnte im Grunde nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Da war nichts mehr zu steuern. Vielleicht war es der Vollmond? Ich habe das schon öfter beobachtet und kann einen Zusammenhang nicht ausschließen.<br />
Der Samstag begann um 5.36 mit zänkischen Kindern, die es sich nicht nehmen ließen das ganze Haus mit kreiselnden Murmeln in einem kleinen Metalltopf zu wecken. Dabei hatte ich empfohlen etwas LEISES zu spielen. Das war die erste Bitte, die sie galant überhörten, bis ich sie anbrüllte. Meine Laune war auch nicht die beste und mit dieser fragwürdigen Methode hatten sie mich immerhin verstanden. Die Murmeln pausieren seit dem. Aber es fielen ihnen am Tag noch diverse andere Dinge ein. Dass sich keiner  a la Michel aus Lönneberga &#8222;ne Suppenschüssel über den Kopf stülpte oder ein Örestück verschluckte&#8220; war alles.<br />
Und ich wusste wieder, dass 5.30 für mich eine<em> gaaaaanz</em> ungünstige Aufstehzeit ist. Ich habe dann nicht mehr vom Tag, sondern einfach nur mehr Müdigkeit und schlechte Laune.</p>
<p>Am Sonntag war es dann aber wieder friedlich. Das Wetter war traumhaft. Nicht zu heiß, aber sonnig.<br />
Die Kinder wünschten <a href="https://beatrice-confuss.de/2017/05/24/eine-ruderbootfahrt-die-ist-selbsttherapie/" target="_blank" rel="noopener">einen Ausflug zum Weiher</a>. Sie wollten Ruderboot fahren. Das machten wir. Und danach saßen der Mann und ich auf einer Bank und beobachteten die Kinder. Die wiederum brachten uns ständig zum Lachen. Als sich ein Tretboot direkt vor uns am Ufer fest fuhr, setzten sich die Kinder, wie im Kino direkt davor in die Wiese und bestaunten schweigend die 4 Tretbootfahrinnen, die ihrerseits ebenso lachen mussten, wie wir. Es war eine so skurrile Situation. Sie kamen einfach nicht mehr vom Fleck.</p>
<p>Und so lachten wir noch lange am Sonntag über die Situation und freuten uns, dass die Kinder noch so schön im Garten spielten, bis sie ins Bett gingen.</p>
<p>Eine neue Woche startet nun nicht im üblichen Alltag, weil der Sohn noch zu Hause blieb und ich das Sirenchen früher im Kindergarten abholte. Wegen dem hartnäckigen Schnupfen und den regelmäßig einzunehmenden Tröpfchen.</p>
<p>Es wird nicht langweilig.</p>
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