Haushalt mit Kindern

In Anbetracht der frühlingshaften Zustände…Haushaltstipps für Chaotinnen.

Ich mache mir nicht viel aus Hausarbeit. Manchmal macht es Spaß und meistens ist es ein notweniges Übel. Ich freue mich natürlich immer, wenn ich ein Ergebnis habe, möglichst in allen Räumen in der Hoffnung, auf dass es dann eine Weile so bleibt. Es zeigt mir: Ich habe was geschafft UND ich habe erstmal Ruhe. Das ist leider nicht mehr so, wenn man Kinder hat. Das mit dem Geschafft-Haben eigentlich schon, obwohl man das schon nach 5 Minuten nicht mehr so genau weiß. Das mit dem Erstmal-Ruhe-Haben ist definitiv gestorben. Ich versuche die Kinder natürlich mit einzubeziehen. Aber das klappt nur sporadisch und hält meistens auch den Fortschritt auf.

Phasenweise ist es ja auch etwas schlimmer mit dem Chaos, wenn man zum Beispiel viel unterwegs war, oder jemand krank ist. Da hilf es, wenn man eine Überlebensstrategie entwickelt. Ich habe meine mal zusammen gefasst (mit einem Augenzwinkern zu verstehen):

1.Mache ein Foto von jeder aufgeräumten und geputzten Ecke. Und zwar unmittelbar nachdem du aufgeräumt und geputzt hast! Dies dient Familienmitgliedern zur Orientierung, wie der Ort hinterlassen werden möchte, vor allem dient es dir aber als Beweis: So hat es mal ausgesehen. Du hast WIRKLICH Ordnung gemacht!

2.Kaufe einen halbwegs hübschen Staubsauger und lasse ihn in einer zentralen, aber nicht störenden Ecke stets eingesteckt stehen. Du wirst ihn eh ständig brauchen. Zu besonderen Katastrophenzeiten (vorallem, wenn es Reis zum Mittag gab), saugt man schon mal 5mal am Tag.

3.Wenn du noch keinen hast: Schaffe einen Hund an, der alles frisst. Dann ist der Boden unterm Tisch immer sauber. Unsere Katzen sind da leider wählerisch. Das klappt nicht ganz so gut.

4.Putze NUR, wenn du ausschließen kannst, dass keine ähnliche Verschmutzung bis zum Abend erneut entsteht, oder es wirklich klebt, oder es nicht mehr anders geht.

5.Kaufe ausschließlich dunkle Socken, da sieht man nicht so schnell, ob der Boden sauber oder dreckig ist. (Das war ein prima Tipp von einer Freundin. :-))

6.Miste regelmäßig aus. (Ein schwieriger Punkt! Was macht man z.B. mit den ersten selbstgebastelten Kindergarten-Martinslaternen??? Die kann ich doch nicht einfach wegwerfen? Oder doch? Und was ist überhaupt mit dem ganzen Gebastelten? Aber was soll es im Keller? Verstauben? Also fotografieren und digital archivieren und dann doch dem Mülleimer zufügen? seufz…da hab ich noch Förderbedarf)

7.Wäsche waschen muss man ja eh fast täglich, wenn man einen Kinder-Haushalt hat. Das heißt, man braucht gar nicht so viele Anziehsachen für die Kinder. Gut überlegt kommt man mit wenig aus, hat im Idealfall nur Lieblingsoutfits und zur Not tut es auch mal ein verschiedenes Paar Socken. Das spart Platz, Zeit und Räumarbeit.

8.Die Kleidung sollte strapazierfähig sein. Outdoorkleidung braucht man nur in einfacher Ausführung. Es gibt schicke Allwetterjacken, die zu allem passen und die sind abends schnell gewaschen und am nächsten Morgen wieder trocken. Auch ohne Trockner!

9.Bügeln wird überbewertet. Am besten man kauft Jersey und Hauptsache es ist sauber!

10.Wäsche zum Trocknen neu aufhängen wollen, feststellen dass alle Ständer und Leinen noch mit schon getrockneter Wäsche voll hängen (unser Trockner ist kaputt) und dann keinen freien Wäschekorb haben, weil die auch alle mit trockener Wäsche rumstehen….. kein Problem! Man kann die Wäschekörbe einfach so auskippen. An die Wand gelehnt, kann man 2 bis 3 Ladungen Wäsche auftürmen, ohne dass sie umfallen und man hat wieder mindestens einen freien Wäschekorb frei, für die andere trockene Wäsche. Es wird dann allerdings wirklich Zeit zum Wieder-Einsortieren.

11.Die Spülmaschine sollte möglichst IMMER sofort ausgeräumt werden, wenn sie fertig ist. Somit spart man sich Ärger, wenn plötzlich viel dreckiges Geschirr angefallen ist, das man schnell wegräumen möchte, weil man sonst keinen Platz hat, um Abendbrot zu machen. Leider ist die Maschine immer dann fertig, wenn ich gerade los muss.

12.Versuche den „Trick“ zu beherzigen, alles am Besten schnellst möglich sofort wieder an seinen Platz zu räumen oder sauber zu machen…oder, oder, oder…aber es ist schwierig, wenn man immer bei allem durch die Kinder unterbrochen wird.

13.Lerne alle offen stehenden Aufgaben auch häppchenweise zu bearbeiten. Immer da, wo man dich gerade weiter machen lässt.

14.Wenn du es nicht schaffst minimalistisch zu leben und nicht rundherum abschließbare Einbauschränke hast, verteile überall dekorative Körbe, Schachteln oder Kisten und werfe dort die Klimbim-Sachen rein, für die du a toc keinen Platz weißt, oder aber nicht dazu kommst sie an den richtigen Ort zu bringen, oder du gerade keine Lust hast, sie an den richtigen Ort zu räumen. Mit Kindern fliegt Unmengen Kleinkram überall herum. Man weiß gar nicht, wo die das alles her holen. Wenn die Kisten, Körbe, Schachteln und Co voll sind, muss du sie leeren und alles wegwerfen was dann doch weg kann oder alles andere an seinen richtigen Platz räumen.

15.Wenn der Frust doch mal groß wird und man das Gefühl hat überhaupt nichts getan zu haben, dann sollte man mal inne halten und genau überlegen. Dann stellt man nämlich fest, dass man überall gründlich gesaugt, die Betten neu bezogen, eine Maschine Wäsche angeworfen und aufgehängt, das Bad nebenher geputzt, gekocht, 3 mal die Küche aufgeräumt und die Kinder bespaßt hat. Das ist gut!

Ansonsten kann ich nur sagen: Augen zu und durch. Hauptsache es haben alle zu Essen, was Sauberes anzuziehen und sind glücklich und gesund. Das andere ist selbst gemachter Stress.

Wer noch sachdienliche Ergänzungen hat….Was sind eure Überlebensstrategien?

  4Comments

  1. Avatar Anke   •  

    Also meine beiden haben auch eine Aufräumallergie. Die verschwindet aber auf magische Weise, wenn ich mit dem laufenden Staubsauger ins Zimmer komme. Sofort wird alles, was nicht niet- und nagelfest ist, aufgehoben und im Idealfall richtig weggeräumt. Im suboptimalen Fall auch mal auf das Bett der Kleinen geschmissen, aber hey, Hauptsache, einmal Durchsaugen geht.
    Ich fürchte den Zeitpunkt, an dem sie realisieren, daß die meisten ihrer Spielzeuge gar nicht in den Staubsauger passen. 😉

    • Avatar Tanja   •  

      Bei meinem Sohn genau das gleiche 😀 Er hat viel von Playmobil, aber wenn ich mit dem Staubsauger ankomme ist zackig alles in seiner Spielzeugkiste verschanzt!
      Liebe Grüße, Tanja

  2. Avatar Tabea   •  

    Jetzt ist ja aktuell grade wieder total die Zeit für ordentliches Ausmisten und den großen Frühjahrsputz. Ich verstaue bei mir dann auch immer gleich die gesamten Winterklamotten und vor allem die warmen Winterdecken. Dieses Jahr habe ich mir Vakuumbeutel gekauft, um alles vernünftig wegzupacken.
    Ich habe die Beutel dann alle zusammen auf dem Dachboden verstaut und bin mal gespannt, wie sich das hält. Kennt ihr Vakuumbeutle und was für Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

  3. Avatar Jana   •  

    Wir putzen 2x im Monat (Grundreinigung). Saugen tuen wir 2 mal die Woche. Das reicht hier vollkommen aus. Einen großen Putztag machen wir auch. Maximal aber 2 mal im Jahr.

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