Wie eine Maus dazu beiträgt mich durch den Corona-Winter zu tragen

Es hat begonnen. Der komplizierte Herbst/Winter ist da. 

Die Infektionszahlen mit dem Coronavirus steigen und die ersten Menschen im nahen Bekanntenkreis haben oder hatten es jüngst. Ernsthaft interessiert frage ich dann, wie es den Menschen mit Covid-19 ging. Vor allem frage ich jedes Mal, wie es den Familien mit Kindern damit ging. Wie schlimm waren die Symptome? Hatten es alle in der Kernfamilie? Wie kamen alle mit der Isolation zurecht? War es machbar die Kinder noch halbwegs gut zu versorgen und zu betreuen?

Es ist so, ich hoffe zwar, dass wir verschont bleiben, gleichzeitig fürchte ich, ist es wahrscheinlich weniger eine Frage ob man es bekommt, sondern eher wann. Und dann hoffe ich, dass der Verlauf mild sein wird. Die bisher im näheren Umfeld Betroffenen hatten eher milde Verläufe, fühlten sich allerdings schon ziemlich mitgenommen. Aber das Kernfamilienleben war zu händeln. 

Das führe ich mir immer dann vor Augen, wenn mich wie ein Blitz ein kurzer Moment der Panik überfällt, die Was-wäre-wenn-Maschine anspringt und mir ein worst case Szenario auf den Schirm spielt, und habe mich wieder unter „Kontrolle“.  Continue reading…

Unsere Hummel ist ein richtiges Kleinkind geworden

Ein „Baby“-Update.

Unsere Hummel ist definitiv dem Baby-Status entwachsen und zu einem richtig Kleinkind geworden. Den ersten Haarschnitt habe ich ihr auch schon verpasst.

Mittlerweile haben wir sie gut kennen gelernt.

Sie ist ein sehr wuseliges Kleinkind, welches mich nicht nur zu Hause auf Trapp hält. Dennoch ist sie nach wie vor unkompliziert im Familienalltag integriert und ich staune immer wie verständig sie ist. Nicht immer, aber meistens lässt sie sich erklären, warum wir manche Dinge nicht machen können oder sie etwas Bestimmtes nicht darf. Sie schaut mich dann mit großen Kulleraugen an, scheint kurz zu überlegen und lässt sich entweder weiter führen oder wendet sich einer anderen Erkundung zu.

Wenn sie mal weniger geneigt ist die Sachlage einzusehen, gibt es einen kurzen und unspektakulären Protest. Das kenne ich ja von den beiden Schwestern völlig anders.  Continue reading…

WMDEDGT Oktober 2020

6.30 Weckerklingeln 

Das Kleinkind ist auch sofort wach. Wir kuscheln und ich lese ein bisschen Nachrichten auf dem Smartphone. 

6.40 

Wir stehen auf. Türschutzgitter auf, dem Kleinkind hinterher zur Treppe nach oben. Geschwister wecken.

7.00 

Alle sind wach. Ich lege Kleidung für den Tag für jedes Kind raus. Der Sohn wählt etwas völlig anderes. Mit den Mädels hab ich heute Glück, sie tragen ohne Murren das, was ich rausgelegt habe.

7.15 

Alle Kinder haben sich angekleidet, ich habe die Hummel angekleidet und wir gehen in die Küche. Türschutzgitter zu.

Ich beginne mit den Frühstücksdosen für die Schule und dem Frühstück hier zu Hause für die Kinder.

7.30 

fällt zwei Kindern ein, sie hätten da noch Zettel zum Unterschreiben in den Postmappen. Ich merke an, dass ich am Freitag noch Post gefragt hätte, aber niemand sich gerührt hätte. Immerhin fiel es ihnen jetzt ein.

Ich lese und unterschreibe. Die Kinder werden ungeduldig. Sie müssten doch los. Ich merke an, dass sie keinen Zeitdruck hätten so oder so und hätten sie mir am Freitag ihren Kram gegeben…ihr wisst schon.

Ich schreibe außerdem noch eine Entschuldigung für das die letzte Woche kranke Kind und vergesse völlig jenem Kind noch das Geld für den Laternenstab und den kleinen Beitrag  für das Geburtstagsgeschenk der Lehrerin einzupacken. (Das fällt mir aber erst später ein.)

7.43 

sind alle Schulkinder fertig angezogen, mit Masken ausstaffiert und laufen los.

Ich fange unser Hummelchen wieder ein, welches grundsätzlich hinterher möchte und mache ihr eine Flasche Milch. Während das Wasser kocht, beginne ich die Spülmaschine auszuräumen. Dann trinkt die Hummel ihre Milch auf meinem Schoß eingekuschelt.

8. Uhr 

Ich bewache die Hummel beim Erklimmen der Treppe und lotse sie ins Bad. ICH möchte mich nun ankleiden. Gleichzeitig stelle ich noch eine Waschmaschine Handtücher an. Continue reading…

Der Herbst ist da- neue Tagesabläufe, Improvisation und Gemütlichkeit

Nachdem ich mich letzte Woche nicht nur durch Kinderkrankheiten ausgebremst fühlte, sondern vor allem auch von meinem Zyklus, bin ich die letzten Tage voller Schwung.

Mein Zyklus schien nach dem kompletten Abstillen nochmal aufmüpfiger und verpasste mir fast drei volle Tage lang Kopfschmerzen, die sogar Nachts anhielten und die ich nur mit Tabletten aushalten konnte. Ich sehnte förmlich meine Periode herbei. Freundlicherweise kam diese auch, zwar etwas zu früh, aber das war mir egal. Hauptsache die bekackten Kopfschmerzen machten sich vom Acker. Als Belohnung bekam ich wunderbare Lachanfälle. Einmal sogar Nachts. Ich lag laut lachend im Bett und hab mich nicht mehr eingekriegt. Die Hormone. Oder vielleicht musste ich auch einfach nur mal den Irrsinn dieses Jahres herauslachen. So nach dem Motto, wenn’s zum Weinen nicht reicht…. Continue reading…

Windpocken

Für die einen haben wir den Jackpot geknackt, weil wir sie haben. Die echten, wilden Windpocken, ein „Immunsystembooster“. Für die anderen sind wir fahrlässig.  Ich weiß um die Diskussionen. Ich finde beide Extreme fragwürdig. 

Die erste Frage, die die Meisten stellen: Sind die Kinder denn nicht gegen Windpocken geimpft?

Nein. Sind sie nicht.

Und bevor der Gedanke der aktuellen Zeit aufkommt: 

Wir sind KEINE Impfgegner! Ich befürworte aber tatsächlich eine individuelle Impfentscheidung. Die wirklich schwierigen Krankheiten werden/wurden bei unseren Kindern geimpft. Darunter Masern und das nicht erst seit Einführung der Impfpflicht. 

Bei Windpocken machte ich mir keine Gedanken. Diese Impfung stand ganz hinten auf meiner Prioritätenliste. Denn sie sind gut bekannt, gut behandelbar und meistens völlig harmlos. Wer einmal Windpocken hatte, ist immun. Ich fand das für mich selbst in den Schwangerschaften beruhigend. Denn rund um Schwangerschaft, Geburt und die jungen Säuglinge sind Windpocken tatsächlich ein Risiko. Und eine Impfung ist kein 100%er Schutz. Es kommt öfter vor, dass dagegen Geimpfte trotzdem Windpocken bekommen. (Ich selbst hatte als Kind, wie damals fast alle, die Windpocken und ich habe keine schlimmen Erinnerungen daran. Immer wieder hörte ich, die Windpocken seien in schlimmer Erinnerung, die Erkrankten waren dann aber meiste schon im Teenageralter. Ich finde eine Impfung im Teenageralter, wenn man sie noch nicht hatte dann durchaus einen sinnvollen Gedanken).

Da Deutschland eines von wenigen Ländern ist, die eine Impfung gegen Windpocken empfiehlt, können sie einem also doch immer wieder begegnen. Die Schweiz und Österreich impfen zum Beispiel nicht gegen Windpocken. 

Wenn ich mir die Ausführungen des RKI zur Windpockenimpfung und Meldepflicht durchlese, dann klingt das alles ohnehin mehr wie eine Evaluationssache hinsichtlich einer Kosten-Nutzen-Rechnung für mich. Die etwas sperrigen Ausführungen kann man hier nachlesen:

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2016/Ausgaben/19_16.pdf?__blob=publicationFile

Und bevor mich jetzt jemand in die Verschwörungstheorienecke stellt…ich bin durchaus in einigen Dingen kritisch, aber die Coronapandemie halte ich für real, halte mich auch freiwillig an alle Regeln und fühle mich dadurch nicht in meiner Freiheit beschnitten. Nur aus bequemen Gewohnheiten gerissen. Ich glaube auch nicht an einen ausgefuchsten Microchip-Coup von Bill Gates. 
Corona ist ein neues Virus, welches wir gerade erst kennen lernen, also ist Achtsamkeit und Rücksichtnahme geboten, bis wir es besser kennen und gut damit umgehen können.

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