Ich fühle mich wie diese Zimmerpflanze

Noch vor 2 Wochen lief hier alles relativ stabil, wenn auch auf der letzten Rille. Aber naturgegeben bleibt ein solcher Zustand in einer sechsköpfigen Familie nie dauerhaft erhalten und so traten ein paar Ereignisse ein, die mich ermattet erschlaffen lassen.

Es began wie folgt:

Zwei externe Themen, die mich/uns beschäftigen ploppten als Wiedervorlage und unignorierbar auf. Ein Problem korreliert ungünstig mit der Erstklässlerin. Ich würde es einen Kommunikationeswirrwarr nennen, der mich völlig irre macht.

Gleichzeitig und vielleicht unter anderem auch daraus resultierend, schreit die Erstklässlerin neuerdings immer öfter und lauter um „Hilfe“. Sie braucht elterliche Unterstützung und Zuwendung. Die Wackelzahnpubertät und die besondere Art der Erstklässlerin (ein tolles Kind!) machen es für beide Seiten nicht ganz einfach. Continue reading…

Nach Ostern 2021

Ostern vorbei. Ferien zu ende. Distanzunterricht. 

Ich stöhnte auf. Die Kinder auch. Dann aber war die Woche gar nicht so schlimm wie befürchtet, denn unsere Schule hat den Plan des Wechselunterrichts für den Onlineunterricht übernommen und das sorgte tatsächlich für Ordnung, Ruhe und Überblick hier mit den drei GrundschülerInnen und mir.

Die Technik zickte zwar hier und da. Aber immer schon bevor es los ging, so dass ich das Problem rechtzeitig lösen konnte.

Dennoch gibt es Hürden. Gerade die Erstklässlerin ist wackelzahnpupertär und unzufrieden damit, dass sie nicht in die Schule gehen kann. Sie zerknüllt auch gerne mal Arbeitsblätter, die sie nicht mag und sagt frank und frei im Videocall zur Lehrerin, dass sie keinen Bock auf die Aufgaben hatte. upsi….

Das Kind ist ein bunter Strauß an Selbstständigkeit, gefestigtem Willen, unbändiger Kreativität und Schusseligkeit auf Grund der ausufernden Fantasie. Oft streitet sie mit ihrer Schwester und täglich tobt sie einmal laut vor Unbill kreischend durch das Haus. 

Schön ist aber, dass sie mit ihrer Klassenkameradin aus der Nachbarschaft viel Zeit draußen verbringt. Die beiden spielen mit den Hühnern im Garten. Diese Zeit ist wertvoll. Und erst vorgestern hat sie zusehen können, wie „ein Huhn ein Ei bekommt“. Sie durfte das Ei sogar mit nach Hause nehmen.  Continue reading…

Ostern 2021- ein realistischer Großfamilien-Ostermorgen

Schon Tage vorher hatte ich verzückt hübsch gedeckte Osterfrühstücksvorschläge und verschiedene Speisen  in den  Sozialen Netzwerken betrachtet. Hachz. Jaaa, DAS ist schön. Will ich auuuuch!

Die ein oder andere kleine Speise fand ich ansprechend, aber die Kinder, als auch der Mann zeigten sich wenig entzückt. Also strich ich sie von meinem angedachten Frühstücksbuffet. Gut, dass ich vorher mal gefragt hatte.

Aber einen frischen Hefezopf sollte es geben. Diesmal wollte ich schlau und gut vorbereitet sein und bereitete den Teig am Vorabend vor und stellte ihn über Nacht in den Kühlschrank. Dann müsste ich ihn morgens nur eine Stunde vor dem Backen raus nehmen. Das geht ja dann schneller, als morgens den Teig frisch zu machen. Dachte ich. Das stand auch überall im Netz so geschrieben. Ganz easy.

Außerdem wollte ich um 6:45 aufstehen, um schon heimlich meinen Osterhasenjob zu erledigen. Am Abend hatte ich bereits alles zurecht gelegt. Allerdings war die Hummel vor mir wach und ausgerechnet an diesem Morgen ausgesprochen schlecht gelaunt. Leider war sie auch sehr laut dabei, so dass die anderen Kinder auch erwachten und recht schnell zu uns ins Kinderzimmer gelaufen kamen. Ich versuchte die Kinder irgendwie unauffällig abzuschütteln, was schließlich mit dem Argument gelang, ich müsse den Hefezopf mal vorbereiten. Sonst gäbe es kein Frühstück. Die Erstklässlerin stand aber schon angezogen und ganz aufgeregt wegen des Hasenbesuches neben mir und folgte mir auf Schritt und Tritt. Ich spielte die brummige Mutter, die noch ein bisschen ihre Ruhe in der Küche braucht, damit sie ging. Continue reading…

Die Kinder werden groß-aber wir bleiben Anker

Gerade jetzt fällt es mir wieder stark auf, wie sehr sich ihre Gestalt verändert. Sie sind gewachsen und brauchen neue Sommerkleidung und Schuhe.

Der Sohn und das wilde Mädchen haben nun meine Schuhgröße. Ok, das wilde Mädchen hat noch eine Nummer kleiner als ich. Aber das ist spätestens nächsten Sommer anders und schon jetzt muss ich meine Lieblingsschuhe vor ihr verstecken.

Ich finde es übrigens auch nicht so einfach „Kindersandalen“ in Herrengröße für den Sohn zu finden. Zumal der Sohn auch einen eigenen Geschmack entwickelt hat und nicht mehr alles anzieht, was Mama so vorschlägt. Und viele Sandalen, die es in der passenden Größe so gibt, sind dann eher feine Ledersandalen, Treckingsandalen, die anmuten wie Raumschiffe, ganz billo Plastikteile oder eben so teuer, dass ich erstmal noch wo anders suche. Obwohl Kinderschuhe generell ja teuer sind, wenn man zusätzlich bedenkt, dass sie ein Jahr maximal getragen werden und dann von meinen Kindern meist auch völlig zerlegt wurden. Wem sage ich das….

Zu dem Schuhproblem kommt dann auch noch das Klamottenproblem. Explizit beim wilden Mädchen ist es schwierig. Viele Sachen sind ihr weiterhin zu unbequem. Zwackende Bündchen, zu hoch geschnittene Hosen, zu eng, zu stramm, zu weite Ärmel, zu enge Ärmel, zu kratzige Kragen……Und manche Schnitte sehen einfach nicht mehr richtig an ihr aus. bzw einiges was ihr passen würde, ist eher etwas für Teenagerinnen und wirkt an einer Achtjährigen völlig deplaziert. Es ist nicht einfach da eine passende Auswahl zu finden.

Noch komplizierter wird es mit dem Bedürfnissen. Continue reading…

Osterferienstart 2021-mütend

Jetzt, wo ich für meine altersweitsichtigen Augen,( jaja, es geht bergab mit Ü40 ) endlich passende neue Brillen habe (eine Gleitsichtbrille und eine Lesebrille und ich liiiiibe sie beide, vor allem weil jetzt wieder alles richtig gut sehen kann), wollte ich eigentlich wieder mehr malen, lesen, nähen etc. und mal etwas auf den Weg bringen, was ich schon immer mal versuchen wollte. Stattdessen bin ich so müüüüüde! Die neue Empfindung mütend (müde und wütend zusammen) hat auch bei mir Einzug gehalten. Gerade kann ich kein Ende dieser Pandemie-Situation erkennen. Im Gegenteil. Aber vielleicht werde ich langsam auch pessimistisch? Und der Frühling wirbelt mir die Pollen in meinen allergischen Organismus. Das macht mich auch müde. Lange Rede kurzer Sinn. Es gibt kein gemaltes Beitragsbild. Das spannende Buch, welches ich schon vor zwei Wochen begonnen habe, muss auch warten.

Der Mann und ich stellten jüngst fest, dass unser Elterndasein recht entspannt wäre, jedenfalls nach dem Erleben des letzten Jahres, wären die drei Grundschüler:innen jeden Morgen in der Schule, müssten dann nur mit Mittagessen und noch ein bisschen Hausaufgabenbetreuung versorgt werden, um dann nahezu selbstständig am Nachmittag verabredet zu sein. Was wäre das ein Leben! Eines, wie es vorher schon oft war und jetzt halt noch mehr wäre. Ohne Pandemie. 

Der Wechselunterricht sorgte für uns unerwartet für eine deutliche Entspannung unserer Situation. Ich dachte zunächst, ich würde den Überblick über die unterschiedlichen Unterrichtstage verlieren, aber tatsächlich funktionierte es wunderbar und selbst e i n Kind weniger im Distanzlernen schaffte Ruhe.

Alle drei Kinder hatten gestern nochmal gleichzeitig einen Präsenztag in der Schule vor den Osterferien. Einerseits freute ich mich für sie. Für uns. Denn vielleicht war das der letzte Tag für die nächste Zeit, an dem die Kinder mal alle drei aus dem Haus waren. Weiß der Kuckuck, was nach den Osterferien für ein Szenario auf uns wartet. Continue reading…