Protokoll am Morgen- Zwischen Wahnsinn, Grab und Liebe

Vorwort:

Am Freitag Abend war ich ziemlich angestrengt, weil die Kinder sich den ganzen Tag wie Wahnsinnige aufgeführt hatten und zu allem Überfluss angaben, sie wären so aufgeregt wegen Weihnachten. Ich freue mich schon auf die nächsten 5 Wochen/6Wochen? Wie lange geht das jetzt so? Oh weia.

Zu allem Überfluss bin ich etwas angeschlagen und war dann abends komplett heiser.

Als der Mann nach Hause kam und mich mit Fragen löcherte, knurrte ich ihn an. Er meinte: „Ach, die zweite Zyklushälfte hat also angefangen.“

Darauf reduziert zu werden finde ich unter aller Kanone, wenn man die Vorgeschichte des Tages nicht kennt, aber meine eindringliche Heiserkeit unterband lauten Protest.

 

Samstag morgen

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Der Weg zum selbstständigen Schulweg

Seit dieser Woche habe ich zwei Schulkinder, die alleine den Schulweg hin und zurück bestreiten. Das ist schon ein ziemlich gutes Gefühl für die Kinder und für mich auch.

Der Sohn geht in die zweite Klasse und läuft schon seit letztem Herbst alleine hin und zurück. Und das Sirenchen hat nach den ersten Wochen in der ersten Klasse auch den „Absprung“ von der mütterlichen Eskorte geschafft.

Ich finde das überaus wichtig, denn ich möchte meine Kinder fit für das Leben machen, abseits von meinem Rockzipfel. Meine heimlichen Ängste müssen nicht die der Kinder werden.

Und der Weg zur Schule hier bei uns im Ort ist für Kinder problemlos alleine zu bewältigen.

Für die Kinder bedeutet das:

-vor und nach der Schule Bewegung an der frischen Luft. Bei jedem Wetter. (Es gibt übrigens reflektierende Kinderregenschirme.)

– eigenständige Wege gehen, ein Gefühl von Freiheit und „Ich bin schon groß.“

-neue Kontakte knüpfen (gemeinsam mit anderen Kindern den Schulweg gehen)

-Sicherheit und Selbstvertrauen gewinnen „Ich schaffe das. Ich kann das.“

-Selbstständigkeit weiter ausbauen

-sich selbst behaupten, stark sein, Lösungen finden (bei möglichen Streitereien mit anderen Kindern auf dem Schulweg oder merkwürdigen Begegnungen mit Erwachsenen, bei kniffligen Verkehrssituationen wie Baustellen oder Hindernissen)

Ich gebe ganz offen zu, dass es mich Überwindung kostetet meine Kinder alleine los zu schicken oder mittags auf sie zu warten, anstatt sie abzuholen.

Gleichzeitig war mir klar, dass es albern ist, mich an sie zu klammern.

Deshalb habe ich ein paar Absprachen mit den Kindern gründlich durchgekaut.

-Bevor man sich mit anderen Kindern verabredet oder sich gar die lockende Modelleisnebahnkammer des Unbekannten ansieht, müssen die Kinder zuerst nach Hause kommen und fragen bzw Bescheid geben wohin sie gehen.

-Sie dürfen nicht in fremde Autos steigen (Ausnahmen sind uns allen gut bekannte Eltern)

-Augen auf im Straßenverkehr!

Dann habe ich den Schulweg mit den Kindern geübt. 

Wir sind diversen mögliche Wege zusammen abgelaufen.

Dabei haben wir die Varianten „ausgearbeitet“, die am sichersten sind. Sprich Straßen mit möglichst wenig Autoverkehr, möglichst hell, möglichst belebt (von anderen Schulkindern genutzt), großzügigen Gehwege und mit sicheren Straßenübergängen bestückt.

Ich habe die Zeit gemessen, wie lange der Schulweg dauert, wenn man richtig trödelt. Das ist das Zeitfenster, in dem die Kinder ankommen können. Wird dieses Zeitfenster überschritten, werde ich unruhig. (Mittlerweile kenne ich die typischen Tage, an denen der Sohn etwas später in der Schule los kommt und bin dann mit dem Zeitfenster auch etwas gelassener bei Zeitüberschreitungen.)

Wir haben den Schulweg morgens und mittags eine Weile gemeinsam gemacht, bis ich mir sicher war, die Kinder machen das souverän.

Der nächste Übungsschritt war, die Kinder nur den halben Weg zu bringen oder auf dem Heimweg auf halber Strecke zu treffen.

Zu Beginn, als der Sohn ganz alleine los ging, wollte ich dann auch, dass er immer den gleichen Weg läuft, damit ich wusste, wo ich ihn suchen muss, falls er sich grob verspätet.

Mittlerweile dürfen die Kinder alle Wege gehen.

Was auch mehr und mehr wächst: Das Netzwerk an Kindern, die gemeinsam den Schulweg laufen und sich trauen. Mittlerweile laufen der Sohn und das Sirenchen oft im 5er Pulk. Lauter Erst- und Zweitklässler, die das ganz prima machen, sich schon immer aufeinander freuen und schnatternd ihre Wege gehen.

Was ich bisher allerdings nicht möchte ist, dass meine Kinder mit einem Roller oder dem Fahrrad zur Schule fahren. Das wäre mir zu unsicher. 

Sowohl dem Sohn als auch dem Sirenchen musste ich zum finalen Absprung noch einen kleinen „Schubs“ geben und überzeugt sagen: „Und heute kommst du ganz alleine nach Hause!“ Man merkt ja, ob das Kind wirklich ängstlich und unsicher ist (dann begleitet man es natürlich weiter) oder ob es sich eigentlich traut, aber ein bisschen Angst vor der eigenen Courage hat. In letztem Fall hängt das Gelingen von der eigenen Einstellung ab. Ich muss als Mama selbst bereit sein los zu lassen.

Und mein Gefühl war Anfang dieser Woche: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt bevor es sich zur Bequemlichkeit entwickelt. Und ich sagte zum Sirenchen: „Heute kommst du alleine nach Hause! Du schaffst das!“

Ich weiß nicht, wer von uns beiden stolzer ist, wenn sie nach der Schule wieder vor der Türe steht. 

Der Sohn ist da ja schon nahezu ein alter Hase. Aber das schmälert auch bei ihm nicht meinen Stolz. 

Wer sich fragt, was hier los (ist) war .

Der Blog ist war ohne Bilder und stolperte und holperte vor sich hin.

Für alle Nicht-Blogger und Technik weniger affinen Leserinnen und Leser erkläre ich es kurz so:

Um einen Blog zu betreiben gibt es einen großen Baustein, der die Plattform für die Inhalte bietet und sozusagen das „Fenster“ ist. Und für diese Plattform gibt es diverse, teilweise sehr hilfreiche Werkzeuge, um im Hintergrund gewisse Dinge zu bearbeiten und zu steuern und auch für Leser alles sicher und einfach zu machen. Diese Werkzeuge kann man teilweise extra zum großen Baustein zufügen.

Manchmal haben diese Werkzeuge aber ne Macke oder werden etwas überholungsbedürftig. Und wenn man Pech hat, explodiert einem so ein Werkzeug in der eigenen Werkstatt.

Das ist hier passiert am Wochenende. Eines dieser Werkzeuge hat alles in Schutt und Asche gelegt. Der Blog lag in Trümmern und ich konnte nichts mehr machen.

Außer ausschalten.

Nun hatten wir hier einen ziemlichen Datentrümmerhaufen und selbst der Mann konnte in der Staubwolke keinen Anfang mehr finden. Wir schaufelten also unseren Datentrümmer zu einem Experten, der das Beste daraus machte und rettete was zu retten war. Ich finde das beachtlich, denn ich selbst dachte, ich könne ALLES einfach mal vergessen und entsorgen.

Das mit den Bildern wird auch noch geregelt. Und an sich nehme ich diese Explosion zum Anlass in nächster Zeit einfach mal gründlich zu renovieren. (ein guter Teil ist geschafft und manches war gar nicht sooo schlimm wie gedacht.)

 

 

Und falls es hier WordPress Nutzer gibt, die nicht so richtig weiter wissen, empfehle ich euch bei Problemen den WordPress Fachmann: Wolfram Lührig. Der hat mich/uns mit grandioser Gelassenheit gerettet! (Das ist wohl sowas wie Werbung ;-))

 

 

(Cyber)Mobbing – Was können Eltern tun?

Es passiert. Überall. Ungeachtet der sozialen Herkunft.

Gemobbt wurde wohl schon immer und in irgend einer Form hat es jeder schon mal erlebt. Als Gemobbter, als Mobber, als Mitläufer, Beobachter.

Es ist immer demütigend und gibt letzten Endes niemandem ein gutes Gefühl.

Wichtig ist es Mobbing zu erkennen und zu unterbrechen.

Seit der Nutzung der neuen Medien hat Mobbing zudem eine neue Qualität erlangt. Was sich früher nur auf dem Schulhof, der Arbeit oder unterwegs ereignen konnte, findet nun auf digitalem Wege immer und überall statt. Cybermobbing

Auf unserem Wochenende (#djhmachtstark) in der super schönen Jugendherberge in Nottuln haben wir die Arbeit von Helden e.V. kennen gelernt, die uns einige Informationen rund um das Thema (Cyber) Mobbing mitbrachten und darüber hinaus aktiv mit Schulklassen arbeiten. Sie bieten neben präventiven Maßnahmen auch Akuthilfe an. Ihre Arbeit finde ich absolut unterstützenswert und sehr wichtig!

 

Hier nun eine Sammlung aus Informationen des Wochenendes, eigenen Recherchen und Erfahrungen.

Einige Fakten zu Mobbing

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Schrei nur-du wirst uns nicht los!

Liebes Sirenchen,

ich gebe mir von Anfang an große Mühe, dich zu verstehen und dich zu begleiten.

Ich sehe und fühle vieles. Es erschreckte mich nicht, als du sofort nach der Geburt so gebrüllt hast (für so ein kleines Neugeborenes warst du echt schon laut und vehement). Ich blieb ganz ruhig.

Ich trug dich. Ich hielt dich am Körper, wann immer es möglich war und oft genug auch über meine Kraft hinaus.  Dein großer Bruder war nur 18 Monate älter als du und brauchte mich auch.

Ich dachte mir allerlei aus, um dich zufrieden dabei zu haben.

z.B. wenn ich mit deinem Bruder ins Bad musste. 

Ich habe dich Mittags auf meinem Arm gehalten, während du gedöst hast. Du warst nicht müde genug zum Schlafen, aber brauchtest die Nähe. Ich habe sogar verstanden, dass das NUR in der Küche ging und ich dort auf einem Stuhl sitzen musste. Auf der Couch oder gar im Bett liegend war dir das nicht angenehm. Ich hätte auch so gerne geschlafen. Manchmal war mir, als wolltest du nicht, dass ich schlafe, damit ich wach bei dir bin. Mit dir. Du hast auf meinem Arm ja auch nicht geschlafen. Du hast nur ganz ruhig dagelegen und wachsam geblinzelt und wache Zeit mit Mama getankt. Continue reading…