Alles ein bisschen viel

Es ist seit Wochen hier sehr intensiv alles. Die weiterführende Schule, das neue Schuljahr, Termine, Schulkinder mit Befindlichkeiten und Herausforderungen aus unterschiedlichen Gründen, deshalb auch mehr Streitereien und „Trotzreaktionen“, mehr Bedürfnis nach elterlicher Nähe und Begleitung, das Kleinkind, der neue alte Alltag…Die Schlafsituation ist seit langem auch nochmal durcheinander geraten. Nicht bei der Hummel, sondern bei den großen Kindern. Und ich bin mal wieder sehr froh, dass wir genügend Schlafplätze haben, um jederzeit flexibel reagieren zu können.

Ein unrunder Zustand. Ich begann zu taumeln. Verspannte zusehends. Abends war ich, wie phasenweise öfter schon mal, wieder so müde, dass ich manchmal nicht mal in der Lage war noch einen Film anzuschauen. Ich ging früher schlafen, als ich eigentlich wollte und hatte einfach keinen Feierabend. Continue reading…

Reisetipp für Familiengruppen

Das Waldjugendheim in Dasburg (Südeifel)

Wir sind zu 5 Familien, (10 Erwachsene mit insgesamt 13 Kindern) an diesem Wochenende im Waldjugendheim in Dasburg in Rheinland Pfalz gewesen. Und das war eine super tolle Unterkunft für so viele Leute. Es hätten sogar noch ein paar mehr mitfahren können.

Das Waldjugendheim bietet locker Platz für 40 Leute. Es gibt sechs 6-Bettzimmer jeweils mit eigenem kleinen Bad und zwei 2-Bettzimmer auch mit eigenem kleinen Bad und barrierefrei. Die Zimmer reihen sich in einem sehr großzügigen hellen Flur aneinander. Eine Küche mit mehreren Kühlschränke und Kochgelegenheiten und einer Ausstattung an der es nichts fehlt, sowie einen riesen Speisesaal gibt es außerdem. Rund um das Hauptgebäude gibt es noch eine urige Hütte mit großem Kamin, einen großen Grill im Hof und noch eine Feuerstelle mit Schwenkgrill etwas oberhalb der Gebäude gelegen. 

Unsere Zweijährige wartet schon ungeduldig auf das Abendessen im großen Speisesaal am Ankunfstabend.


Der großzügige Flur. Rechts die Schlafräume. Links die Gemeinschafträume.

 

Überall sind ausreichend Sitzplätze draußen zu finden, teilweise überdacht. Insgesamt gibt es viel Auslauf und Raum zum Entdecken für die Kinder. 

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Die Hummel spricht und und lernt

Es hat sich wieder einiges getan bei unserer Hummel. Und wieder wird sichtbar, wie unterschiedlich alle Kinder sind. Selbst die, die aus „einem Stall“ kommen. Faszinierend.

Die Hummel ist wohl das anhänglichste von den 4 Kindern. Sie war ja schon ein ausgesprochenes Kängurubaby seit der Geburt. Aber mittlerweile sehen wir Oma und Opa wieder öfter und die Hummel fasste ganz schnell Vertrauen und freut sich immer sie zu sehen. Erste Babysittersituationen mit Oma gab es auch schon und es klappte gut. Wobei die Hummel 3 von 4 mal immer noch wach war, als ich nach Hause kam und mich einmal sogar arg vermisste. Das gab es bei den drei Geschwistern so nicht.

Weiterhin ist sie auch Abends sehr kuschelig und tagsüber holt sie sich auch viel Körperkontakt. Allerdings nicht nur von mir, sondern bevorzugt auch vom wilden Mädchen. Das ist sehr süß. Die beiden managen manchmal auch das Duschszenario im Bad unter sich. Das wilde Mädchen hockt sich dann mit der Hummel in die Badewanne und dann kommen beide blitzsauber und gut gelaunt wieder nach unten.

Die Sprache erweitert sich auch zusehends. Aktuell kommen täglich neue Wörter dazu. Dreiwortsätze werden oft und ein bisschen abgehackt genutzt und weiterhin ergänzt durch mmmmhmmmh-Laute. „Mmmmm Puppe kommt auuch!“, „Mmmmh Tür mmmh tu.“, 

Mmmmmh Buuuch guck an.“ Schön finde ich verschiedene Wörter. „Bab-babaaa“-balancieren, „Bärle baahn.“-Fahrrad fahren, „Jaujau“- Helm oder Mütze. 

„Dubdade“-Schublade Continue reading…

Überdreht

In den letzten beiden Wochen war ordentlich was los. Zurück im beinahe Vor-Corona-Alltag ereigneten sich noch mehrere spannenden Dinge und ein paar Vorhaben ließen sich umsetzten. Eine Sache erfreut mich besonders und lässt mich (ließe mich, wenn denn..weiter lesen) in wunderbarere Vorfreude schwelgen. Aber es kamen auch Neuigkeiten von gemischter Natur dazu. Und an zwei Tagen hintereinander standen meine Kommunikationskanäle quasi nicht still. Als hätten sich alle Leute und Ereignisse verabredet an diesen beiden Tagen HALLO zu sagen. Der neue alte Alltag aber ließ mir überhaupt keinen Raum das Erlebte, Erfahrene und Gefühlte zu verarbeiten und so geriet ich in eine nahezu ruhelose Müdigkeit mit schlaflosen Nächten. Eine ganz miese Kombination.

Und dann passierten hier Dinge, wie: Ich komme zu spät zum ersten Elternabend an der weiterführenden Schule (Kacke, Kacke,Kacke!). Ich HASSE zu spät kommen. Ich HASSE es. Und es ärgerte mich in diesem Fall ganz besonders. Ich packe schon alle wichtigen Dinge frühzeitig in einen Rucksack und kurz vor dem Aufbruch suche ich fiebrig meine Schlüssel, die ich aber auch schon in den Rucksack gelegt hatte, damit ich sie nicht suchen muss. 🙈  Ich verlege ein mir wichtiges Buch, wobei ich nicht sicher bin, ob da nicht die Kinder im Spiel sind und einen Zettel mit einer Telefonnummer habe ich auch verbaselt (bzw ich fand ihn abends zufällig an einer Kinderhände sicheren Stelle, konnte mich aber nicht erinnern, ihn da abgelegt zu haben). Es könnte daran gelegen haben, dass die Zweitklässlerin mit 45 Minuten Verspätung, zuzüglich der großzügig berechneten Trödelzeit, wohl behalten wieder zu Hause angekommen war nach der Schule und ich darüber sehr erleichtert war. Das Kind sagte übrigens: „Oh, es kam mir vor wie 5 Minuten.“  Mir hingegen war es nicht nur wie 45 Minuten vor gekommen, sondern wie ein halber Tag. Und wäre das wilde Mädchen nicht den Schulweg nochmal abgefahren, dann hätten wir noch länger auf die Zweitklässlern warten müssen. Es ist wirklich so: Es war, für mich jedenfalls, die letzten 1, 5 Wochen zu viel. 

Mein Kopf ist heiß gelaufen, ich bin überdreht. Continue reading…