Das Knöpfchen und die Post

Das 4jährige Knöpfchen hat sich im Kindergarten super eingelebt und eine handvoll lustiger Freundinnen gefunden. Ich finde 4 Jährige sind eine zauberhafte Altersgruppe. Vor allem die Gespräche mit und unter ihnen sind oft zum Brüllen komisch/herzallerliebst/verwunderlich/erschreckend weise……(setzt ein, was euch noch einfällt).

So kam das Knöpfchen neulich und meinte, sie wolle ihrer Freundin (ich nenne sie jetzt einfach mal Elsa) einen Brief schreiben.

Sie nahm sich ein Blatt und Stifte, zog sich zurück und bekrakelte ein Blatt mit bunten Fantasielettern. 

„Mama, guck mal, der Brief, der Brief, Mama… (atmete aufgeregt) …der Brief ist fertig! Kannst du den…jetzt..zu Elsa bringen?“

„Oh, weißt du was, den kannst du ihr morgen im Kindergarten doch ins Fach legen.“

Das war ok und sie legte ihn zu einem Stapel Bilder und vergaß ihn.

Zwei Tage später fand sie den Brief wieder und maulte: „Mama, DER BRIIIIEF! Ich wollte den doch Elsa schicken!“

„Das kannst du machen. Dann gehört da ein Briefumschlag drum herum und die Adresse drauf geschrieben UND eine Briefmarke drauf! Soll ich dir mal einen Umschlag geben?“

„NEIN!“

Das war eindeutig. 

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Eine Diskussion über einen Buchtitel und Buchempfehlungen

Oder: Was machen die eigentlich abends so?

Was machen der Mann und ich eigentlich so am Abend, wenn die Kinder im Bett liegen und wir „frei“ haben?
Ich sag es gleich, 80% der Zeit sehen wir NICHT fern! Noch nie. Von Anfang an haben wir geredet, viel geredet, geredet und noch mehr geredet UND diskutiert. So viel, dass Freunde schon sagen, dass das doch wohl nicht sein kann und ihnen zu anstrengend wäre. Aber so ist es. Wir diskutieren viel. Manchmal sogar ein wenig mehr, als mir lieb ist. Vor allem, seit wir Kinder haben, bin ich abends einfach nicht mehr aufnahmefähig. Und weil ich eigentlich neben Reden auch sehr gerne Filme sehe oder Bücher lese, ist das vor lauter Gesprächen etwas zu kurz gekommen. Man glaubt kaum, wie viele Filme ich NICHT zu ende gesehen habe, seit ich den Mann kenne. Zum Glück habe ich viel Fantasie. Und zum Glück gibt es mittlerweile Mediatheken, da kann man einfach wann anders genau an der unterbrochenen Stelle weiter schauen.

Der Mann und ich, wir sind unterschiedlich. Das ist auch gut und das macht es für uns gegenseitig sehr spannend. Manchmal auch ein wenig anstrengend. Aber vornehmlich spannend. Und deshalb müssen wir oft reden. Auch über irgend einen Quatsch. Ein Beispiel:

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Ein Wochenende in Berlin rund um die Blogfamilia 2018

Eigentlich weiß ich nicht wo ich anfangen soll. In meinem Kopf dreht sich noch alles im Kreis und ein warmes Gefühl, fast ein bisschen wie verliebt, kribbelt in meinem Bauch. Es ist eine Mischung aus Glück, Euphorie und Aufgekratzheit. Ein Kopf voller Eindrücken, Gedanken, Ideen, unbedingt-machen-wollen und dringend-sagen-müssen. Ein wilder Mix aus Erlebtem der letzten Tage prallt auf den Alltag hier, der schonungslos beginnt, mit einer Nacht mit Ohrenschmerzen beim Sohn, mit einem Haushalt, der letzte Woche wegen meines Krankseins liegen geblieben ist und den ganzen Aufgaben, die da noch so warten. Außerdem gibt es ein sehr müdes Knöpfchen, welches pausenlos ganz dramatische Dinge feststellt und das laut neben mir beheult. Zum Beispiel, dass ihr Osternest leer ist (was es schon seit vielen Tagen so ist. Hat sie aber vergessen.)

Gleichzeitig sehe ich überall schon die Beiträge zur Blogfamilia der anderen Blogger. Bilder, Texte, liebe Worte…es sind so viele und ich komme nicht hinterher sie zu lesen.

Ich denke, was die meisten Blogfamilia Besucher eint, ist das unglaublich positive Gefühl was bleibt. Vielleicht lässt es sich auf die Leser, die selbst nicht bloggen übertragen. 

Ich versuche mal das Besondere dieser Veranstaltung mit wenigen Worten zusammen zu fassen: Es kommen die unterschiedlichsten Menschen zusammen, die ein paar entscheidende Gemeinsamkeiten haben:

Alle haben Kinder, beschäftigen sich mit dem großen Thema Familie und allem was damit zusammen hängt, alle teilen sich gerne mit (sonst würden sie nicht bloggen), das Bloggen selbst und seine schönen und nervigen Seiten und auch eine große Lust etwas zu geben. Und die, die in der Öffentlichkeit zurückhaltend und schüchtern sind, werden von den Forschen und Unerschrockenen an die Hand genommen. Und schon entstehen neue Netzwerke.

Ich möchte euch aber generell mit zu diesem Berlin-Wochenende mit nehmen, weil es insgesamt einfach zusammen gehört.

Ich starte mal mit meiner Anreise. (Ich bin übrigens ohne die Kinder gereist, was sich einfach auch für 3 Tage mal sehr gut anfühlt.) Continue reading…

Von einem kranken Wochenende und der Polizei

Das letzte Wochenende kann man getrost mit den Worten zusammenfassen:

Die Kinder haben SEHR viel Fern gesehen. 

Wenn Mütter krank sind…. Ich habe entweder wie erschossen im Kreise der Kinder und von ihnen rührend umkuschelt geschlafen, genesungsfördernde Gebräue für mich angefertigt und auch getrunken (literweise Kräutertee und Ingwer) oder rumgesessen, gelitten und extrem umkreatives administratives Zeug am Blog gemacht. Ich war einfach mal 4 Tage außer Gefecht, was mir grundsätzlich eine Laune beschert, wie ein angeschossenes Tier.

Kurz war ich sogar in Sorge den Kindergartenausflug gestern zur Polizeiwache nicht begleiten zu können. Aber ich konnte. Rechtzeitig war ich meinem Krankenlager entstiegen.  Continue reading…