Von Spinnen, einem kranken Mann, umgeworfenen und missglückten Plänen

Best off Samstag

Gegen 8 Uhr 15 maulten alle Kinder, sie hätten Hunger. Ich entschwand nach unten und backte noch ein paar Brötchen auf. Der Sohn stand ungeduldig neben mir. Ich schlug freundlich vor, er könne den Tisch schon mal decken. Er verabschiedete sich schmollend ins Wohnzimmer. 

Das Sirenchen übernahm den Part mit dem Tischdecken und der Sohn schrieb mir einen Zettel mit den Worten: Blöde Mama.

Vielen Dank.

Streit unter den Geschwistern als Zwischenspiel.

Die Kinder durften sich ein Mittagessen wünschen und wollten Nudelsalat. Dafür mussten wir aber einkaufen. Unter einem geräuschvollen Hin-und-Her saßen schließlich alle im Lastenfahrrad und Pfandflaschen waren auch dabei.

Wir fuhren vom Hof und nach 5 Metern Fahrt kreischte der Sohn panisch: „Aaaaaaaah! Eine SPINNE! EINE SPINNE! EINE SPINNE!“

Das Sirenchen stieg in das Gekreische ein und schließlich kreischten 3 Kinder panisch. Continue reading…

Marokko-Erlebnisse mitten aus dem Familienalltag

Einleitung

Die liebe Paula von Blog nannyanny war neulich in Marokko unterwegs. Ich verfolgte alle Bilder und Videos mit Fernweh und viele Erinnerungen kamen hoch. Denn ich war vor 20 Jahren regelmäßiger Gast in einer marokkanischen Familie mitten in Marrakech.

Dann stolperte ich auch noch über den Film „Exit Marrakech“ auf dem WDR (sehr realistische Darstellung des Landes übrigens) und tauchte schon wieder ein.

Vielleicht ist es an der Zeit, meine Zeit in Marokko mal zu teilen. Die Zeit hat mein Denken bis heute nachhaltig beeinflusst.

Schnell wurde der Beitrag dazu immer länger und ich habe einiges gekürzt. Obwohl ich ohnehin einige interessante Dinge nicht öffentlich machen möchte, wegen der Privatsphäre einiger Personen.

Es sei aber soviel gesagt: Ich habe mich in überwiegend akademischen Kreisen im Marokko bewegt. Es gab die ein oder andere nützliche Beziehung im Land und dadurch durfte ich eine große Spannbreite an Einblicken erleben.

Bevor ich mit den Erzählungen anfange, möchte ich noch kurz benennen, was mir mit 20 Jahren  bewusst wurde: Continue reading…

Das Knöpfchen und die Post

Das 4jährige Knöpfchen hat sich im Kindergarten super eingelebt und eine handvoll lustiger Freundinnen gefunden. Ich finde 4 Jährige sind eine zauberhafte Altersgruppe. Vor allem die Gespräche mit und unter ihnen sind oft zum Brüllen komisch/herzallerliebst/verwunderlich/erschreckend weise……(setzt ein, was euch noch einfällt).

So kam das Knöpfchen neulich und meinte, sie wolle ihrer Freundin (ich nenne sie jetzt einfach mal Elsa) einen Brief schreiben.

Sie nahm sich ein Blatt und Stifte, zog sich zurück und bekrakelte ein Blatt mit bunten Fantasielettern. 

„Mama, guck mal, der Brief, der Brief, Mama… (atmete aufgeregt) …der Brief ist fertig! Kannst du den…jetzt..zu Elsa bringen?“

„Oh, weißt du was, den kannst du ihr morgen im Kindergarten doch ins Fach legen.“

Das war ok und sie legte ihn zu einem Stapel Bilder und vergaß ihn.

Zwei Tage später fand sie den Brief wieder und maulte: „Mama, DER BRIIIIEF! Ich wollte den doch Elsa schicken!“

„Das kannst du machen. Dann gehört da ein Briefumschlag drum herum und die Adresse drauf geschrieben UND eine Briefmarke drauf! Soll ich dir mal einen Umschlag geben?“

„NEIN!“

Das war eindeutig. 

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Eine Diskussion über einen Buchtitel und Buchempfehlungen

Oder: Was machen die eigentlich abends so?

Was machen der Mann und ich eigentlich so am Abend, wenn die Kinder im Bett liegen und wir „frei“ haben?
Ich sag es gleich, 80% der Zeit sehen wir NICHT fern! Noch nie. Von Anfang an haben wir geredet, viel geredet, geredet und noch mehr geredet UND diskutiert. So viel, dass Freunde schon sagen, dass das doch wohl nicht sein kann und ihnen zu anstrengend wäre. Aber so ist es. Wir diskutieren viel. Manchmal sogar ein wenig mehr, als mir lieb ist. Vor allem, seit wir Kinder haben, bin ich abends einfach nicht mehr aufnahmefähig. Und weil ich eigentlich neben Reden auch sehr gerne Filme sehe oder Bücher lese, ist das vor lauter Gesprächen etwas zu kurz gekommen. Man glaubt kaum, wie viele Filme ich NICHT zu ende gesehen habe, seit ich den Mann kenne. Zum Glück habe ich viel Fantasie. Und zum Glück gibt es mittlerweile Mediatheken, da kann man einfach wann anders genau an der unterbrochenen Stelle weiter schauen.

Der Mann und ich, wir sind unterschiedlich. Das ist auch gut und das macht es für uns gegenseitig sehr spannend. Manchmal auch ein wenig anstrengend. Aber vornehmlich spannend. Und deshalb müssen wir oft reden. Auch über irgend einen Quatsch. Ein Beispiel:

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