Ein Zeitfenster für mich am Montagmorgen

Alu von grosseköpfe schrieb kürzlich über ihre Zeit am Abend.

Ich muss mir diese „meine Zeit“ gerade aus dem neuen Alltag mit 3 Kindern und einem Baby irgendwo aus dem Mörtel, der den immer noch frischen Großfamilienalltag zusammen hält, raus pulen. 

Und so sitze ich an diesem Montag morgen an einem noch krümeligen Esstisch (alles andere ist schon grob vorzeigbar gekramt und geräumt) mit Blick auf den Kinderwagen vor der Terassentür. Ich weiß nicht wie lange das Baby da draußen schläft. Es liegt dort „außer der Reihe“, will heißen, nicht im üblichen Zeitfenster. Deshalb weiß ich nicht, wie lange meine Zeit jetzt andauert.

Wie bei Alu brummelt der Kühlschrank, beinahe meditativ und gleichmäßig vor sich hin und untermalt die Stille. Draußen zwitschern ein paar Vögel. Ich überlege, ob ich die zweite Waschladung des heutigen Tages in der Waschmaschine nicht nur eingefüllt, sondern auch wirklich eingeschaltet habe. Ob ich mal nachschauen soll? Nein. Das ist jetzt meine Zeit. Die Waschmaschine kann genauso warten, wie die Krümel auf dem Tisch. Wer weiß, was der Tag sonst noch so bringt. JETZT muss ich Luft holen. Continue reading…

Ein Scheiß-Tag

Der Tag begann eigentlich gut. Alle waren pünktlich wach, gut beisammen, an alles wichtige hatten wir gedacht. Das Knöpfchen war etwas knapp, aber pünktlich in der Kita und ich drehte mit dem Baby noch eine Rund um den Weiher. Allet schick.

Dann nahm das Schicksal seinen Lauf.

Auf meiner morgendlichen to do Liste standen ein paar Dinge am Computer. Ein bisschen digitaler Papierkram. Abends komme ich ja nicht dazu, weil ich mit dem Baby schlafen gehen muss. Und am Tag ist es schwierig mit den Kindern einen aufgeräumten Kopf zu haben.

Allerdings wollte das Baby an diesem Tag am vormittag nicht, wie sonst in den letzten Wochen, zwei Stündchen im Kinderwagen schlafen. Nicht mal ein Stündchen. Es quakte und meckerte. Auf dem Schoß blieb sie nicht. Unterm Babyfit nicht. Alles war blöd. Und ich ich KANN mit so einem Geräusch nicht denken. Gar nicht. Macht mich nervös.

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Die Ferien sind rum

Die Weihnachtsferien sind rum. Sie waren gemütlich. Wir haben sehr viel Zeit im Schlafanzug im Haus rumgebummelt. Das war richtig schön.

Zu Beginn der Ferien hatte der Sohn noch ein paar Tage einen fiebrigen Infekt, der zum Glück an Weihnachten soweit überstanden war. Allerdings hält der Schnupfen bis heute an. Die Ohren sind ziemlich verstopft und wir haben es mal wieder mit einem Schwerhörigen zu tun. Das kennen wir aber. 

Die Weihnachtstage waren wir alle unterwegs, das war fast ein bisschen viel. Für das nächste Jahr planen wir zwei Tage für die Verwandtschaft und einen Weihnachtstag für uns ein.

Über Silvester habe ich ja schon kurz geschrieben.

Obwohl es nur gute zwei Wochen waren, kamen uns allen die Ferien länger vor. Ich bin, obwohl ich das frühe Aufstehen vor allem im Winter, wirklich hasse, froh, dass wieder der normale Alltag beginnt. Das war mir am Ende doch ein bisschen zu viel Schlafanzuggelümmel und zunehmender Strukturverlust. Beim Sirenchen konnte man es wieder mal deutlich beobachten. Es muss am besten immer alles nach dem gleichen Schema laufen. Verlässlich und klar. Dann geht es gut.

Ich hatte/habe selbst auch derzeit das Bedürfnis viel zu lesen. Die weltpolitischen Geschicke kann ich gerade nicht verdrängen. Ich habe einige Bücher zu den aktuellen Themen dieser Tage schon verschlungen und ein letztes würde ich gerne zu Ende bringen, aber die Kinder lassen mich nicht. Sie ließen mich aber auch keines ihrer Bücher ohne Unterbrechungen vorlesen. Da war ein bisschen Unruhe im Karton. 🙂

Zu allem Überfluss verbrühte ich mir noch, total bescheuert, meine linke Hand mit heißem Wasserdampf beim Kochen. bzw eigentlich nur die komplette Oberseite vom Daumen und noch an Ring-und Mittelfinger die Stellen oberhalb vom letzten Gelenk. Den Daumen hat es aber am schlimmsten getroffen und es hat sich eine meeeega ekelhafte, riesige Brandblase gebildet. Ich kann weder ein Pflaster noch einen Verband auf der Haut drum herum ertragen und so ist der unappetitliche Anblick für alle zu sehen. Die Kinder ekeln sich und schreien immer, wenn ich beim Vorlesen das Buch aus versehen so halte, dass man meinen verbrühten Daumen sieht. 🙈

Ich bin allerdings froh, dass mir das passiert ist und nicht den Kindern. Das hat so unfassbar krass weh getan. Continue reading…

Willkommen 2020

Während die Kinder fröhlich als Einhörner und mit neuen Wackelzähnen durch die Wohnung rennen, denke ich daran, was das Jahr 2020 bringen wird. Ich mag die Jahreszahl irgendwie gern. Dabei bin ich da sonst eher leidenschaftslos. Sind halt Jahreszahlen. Selbst dem Jahr 2000 konnte ich nichts sonderlich abgewinnen. Ich erinnere mich nur an das Silvester 1999/2000, dem Hype darum und an den dann eher schwierigen Abend.

Der Abend gestern war nicht schwierig. Er war eher einer der ruhigsten Abende in unserem Elterndasein. Wir hatten auch schon muntere Partys hier so unter uns. Aber egal. Die Erwartungen für Silvester habe ich spätestens zum Jahreswechsel 1999/2000 für immer über Bord geworfen. Alles kann, nichts muss. Continue reading…

Vom Aberglaube und roter Unterwäsche

Alu von grosseköpfe hat über ihren Wäscheberg zwischen den Jahren wegen gewisser Gründe geschrieben. 

Diese „gewissen Gründe“, sind mir in anderer Form nur zu sehr bekannt. 

Es geht um Aberglaube. 

Ich bin nicht frei von Aberglaube, denn schon in meiner Kindheit begleiteten mich in meinem Umfeld bestimmte Aussprüche. Mich hat das einerseits immer genervt, aber doch unfreiwillig beeindruckt.

Obwohl ich versuche den Aberglauben stets abzuschütteln und mir das mittlerweile meistens auch passabel gelingt, passiert es hin und wieder, dass ich kurz zusammen zucke. So neulich, als das Sirenchen mit ihrem Roller unter einer Leiter hindurch sauste. Aber was soll ich sagen: Es ist nichts passiert.

Auch lebe ich seit über 16 Jahren mit schwarzen Katzen in einem Haushalt. Ich müsste vom Unglück überschüttet sein, wenn man bedenkt, wie oft sie von links nach rechts und umgekehrt meine Wege kreuzen.

Ich könnte eine kleine Liste fortsetzen.

Die Sache mit der Wäsche zwischen den Jahren, wie Alu sie benennt, war mir bisher allerdings unbekannt. Einzig eine Empfehlung, die mir im frühen Erwachsenenalter zugetragen wurde, heißt da: In der Silvesternacht soll man keine Wäsche auf die Leine hängen, sonst verfängt sich der Teufel darin. 

Wenn ich mich richtig erinnere, kommt das aus Irland. Korrigiert mich bitte, wenn ich mich irre.

Jedenfalls hänge ich in der Silvesternacht keine Wäsche mehr auf. Wobei ich eh nicht erinnern kann das je getan zu haben, an diesem Tag habe ich zumeist ohnehin andere Pläne als die Wäsche.

Einen Schwank habe ich aber zu Silvesteraberglaube noch aus meiner Jugend. 

Ich war ungefähr 18, 19 Jahre alt, auf jeden Fall schwer verliebt und in einer nicht ganz einfachen Beziehung. Irgendwo hatte ich gelesen, für eine glückliche Liebesbeziehung müsse man ganz neue rote Unterwäsche in der Silvesternacht tragen. 

Hab ich gemacht. 

Der Silvesterabend ging in die Geschichte der schlimmsten Silvesternächte in meiner bisherigen Erinnerung ein. 

Kurz zusammen gefasst:  Continue reading…