Von fettigen Mülltonnen und Freibädern

Die letzten Wochen war es hier etwas ruhiger als gewöhnlich. Es war schlichtweg zu heiß, um in irgendeiner Weise produktiv zu sein. Mal davon abgesehen, dass es sich zwischendurch anfühlte, als seien wir im Sommerurlaub irgendwo im Süden.

Eigentlich hatten wir ein Projekt hier im Haus. Räumlich ist hier doch dringend nochmal eine Umgestaltung nötig. Aber wegen der Hitze machte selbst ich ungeduldiges Huhn keinen Druck, sondern sank mit extra befeuchteten Klamotten im Garten ins kühle Gras unter den Bäumen uns las. Das war dann so ein bisschen wie mit eingebauter Klimaanlage und sehr angenehm und entspannend.

Neben wunderbaren Spieleinheiten, Planschbecken-Partys und auch der ein oder anderen DVD am Nachmittag, machten die Kinder eine Menge Schabernack. 

Die Mädchen waren des öfteren nicht mehr im Garten vorzufinden, sondern ich fand sie auf der Straße wieder. Entweder wie auf dem Beitragsbild und beide oft genug  nur in Unterhosen, aber immer mit „Pferdegeschirr“. Sie haben einen Weg über das Gartentörchen gefunden. Sogar das Knöpfchen allein. Neulich klingelte es am späten Nachmittag und da stand sie in Unterhosen vor der Haustüre. Seitdem renne ich immer schnell vorne ans Fenster, wenn es im Garten zu still wird. 

Das gehört aber noch zu den harmlosen Geschichten. Continue reading…

Ein Fallbeispiel für mütterliche Langeweile und gleichzeitiger Überforderung

Es war wieder einer dieser Samstage an denen nur Teile der Geschwister das Haus verlassen wollten, was intern natürlich wieder zu Konflikten führte. Ach mensch, nervt mich das. Und es langweilt mich auch. Immer das Selbe. Zusätzlich wurden an diesem Samstag mögliche Ausflüge mit dem Fahrrad von  angekündigten heftigen Regenfällen und Gewittern ausgebremst. 

Ansonsten hätte ich die Kinder, auch die Null-Bock-Fraktion, mal ins Lastenfahrrad geladen und wäre los geradelt. (Was hier an Regen später runter kam, war allerdings und leider nicht der Rede wert. Naja. ) Wir blieben also zu Hause. Einzige Abwechslung war, dass wir das Knöpfchen vormittags zu einem Kindergeburtstag hin brachten und auch gemeinsam wieder abholten und dem Supermarkt einen kurzen Besuch abstatteten. Als es am Nachmittag grau wurde und etwas regnete, durften die Kinder eine Pipi-Langstrumpf DVD ansehen und ich versuchte das zu tun, was ich tatsächlich an diesem Samstag sehr gerne getan hätte. 

Ich male da nämlich gerade an einem Projekt herum (is noch geheim) und hatte richtig Lust daran zu arbeiten. Bei mir hängt kreatives Arbeiten viel mit Laune und Zeit zusammen. Ohne Kinder hätte ich den ganzen Tag vergessen zu essen und hätte gemalt, gemalt, gemalt bis spät in die Nacht. Leider bekundeten die Kinder ständig Hunger und Durst und somit konnte ich nicht ohne Unterbrechung arbeiten. Und ewig läuft so ne Kinder-DVD ja auch nicht. Und schon war also mein Mini-Zeitfenster dahin.

Die Kinder wuselten dann etwas unkoordiniert durchs Haus und gerieten natürlich in erquickende Streitereien und wussten noch allerlei überflüssige Unordnung anzurichten. Ich überlegte, ob ich ein gemeinsames Gesellschaftsspiel anbieten sollte. Aber ich hatte um ehrlich zu  überhaupt keine Lust darauf. Überhaupt nicht. Tut mir leid. Ich fand alles doof und langweilig, außer meine Malerei auf meinem Schreibtisch. Ich hätte gerne einfach mal den ganzen Tag gemacht, wozu ICH ganz alleine Lust habe. Continue reading…

Mit drei Kindern allein im Schwimmbad- Es haben alle überlebt

Ich hab’s getan. Ich war mit meinen drei Kindern alleine schwimmen. Und wir haben überlebt! Alle! 😀 

Lange lange laaaange Zeit habe ich das nicht gewagt, weil es mir alleine mit drei Kleinkindern zu heikel war. Und lange laaange waren wir auch als Familie nicht schwimmen, weil immer eines der Kleinkinder einen Infekt hatte oder es einfach bequemer war im Planschbecken im Garten zu sein.

Es ist einfach eine heikle Sache mit dem Wasser. Und deshalb sind meine Kinder wohl auch spät dran mit dem Schwimmen. Einen Schwimmkurs im heimischen Hallenbad wollen sie nicht besuchen. Es ist ihnen zu trubelig. Und ich kann sie sehr gut verstehen.

Glücklicherweise machten die Großen im Winter in der Mutter-Kind-Kur in einer kleinen überschaubaren Gruppe ihr Seepferdchen. Dennoch sind sie dadurch keine 100% zuverlässigen Schwimmer. Sie können sich halt über Wasser halten und sich „retten“ wenn sie unerwartet ins Wasser fallen oder mal unter gehen. 

Nun blicken wir aber auf eine paar gesammelte Schwimmbad-Erfahrungen zurück und sowohl die Kinder, als auch ich können die Situationen mittleweile ganz gut einschätzen. Jedenfalls im bekannten Hallenbad.

Unsere persönlichen Baderegeln zur Sicherheit aller Beteiligten lauten stets:  Continue reading…

Drei Kinder, eine Mutter, viel Gepäck und ein Babboe Lastenfahrrad (Werbung)

Wer schon immer mal wissen wollte, was so ein Lastenfahrrad kann und darüber hinaus erfahren möchte, an welchen lohnenswerten Ort wir uns am Samstag aufgehalten haben…bitte sehr! 🙂

Am Samstag hatten sich die Familien der Vorschulkinder am Heider Bergsee bei Brühl zum Picknick verabredet. (Von uns aus ca 9 km Strecke)

Der Knackpunkt für mich war, dass der Mann Samstags immer arbeitet und somit auch kein Auto zur Verfügung stand. Mit Bus und Bahn wollte ich allerdings mit 3 Kindern und dem Bade-Picknick-Geraffel bei den Temperaturen auch nicht so gerne anreisen. Ich plante schon länger dann einfach mit dem Lastenfahrrad zu fahren, obwohl die Strecke mal mehr, mal weniger aber stetig bergauf geht.

Ich muss sagen, dass mein Babboe- Lastenfahrrad bisher ein sehr zuverlässiger Begleiter für meinen Alltag und auch für alle Unternehmungen ist. Über 3 Jahre lang fährt es mich täglich zuverlässig von A nach B. 3 Jahre lang gab es keine einzige Panne! Da klopfe ich mal auf Holz. Im Stadtverkehr und auf Strecken von 30 Minuten bin ich erprobt und geübt. Da bin ich auch sorglos, falls mal eine Panne auftreten sollte. Denn da sind ja genug Möglichkeiten um anderweitig vorwärts zu kommen oder Hilfe zu finden rund herum.

Ich war diesmal ein wenig nervös wegen der bergauf Strecke, die nämlich auch ein gutes Stück ohne schnell erreichbare Zivilisation durch viel Grün führt. Mit drei Kindern und viel Gepäck denke ich dann doch über alle Eventualitäten nach. Continue reading…