Ein Alltagsupdate

Das Beitragsbild ist ein schönes Symbolbild für den Zustand in diesem Haus derzeit. Es wird alles erledigt, was wichtig ist, aber mit erheblichen Punktabzügen in der B-Note.

Während unsere Baustelle gerade pausiert, geht es auf den Nachbarbaustelle weiter. An sich wieder ein glückliche Fügung, so kommen wir uns gegenseitig nicht in die Quere und profitieren gegenseitig von Abstellflächen und Arbeitsraum. Das wäre sonst alles kniffliger.

Und dann noch eine Sensation. Am letzten Wochenende war ich tatsächlich gleich zweimal hintereinander aus! Ich! Allein! Einmal auf einer tollen Geburtstagssause am Rhein mit Musik und Tanz und lautem Mitsingen und einmal auf meinem 25jährigen Abiturtreffen. Beide Abende waren für mich open end. Und das hatte ich zuletzt vor der Geburt des Sohnes. Das ist also 12 Jahr her! Ich habe es ausgekostet und war jeweils erst um 3 Uhr zu Hause. 

Ich habe die Abende sehr genossen. Die Geburstagsfeier fand in einer Runde Menschen statt, die ich Vergleich erst noch sehr frisch kenne. Wenn ihr versteht was ich meine. Man lernt ja im Leben immer Menschen kennen und das waren quasi die neuesten Neuzugänge aus den letzten Jahren. Da startet man ja sozusagen mit dem aktuellen Stand.

Das Abiturjubiläum katapultierte mich dann im Gegensatz zu dem Geburtstags am Vorabend krass zurück in die Vergangenheit. Man setzte sozusagen irgendwie erstmal da an, wo man vor 25 Jahren aufgehört hatte.  Continue reading…

The Kleinkind drives me crazy

(Nudeln mit Pesto zum Frühstück. Bitte sehr. Wem´s schmeckt…)

The Kleinkind, unsere Hummel….et is ja e Leevje, wie man hier in Köln so schön sagt. Ein zauberhaftes, meist gut gelauntes Hummelchen. Und insgesamt auch sehr Großfamilienkompatibel. Muss man sagen.

ABER….

In den letzten Wochen ist sie nochmal nochmal anhänglicher als sonst schon. Will ständig irgendwas und vornehmlich auf den Arm oder einen Grießbrei auf meinem Schoß essen. 

Nach wie vor versteht sie es ausgesprochen gut mich sofort mit ihren Bedürfnissen oder Ideen davon zu behelligen, wenn ich mich 10 Minuten hinsetze, um selbst etwas zu essen, einen Kaffee zu trinken, ein Formular auszufüllen, mich mit dem Mann abzusprechen oder was auch immer. 

Abends schläft sie mal schnell und gut ein. Mal erst spät. Seit dem Urlaub ist sie da durcheinander, warum auch immer, denn im Urlaub lag sie auch immer zu ihrer üblichen Zeit im Bett. 

Ich habe buchstäblich keine ruhige Minute. Mittagsschläfchen bekommt sie zu einer guten Zeit nur hin, wenn dann nicht gerade eines der anderen Kinder aus der Schule kommt. Sehr oft schläft sie gar nicht. Und in jüngster Zeit schläft sie manchmal zu spät dann doch ein, was uns Abends weit ins Abseits schießt. 

Ich bin angestrengt.

Und das ist gut so. Die KiTa startet irgendwann im August und hatte ich vor einem halben Jahr noch Sorge, mich nicht gut lösen zu können, ist diese Sorge jetzt verflogen. Ich fiebere diesem Termin nun entgegen. Ich möchte die KiTatür öffnen, das Kind da rein schieben und die Tür wieder schnell zu machen um dann nach 2Jahren Rund-um-die-Uhr Dauereinsatz in einer ohnehin nicht ganz durchschnittlichen Familie mal verschnaufen. Ich MUSS verschnaufen. (Aber es ist natürlich klar, dass sie in ihrem Tempo ganz in Ruhe eingewöhnt wird. Ich hoffe es geht zügig. Und ich hoffe, dieses Kackvirus mit dem C am Anfang macht im Herbst nicht wieder alles durcheinander, so dass es für die Hummel angenehm und stabil laufen kann und f ü r   m i c h auch! 

Bis dahin halte ich schon noch irgendwie durch, zwischen ständigem Mama-Gerufe von allen 4 Kindern und freue mich dann noch mehr auf die Aufweichung dieser Kleinkind-Mama-Symbiose. 

Ich denke die Hummel freut sich auch. Sie erzählt jetzt oft vom Kindergarten und dass sie dann mit anderen Kindern spielt. Ich bin nicht sicher, ob ihr das wirklich bewusst ist oder ob sie mir nachplappert. Ich bin aber sehr sicher, dass ihr die Abwechslung und die neue Eindrücke sehr gut tun werden.

Wie dem auch sei. Es wird Zeit. Es passt. Es kann losgehen. Ich werde mich lösen können. Ich hoffe dieses super anhängliche Kind kann es auch. 

Ich war schon mal an diesem Punkt. Aber ich hatte damals noch Ressourcen darüber mit wärmeren Worten zu schreiben. (Im Jahr 2022 bin ich einfach nur noch platt.)  https://beatrice-confuss.de/2017/06/08/das-knoepfchen-und-ich-und-der-kindergarten/

Erste große Reise mit 4 Kindern-Teil 2

Da kamen wir also in der Toskana an und purzelten veschwitzt und verstrubbelt aus dem Auto. Zwei, drei leere Flaschen, eine  Brotdose und ein Kinderschuh fielen beim Öffnen der Tür auch noch hinterher. Ein gepflegter älterer Italiener empfing uns freundlich in einem Mischmasch aus Englisch und Italienisch, zeigte uns alles und signalisierte Kinderfreundlichkeit. Er hatte selbst zwei Enkelkinder. Zwei Flaschen Wein und kaltes Wasser standen auch für uns zur Begrüßung bereit. 

Das Grundstück war riesig mit Olivenhainen, einer Fußballwiese, einem Spielhäusschen mit Rutsche, kleinem Trampolin und Tischtennisplatte. Ein großer gepflegter Pool mit ausreichend Liegen war von einem kleinen Zaun und Türchen gesichert, so dass Kleinkinder nicht völlig ungebremst zum Wasser laufen können. 

Insgesamt war das Gelände viel größer, als gedacht. Perfekt, wenn man mit Kindern anreist. In unserem Fall kamen zu unseren vieren noch die drei Kinder unserer ebenfalls anreisenden Freunde dazu. Continue reading…

Erste große Urlaubsreise mit 4 Kindern- Teil 1

Seit wir Kinder haben, sind wir nur selten und nicht weit verreist.

Die erste weite Reise mit dem Auto nach Südfrankreich (da waren es erst zwei Kinder) war uns eine Lehre. Die Kinder schliefen nicht im Auto, sondern schrien zumeist. Das taten sie übrigens meistens bei allen Autofahrten, die 15 Minuten überschritten.

Also blieb der Radius in den ganzen Jahren schon allein deswegen und noch anderen Gründen eher klein. (Das mit dem Schreien im Auto hatte sich zum Glück mit dem Heranwachsen der Kinder weitestgehend verflüchtigt.)

Die Pandemie bremste uns schließlich auch noch.

Und so entschieden wir im letzten Winter, dass es dringend Zeit ist, den Kindern mal ein bisschen etwas von der Welt außerhalb der heimischen Gefilde zu zeigen. Und den Mann und mich zog es nach über 9 Jahren auch endlich mal wieder in den Süden. Wir buchten wild entschlossen für die Osterferien ein Ferienhaus in der Toskana. Einmal so richtig „die Kuh fliegen lassen“. Und obendrein konnten sich Freunde spontan entscheiden auch mit zufahren. (Wer mir auf Instagram folgt, konnte schon sehen mit wem wir unterwegs waren. ) Die Vorfreude war gewaltig.

Da sich die Coronasituation dann leider nicht beruhigte wie gedacht, blieb es bis zu letzt ein reiner Krimi, ob wir fahren könnten. Die Vorfreude ebbte die Wochen vor den Osterferien bei mir ziemlich ab. Ich hoffte dringend auf diese mögliche Auszeit, war sie nach dem letzten Winter dringender nötig, als je zuvor. Gleichzeitig wollte ich uns aber vor einer zu großen Enttäuschung bewahren und thematisierte die Reise kaum. Die Kinder schwächelten dann zwei Wochen vor der Reise reih um mit diffusen Symptomen. Ich verbriet Unmengen an Schnelltests. Immer waren alle negativ.

Und so kam der Tag der Abreise immer näher. Zum Glück hatte ich schon fast die komplette Wäsche gewaschen. Denn unsere Waschmaschine verabschiedete sich kurz vorher noch ins Nirvana.

Zudem galt es die nun richtig in Gang kommende Baustelle zu koordinieren und jemand müsste zudem unsere Katzen und Fische versorgen, als auch bei Baustellenfragen vor Ort sein und den Handwerkern Wasser und Strom zur Verfügung stellen. Es war noch richtig richtig viel zu bedenken. Und die Kinder waren unfassbar aufgeregt. Ein Kind konnte gar tagelang vorher nicht richtig schlafen.

Und dann kam wirklich der Tag der Reise. Ganz untypisch für uns, brachen wir ziemlich harmonisch auf. Während der Mann und ich sonst schon vor Wochenendreisen komplett heiß laufen und uns anmotzen, lief es diesmal sehr geschmeidig. Wir wurden fröhlich verabschiedet von unseren wirklich tollen Handwerkern und meinem Papa.

Wir hatten die Hinfahrt in drei Etappen eingeteilt und auch extra eine, ich sag mal so, asynchrone Reisespanne gewählt. Die Gründe waren folgende:  Continue reading…

Es geht weiter

Pünktlich zum ersten April will ich wieder starten. Und es soll kein Scherz sein, wenn ich sage, dass auch der April auf dieser Plattform weiter eher ruhig begangen wird. Wir haben Pläne geschmiedet und generell viel vor, sofern uns das Universum gnädig gestimmt bleibt und uns mit Gesundheit beschenkt. 

Aber zunächst mal eine grobe Zusammenfassung der letzten Wochen.

Gegen mein allgemeines Unbehagen hinsichtlich der Nachrichtenlage und dem damit einhergehenden Gelähmtheitsgefühl halfen zwei Dinge. Ach, was sage ich. Drei Dinge.

Ich fange mal mit dem ersten Punkt an. Weniger Nachrichten lesen und wenn dann nur die wichtigsten Schlagzeilen überfliegen. (Was nicht bedeutet, dass ich nicht auf dem Laufenden bin. Aber weniger emotional aufgeladen.) 

Zweitens: Ablenkung. Die ergab sich hier bei uns allerdings von selbst.

(Wer mir auf Instagram folgt, bekommt über die Storys so einiges mit.)

Unsere Handwerker waren wieder da und haben weitere Vorbereitungen für unseren geplanten Anbau vorgenommen. Das Projekt Anbau ist an sich schon aufregend, denn es gibt viel zu koordinieren und zu planen und nicht alles läuft direkt so an, wie man sich das vorstellt. Dann wartet man auf Statikpläne (die verzögerten alles um drei Wochen) auf Material hier (verzögert wieder) und auf Minibagger da.

Es gab dann aber noch genug Arbeiten, die sich rund um den eigentlichen Anbau ergaben. So haben unsere Handwerker zwei riesen Thujabäume gefällt. Einen hinten im Garten, der einfach für den Anbau im Weg stand und die große Thuja im Vorgarten. Die Handwerker haben mir außerdem die zweite Reihe einbetonierte Rasenkantensteine aus dem Vorgarten gegraben. Alles Zeug, was mir immer ein Dorn im Auge war und mich in meiner Gartengestaltung eingeschränkt hatte. 

Das Wetter war zum Glück schön und so begann ich den Vorgarten neu anzulegen und grub und buddelte tagelang. Das hat mich sehr zufrieden gemacht! Ich habe auch ein paar Stauden, darunter die Weintraube neben dem Haus, aus dem hinteren Garten nach Vorne gerettet.

Eine Bank in der Sonne gibt es jetzt auch vorne.

Das ist ein glücklicher Zustand, denn unser Garten hinten wird diesen Sommer nicht nutzbar sein, wegen unserer Baustelle. 

Aber wir haben nicht nur hinterm Haus eine Baustelle. Sondern auf dem Nachbargrundstück haben auch die Bauarbeiten begonnen. Dort werden neue Nachbarn einziehen. Aber vorerst klafft an unserer Grundstückgrenze ein 3 Meter tiefes Loch für den zukünftigen Nachbarskeller. Ist ein Abenteuer gerade. Rund um unser Haus ist sozusagen alles in komplettem Ausnahmezustand. Staub, Dreck, Lärm….und wegen der schmalen Grundstücke auch gar nicht so einfach die großen Baumaschinen, Arbeiten und auch die benötigten Materialien und Werkzeuge zu lagern. 

Aber es geht bisher gut Hand in Hand alles. Dennoch hatte ich auch deswegen vor ein paar Tagen einen kurzen Durchhänger. Mir war das plötzlich alles zu viel Chaos. Mittlerweile habe ich mich aber wieder gefangen und sehe die daraus resultierenden positiven Entwicklungen. 

Der dritte Fakt, der gegen trübe Gedanken half, war tatsächlich die Sonne. Draußen in der Sonne arbeiten oder einfach in der Sonne auf der Bank sitzen und Wärme und Licht tanken, das tat unfassbar gut. 

Zu den Bauarbeiten und vor allem zum Garten werde ich noch gesonderte Beiträge schreiben. Den Vorgarten konnte ich nämlich Low Budget gestalten.

(Beitragsbilder werden im April übrigens überwiegend Fotos sein. Ich habe aktuell keine Muße zu zeichnen und zu malen. Ich hab sozusagen eine Zeichen- Blockade. Und gegen Blockaden hilft erfahrungsgemäß einfach Mut zur Lücke zu zeigen und dann fängt sich das von alleine wieder.)