Seit ich Kinder habe, bin ich manchmal panisch.

Mir macht gerade wieder vermehrt etwas zu schaffen, was mit dem ersten Kind begonnen hat.

Seit der Geburt des ersten Kindes überfällt mich in bestimmten Situationen eine übergroße Sorge um meine Unversehrtheit. Das ist dann ein bisschen auch an das Alter der Kinder gekoppelt. Je kleiner bzw jünger das neue Menschenkind an meiner Seite ist, je mehr habe ich das Gefühl, ich sei unersetzlich.

Als ich das erste Mal nach dem Mutterwerden (und da hatte ich schon 3 Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren) alleine übers Wochenende verreiste, fuhr ich im Zug einen furchtbaren Film. Was, wenn der Zug entgleist? Was ist dann mit den Kindern? Ich musste mich wirklich selbst einmal schütteln. Soweit käme es noch, dass ich mich nirgendwo mehr ohne Kinder hinbewege. Ich verreiste immer mal wieder ohne Kinder ein Wochenende, hatte immer kurz wieder dieses Gefühl von: Oh nein! Was wäre wenn…? Genoss es dann aber stets sehr mal mit mir alleine unterwegs zu sein. Das ist wichtig!

Richtig heftige Anflüge von Panik überkommen mich seit her aber vor allem, wenn mein Körper irgendetwas Akutes hat. Continue reading…

Über mütterlich Bedürfnisse

Als ich mich neulich  auf der Toilette sitzend und dem Kleinkind ein Buch vorlesend wieder fand, ereilte mich urplötzlich der Gedanke: Ich dreh durch!

Dieser Alltagstrott seit der Pandemie, völlig ohne jede Möglichkeit einer Privatsphäre…… Wenn ich nicht auf der Toilette vorlese, kommt irgend ein Familienmitglied zur Tür herein. Und wenn es kein Mensch ist, dann kommt eine Katze und kackt einen Haufen ins Katzenklo, dessen Ausdünstungen mir die Tränen in die Augen treiben. Selbst zu später Stunde bin ich nicht sicher. Continue reading…

Ich fühle mich wie diese Zimmerpflanze

Noch vor 2 Wochen lief hier alles relativ stabil, wenn auch auf der letzten Rille. Aber naturgegeben bleibt ein solcher Zustand in einer sechsköpfigen Familie nie dauerhaft erhalten und so traten ein paar Ereignisse ein, die mich ermattet erschlaffen lassen.

Es began wie folgt:

Zwei externe Themen, die mich/uns beschäftigen ploppten als Wiedervorlage und unignorierbar auf. Ein Problem korreliert ungünstig mit der Erstklässlerin. Ich würde es einen Kommunikationeswirrwarr nennen, der mich völlig irre macht.

Gleichzeitig und vielleicht unter anderem auch daraus resultierend, schreit die Erstklässlerin neuerdings immer öfter und lauter um „Hilfe“. Sie braucht elterliche Unterstützung und Zuwendung. Die Wackelzahnpubertät und die besondere Art der Erstklässlerin (ein tolles Kind!) machen es für beide Seiten nicht ganz einfach. Continue reading…

Die Übergangsphase oder emotional unruhige Zeiten

Bei einer Geburt gibt es 4 Geburtstphasen. Und eine Phase ist die mit Abstand unangenehmste. Die Übergangsphase. (Für Unwissende:Diese ist die dritte Phase kurz vor der sogenannten Austreibungsphase, dem großen Finale.) 

In der Übergangsphase wurde ich immer überrollt von unsäglich intensiver Power meines Körpers. Die Wehen waren stark und ohne Pause und in mir bäumte sich Widerstand gegen diesen Zustand auf. Ich wusste zwar, es würde nicht mehr lange dauern bis ich aktiv mit machen konnte und doch wollte ich in diesem Zustand immer alles hinschmeißen. Denn das Schwierige in der Übergangsphase ist: Man kann nicht wirklich aktiv mitmachen. Es ist die Phase, in der ich innerlich fluchte und jammerte und einfach nur noch wollte, dass es ganz schnell aufhört. Ich wehrte mich stets zu Beginn dieser Phase  gegen die Übermacht der körperlichen Gewalt, egal wie gelassen und unbeschwert ich die vorangegangene Phasen gemeistert hatte. Aber ich musste begreifen (und tat das zum Glück immer schnell), dass ich mir selbst keinen Gefallen durch die Abwehr dieses Vorgangs tat. Meine einzige Möglichkeit durch diese Phase zu kommen, war dem körperlichen Prozess zuzuarbeiten. Sprich: Atmen und IN diesem Moment bleiben und vertrauen. Sonst nichts.

Ich fühlte mich in den letzten Tagen und unserem „Corona-Disztanzlernen-Winter-Alltag“ genau wie in einer Übergangsphase.

Mir gingen die Farben aus. Die Farben in Form von Erinnerungen, die ich gesammelt hatte, um durch diesen speziellen Winter mit dem bösen C zu kommen. Sie verblassten eine nach der anderen. Mich lange getragene Tagträume und Erinnerungen waren nur noch schwer anzuzapfen. Genau genommen gar nicht mehr. Alles war/ist eintönig und gleich. Gleichzeitig scheint die Zeit zu rasen. Es passiert ja auch nichts. Alle Tage sind nahezu gleich. Grau in Grau. Innen wie außen. Continue reading…

Ein Gefühlstief- Angekommen in der Krise

In dieser dritten Corona-Ausnahmezustand-Woche krachte unser Stundenplan in sich zusammen. Also vielleicht krachte auch einfach nur ich zusammen und das zeigte ein bisschen, wer der Motor für das funktionierende Alltagsgeschehen hier ist.

Meine sonst so positive Grundkonkonfiguration war jedenfalls kurzzeitig komplett ausgeschaltet. 

Ich denke, das kam vor allem, weil ich in dieser so überaus seltsamen Situation, dieser weltweiten Krise, ankam. In dieser Woche realisierte ich, was Sache ist. Insgesamt kann und will ich mich nicht beklagen, denn wir stemmen das aktuell gut. Die Kinder kommen auch die meiste Zeit wirklich gut mit der Situation zurecht. Wir haben den Garten, das schöne Wetter und Langeweile haben wir auch nicht. Dennoch: WAS wird das jetzt? Wie geht das weiter? Wann hat das alles ein Ende? Wird wirklich alles gut? Wie überstehen wir das alles? etc.pp Ich vermisse auch schon ein wenig andere Menschen zu treffen.

Ein weiterer Faktor, der mich zusätzlich ins Straucheln brachte, waren ein paar Ereignisse im Vorfeld, vor dieser ganzen Corona-Scheiße.

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