Auch Mütter sind mal übellaunig und bockig.

Am Mittwoch war der erste Tag, an dem (für einen Tag jedenfalls, der Sohn ist schon wieder krank zu Hause) ein normaler Alltag stattfinden konnte. Eigentlich hätte ich mich freuen können. Stattdessen bekam ich recht schnell schlechte Laune. Der Mann hatte frei und hatte was zu motzen. Wegen unserer immer währenden Kinderzimmer-Baustelle gab es ein paar Dinge…..Und ich sah nur einen Berg Haushalt vor mir, der in den letzten 1,5 Wochen wegen der kranken Kinder zu einigen Teilen liegen geblieben war.

Dann ließ ich mich überreden eine Besorgung erst am Nachmittag und mit allen zusammen zu machen. Im Endeffekt zerschoss es mir meinen eigentlich gedachten Tagesablauf. 

Außerdem hatte ich dezente Kreislaufprobleme. Der Wechsel kühle frische Luft und warme geheizte Räume bekommt mir schwanger noch weniger, als sonst schon.

Alle zusammen fuhren wir schließlich vor der KiTa vor. Ich ging schnell rein, um das Knöpfchen einzusammeln. Dieses sprang mir zuerst fröhlich entgegen und plapperte sofort etwas von Rodeln gehen. Sie war so entusiastisch. Davon hatte sie schon am Morgen gesprochen, während sie singend zur Kita durch den Schnee gesprungen war.

Jetzt wusste ich wieder, warum ich meine Erledigung vormittags machen wollte. Continue reading…

Wie ich mich plötzlich kurz wie 5 Jahre alt fühlte

Ich hatte meinen ersten Unfall mit dem Lastenfahrrad. Keinen schweren Unfall. Keine Sorge. Und es saßen auch keine Kinder drin. 

Es trug sich an einer übersichtlichen und großzügigen T-Kreuzung im Ort zu. Ich musste aus der Stichstraße auf die „Hauptverkehrsstraße“ des Ortes einbiegen. Ich mag es, mich in fließenden Verkehr einzufädeln. Fließend bedeutete in diesem Fall, es kam ein Auto gefahren und das zeigte zwar an, es wöllte in eine sehr großzügige Einfahrt direkt neben mir abbiegen, aber da nun auch sonst keine Verkehrsteilnehmer oder andere Hindernisse unterwegs waren, nahm ich an, das Auto böge dann auch ohne großen Zauber einfach in die Einfahrt ab.

Tat es aber nicht.

Es bremste unerwartet und abrupt. Ich bremste  auch sofort, aber es regnete, es war nass auf der Straße und mein „Schlachtschiff“ ist schwerer als ein normales Fahrrad und kommt nicht abrupt zum Stehen. Ich sah mich also trotz bremsen in Zeitlupe auf die hintere rechte „Ecke“ des Autos zu rollern.

„Oh nein, Oh nein, Oh neiiiiin!“  

Plock, machte es. Continue reading…

Mutter und Kind haben was gelernt

Das Knöpfchen ist Meisterin im Erfinden von Geschichten und kann dabei extrem glaubhaft sein. Echt. Unterschreibt die komplette Familie sofort. Von Oma, Opa, Tante, Onkel etc pp.

Man muss allerdings dazu sagen, dass sich ihre Erfindungen im Laufe des Erzählens selbst enttarnen durch immer wildere Ideen. Als wartet sie nur darauf, dass man ausruft: „Du veräppelst mich doch!“ und dann lacht das Knöpfchen und freut sich.

Nun eröffnete mir das Knöpfchen heute morgen, sie wolle das Spielzeugpferd vom Sirenchen mit zum Spielzeugtag in die KiTa bringen.

Zufälligerweise hatte das Sirenchen eben jenes Pferd am Abend davor noch neu frisiert und tolle Zöpfe geflochten und mir das Ergebnis stolz präsentiert. Außerdem zanken sich die Mädchen derzeit öfter um diverse Spielzeuge und keiner gönnt dem anderen die Butter auf dem Brot.

Ich ging auf Grund dieser Erfahrungen davon aus, dass mit recht großer Wahrscheinlichkeit keine Erlaubnis seitens des Sirenchens vorlag und äußerte dies. Das Knöpfchen wurde sofort wütend und meinte ihre Schwester hätte es ausdrücklich erlaubt.

Nun waren die Mädchen zwar kurz alleine im Kinderzimmer gewesen, während ich schon in der Küche hantierte. Und möglicherweise hatten sie sich über das Pferd unterhalten.

Da das Sirenchen bereits in der Schule war, konnte ich keine Rücksprache halten und bat das Knöpfchen, sich lieber ein andere Spielzeug auszusuchen und das Pferd zum nächsten Spielzeugtag mitzunehmen, wenn ich auch Rücksprache mit dem Sirenchen gehalten hätte. Continue reading…

Von dunklen Wolken umnachtet

(Fast hätte ich diesen Beitrag nicht veröffentlicht. Denn so heftig und kurz der Zustand da war, so schnell war er verflogen. Und dann denke ich: Ach, ist doch nicht der Rede wert. Aber vielleicht doch :-))

 

Es gibt diese Tage, da zieht eine dunkle Wolke auf. Eine richtig dunkle Wolke. Sie ist zusätzlich schwer und zäh und umnebelt mein komplettes Sein. Sie lähmt mich.

Wer mich nicht näher kennt, glaubt ich sei immer gut drauf. Aber das ist nicht so. Ich habe auch Launen und oft versinke ich in Melancholie. Melancholie mag ich, wenn gleich ich sie mit Kindern nicht mehr so auskosten kann, wie früher.

Hin und wieder flammt sogar etwas wie eine depressive Verstimmung auf.

Ich kann nicht umhin einen eindeutigen Zusammenhang zu meinem Zyklus zu erkennen. PMS in Kombination mit innerem Stress, zu wenig Selbstfürsorge und ungünstigen Lebensmitteln führen wenige Tage vor den Tagen zu einem Kollaps meines ganzen positiven Lebensgefühls. Ich bin nicht mehr „nur“ gereizt, sondern jeder Lebensfreude beraubt.

Diesen Monat war es extrem. Ich wusste schon, dass es unklug war derart viel Schokolade und Kaffee in der zweiten Zyklushälfte zu mir zu nehmen. Aber gleichzeitig schrie alles nach mir nach Nervennahrung und Wachmacher. 6 Tafeln Nussschokolade an 4 Tagen.

Auf mich prasselten zu viele Dinge ein. Die Kinder mit ihren aktuellen Launen, Bedürfnissen und auch kleinen Sorgen waren das eine und auf der anderen Seite war ich in einem beinahe permanenten Verteidigungsmodus. Vielleicht kennt ihr das. Ihr seid von etwas überzeugt und euer Bauch sagt euch, das ist richtig, aber das wird extern ständig angezweifelt. 

Die Quittung kam. Continue reading…

Multitasking kann ich nicht

Vor allem früh Morgens arbeitet in meinem Kopf kein Filter. Ein laufendes Radio wirft mich komplett aus der Bahn. Ich kann das nicht überhören. Schon als Kind mochte ich nicht, wenn zum Essen zu laute Musik lief. Dann ist es, als bleibt das Essen im Hals stecken. Und genau so verhält es sich auch, wenn man vor allem morgens mit Fragen und Forderungen auf mich einprasselt.

Einem ehemaligen Mitbewohner bat ich einst morgens in der Küche (um 6:30h): „Nicht sprechen!“

 

Und da stehe ich nun als Mama.  Kinder kennen keine Gnade. Und je jünger sie sind, ist es nun auch ziemlich normal, dass sie darauf keine Rücksicht nehmen können.

Und so versuche ich mich, seit sie auf der Welt sind, daran zu gewöhnen einfach besser multitasken zu können, wenn alle drei etwas gleichzeitig von mir wollen. Dieses GleichzeitigWOLLEN passiert grundsätzlich in Momenten, in denen ich ohnehin damit beschäftigt bin, einen entscheidenden Tagespunkt zu bearbeiten. Wie z.B. eine Mahlzeit oder morgens für alle den pünktlichen und geordneten Abmarsch vorzubereiten. 

Das Beitragsbild zeigt eine typische Abendsituation von vor 3 Jahren. Die Katzen reihen sich grundsätzlich in die Mecker-Motz-Forder-Frage-Waswollen-Reihe ein. Continue reading…