So ein Dienstagmorgen

Die Nacht war gut, obwohl ich wirr geträumt habe. 

Ein paar Lastwagen waren durch unseren Vorgarten gefahren, um im Nebenhaus einen fulminanten Wasserrohrbruch abzupumpen, welcher, wie sich herausstellte auch in unserem Haus das Erdgeschoss mit geflutet hatte. Ich grüße an dieser Stelle Henrike vom Blog nieselpriem, die mit einem heiteren Schwank aus ihrer Jugend wahrscheinlich nicht ganz unschuldig an dem Überflutungsszenario in meinem Kopf ist. ;-D) . Ein wirres Durcheinander an Gedanken….meine Pflanzen…..das Haus, der Boden muss neu gemacht werden…, dann der Sprung in eine wirre Zukunft, in der ich zurückkehre in meine alte Tanztruppe, aber vollkommen unfit bin und nicht mithalten kann. Meine ehemalige Trainerin macht zudem eine Übung, die allein auf Grund der Schwerkraft nicht möglich ist, aber im Traum geht ja alles und ich tröste mich damit, dass ich das nicht kann, weil ich erst vor einem halben Jahr ein Baby bekommen habe und auch Jahre raus bin aus dem Training. (Auch dieser Part des Traumes hat seinen Ursprung. Meine Mädchen und ich haben gestern zusammen getanzt und ich habe mich etwas sehnsüchtig erinnert.)

Also noch in diesen Gedanken gefangen, muss ich erstmal zu mir kommen. 

Die Katzen kommen schnurrend dazu. Die Klütte schnurrt um mich herum und das wilde Mädchen (das Sirenchen….es wird Zeit für einen anderen Namen, aber da bin ich noch nicht 100% schlüssig, aber Kinder werden ja größer und älter und überhaupt.. wenn ihr versteht was ich meine…) ist verstimmt deswegen. Ich hätte sie einfach von ihr weg gelockt. Was ich nachweislich nicht getan habe und Katzen machen ja sowieso was sie wollen. Continue reading…

Der „Frühbruar“ ist da

Samstag

Der Februar startete nun mit diesem Wochenende. Oder sollte ich sagen, der Frühling? Sagen wir einfach Frühbruar.

Der Sohn wurde 9 Jahre alt und im Gegensatz zu vor 9 Jahren mutet es mächtig frühlingshaft an. Das finde ich irgendwie irritierend, obgleich ich mich schon wieder sehr freue, wenn das Leben mehr außerhalb der Vierwände stattfindet.

Aber Frühblüher am ersten Februar?

Während der Sohn am Freitag auf einem Kindergeburtstag war, kaufte ich bereits alle Zutaten für sämtliche zu fertigen Backwaren ein.

Samstag vormittag lockte ich aber zuerst alle Kinder mit mir in den Baumarkt zu fahren und versprach danach dürften sie einen Film schauen. Ich wollte nun endlich ein paar Erledigungen machen, die ich seit Tagen vor mir her schob, weil ich zu Gunsten der Kinder MEINE Wünsche hinten anstellte. Ein bisschen geht mir gerade die Puste aus, wenn es darum geht mich hinten anzustellen.

Im Baumarkt kamen wir unter anderen im der  Pflanzenabteilung an. Ich will es grüner im Haus. Nicht nur, weil mir der aktuelle Trend urbanjungel gefällt, das tat es nämlich schon immer, auch schon ohne hippen Namen, sondern weil mir hier die ein oder andere Ecke nicht gefällt. Der Mann hat mich bisher immer abgehalten Pflanzen aufzustellen, weil ihm die meisten Grünpflanzen nicht gefallen, aber MIR gefällt es und da ich nun mal die meiste Zeit hier zu Hause bin, mach ich mir das nun auch behaglich grün. Ist ja auch für die Raumluft gut.

Also, wir kamen in die Pflanzenabteilung, in der es erfreulicherweise auch gerade, wahrscheinlich dem Trend geschuldet, eine tolle große Auswahl gab. Die Kinder staunten auch und fragte, ob die Pflanzen echt seien, so schön waren viele. Der Sohn trug schon erste Töpfe mit Grün herbei, die ihm besonders gefielen.

Einen Dschungel wolle er vor allem im Bad haben, sagte er.  Continue reading…

Man muss Abstriche machen- im Haushalt, beim Beitragsbild und beim Gedächnis

oder: Wie ich mich erstmal in den neuen Terminstress rein arbeiten muss

Ich konnte ihn lange „klein“ halten unseren Nachmittagsterminekalender. Zum einen weil ich davon überzeugt bin, dass weniger mehr ist und das Leben ohnehin schon durchgetaktet genug ist und zum anderen, weil ich es aufwendig finde, 3 Kinder (und seit neustem ein Baby) nachmittags hin und her zu kutschieren.

Lange waren die Kinder auch zu klein und/oder wollten gar keine Kurse am Nachmittag machen. So war einige Zeit nur das Turnen für alle drei an einem Nachmittag in der gleiche Halle zur gleichen Zeit ein willkommenes Program. 

Mittlerweile sieht es anders aus.

Der Sohn macht begeistert Judo und möchte zweimal die Woche trainieren. Das ermögliche ich ihm gerne, denn ausdauerndes Interesse aus eigener Motivation unterstütze ich, so gut ich kann immer.

Das Knöpfchen macht auch Judo, aber in der KiTa integriert einmal die Woche. Da hole ich sie dann etwas später ab, als sonst. Und ganz frisch geht sie, weil der Freitagsturnkurs aufgelöst wurde, stattdessen mit dem Sirenchen zum Kindertanzen.

Außerdem konnten wir für das Knöpfchen auch noch einen Schwimmkurs ergattern. Das war gar nicht so einfach und da muss ich auch in das Nachbarstädtchen fahren.

Zeitlich fallen alle Kurse (auf drei Tage in der Woche) zeitlich so passend, dass ich das für alle Kinder möglich machen kann. Allerdings derzeit auch nur, weil wir seit neuestem ein Auto zur Verfügung haben. 

Ein bisschen Logistik ist dennoch gefragt und so spreche ich mich für die ein oder andere Strecke mit anderen Mamas ab. 

Eigentlich mache ich ja viel lieber alles mit den Fahrrädern. Jedoch kommen das Wetter (vornehmlich die Kälte) und das Baby da ungünstig ins Spiel. 

Die Hummel ist mittlerweile 9,5 Kilo schwer und in der Trage erstens nicht mehr Stundenlang zufrieden, weil sie sich bewegen möchte. (Sie macht kräftig Fortbewegungstraining, bislang allerdings nur rückwärts. ) und mir ist sie beim Einkaufen in der Trage auch zu schwer. Zumal es draußen kalt ist, man muss sich und das Kind warm genug anziehen und in den Geschäften bekomme ich Hitzeanfälle, wenn ich dann auch noch das Baby vor mir her trage UND Einkäufe schleppe. Das Lastenfahrrad kommt für derlei Kutschiererei erst wieder zum Einsatz, wenn es milder wird. Dann können wir die Wartezeit auch auf einem nahegelegenen Spielplatz verbringen.

An einem Tag muss ich nämlich zwei Stunden Wartezeit überbrücken. Wovon eine Stunde durch die Gesellschaft von zwei lieben Mitstreiterinnen versüßt wird. Hätte ich nicht immer mindestens ein Kind/Baby bei mir, würde ich ja einfach die restliche Zeit in einer stillen warmen Ecke ein Buch lesen während des Wartens.

Den aufwendigsten Part in der ganzen Termintriologie jeder Woche ist aber der Schwimmkurs. Continue reading…

Ein Scheiß-Tag

Der Tag begann eigentlich gut. Alle waren pünktlich wach, gut beisammen, an alles wichtige hatten wir gedacht. Das Knöpfchen war etwas knapp, aber pünktlich in der Kita und ich drehte mit dem Baby noch eine Rund um den Weiher. Allet schick.

Dann nahm das Schicksal seinen Lauf.

Auf meiner morgendlichen to do Liste standen ein paar Dinge am Computer. Ein bisschen digitaler Papierkram. Abends komme ich ja nicht dazu, weil ich mit dem Baby schlafen gehen muss. Und am Tag ist es schwierig mit den Kindern einen aufgeräumten Kopf zu haben.

Allerdings wollte das Baby an diesem Tag am vormittag nicht, wie sonst in den letzten Wochen, zwei Stündchen im Kinderwagen schlafen. Nicht mal ein Stündchen. Es quakte und meckerte. Auf dem Schoß blieb sie nicht. Unterm Babyfit nicht. Alles war blöd. Und ich ich KANN mit so einem Geräusch nicht denken. Gar nicht. Macht mich nervös.

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Das Kind im Paralleluniversum

Das Knöpfchen ist toll. Vor allem ist sie eine spannende Zeitgenossin. Sehr, sehr, seeehr kreativ im Spiel. Fantasievoll. Liebenswert. Charmant. Selbstbewusst. Und immer für eine Überraschung gut

Aber sie ist auch bekloppt. Voll. Ich meine das lieb!

Denn, ich liebe „Bekloppte“. Elegant ausgedrückt würde man wohl ohnehin sagen: Wir sind in dieser Familie alle etwas unkonventionell.

 

Im Streit mit anderen

Zurück zum Knöpfchen. Es beschlich mich schon länger der Verdacht, dass sich in ihren Erzählungen allzuoft Fantasie und Realität vermischen. Das ist ok, wenn es sich nicht um zu klärende Sachverhalte handelt.  

Im Sommer bekam ich einen handfesten Beweis dafür, die Geschichten vom Knöpfchen in der ersten von ihr erzählten Version erstmal so stehen zu lassen, alle Kerninvormationen zu filtern und dann mindestens einen Tag abzuwarten, bevor ich reagiere.

In der KiTa hatte es einen harmlosen kleinen Streit gegeben, in dem das Knöpfchen maßgeblich beteiligt war.  (Eine Erzieherin erzählte mir beim Abholen davon, in Abwesenheit des Knöpfchens. ) 

Das Knöpfchen wurde in der Streitsituaton gebeten mit dem Ärgern aufzuhören, was sie nicht tat und nach mehrmaligem Ansprechen ohne Einsicht, musste sie mal ihr „Spiel“ für einen Moment unterbrechen. Daraufhin war das Knöpfchen sehr sauer auf ihre Erzieherin.

Zu Haus erzählte mir das Knöpfchen auch von dem Vorfall und tischte mir die Geschichte in einer ausgeschmückten etwas anderen Version auf, in der sie völlig unschuldig war. Blumige Worte. Völlige Überzeugung und Empörung über das Unrecht, welches ihr angetan worden war. Sie war drin in ihrer Version. Gefühlt mit Haut und Haaren.

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