Ferienreif

Es ist Sommer. Es ist so schön! Und ich will das genießen und auch mal ausblenden was alles im Argen liegt auf diesem Planeten. Und auch mal ausblenden, was alles eigentlich zu erledigen wäre. Ich merke, es bringt gerade nichts gegen alle wichtigen und unwichtigen To Dos anzukämpfen. Ich muss mal los lassen, liegen lassen und mich auf das Innehalten besinnen. (Übrigens fühle ich mich dennoch tausendmal besser als noch letztes Jahr im Sommer, als ich die Kur beantragte!) Denn schon im September startet hier wieder ein neuer Abschnitt. Ein zweites Schulkind wird den Ablauf hier nochmal neu auf den Kopf stellen.

Und während ich aktuell dieses für Köln untypisch unschwüle, sensationell schöne Sommerwetter genießen möchte, MIT meinen Kindern! wird mein chilliges Sommer-ich-mach-mal-Urlaub-Gefühl hart auf die Probe gestellt. VON meinen Kindern. Es fällt mir schwer in einen Ich-atme-mal durch-Modus zu gelangen, der eine Zeitspanne von maximal 10 Minuten übersteigert. Continue reading…

Von Spinnen, einem kranken Mann, umgeworfenen und missglückten Plänen

Best off Samstag

Gegen 8 Uhr 15 maulten alle Kinder, sie hätten Hunger. Ich entschwand nach unten und backte noch ein paar Brötchen auf. Der Sohn stand ungeduldig neben mir. Ich schlug freundlich vor, er könne den Tisch schon mal decken. Er verabschiedete sich schmollend ins Wohnzimmer. 

Das Sirenchen übernahm den Part mit dem Tischdecken und der Sohn schrieb mir einen Zettel mit den Worten: Blöde Mama.

Vielen Dank.

Streit unter den Geschwistern als Zwischenspiel.

Die Kinder durften sich ein Mittagessen wünschen und wollten Nudelsalat. Dafür mussten wir aber einkaufen. Unter einem geräuschvollen Hin-und-Her saßen schließlich alle im Lastenfahrrad und Pfandflaschen waren auch dabei.

Wir fuhren vom Hof und nach 5 Metern Fahrt kreischte der Sohn panisch: „Aaaaaaaah! Eine SPINNE! EINE SPINNE! EINE SPINNE!“

Das Sirenchen stieg in das Gekreische ein und schließlich kreischten 3 Kinder panisch. Continue reading…

Geschwisterstreit-Kräftemessen und Gerangel in der Rangordnung

Die Kinder…schon ein Weilchen zeichnet sich die neue „Phase“ im Alltag ab und erlebt derzeit einen Höhepunkt.

Vor allem der Sohn (1. Klasse) und das Sirenchen (Vorschulkind) haben sich nun richtig oft und heftig in der Wolle.

Dass Geschwister mal mehr mal weniger streiten ist ganz normal und gehört zum sozialen Lernen dazu.

Jedoch mehren sich in den letzten Wochen ungewohnt heftige Gewitter zwischen den beiden Wackelzahnkandidaten. Ich kenne das bisher in der Form nicht.

Die Streitereien haben eine neue Qualität und auch Quantität. Sie werden vermehrt körperlich ausgetragen. Sie raufen richtig miteinander. Da sie gleich stark sind, mache ich mir keine Sorgen, dass einer von beiden körperlich unterliegt. Aber sie gehen ganz schön rau miteinander um. Es wird an Haaren gezogen, sich geboxt, gekniffen, geschubst, als Knäuel über den Boden gekullert und auch getreten. (das alles ohne Verletzungen, es scheint also noch eine unsichtbare Schwelle zu geben, die nicht überschritten wird). Sie kämpfen mit allen Mitteln, die ihre Körper zur Verfügung haben. Continue reading…

Sommerfeeling im Mai und eine kaputte Einrichtung

Dieser Teil des Jahres ist geprägt von Feiertagen, Brückentagen, Sportfesten, Elternsprechtagen, Schulärztlichen Untersuchungen etc.pp.

Die vielen Alltagsunterbrechungen stören mich derzeit aber nicht. Das sommerliche Wetter gefällt mir sehr.

Wir haben entspannte Tage oder Tagesabschnitte und natürlich auch die turbulenten Zeiten.

Letzten Samstag waren wir im Essener Grugapark. Es war einer dieser ganz besonderen Tage. Alle waren gut drauf, fröhlich und ausgeglichen. Der komplette Tage verlief reibungslos, wenn man von dem Massaker auf der Hinfahrt absieht. Der Sohn bekam kurz vor dem Ziel heftiges Nasenbluten. Wir hatten praktischerweise ein Kühlakku in der Provianttasche und ich hatte Taschen- und Feuchttücher griffbereit. (Wir haben Übung mit Nasenbluten.)

Den Grugapark kann ich übrigens auch uneingeschränkt als Ausflugsziel empfehlen! Es war wie ein Kurzurlaub!

Dann habe ich natürlich das Planschbecken im Garten nochmal befüllt. Vor allem die Mädchen lieben es vom Klettergerüst aus dort hinein zu springen. Und wenn sie das nicht machen, bauen sie sich mit Regenschirmen Häuschen. Draußen oder Drinnen. Immer mitten im Weg. 

An einem Nachmittag waren noch zwei Freundinnen da und die 5 Kinder verwandelten das frische Wasser binnen einer Stunde in eine schnodderige Brühe. 😀  Continue reading…

Der Hai im Lehrschwimmbecken

Nach holprigen ersten Schwimmbadbesuchen im kompletten Familienverbund noch im letzten Jahr, bekommen wir in der Sache langsam Routine.

Die beiden Großen machten in in der Kur ihr Seepferdchen im Therapiebecken der Kurklinik. Nun habe ich zwei Schwimmanfänger, die ihre Fähigkeiten im Wasser endlich gut einschätzen können und ein Kind mit Schwimmflügeln, die solide Dienste leisten. Aufpassen muss man natürlich trotzdem noch.

Unsere Schwimmausflüge starten grundsätzlich so:

Am liebsten gehen wir schwimmen, wenn es so warm ist, dass man möglichst wenig anhaben muss. Die Mädchen und ich tragen dann einfach nur ein Kleid und Schlappen. Fertig. Das verhindert ungelenkes Gekrame mit zu vielen Klamotten.

Wir eiern immer auf der Suche nach einer großen Familienkabine durch die Gänge und immer sind sie alle besetzt. Der Murphy. 😀 (Wenn wir AUS dem Wasser kommen, ist es übrigens auch so. .-D) . Da wir die Schwimmsachen ja schon drunter tragen, können wir ja aber auch direkt zu den Schließfächern gehen. Fällt uns dann ein. Dort treten wir uns grundsätzlich auf die Füße und der Sohn kontrolliert die Zahlen und Schlüssel und erklärt wie es mit der Schließanlage funktioniert. Continue reading…