„Was du heute kannst besorgen, das verschiebe ruhig auf morgen.“ ;-)

Ich könnte/sollte/wollte eigentlich:

Aufräumen, saugen, Papierkram sortieren, das Babybett mal aus dem Keller holen und die zukünftige Schlafecke nett herrichten. Ich könnte ein paar Sachen flicken, mal in den Sekondhandladen fahren und irgendwas niedliches fürs baldige Baby besorgen, eine Himbeere im Garten einpflanzen, eine zweite Schwangerschaftsleggings kaufen, Wäsche waschen, ein Nähprojekt beginnen, die neuen Kinderzimmer zu ende dekorieren, duschen, Haare waschen, einen richtigen großen Wocheneinkauf machen, die Esszimmerbank neu beziehen, die Spülmaschine einschalten. Es gäbe auch ein paar Aufgaben rund um den Blog.

Außerdem gibt es ein paar mir wichtige Menschen, deren Wohlbefinden mich interessiert und ein paar noch ausstehende Treffen, bisher ohne Termin.

Aber ich will nicht.

Also, ok, ganz so kann man das auch nicht sagen. Ich will ja eigentlich schon. Aber ich fühle mich gerade, als hätte ich einen Marathon gelaufen. Nachts hab ich regelmäßig einen Wadenkrampf und müüüüüde bin ich. Morgens komm ich nicht aus den Federn und überhaupt nur schwer in den Quark. Ich möchte mich kräftig strecken und recken und dann bekomme ich auch nen Wadenkrampf. Das nervt. (Und ja, ich nehm schon Magnesium.)

Abends komm ich nicht ins Bett. Aus einer Mischung aus Trägheit und einem sehr wachen, aber unruhigen Kopf. Und immer diese Kackträume, in denen wirres Zeug passiert, und ich mich im Traum schon frage, was der Mist soll. Die machen mich irre.

Die letzte Nacht träumte ich von Aufzügen, die mich nicht ans Ziel brachten, sondern vom Ziel fern hielten. (Immerhin weiß ich genau, wo da der Hund begraben liegt.)

Und obwohl ich so grummelig bin, habe ich auch Freude in mir. Ich bin bloß gerade zu erschöpft, sie zu zeigen.

Ach, seufze ich da. Denke mal kurz nach und zitiere eine Postkarte unbekannten Ursprungs, auf der geschrieben stand: „´Nen Scheiß muss ich!“

Jedenfalls für heute. 

😉

 

Manchmal schlägt im Leben der Blitz ein

Die letzte Woche ab Ostermontag wurde turbulent und emotional nicht unanstrengend. Um es milde auszudrücken.

Es begann damit, dass wir eine der Omas an Ostermontag ins Krankenhaus einliefern lassen mussten. Noch in dem Glauben, es sei eine eher harmlose Sache, gestaltete sich das Eintreffen des Rettungsdienstes für unser Sirenchen trotzdem zu einem ziemlich aufwühlenden Moment. Sie weinte bitterlich und hatte furchtbare Angst um die Oma. Zum Glück waren es sehr nette Sanitäter und einer bat das Sirenchen ihm doch mal zu helfen. Er müsse die Trage aus dem Rettungswagen holen und jemand müsse die Tür aufhalten. Das Sirenchen folgte ihm an meiner Hand, ganz stolz eine Aufgabe zu haben und beruhigte sich etwas. Sie plapperte dann drauf los und erzählte vom Erste Hilfe Kurs in der Schule neulich. Sie blieb aber nervös und hatte dann viele Fragen an uns Eltern. Warum der Oma so ein Dings an die Finger geklemmt worden sei. Warum die Oma gezittert hätte. Was der „Fernseher“ da für Zahlen und Kurven angezeigt hätte, etc pp. Wir erklärten ihr alles so gut es geht, ohne Dinge zu beschönigen, aber doch so, dass sie keine Angst mehr um die Oma hatte. Naja. Sagen wir, fast keine Angst mehr. Es blieb ein schwelendes Thema.

Die beiden anderen Kinder gingen weniger offenkundig gestresst mit allem um. Sie hatten auch Fragen, der Sohn verstand alles etwas besser und das Knöpfchen überblickt solche Situationen noch nicht in Gänze. Immer wieder aufflammende Gespräche über Kliniken und warum Menschen krank werden, gingen meist vom Sirenchen aus. Der Sohn wollte auch oft einfach gar nichts weiter darüber hören. Es war ihm zu „unbehaglich“.

Es vergingen ein paar Tage in denen wir auf eine Diagnose warten mussten und ich das Sirenchen immer wieder beruhigen musste.

 

2 Flaschen Blut

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Huiiii, also die letzte Woche…..

Die letzte Woche raste an mir vorbei. 

Sie war geprägt durch Kindergeburtstage, Kinderzimmerbaustellenarbeiten, schwangerschaftsbedingter Lahmheit und Müdeigkeit, der Projektwoche in der Schule und stürzenden Kindern.

Am letzten Samstag stürzte ja der Sohn und kam mit einer glimpflichen Prellung davon. 

Dann startete die Projektwoche in der Schule und die Kinder waren deswegen ganz schön durch den Wind. Sie waren in Gruppen von Erst- bis Viertklässlern eingeteilt und durchwanderten jeden Tag ein anderes Themenfeld und immer in einem anderen Raum mit einer anderen Lehrerin.

Ich weiß nicht, wie die anderen Erst- und Zweitklässler zurecht kamen. Meine beiden Kinder fanden die Themen zwar toll, aber dass sie nicht in ihrer gewohnten Lerngruppe, Lernumgebung UND nicht mit der Klassenlehrerin zusammen waren, stresste sie enorm.

Der Sohn zog sich nach der Schule gerne alleine ins Kinderzimmer zurück und wollte dort auch alleine sein. Das wiederum stieß den Mädchen bitter auf, die dann maulig reagierten. Ich musste sie vertrösten, dass sie ganz ganz bald wirklich eigene Zimmer haben. Wir nähern uns dem bezugsfertigen Zustand der Räume. Was auch meinen Nerven zu Gute kommt. Denn überall im Haus herrscht deswegen Chaos.

 

Montag

Das Sirenchen fiel schon Montags durch eine schwierige Laune auf, was ich zunächst nicht mit der Projektwoche in Verbindung brachte. Continue reading…

Dialog am Morgen

Der übliche Ablauf am Morgen in Kurzfassung: Ich stehe mit den Schulkindern auf, bringe sie auf den Weg und mache mir dann ein heißes Getränk und lese so circa 15 Minuten „Zeitung“. (Ich scrolle duch meine Timeline). 

Um 8 Uhr gehe ich dann nach oben und wecke das Langschläfer-Knöpfchen, um es für die KiTa fertig zu machen.

Gestern morgen geriet irgendwie etwas durcheinander.

Ich saß gerade mit meinem Heißgetränk und kam langsam zu mir. 

Da stand um 7:57 plötzlich das Knöpfchen neben mir. Continue reading…