(Cyber)Mobbing – Was können Eltern tun?

Es passiert. Überall. Ungeachtet der sozialen Herkunft.

Gemobbt wurde wohl schon immer und in irgend einer Form hat es jeder schon mal erlebt. Als Gemobbter, als Mobber, als Mitläufer, Beobachter.

Es ist immer demütigend und gibt letzten Endes niemandem ein gutes Gefühl.

Wichtig ist es Mobbing zu erkennen und zu unterbrechen.

Seit der Nutzung der neuen Medien hat Mobbing zudem eine neue Qualität erlangt. Was sich früher nur auf dem Schulhof, der Arbeit oder unterwegs ereignen konnte, findet nun auf digitalem Wege immer und überall statt. Cybermobbing

Auf unserem Wochenende (#djhmachtstark) in der super schönen Jugendherberge in Nottuln haben wir die Arbeit von Helden e.V. kennen gelernt, die uns einige Informationen rund um das Thema (Cyber) Mobbing mitbrachten und darüber hinaus aktiv mit Schulklassen arbeiten. Sie bieten neben präventiven Maßnahmen auch Akuthilfe an. Ihre Arbeit finde ich absolut unterstützenswert und sehr wichtig!

 

Hier nun eine Sammlung aus Informationen des Wochenendes, eigenen Recherchen und Erfahrungen.

Einige Fakten zu Mobbing

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Resilienz (psyschiche Widerstandskraft) fördern bei Kindern

Als Mama machte ich mir nicht zum ersten Mal Gedanken zum Thema Resilienz. Auch als Grundschullehrerin (u.a. im Brennpunkt und in inklusiven Klassen) beschäftigte mich dieses Thema. Ich bekam so manche Einblicke und erlebte Situationen, die mir unter die Haut gingen und ich konnte sehen, wie manche Kinder erstaunlich gut mit schwierigen Situationen umgingen und andere schnell verzweifelten.

Ein Teil der Resilienz resultiert aus dem Gemüt des Kindes heraus. Die einen sind von Grund auf optimischter und aufgeschlossen, die anderen eher verhalten. Der soziale Hintergrund und das Umfeld spielen entscheidend hinein.

Bei unserem Wochenende in der Jugendherberge in Nottuln ging es in einem Workshop genau um dieses Thema.

Und auf diesem Hintergrund schreibe ich nun einen Beitrag darüber und verlinke zu Beispielsituationen aus unserem Familienalltag.

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Mutter und Kind haben was gelernt

Das Knöpfchen ist Meisterin im Erfinden von Geschichten und kann dabei extrem glaubhaft sein. Echt. Unterschreibt die komplette Familie sofort. Von Oma, Opa, Tante, Onkel etc pp.

Man muss allerdings dazu sagen, dass sich ihre Erfindungen im Laufe des Erzählens selbst enttarnen durch immer wildere Ideen. Als wartet sie nur darauf, dass man ausruft: „Du veräppelst mich doch!“ und dann lacht das Knöpfchen und freut sich.

Nun eröffnete mir das Knöpfchen heute morgen, sie wolle das Spielzeugpferd vom Sirenchen mit zum Spielzeugtag in die KiTa bringen.

Zufälligerweise hatte das Sirenchen eben jenes Pferd am Abend davor noch neu frisiert und tolle Zöpfe geflochten und mir das Ergebnis stolz präsentiert. Außerdem zanken sich die Mädchen derzeit öfter um diverse Spielzeuge und keiner gönnt dem anderen die Butter auf dem Brot.

Ich ging auf Grund dieser Erfahrungen davon aus, dass mit recht großer Wahrscheinlichkeit keine Erlaubnis seitens des Sirenchens vorlag und äußerte dies. Das Knöpfchen wurde sofort wütend und meinte ihre Schwester hätte es ausdrücklich erlaubt.

Nun waren die Mädchen zwar kurz alleine im Kinderzimmer gewesen, während ich schon in der Küche hantierte. Und möglicherweise hatten sie sich über das Pferd unterhalten.

Da das Sirenchen bereits in der Schule war, konnte ich keine Rücksprache halten und bat das Knöpfchen, sich lieber ein andere Spielzeug auszusuchen und das Pferd zum nächsten Spielzeugtag mitzunehmen, wenn ich auch Rücksprache mit dem Sirenchen gehalten hätte. Continue reading…

Zeit ist der größte Luxus- vom Anhalten und Runterkommen

Unsere letzten Wochen sind so ruhelos, wie der allgemeine Zeitgeist.

Wenn zu viele Dinge in kurzer Folge aufeinander kommen wie Veränderungen im Alltag, Verabredungen, Feste, Unternehmungen, Kurse, Termine, dann laufen in diesem Haushalt alle heiß und überdrehen oder sind überdurchschnittlich erschöpft.

Schon als die Kinder noch sehr klein waren, erkannte ich das und habe sämtliche Termine immer in wohl dosierter Folge mit genügend Pausen dazwischen gelegt. Und mehrere Termine am Tag vermeide ich wann immer es geht. Ich sage auch schon mal was ab, wenn ich merke, das gibt außer Gemotze eh nix. Ich möchte nicht mit meinen Kindern pausenlos durchs Leben hetzen. Beeilen muss man sich trotzdem oft genug. 

Und ich möchte auch, dass meine Kinder IN einer Situation sein können ohne gedanklich schon bei der nächsten Sache zu sein. 

Und so üben wir uns alle darin, das immer wieder zu erkennen und Dinge zu tun, die uns wieder zur inneren Ruhe bringen.

Die Mädchen machen das tatsächlich am aller Besten.  Continue reading…

Eine Situation auf dem Spielplatz und eine Verantwortungsfrage

Wir waren vor einiger Zeit auf einem Spielplatz mit Karussell. Ich finde Karussells auf Spielplätzen immer etwas schwierig, weil sie eine große Anziehungskraft auf große und kleine Kinder haben und nicht ganz ungefährlich sind. Große Kinder drehen gerne sehr schnell, was für kleinere Kinder ungünstig ist, weil sie sich noch nicht richtig festhalten können oder während der Fahrt aus-oder ein steigen und mit den Großen mithalten wollen. 

Eigentlich auch ein prima Lernfeld für viele Dinge auf einmal, aber das tut hier nichts zur Sache. Fakt ist, ein Karussell muss man beaufsichtigen, wenn die Alterstruktur sehr heterogen ist. Und das tat ich immer, solange ich Mama von unerfahrenen Kleinkindern war.

Unsere Kinder spielten nun jüngst bestimmt eine ganze Stunde lang friedlich immer auch mit anderen Kindern. Mal am Karussell, mal auf einem Klettergerüst. Alles prima. Der Mann und ich setzten uns gemeinsam auf eine Bank und beobachteten sie und die anderen Kinder. 

Schließlich saß das Sirenchen wieder im Karussell mit zwei etwas jüngeren Kindern zwischen 3,5 und 5 Jahren alt und der Sohn drehte sie an. Die beiden anderen Kinder waren neu dazu gekommen.

Ich beobachtete kurz und unterhielt mich dann mit dem Mann über das Knöpfchen, welches auf dem Klettergerüst unterwegs war.  Continue reading…