Quarantäne- oder wie verbringe ich die Zeit zu Hause.

„Kranke“ Kinder sollen ja möglichst reizarm verwahrt und ruhig beschäftigt werden. Klappt super hier!
Die hüpfen wie wild auf den Matratzen im Kinderzimmer rum, oder umkreisen rennend oder fahrend unsere Kücheninsel. Mal raus in den Garten wollte keiner.

Irgendwann war dann das Pulver verschossen und es wurde still. Die Meute verkrümelte sich ins Wohnzimmer und ich drückte mir zwei Brote mit Schokoaufstrich und einen Kaffe rein.

Als ich nach 5 Minuten ins Wohnzimmer kam, dachte ich, ich seh nicht richtig. Der ganze Boden lag voll mit DVDs, CDs, den Spielsteinen und Figuren von einem Schach- und Dame-Spiel, Kissen, Decken, Fernbedienungen und allerlei kleines Spielzeug in Einzelteilen.
Wir begannen das Aufräumen. Frau Feldwebel musste ganz schön delegieren. Schließlich kamen wir beim Dame-und Schachspiel an.
Während ich selbiges mit dem Sohn wieder zusammen sammelt mit dem Trick: „Äh, in welche Fächer gehören denn jetzt diese komischen Figuren hier?, kramten das Knöpfchen und das Sirenchen weiter gemeinschaftlich aus den untersten Ecken des Schrankes diverse Gesellschaftsspiele.
Das erste Spiel war noch nicht wieder zusammen gesucht, da war das nächste schon zerlegt.
Die wieder aufgeräumten Spiele sicherte ich auf einem Stapel auf dem Schrank. Der wurde aber immer höher und die Kinder fanden immer wieder neue Spiele im Schrank. Ich war irgendwie zu schlapp, um da effizient Einhalt zu gewähren und musste die ganze Zeit lachen.
Im Schrank war nichts sicher, allerdings dann auch ein ganzes Abteil frei. 🙂

Schließlich fehlten bei einem Spiel einige Spielsteine. Die waren vermutlich unters Sofa gerollert. Da sah man aber nichts. Die Deckenleuchte kommt ja da nicht drunter.
Ich sagte: „Sohn, da brauchen wir mal deine Taschenlampe, um unter dem Sofa nach den Steinen zu suchen!“
Er verschwand kurz und tauchte mit der Taschenlampe wieder auf. Dann sagte er in seiner typisch bedächtigen Art:
So, dann müssen wa das große Licht natürlich aus machen, damit wir mit der Taschenlampe auch suchen können!“
Ich musste ziemlich an mich halten. Ich war ja eh schon so schlapp lustig und leicht zu erheitern. Breit grinsend erklärte ich ihm dann, dass das große Licht anbleiben sollte. Er suchte dann doch im Dunkeln und vergebens nur mit der Taschenlampe. Und bevor die Schwestern im Dunkeln noch mehr Unsinn anstellen konnten, läutete ich die Abendbrotrunde ein.
Die Steine werden schon wieder auftauchen. Bei Tageslicht. Morgen, oder so.

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