Drachenkostüm-DIY

Ich kann auch DIY.

Oder: Wie ich was nähe, obwohl ich nicht nähen kann.

Zunächst muss ich mich mal outen und zugeben, dass ich vor ein paar Jahren noch nicht wusste, was denn dieses DIY bedeuten soll. Ich stieß zufällig im Internet darauf, als ich etwas suchte. Überall tauchte plötzlich dieses DIY auf. Es schien irgendwie kreativ zu sein. Das verstand ich schnell. Aber was das nun heißen sollte nicht. Ich erzählte dem zukünftigen Herrn Papa davon: “ Hör ma, da gibt es so´n neuen Ausdruck oder Kürzel für was. Da steht immer „Diiij“ oder so ähnlich!“

„Wie „Diiij“? Was soll das sein?“,fragte er. Antwortete ich: “ Das ist wahrscheinlich so´n Kürzel für was. Taucht immer bei allem Bastel-Kreativ-Zeug so auf. Da steht dann immer D-I-Y.“ Lacht der Herr Papa los und sagt: “ Ach, du meinst Do-It-Yourself!“ tätäää. Ich Tröte!😂

Letztes Jahr Karneval nähte ich für den Sohn in mühevoller Handarbeit ein Drachenkostüm. Eigentlich sind es nur ein Drachenkopf und Flügel. Aber das zu grünen Sachen getragen ist vollkommen ausreichend. Diese Kostüm wird auch ganzjährig gerne immer wieder genutzt. Hat sich das „Diiiij“ also gelohnt.

Ich kann allerdings nicht nähen. Also irgendwie natürlich schon, denn ich hab´s ja genäht. Aber ich kann weder nach Schnittmuster arbeiten, noch bin ich geduldig genug exakt zuzuschneiden. Bei mir entstehen solche Dinge immer mit den Stoffen und Stoffresten, die ich so da habe (alte Bettwäsche, alte Kleidung etc) und dann habe ich eine Vorstellung und schnippel und nähe drauf los. Manchmal ist das Ergebnis anders als gedacht. Und bestimmt auch oft umständlich entstanden. Fäden nehme ich grundsätzlich zu lang (faules Mädchen…und so weiter), ich habe ständig Knoten im Garn. Ich lerne es einfach nicht. Und ich verdaddel mich auch gern mal und bin dann zu faul wieder alles aufzutrennen. Dann nähe ich irgendwas drüber oder anders als gedacht. Daraus ergeben sich aber interessante Effekte. Gern schneide ich mir auch beherzt ein Stück Stoff so ungefähr zurecht, stelle dann fest: „Ähähä, das passt gaaaar nicht!“  Oder der Stoff wird knapp und ich denke: „Aaaach, das kommt schon aus!“ Tut´s dann aber doch nicht. Da muss ich dann imrovisieren und wieder was annähen oder anders konzipieren. Dennoch war ich bisher immer ganz zufrieden. Für mich und für Karneval reicht´s. Herr Lagerfeld würde mich natürlich rausschmeißen. Achtkantig. 😬

Deshalb kann ich für dieses Drachen-DIY auch keine wirkliche Anleitung geben. Einzig kann ich sagen: Ich habe ein Basecap mit Füllwatte und Stoffen in die gewünschte Form gefriemelt und genäht. Es ist ein Erwachsenen- Cap (hatte ich noch da) und passt deshalb auch über eine Mütze oder gar einen Erwachsenen-Kopf. Ich habe einen Kinnriemen aus Stoff dran genäht. Den Riemen legt man aber am besten um den Nacken, da das Basecap nach vorne etwas Übergewicht hat und schon mal ins Gesicht rutschen kann. Mit dem Riemen hält es aber sehr gut.
Die Flügel, das hab ich mir auch aus dem vielseitigen DIY-Bereich im Internet abgeguckt, bestehen aus einem zurechtgebogenen Metallkleiderbügel und den hab ich mit Stoff bezogen. Fertig.

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