Der erste Advent

Jetzt ist es auch bei uns weihnachtlich geworden. Wie in der Blogparade So feiern wir Weihnachten angekündigt ploppt die Dekoration von einem Tag auf den anderen bei uns auf. Da wird der große Karton aus dem Keller geholt und dessen Inhalt in der Wohnung verteilt.

Zwar zucke ich jedes Jahr in der Zeit vor dem Advent schon an den teilweise super schönen Weihnachtsdekoecken in den Geschäften zusammen und möchte mir schlagartig ein komplett neues Farbkonzept zusammenkaufen. ABER: Das kostet ja Unsummen und irgendwie ist es ja auch ein Luxusproblem.
Im Endeffekt mag ich es ohnehin selbstgemacht und immer in den klassischen Farben am liebsten und somit zügle ich mich.

Dieses Jahr habe ich nicht mal einen fertig gebundenen Kranz gekauft, sondern auch genommen was da ist. Grün aus dem Garten auf einen alten weißen Kranz gebunden und die Pilze und Schleifchen vom letzten Jahr drauf gesteckt….fertig. Ich find´s ganz hübsch. Der Sohn ist mit der Asymmetrie nicht ganz einverstanden, aber da muss er jetzt durch. 😀

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Gestern wollte ich dann wirklich alles perfekt für den 1. Advent hier machen. Eines der Fenster bekommt von mir immer eine besondere Ausstaffierung mit gebastelten Sternen und Häuschen aus Papier. Aber ich bin ausgebremst. Der Schnupfen von Anfang der Woche hat sich dahin verkrümelt, wo man ihn noch weniger mag. Meine Stirnhöhlen haben sich entzündet. Das macht mich total platt. Also haben wir hier schön piano gemacht. Und es ist nicht alles fertig. Davon geht jedoch die Welt nicht unter und den Kindern ist es komplett egal.

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Unsere Lampe ist schon Sternenbehangen. Da kommen noch ein paar dazu.

Als ich noch Kind war und meine Mama war total gestresst, weil irgendwas nicht so fertig geworden war wie sie sich das überlegt hatte, habe ich das überhaupt nicht verstanden. Ich dachte immer, hauptsache wir sind zusammen. Es ist doch trotzdem schön!
Und wenn man sich darauf besinnt, dann hat man den Advent im Grunde auch schon verstanden.
Warum muss denn alles perfekt sein? Für den perfekten Schein? Ich mach mich frei davon.

Wir haben unser Bäumchen besorgt und die Kinder durften alleine schmücken. Sie haben das sogar richtig gut gemacht.
Als sie alle Figürchen und Sterne verbraucht hatten, stellten sie fest, dass irgendwie nur unten was hängt, zogen sich Stühle heran und verteilten die Sachen ganz prima auf den ganzen Baum.

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Als sie schließlich im Bett lagen habe ich noch ein paar kleine Glaskugeln dazu gehängt und hier und da ein Figürchen umverteilt, dahin wo sie einfach nicht dran kommen konnten.

Und somit machen wir hier gemütlich weiter. Und wenn meine restlichen Vorhaben bis Weihnachten nicht fertig werden…. egal!

Denn das Schönste für mich ist, was die Kinder bisher gesagt haben.
Ich zitiere:

Der Sohn: „Oh, ist das schön! Weihnachten ist meine liebste Woche im ganzen Leben!“
„Ich erinnere mich auch an den Weihnachtsmarkt, wo wir letztes Jahr waren. Das war sooo wunderschön für mich!“

und er steht gerade singend vor dem Baum: „Oh wie schön sieht das aus!“ 😀

Das Knöpfchen: „(S)chau ma, Mama, das is so kuäl (cool), wie schön das aus-sieht hia!“.

Das Sirenchen: „Das ist aber schön! Ich freue mich sooo sehr auf den Nikolaus!“

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Das war schnell ums Geländer gebunden.

 

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Und diese beiden Kameraden brachten die Kinder letztes Jahr aus dem Kindergarten mit. Ich muss immer schmunzeln, wenn ich nach Hause komme.

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