Silvester-Willkommen 2017

Silvester. Das wohl hinsichtlich der Vorfreude umstrittenste Fest des Jahres.

Überall höre ich jedes Jahr sinngemäß so Sachen wie: „Och, wir machen ganz gemütlich.“ oder: „Wir wissen noch gar nicht was wir machen.“ oder: „Wir haben da so Karten für…“

Und es geht mir ganz genauso. Von den großen Erwartungen an diesen Abend habe ich mich schon lange verabschiedet und erinnere mich am liebsten an die tatsächlich gemütlichen Abende. Die habe ich alle in meinem Kopf gespeichert.

Und so haben wir diesen letzten Jahreswechsel auch unter dem Stern: Wir machen ganz gemütlich bestritten.

Den Silvestermorgen starteten wir spät mit ein paar nöligen Kinder. Aber dann bummelten wir entspannt durch den restlichen Tag. Wir waren noch gemeinsam einkaufen für das angedachte Raclette und kramten hier und da so rum. Unter anderem bauten wir ein Heimkino auf. Nix Mattscheibe! So richtig mit Leinwand und so.
Unser Dachboden ist zwar gedämmt, aber ansonsten eine große wilde Brachfläche. Staubig ist es und ein bisschen chaotisch. Heizung gibt es keine und Strom muss über ein langes Kabel nach oben gelegt werden. Dort oben bauten wir ein Lager aus Decken, Kissen und mit einem alten Teppich, zwei kleinen Heizstrahlern und einer Leinwand. Ein alter Sessel steht dort auch noch.

Noch im Hellen installierte der Mann Sound und Bild.

Am späten Nachmittag überkam uns alle der Hunger und wir starteten das Raclette. Da waren wir eine gute Stunde beschäftigt. Und es lief sehr entspannt. Viel entspannter als normale Abendessen mit den Kindern.
Wir räumten ein bisschen auf und der Mann zündelte ein paar kleine bunte Vulkane auf der Terasse. Die Kinder fanden es grandios.
Danach machten wir den Aufstieg ins Heimkino.


Wir sahen König der Löwen. Und ich muss wohl nicht extra betonen, dass es ziemlich gemütlich war, so als Familie zusammen gekuschelt in dieser Dachbodenatmosphäre.
Wir vergaßen sogar die bereit gestellten Kekse zu essen.

Nach dem Film fragte ich die Kinder, ob sie müde seien. Waren sie, aber gut gelaunt. Ich verteilte wieder unten angelangt die Kekse und machte das Radio an. Wir hörten den Big Blue Swing Sender (mein derzeitiger Lieblingssender. Das wechselt immer mal) im WLAN Radio. Die Musik war toll!
Ein paar Knallbonbons und Tischfeuerwerke wurden gezündet, Luftschlangen verteilt und dann haben die Kinder und ich wirklich eine ganze Zeit lang getanzt.

Schließlich kehrte Ermattung ein. Der Mann setzte sich mit den Kindern auf die Couch und sah Dinner for One, während ich zufrieden mit der Swing Musik die Küche aufräumte und Schnapspralinen aß. 😀

Gegen 22 Uhr wünschte das Knöpfchen ins Bett gebracht zu werden. Dort fiel sie auch sofort in einen tiefen Schlaf bis zum nächsten Morgen.

Die zwei anderen Kinder wurden etwas Schlaftrunken und wir gingen auf die Straße, um ein paar Kreisel zu zünden. Also die Kinder und der Herr Papa. Ich hab´s nicht so mit dem Gezündel. Aber die frische Luft belebte, so dann wir dann die verbleibenden 1, 5 Stunden UNO spielen konnten. Das Sirenchen schaffte es nicht ganz und erlag der bleiernen Müdigkeit gegen 23.30 auf der Couch. 😀
Egal.

Gegen 0 Uhr packten Mann, Sohn und ich uns warm ein und gingen wieder auf die Straße. Es war unser erstes Silvester hier im neuen Heim und so staunten wir nicht schlecht über die üppigen Feuerwerke rund um uns herum. Man mag von der verschwenderischen Pyrotechnik halten was man mag. Ich brauche es auch nicht wirklich und wohne diesem Spektakel bevorzugt hinter einer Glasscheibe bei.
Dennoch, aus sicherem Abstand muss ich sagen: Es wurde wenig geböllert, aber dafür wirklich hübsches Zeug in die Luft geschossen.
Der Sohn war ganz aus dem Häuschen. Und meine steten Sorgen um die Unversehrtheit waren hier unbegründet. Unmittelbar um uns herum war nicht viel. Aber in gutem Abstand dafür um so mehr. Ich finde, da sieht man ja ohnehin viel besser, als wenn es direkt über den eigenen Köpfen glitzert, knallt und sprüht.

Und dann war es auch schon vorbei. Das Silvesterfeuerwerk. Jedenfalls für uns.

Ich trug das Sirenchen oben ins Bett und stellte fest, dass man aus dem Kinderzimmerfenster, wenn man im Bett lag noch weitere Feuerwerksraketen am Himmel sehen konnte. Der Sohn lag noch ein ganze Weile wach und starrte aufgeregt aus dem Fenster.

Die Spuren eines schönen Abends.

Der Neujahrstag ist nun durchwachsen. Die Kinder schwanken zwischen eklig müde und nölig, zänkisch und gut gelaunt. Naja. Die werden heute Abend nicht alt, wie man so schön sagt.
Gleich jagen wir sie noch eine Runde durch den eisigen Sonnenschein. Feuerwerksrakenstöcke sammeln ist ein guter Anreiz und dann kehrt wieder die Routine ein in unser Leben.

Und ich begrüße das Jahr, in dem ich 20 Jähriges Abitur und 10 Jähriges mit dem Mann an meiner Seite feiere. Ach du liebe Zeit….40 werde ich ja auch noch!

  2Comments

  1. Avatar Anna   •  

    Das klingt nach einem ganz wunderbaren Abend. Insbesondere die Kino-Idee im Dachboden finde ich grandios! Das wird den Kleinen bestimmt in Erinnerung bleiben. Ich wünsche Euch ein frohes neues Jahr mit ganz viel Lachen, Freude und Zusammenhalt!
    Alles, alles Liebe!

    • Avatar Beatrice   •  

      Vielen vielen Dank! Ich wünsche euch ganz genau das selbe! Fühl dich gedrückt!

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