Im Juni 2018- Von Hasen und Terminen

Letzte Woche saßen wir beim Mittagessen, da rief der Sohn in den Garten deutend: „Da ist gerade was Weißes durch den Garten gelaufen.“

„Ne Katze?“

„Neee, das sah irgendwie anders aus. Es hatte braune Flecken.“

„Ein Vogel vielleicht? Oder eine Spiegelung in der Scheibe?“

„Ne, das war irgendwie so groß.“ und er zeigte eine Größe, die weder Katze noch Vogel sein konnte.

Wir gingen in den Garten und sahen nach. Aber es war nichts zu sehen.

Der Sohn blieb aber überzeugt.

„Sah irgendwie aus, wie ein weißes Kaninchen.“

„Mmmh, vielleicht wohnt Alice im Wunderland auch irgendwo im Garten?“

Es vergingen zwei Tage, da rief das Knöpfchen: „Da sitzt ein Häschen in unserem Garten!“

Und tatsächlich. Ein weißes Kaninchen mit ein paar braunen kleinen Flecken saß unter der Schaukel.

Wir gingen vorsichtig in den Garten und es hoppelte in unsere Nähe. Zu niedlich.

Da unsere Nachbarn im Garten hinter uns Kaninchen und Hühner haben, nahmen wir an, dass dieses Kaninchen dort irgendwie entwicht sein musste.

Wir versuchten es zunächst anzulocken, damit ich es einfangen könnte. Ich hatte es einmal sogar, doch es war erstaunlich kräftig und flink und entschwand meinem vielleicht auch etwas zu zaghaften Griff wieder. Allerdings blieb es neugierig in der Nähe.

Die Kinder und ich liefen mal zu den Nachbarn und fragten nach, ob sie ein Kaninchen vermissen würden.

Zwar taten sie das nicht, aber die Beschreibung passte auf, ich nenne es wegen der Privatsphäre mal Hoppel. (man weiß zu Zeiten der neuen DSGVO ja nicht….…;-D…)

Der Nachbar kam mal in unseren Garten (und musste unser fürchterliches Wochend-eine-Ausnahme-Woche-liegt-hinter-uns-Chaos durchschreiten) und wollte mal sehen, welches Häschen denn da in unserem Garten unterwegs war und es einfangen. Allerdings hatte er zuvor in seinem Garten nachgeschaut und da waren alle auf den ersten Blick brav anwesend gewesen. Nun, in unserem Garten war mittlerweile auch kein Häschen mehr zu finden. Offenbar kennt Hoppel seinen Weg. 😀

Zwei Tage später war Hoppel wieder da.

Wieder zur gleichen Tageszeit. Es ist immer mittags. 😀

Wer weiß, vielleicht öffnet sich dann eine geheime Tür.

 

Außerdem musste ich mal gegen eine Alterserscheinung vorgehen. Ich trage eigentlich seit dem Kindergarten eine Brille, bzw sollte immer schön eine tragen. Leider hat man mir im Kindergarten schon nachhaltig und ständig ein „Brillenschlange“ entgegen geschmettert. Das blieb auch in der Grundschule noch lange so, bis ich die Brille schließlich nur noch trug, wenn meine Augen schlapp machten. Meine Brillen und ich hatten kein gutes Verhältnis. Das besserte sich etwas mit den Jahren, aber sonderlich gern trug ich sie nie und probierte mit allerlei Brillenstilen herum. Und ganz oft trug ich einfach gar keine. Nun wird die Sehkraft mit dem Alter ja nicht besser und schon seit einer Weile muss ich Kleingedrucktes in einen bestimmten Abstand zu meinen Augen bringen, um es überhaupt entziffern zu können. Außerdem taten mir immer öfter die Augen weh. Selbst mit meiner alten Brille. Ich überlegte, wann ich denn das letzte Mal eine neue Brille bekommen hatte und stellte fest: Mehr als 15 Jahre ist es wohl her. Also bin ich ziemlich kurzentschlossen beim nächst besten Optiker in den Laden spaziert und habe….tataaaaa, eine, nein, gleich ZWEI neue Brillen (es gab Rabatt auf die zweite und alles war auch insgesamt nicht so teuer) ausgesucht. Der Mann war so frei, das zu spendieren. <3 Ich war noch nie so zufrieden mit meinen neuen Brillen, wie mit diesen. Und so renne ich die letzte Woche ein wenig wie besoffen durch die Gegend. Brillenträger werden das kennen: Eine neue Brille scheint am Anfang immer die Optik etwas zu verzerren. Und dennoch: Ich will sie gar nicht mehr ausziehen! Das ist auch ganz gut, denn seit Wochen nun lese ich dem Sohn Harry Potter vor. Wir sind schon bei Band 5. Es frisst allerdings auch ein wenig Zeit. 🙂

Genauso wie die ganzen Extraevents vor den Sommerfreien. Ich habe das Gefühl, ich koordiniere nur noch die Termine. Kindergeburtstage (dieses Wochenende gleich 3)…..das Sirenchen hat auch bald Geburtstag….oh….was mach ich nur, ich habe noch keine handfeste Idee und dann die ganze Abschiedsfeste, Elternabende, Schultütenbasteln, Ausflüge, Projektwochen……Und manchmal, da gucke ich sogar Fußball! Das mache ich auch nur zu WM Zeiten. Ansonsten interessiert mich das herzlich wenig.

Daneben schlaucht mich der plötzliche „Herbst“. Das macht mich so uuuuuuuneeeeeendlich müde! Schlimm. Ich könnte beim Vorlesen so weg ratzen. Bin ich neulich abends auch. 😀

 

Äußerst erfreulich finde ich übrigens, dass das Sirenchen einer Klasse und Lehrerin zugewiesen wurde, die ich auch gerne wollte. Das erfuhr ich Anfang letzter Woche.  Das Sirenchen wird übrigens ähnlich „allein“ mit der Schule starten, wie der Sohn letztes Jahr. Sie ist das einzige Mädchen aus der Kita, die zur Schule geht und mit den Jungs hat sie nicht wirklich viel zu tun. Die kommen außerdem alle in eine andere Klasse. Ich denke mit ihrer Klasse und Lehrerin ist sie aber erstmal gut versorgt für einen freundlichen Start.

Sie spielt auf jeden Fall wieder vermehrt Schule und probiert mehrmals am Tag ihre Schultasche an. 

Ansonsten sind die Kinder und ich zwischendurch immer im Dienst der Bienen unterwegs. Hummeln und Co, die auf Gehwegen sitzen, werden vorsichtig in Sicherheit getragen und alle ins Wasser gefallenen Bienen werden rausgefischt und reanimiert. Das funktioniert erstaunlich gut, indem man sie in Salz und etwas Zucker „wälzt“. Vorsichtig natürlich. Das Salz und auch der Zucker entzieht den Tracheen der Insekten das Wasser und sie können wieder atmen. Der Zucker wird gern als Stärkung aufgeschleckt. Auch scheinbar tote Exemplare erwachten nach 15 Minuten wieder zum Leben. Einzig eine Biene hat es einfach nicht mehr geschafft. Auch das gehört zum Leben. 


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