Von klingelnden Katzen, miauenden Kindern und der Vorweihnachtszeit

Neulich waren Freunde aus der entfernteren Nachbarschaft zu Besuch. Da ergab sich ein lustiger Dialog.

Das Mädchen, nennen wir es Ida, gleich alt wie unser Sirenchen, war ganz neugierig bezüglich unserer Katzen. Irgendwann fragte sie:

„Wo ist denn eure Katzenklappe?“

„Wir haben keine.“

„Aber der Kater geht doch raus! Wie kommt der denn wieder rein?“

„Der klingelt.“ entgegnete ich trocken.

Ida blickte kurz sehr irritiert. Dann lachten wir alle zusammen.

„Ne, der miaut tatsächlich. Dann lasse ich ihn rein.“

„Aber hörst du das denn?“

„Ja. Immer!“

Wenig später fragte mich Idas Mama, ob sie Ida die nächsten Morgen aus organisatorischen Gründen bei uns vor der Schule vorbeibringen könne.

Klar ginge das.

Ida fragte: „Soll ich dann bei euch klingeln?“

Die Mama ergänzte, weil vielleicht dann noch jemand schliefe bei uns.

„Du kannst miauen.“ antwortete ich.

Wir mussten wieder alle lachen und ich ergänzte, dass es kein Problem sei zu klingeln.

Die nächsten Morgen hörte ich dann tatsächlich jeweils ein entzückendes „Miau, Miau, Miau“ vor unserer Tür. 😀

Ich hoffe Ida behält diesen Humor. Meinetwegen darf sie auch mit 16 Jahren noch vor unserer Tür um Einlass miauen.

Und sonst sind die Kinder dem Zauber des Advents verfallen und sich nicht so ganz sicher, ob denn Nikolaus, Weihnachtsmann und Christkind nicht doch eine Erfindung sind.

Das Christkind wurde mal kurz angezweifelt, bis wir auf einem nahegelegenen kleinen Markt einem Christkind mit blonden Locken und zartem Gewand begegneten. Den Mädchen klappte der Mund auf und zu.

Außerdem hatte der Nikolaus einen tollen Auftritt ohne ihn gesehen zu haben.

Der „Oma“- Nikolaus schenkt traditionell, schon in meiner Kindheit, etwas zum Anziehen. Schlafanzüge, warme Pullover, Socken oder so etwas. Was man gerade braucht. So brachte „er“ dieses Jahr auch so etwas. Meine Eltern waren einen Tag vorher noch, wegen Oma- und Opa-Singen in der Kita und hatten hier unauffällig die Nikolaustüten abgeladen.

Am Nikolausmorgen freuten sich die Kinder wie Bolle und zogen sofort ihre neuen Pullover an.

Da der „Oma“-Nikolaus die Sachen immer schon wäscht, ist das kein Problem. Allerdings ist Omas Waschmittel verräterisch. Die Kinder sagten sofort: „Die Sachen riechen nach Oma!“

😀

Am nächsten Morgen erwachten sie in ihren neuen Schlafanzügen und mutmaßten, der Nikolaus hätte sich bestimmt das Waschmittel von der Oma ausgeliehen. 

Ansonsten gab es zum Nikolaus noch einen selbstgeschnitzten Zauberstab für den Sohn.

 

Das Köpfchen bekam eine Bastelkiste und das Sirenchen Ohrlöcher. Dafür aber keinerlei Süßkram. Der kam von ganz alleine in Form von Schokoladennikoläusen in Kita und Schule und von Freunden.

 

Die Ohrlöcher waren des Sirenchens dringender Wunsch seit langer Zeit und wir haben uns abgesprochen und beschlossen, dass sie sich Ohrringe zu Weihnachten wünschen könne und dafür um die Nikolauszeit Ohrlöcher gestochen bekommt. Dann sind die Ohrlöcher schon fast verheilt und sie kann ihre neuen Ohrringe bald schon tragen.

Damit war sie sehr einverstanden. 

Ich habe ihr im Vorfeld dann genau erklärt, wie das beim Ohrlöcherstechen so geht. Dass es eine kleine „Pistole“ gibt, die die Ohrringe direkt in die Ohrläppchen schießt und dass das unangenehm, aber nur sehr kurz mal zwickt. Um zu sehen wie kurz und unangenehm, musste ich ihr ein paar Mal in die Ohrläppchen zwicken.

Als wir dann beim Juwelier saßen bekam sie kurz ein bisschen Bammel. Aber auf meinem Schoß ließ sie sich schließlich doch ohne mit der Wimper zu zucken die Ohrlöcher schießen und meinte, das sei gar nicht so doll gewesen wie mein Zwicken. 

Am Abend hatte sie Sorge, die Ohrringe könnten im Bett verloren gehen oder sie irgendwo hinterm Ohr piksen. Ich kramte einen alten „Gesundheitsstecker“ von mir heraus und zeigte ihr, wie gut und fest der Verschluss hält und auch die piksige Spitze schützt.  Dann ging´s.

 

Und nun steuern wir noch durch Weihnachtsfeiern in Kita und zwei Schulklassen und vom Judoverein. Und nächstes Wochenende reise ich, so ist es jedenfalls geplant, mit einer Freundin nach Brüssel. 

Was soll ich sagen: Danach das Wochenende ist schon Weihnachten und ich habe noch nicht alle Geschenke! Vielleicht nehme ich einen leeren Koffer mit nach Brüssel und mach den dort einfach voll.

😉

 

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