Tagebuchbloggen im Mai 2019

Letzte Woche Sonntag begann morgens mit den Worten des Sirenchens: „Ich möchte heute am liebsten den ganzen Tag zu Hause bleiben!“

Sie sprach damit das allgemeine Lebensgefühl in dieser Familie aus. 

Hier war es unruhig, was nicht zu letzt durch die Sorge um die Oma im Krankenhaus zu Stande kam. Der Mann war entweder arbeiten oder im Krankenhaus bei der Oma oder mit Organisation von Dingen beschäftigt. 

Den vorletzten Sonntag waren wir nachmittags sogar alle zusammen im Krankenhaus, weil die Oma erfreulicherweise nicht mehr auf der Intensivstation liegen musste und sich für die Umstände ganz gut wieder berappelt hatte. Allerdings werden die nächsten Wochen zeigen, wie es weiter geht.

Das Sirenchen knabbert jedoch ziemlich daran, dass die Oma noch einen Zugang hat und die Apparaturen in so einem Krankenhaus machen ihr irgendwie Angst. Ich habe in der letzten Woche viel mit ihr darüber gesprochen. 

Die Ruhelosigkeit der vorletzten Woche schleppte sich in der letzten Woche weiter. Die Kinder waren eine Mischung aus müde und unausgeglichen. Das Sirenchen besonders. Sie stand unter Spannung zwischen: ICH KANN DAS ALLEIN! und Ich will bei dir sein, Mama!

Am Montag schickte ich das unruhige Energiebündel mit ihren Inlinern in einer Tasche bepackt alleine zu einer Verabredung. Sie fuhr mit ihrem Roller hin und kam abends auch alleine wieder zurück. Es war das zweite Mal, dass sie das wollte und durfte. Ich war ein bisschen aufgeregt und wartete abends am Fenster ungeduldig. Aber sie hat es toll gemacht und war ganz stolz.

Dienstags war wieder obligatorisches Kinder hin und her fahren und keine Zeit, um groß zu denken.

Am Mittwoch kann ich mich an nichts weiter erinnern, außer dass mir der Ischias heftig schmerzte und ich versuchte irgendwie mobil zu bleiben. Eine Dehnübung bekam mir sehr gut. Aber als ich Schwangerschaftsyoga versuchte, meldete sich meine Symphyse und signalisierte eindeutig: „DAS kannst du mal schön vergessen, ab sofort!“ Insgesamt war meine Laune im Keller.

Am Donnerstag kam meine Mama vorbei. Das war sehr schön. Wir plauderten ein bisschen und sie erledigte ein paar Hausarbeiten, die mir derzeit unangenehm ins Kreuz gehen. Ich organisierte mir außerdem eine Osteopathiesitzung für den nächsten Tag. Die  Kinder kamen aus der Schule und das Sirenchen war ganz weinerlich. Sie meinte, sie würde mich in der Schule immer vermissen und die Schule sei ihr zu lange. Sie hat auch tatsächlich 3 lange Unterrichtstage in der Woche und ich kann verstehen, dass sie das anstrengt. Nach wie vor, ist sie auch immer noch oder schon wieder mit ihren Wackelzähnen beschäftigt und fühlt sich nicht wohl. (zwei von vieren sind mittlerweile gleichzeitig rausgefallen.)

Das Knöpfchen war auch sehr kuschelig nach der KiTa und meinte auch, sie hätte mich ganz dolle vermisst. 

Am Abend kam eine liebe Freundin vorbei. Wir hatten uns über zwei Monate lang nicht gesehen und der Mann kochte uns ein leckeres Essen. 

Freitags war ich vormittags dann gleich bei der Ostheopathin. 

Ach, war das wohltuend. Mittlerweile glaubte ich nämlich einen Kran zu brauchen, um mich im Bett wenden oder aus dem Bett aufstehen zu können. Alles knarzte und zwackte sehr unangenehm. Wie ein Wal auf dem Trockenen!

Nach der Behandlung spürte ich sofort eine Besserung und dezenten Muskelkater. Nachdem ich dann Nachmittags wieder die Kinder hin und her gefahren hatte, überkam mich abends eine wahnsinnige Müdigkeit. Ich ging sehr früh mit den Kindern schlafen und schlief vor ihnen ein und auch bis morgens durch. Das war gut, denn Samstag morgens konnte ich mich wieder viel besser bewegen und fühlte mich frisch.

Am Nachmittag kam recht spontan eine Freundin mit ihren Kindern vorbei und brachte noch einen Schwung Babysachen mit.

Leute, langsam wird es „ernst“. Es sind noch gute 10 Wochen ungefähr. Die Babysachen für den Anfang sind sortiert und ich muss den Drang unterdrücken schon Windeln, Stilleinlagen und Stilltee zu kaufen. 😀 

Ich wasche gerade das Babybettzeug nochmal durch und würde am liebsten heute statt morgen den Wickelplatz vorbereiten. Dabei sind 10 Wochen schon noch lange. Aber wir sind mental bereit. 

Die Kinder freuen sich schon und sind nachsichtig mit ihrer derzeit schwerfälligen Mama. Und es kommt zu witzigen Szenen. Vor ein paar Tagen saßen wir zusammen auf der Couch und sahen fern. Da lachte das Sirenchen: „Hey, dein Bauch hat mich gerade geboxt!“ 

Das Geschwisterkind macht sich munter bemerkbar.

Die Mädchen sind beide übrigens fest entschlossen zur Geburt bei Oma und Opa zu übernachten. Der Sohn möchte gerne bei mir bleiben und das neue Baby direkt sehen. Mal schauen. Wir werden noch ein paar Mal über Geburt und mögliche Abläufe sprechen und ich packe ihm auf jeden Fall auch eine Übernachtungstasche. Dann sind wir flexibel, wenn es ihm doch nicht geheuer ist. Vielleicht möchte ich auch  in der Situation keines der Kinder dabei haben. Ich weiß es gerade nicht. Ich kann es nicht einschätzen.

Ich bin auf jeden Fall freudig aufgeregt und wie jedes Mal frage ich mich, wann und wie es wohl losgehen wird.

Ansonsten hat hier noch mein Lastenfahrrad den Dienst der elektrischen Tretunterstützung eingestellt. Es scheint an der Tretkurbel bzw dem Tretsensor zu liegen. Leider bietet diese Woche keine Zeitfenster, um das mal genau zu eruieren. Fakt ist, ich steige fürs erste auf mein altes normales Fahrrad um und muss mehr Zeit für die Wege einplanen, wenn das Knöpfchen selbst radelt. 

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