Die Ferien begannen dieses Jahr nur so „halb“.
Üblicherweise blieben hier immer alle KiTa-Kinder in den Sommerferien komplett zu Hause, einfach auch, damit hier morgens keinerlei Termindruck wegen Bringszeiten entstand. Außerdem taten die 6 Wochen Ferien immer allen gut, so dass man am Ende der Zeit froh war, wenn endlich der Alltag wieder startete.
Dieses Jahr aber ist besonders, denn der KiTa-Abschied und K4s Geburtstag fielen dicht aufeinander ans Ende der zweiten Ferienwoche. Somit brachte ich K4 die zwei Wochen noch täglich zur KiTa und nutzte die Zeit, um eine Reihe Erledigungen,Termine und liegengebliebene Aufräumarbeiten abzuarbeiten. Eigentlich sogar gut so, denn ich brauche ja eh immer ne gute Woche, um im Feriengefühl anzukommen und mal einen Gang runter zu fahren.
Wir starteten die zweite Wochenmitte mit K4s siebtens Geburtstag. Wer in den Sommerfreien Geburtstag hat, weiß, dass das grundsätzlich immer „schwierig“ ist, weil Kindergeburstage wegen der vielen Reiserei immer nachgeholt werden müssen. Diesmal würden aber ihre Vorschulkinder-Freund:innen alle zugegen sein und somit plante ich eine größere Runde direkt am Geburtstag selbst. Ich besprach mit K4 die Gästeliste. Überraschenderweise fiel diese sehr übersichtlich aus. Sie wollte nur 4 Kinder einladen. Ich war überrascht und befragte sie. Außerdem führte ich an, dass sie bei einigen Kindern auch eingeladen gewesen war und man dann eigentlich, zumal wenn man befreundet ist, sich auch gegenseitig einlädt. Aber K4 hatte einige gute begründete Einwände, warum sie genau nur diese 4 Kinder einladen wollte. Ich respektierte das. Es war schließlich ihr Geburtstag und warum sollte ich diesen mit gesellschaftlichen Zwängen belegen? Ein Kind war jedoch definitiv verreist an dem Termin. Somit hätte K4 ja noch aufstocken können. Aber auch das wollte sie nicht. Final geladen waren dann also 3 Kinder. K4 hat offenbar ein gutes Gespür, welche Kinder sehr gut miteinander harmonieren und mit denen sie selbst nicht in Stress gerät, weil die Interessen zu sehr auseinander gehen. Denn der Geburtstag war wirklich easy.
K4 hatte sich dringlich eine Schatzsuche gewünscht. Ich hatte schon Pläne im nahegelegenen Waldstück etwas auszuhecken. Die Temperaturen luden mit 34 Grad jedoch nicht zu längeren Wegstrecken auswärts ein, so dass ich kurzerhand eine Schatzsuche im Haus erdachte und im Garten den Pool nebst beschatteter „Lounge“ aufbaute.
K4 war nach meiner Erklärung der Gründe und nach Inspektion der Badelandschaftgestaltung zum Glück sehr einverstanden.
Die 4 Kinder hatten eine spaßige Schatzsuche im Haus, futterten sich durch das Nachwerkangebot des Hauses und tauchten sodann jubelnd und quiekend gemeinsam im Pool. Zu viert reichte auch der Platz und als sie ordentlich runtergekühlt waren, nahmen sie in der „Lounge“ platz und naschen eine zweite Runde. Mit Schwimmbrillen. 😀 Ich musste nichts weiter tun. Am Ende des Tages war K4 hoch zufrieden mit diesem Tag.
Am nächsten Tag war dann ein letzter normaler KiTatag und abends Abschiedsübernachtung in der KiTa. Darauf freute sich K4 und gleichzeitig hatte sie auch ein wenig Sorge ohne mich zu übernachten. Als ich sie um 17 Uhr wieder mit gepackter Tasche an der Kita abgab, kullerten ein paar Tränchen. Ich versicherte ihr, dass sie einfach den Abend mal mitmachen solle und wenn sie dann merkt, dass Übernachten wäre doch zu viel, würden die Erzieherinnen mich anrufen und sie könne zu Hause schlafen. Das nahm ihr den Druck und wir verabschiedeten uns zügig. Der Abend gefiel K4 sehr, wenngleich wohl hin und wieder nochmal ein paar Tränchen kullerten. Sie wollte so gerne in der KiTa übernachten und hatte gleichzeitig Stress. Es zeigte sich an diesem letzten Abend nochmal wie wunderbar eine passende Begleitung von einfühlsamen Erzieher:innen funktioniert. K4 schaffte die Übernachtung und war am nächsten Tag ganz stolz.
Wir Eltern fanden uns dann am nächsten Morgen zum gemeinsamen Frühstück in der KiTa ein und dann kam der emotionale finale Teil. Wir sangen, wir umarmten, wir beschenkten und verabschiedeten uns. Für unsere Familie gehen 10 Jahre und 4 Kinder in dieser KiTa vorbei. 10 Jahre und 4 Kinder, die von einem ganz besonderen KiTa-Team begleitet wurden. Wir hatten wirklich riesiges Glück mit den Menschen dort! Dafür sind wir unendlich dankbar. Und so kullerten Tränen auf beiden Seiten. Sogar K4 weinte und wollte sich nicht verabschieden. Sie fragte sogar etwas ängstlich: „Ist dann morgen schon die Einschulung?“ Ich konnte sie beruhigen, dass nun erstmal noch 3 Wochen Ferien bevorstünden.
Am Nachmittag kamen dann Oma und Opa zu nachträglichen Geburstagskaffee. Da war K4 froh und abgelenkt, bevor sie am abend nochmals den KiTaabschied beweinte.
So ganz kann ich das alles auch noch nicht begreifen. Jetzt werden zum neuen Schuljahr innenfamiliär nämlich auch morgendliche Abläufe und auch die Nachmittage nochmal neu sortiert.
