Kategorien
...und was es sonst noch gibt

Der Plan- wie ich mich selbst überliste

Ich hab’s ja mehrfach angekündigt: Ich hab jetzt nen Plan. Einen Alltags-Organisations-Plan. Einen flexiblen Plan wohl bemerkt!

Denn, mit Kindern gibt es ja immer nur kurze Abschnitte, in denen ein geregelter Alltag statt findet. Diverse Krankheiten und Wehwehchen, Ferien, unvorhergesehene Dinge, viele Kindergeburtstagseinladungen hintereinander, Elternratstreffen, Jahreszeitliche Feste etc.pp. und dibididu. Man kennt es ja.
IMMER ist was. Mit drei Kindern ist das bei uns auf jeden Fall so.

Mein neuer Plan führt auch nicht zu einem „tippe-di-toppe“ Haushalt. Den Anspruch habe ich gar nicht. Dazu bin ich zu chaotisch und wenn mich meine Kreativität überfällt, explodiert meine Arbeitsecke. Das muss und darf so. Das dürfen die anderen Mitbewohner auch. Aber gerade dann ist es wichtig, wenigstens die besagten (HIER beklagten) Schweine aus dem Weg zu räumen. Das sind zumeist Aufgaben, die ich persönlich doof finde. Oder Dinge, die ich immer hinten anstelle, wie auch den Sportteil für mich. Oder die, die an Sisyphos erinnern. Das Thema Wäsche ist so eines. (Da sitzt auch gern der Schweinehund drauf.)

Somit erdachte ich einen flexiblen Plan, der vor allem die für mich doofen aber unumgänglichen Aufgaben beinhaltet UND den Sport.
Die doofen Aufgaben sind auch meist die, die unfertig den Betrieb aufhalten und alles noch chaotischer aussehen lassen, als es ohnehin schon ist.

Ich will den Plan mal erklären.

Kategorien
...und was es sonst noch gibt

Von Seepferdchen und Seelöwen und dem Schwimmkurs

Wer es noch nicht weiß, meine Kinder haben in der Mutter-Kind-Kur schwimmen gelernt! Jedenfalls die beiden Großen und ich bin sehr froh und auch ein bisschen stolz. Sie sind nun im Besitz des neonorangenen Borkumer-Seepferdchenabzeichens. Und Szenen aus DIESEM Schwimmszenario sind Geschichte.

So wirklich in Schwung hinsichtlicher der Seetüchtigkeit der Kinder sind wir nie gekommen. Aus vielen Gründen. Obwohl wir immer wieder Anlauf nahmen.

Der Sohn wollte auch keinen Schimmkurs besuchen, was ich auf Grund der Kosten und auch des Zeitaufwandes ganz ok fand. Stattdessen wollte und sollte ich ihm das Schwimmen beibringen und fand mich dazu mit ihm nach den Sommerferien einmal die Woche im Schwimmbad ein. Das war günstig. Nach der Schule hatten wir zwei Stunden Zeit, bis ich die Mädchen wieder abholen musste.
Weit kamen wir jedoch nicht. Entweder kamen andere Termine oder Krankheiten dazwischen. Aber immerhin konnte der Sohn die Schwimmbewegungen schon mal.

In der Mutter-Kind-Kur gab es nun ein hausinternes Bewegungsbad mit Salzwasser und ein Schwimmlehrer vom DLRG bot einen Schwimmkurs dort an. Sieben Tage täglich eine Stunde. Ich meldete die großen Kinder sofort an und redete sehr fürsprechend auf sie ein.
Der Preis war gut und unschlagbar war auch, dass wir von unsere Etage mit dem Aufzug direkt ins Schwimmbad fahren konnten. Bequemer geht’s doch nicht!
Das Knöpfchen meldete sodann bei der ersten Schwimmstunde an, sie wolle auch ins Wasser. Der Schwimmlehrer war einverstanden und so konnte ich am nächsten Tag das Knöpfchen auch anmelden und zu Wasser lassen.

Aber soll ich euch was sagen? So ein Schwimmkurs ist ja an Thrill nicht zu überbieten, wenn man gleich drei Bleienten bei den ungelenken Schwimmversuchen beobachtet.

Kategorien
DIY-Ideen

Als ich mal ein Smartphone-Taschen- DIY aus Filzresten machte

Auf diesem Bild sieht man meine alte Smartphone-Tasche und meine neue. Die alte, unschwer am ziemlich zerzausten Filz zu erkennen, nähte ich mir aus einer Laune heraus vor 4 Jahren. Oder sind es schon 5 Jahre? Egal. Ich bekam mein ersten Smartphone und brauchte einen Schutz und schusterte mir das gute Stück zusammen. Ich hatte es schnell lieb, denn ich trage mein Smartphone nicht in der Hosentasche. Das ist mir unbequem. Es fliegt zumeist in meinem Rucksack rum. Da schadet es nicht, weich ummantelt zu sein.

Die Filzhülle hat sich in so fern bewährt, als dass das Smartphone darin schon diverse Stürze souverän überstand und auch stets eine streifenfreie Oberfläche und Kamera hat. Es wird bei jedem Herausholen automatisch poliert. 😀

Kategorien
...und was es sonst noch gibt

Was ich aus der Mutter-Kind-Kur mitnehme

Trotz oder obwohl es mit den Kindern öfter mal recht schwierig war und ich auch fern des Alltags dort oben im Norden nicht immer wie im Bilderbuch reagiert habe, hat sich etwas geändert. Die Veränderungen finden sogar vermehrt als positive Nachwirkungen statt.
Mein Körper reagiert nicht mehr mit Stresssymptomen und ich stehe wieder mit beiden Beinen auf dem Boden.

Denn:

Ich fühle mich erfrischt und aufgetankt!
Potz-Blitz, jetzt wird wieder aktiv gehandelt und nicht mehr ermattet nur reagiert! Die kleinen Auftankmomente in den letzten Jahren reichten einfach nicht mehr aus, um mein marodes Akku wieder leistungsfähig zu machen. Ist die Batterie zu alt, muss eine neue her. Da is nix mehr mit Laden. Die letzten Jahre hingen mir zu sehr in den Knochen. Nun habe ich sozusagen eine neue Batterie eingesetzt bekommen. Die gilt es nun zu pflegen.

Eine weitere Wirkung ist, dank der Kur sehe ich einige Dinge nicht nur ganz klar, sondern kann sie auch gezielt angehen. Momente, in denen ich dachte: „So, jetzt muss aber mal wieder ein bisschen Zug in diesen Familienzirkus und dann klappt das auch alles wieder.“, hatte ich immer mal. Aber diese „Selbsterneuerungfähigkeit“ war mir im letzten Jahr komplett abhanden gekommen.

Und jetzt geht es los:

Die Schweine müssen weg.

Kategorien
...und was es sonst noch gibt

Mutter-Kind-Kur mit 3 Kindern auf Borkum- allgemeiner Ablauf

Die Anreise nach Borkum mit Bahn und Fähre habe ich HIER schon beschrieben.

Die ersten Tage der Mutter-Kind Kur

Wir durften entspannt mit recht viel Freizeit ankommen. So konnte man sich in dem Gebäude der Umgebung und den Abläufen erst einmal zurecht finden. Die Betreuung der Kinder startete zwar schon am ersten Tag nach der Ankunft. Jedoch durften wir Mamas Zeit und Ruhe mitbringen, um vor allem die jüngeren Kinder in den Gruppen einzugewöhnen. Man konnte sie dann auch erstmal nur für kurze Abschnitte dort lassen. Das fand ich sehr angenehm und das nahm mir persönlich den Druck. Ich wusste nicht so recht, ob die Kinder sich schnell wohl fühlen würden.
Auf die Weise klappte es aber fast mit allen Kindern problemlos. Was ja nicht unwichtig ist, wenn man nur 3 Wochen Zeit hat.

Die wenigen Termine der ersten Tage verschafften uns Müttern zudem ein wenig Leerlauf, so dass eine Art Langeweile bei manchen einsetzte. Das Gefühl: Die Kinder sind ganz zufrieden in der Betreuung und ich habe nun eine Stunde Zeit für…..ja was denn? Fernsehen? Spazieren? Schlafen? Lesen? Schreiben? Träumen? ohne Haushaltskram, der liegen bleibt und wegen dem man ein schlechtes Gewissen hat… Das ist ein grandioses Gefühl!

Recht schnell hatten alle eine erste Untersuchung beim Arzt und ein Gespräch bei der Psychologin oder der Heilpädagogin. Beim Arzt fand ich es eher erheiternd und mit väterlichem Wohlwollen riet er neben sportlichen Aktivitäten, sich mal verwöhnen zu lassen. Innerlich atmete ich auf und dachte: Ja, drei Wochen raus aus dem üblichen Alltag! Danke!
Bei der Psychologin betrat ich das gemütliche Besprechungszimmer und starrte auf die bereit stehende Taschentücherbox auf dem Tisch. Als die durchaus nette und sehr ruhige Psychologin mich ansprach, brach ich in Tränen aus und sagte: „Sehen sie, DAS genau ist mein Zustand derzeit.“ (Jetzt wo ich es aufschreibe, muss ich furchtbar darüber lachen.) Und sehr wahrscheinlich sieht das fast immer so aus beim Erstgespräch. 😀 Also bediente ich mich ungeniert an den Taschentüchern und wir klopften grob meine Schwerpunkte ab.
(Aus diesen ersten Gesprächen wurden dann auch die Kurse der Therapiepläne zusammengestellt.)