Hilfe, ich brauche Namensschilder für Eltern

Leute, es ist soweit.

Ich wünsche mir Anstecker für Eltern mit Namen und markanten Zusatzbeschreibungen. Ich komm nicht mehr klar.

Als wir neu zuzogen und die Kinder in der KiTa waren, kamen schon ziemlich schnell viele neue Gesichter in unseren Dunstkreis des familiären Alltags.

Als der Sohn in die Schule kam, kamen logischerweise noch mehr dazu. Aber das ging noch.

Seit das Sirenchen aber nun auch zur Schule geht, bin ich quasi raus.

Da die Kinder dazu noch in jahrgangsübergreifenden Klassen sind, kommen ja jedes Jahr nochmal neue Eltern hinzu. Ferner lernte ich auch wieder neue Gesichter kennen.

Und somit stehe ich diesen Herbst vor dem Trümmer meiner ganzen sozialen Netzwerkordnung im Kopf. WER sind diese Menschen alle? Und vor allem, wie heißen sie nochmal? Und welche Kinder gehören dazu? Immerhin weiß ich, ob ich schon mal mit einer Person gesprochen habe. Meistens jedenfalls. Continue reading…

Zeit ist der größte Luxus- vom Anhalten und Runterkommen

Unsere letzten Wochen sind so ruhelos, wie der allgemeine Zeitgeist.

Wenn zu viele Dinge in kurzer Folge aufeinander kommen wie Veränderungen im Alltag, Verabredungen, Feste, Unternehmungen, Kurse, Termine, dann laufen in diesem Haushalt alle heiß und überdrehen oder sind überdurchschnittlich erschöpft.

Schon als die Kinder noch sehr klein waren, erkannte ich das und habe sämtliche Termine immer in wohl dosierter Folge mit genügend Pausen dazwischen gelegt. Und mehrere Termine am Tag vermeide ich wann immer es geht. Ich sage auch schon mal was ab, wenn ich merke, das gibt außer Gemotze eh nix. Ich möchte nicht mit meinen Kindern pausenlos durchs Leben hetzen. Beeilen muss man sich trotzdem oft genug. 

Und ich möchte auch, dass meine Kinder IN einer Situation sein können ohne gedanklich schon bei der nächsten Sache zu sein. 

Und so üben wir uns alle darin, das immer wieder zu erkennen und Dinge zu tun, die uns wieder zur inneren Ruhe bringen.

Die Mädchen machen das tatsächlich am aller Besten.  Continue reading…

Von dunklen Wolken umnachtet

(Fast hätte ich diesen Beitrag nicht veröffentlicht. Denn so heftig und kurz der Zustand da war, so schnell war er verflogen. Und dann denke ich: Ach, ist doch nicht der Rede wert. Aber vielleicht doch :-))

 

Es gibt diese Tage, da zieht eine dunkle Wolke auf. Eine richtig dunkle Wolke. Sie ist zusätzlich schwer und zäh und umnebelt mein komplettes Sein. Sie lähmt mich.

Wer mich nicht näher kennt, glaubt ich sei immer gut drauf. Aber das ist nicht so. Ich habe auch Launen und oft versinke ich in Melancholie. Melancholie mag ich, wenn gleich ich sie mit Kindern nicht mehr so auskosten kann, wie früher.

Hin und wieder flammt sogar etwas wie eine depressive Verstimmung auf.

Ich kann nicht umhin einen eindeutigen Zusammenhang zu meinem Zyklus zu erkennen. PMS in Kombination mit innerem Stress, zu wenig Selbstfürsorge und ungünstigen Lebensmitteln führen wenige Tage vor den Tagen zu einem Kollaps meines ganzen positiven Lebensgefühls. Ich bin nicht mehr „nur“ gereizt, sondern jeder Lebensfreude beraubt.

Diesen Monat war es extrem. Ich wusste schon, dass es unklug war derart viel Schokolade und Kaffee in der zweiten Zyklushälfte zu mir zu nehmen. Aber gleichzeitig schrie alles nach mir nach Nervennahrung und Wachmacher. 6 Tafeln Nussschokolade an 4 Tagen.

Auf mich prasselten zu viele Dinge ein. Die Kinder mit ihren aktuellen Launen, Bedürfnissen und auch kleinen Sorgen waren das eine und auf der anderen Seite war ich in einem beinahe permanenten Verteidigungsmodus. Vielleicht kennt ihr das. Ihr seid von etwas überzeugt und euer Bauch sagt euch, das ist richtig, aber das wird extern ständig angezweifelt. 

Die Quittung kam. Continue reading…

Mental Load und Beziehung

Der Mann sagte neulich: 

„Du hast überhaupt keine Zeit mehr für mich.“

Da hat er irgendwie recht.

Aber er hat auch keine Zeit. Er arbeitet viel. Wir haben uns entschieden diese Wegstrecke so zu gestalten und aufzuteilen, wie es gerade ist. Nicht immer ist das einfach. Nicht immer sind wir zufrieden. Aber so lässt sich das Schiff derzeit am besten steuern.

Bei mir mangelt es derzeit an wacher Zeit und einem freien Kopf mit dem Mann. Das ist richtig.

Zwei Schulkinder bringen unentwegt neue Zettel in der Postmappe nach Hause. 

Unterschreiben Sie hier, melden Sie zurück, nehmen Sie zur Kenntnis, kommen Sie dann und dann, könnten Sie hier vielleicht helfen? Und denken Sie an…

Elternabende, Elternsprechtag, Fahrradtraining, Kennenlernnachmittage in zwei Klassen, Schulpflegschaftssitzung, Schulkonferenz….

Im Kindergarten ist Laternenbasteln und Herbstfest.

St Martin steht in KiTa und Schule vor der Tür.

Die ganze Organisiation von den gefragten Dingen und allem was damit zusammen hängt…. Wer passt abends auf die Kinder auf? Kommt der Mann früh genug von der Arbeit? Hat die Oma Zeit? Können die Kinder beim Elternsprechtag auf dem Schulhof warten? Passt das mit der KiTa-Abholzeit vom Knöpfchen?  Continue reading…

Die emotionale Verfassung in diesem Haus

„Huiiii, ich habe aktuell morgens nur eineinhalb Stunden ohne Kinder.“

„Ich habe keine eineinhalb Stunden morgens ohne Kinder! Vielleicht tröstet dich das.“

„Nein.“

Es tröstet mich nicht. Ich habe dieses Lebenskonzept  zwar frei gewählt und bin grundsätzlich auch glücklich damit, aber ich möchte dennoch sagen dürfen: „PUUUUHHH, gerade finde ich es herausfordernd.“ 

Die regelmäßigen Leser/innen werden im Bilde sein über Ferien, Schulstart und stolpernden Alltag.

Emotional ist auch was los.

Der Sohn fühlte sich neuerdings von mir nicht mehr adäquat lieb gehabt. So musste ich mit dem Sohn besprechen, dass ich ihn auf jeden Fall genauso lieb habe, wie alle anderen. Denn das meinte er in letzter Zeit nicht von mir gezeigt zu bekommen. Ich meckere zu viel mit ihm und das Sirenchen ist aktuell ungewohnt in den Mittelpunkt gerückt. Ich erklärte mehrfach, dass das nunmal so ist, wenn man frisch eingeschult wird und das dies bei ihm letztes Jahr nicht anders war. Und ich ja auch nur mit ihm meckere, wenn er irgendwelchen Mist macht. Mag sein, dass er so meine Aufmerksamkeit auf sich lenken möchte. Aber ich bin nur eine Mama für drei Kinder, die mich gerade alle drei verstärkt fordern. Ich glaube aber, der Sohn  hat es verstanden, denn er ist wieder etwas gnädiger mit mir.

Die jähzornigen Ausbrüche des Knöpfchens werden einen ähnlichen Ursprung haben, wie beim Sohn. Sie kreischt, wenn es nicht so läuft wie sie meint, so Dinge wie: „Ich will eine neue Mama haben!“ und lässt sich dann aber sehr bereitwillig kuscheln. Dann bin ich wieder die liebste Mama von der Welt.

Tja, und das Sirenchen….der Satz: „ICH will das machen!“ ist von ihr derzeit der meist gesprochene und sie zeigt hier zu Hause eine ziemlich geringe Toleranzgrenze gegenüber Dingen, die sie blöd findet.

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