Ein Igel, ein Igel! Eine Giftpflanze und andere Entdeckungen.

In Sorge um das ökologische Gleichgewicht in unserem Garten (wegen der Nackschneckenplage) machten wir neulich eine tolle Entdeckung! Der Kater starrte in der Dämmerung plötzlich konstaniert auf etwas, was da gemütlich seine Bahn durch den Garten zog. Vollkommen unbeeindruckt, dass da eine Katze saß kam ein IGEL des Weges! Ich wäre am liebsten sofort aufgesprungen, um ihn mir näher anzusehen. Aber ich wollte den Kater und den Igel nicht stören. Den Gedankengang vom Kater konnte man sozusagen hören. Selbst in der Rückansicht konnte ich sein dummes Gesicht sehen. 😀

Als der Igel (ich nehme an unter unserem Gartenhaus) Quartier bezogen hatte, lief der Kater hektisch zu seinem „Wohnbaum“ und verschönerte den Eingang dazu beherzt mit einer Urinmarkierung. Wie man sieht, wird der Baum dadurch nicht schöner. Aber es ist damit SEINER. Zutritt für Igel und andere Katzen verboten.

Das Katerhaus

Eine „attraktive“ Hauseingangsgestaltung wirkt einladend für jeden Gast.

Unsere Katzendame namens Klütte hingegen ist für mutige Gartentouren nur zögerlich zu haben. Am liebsten hält sie sich in unsere Nähe auf und hält das Haus innen frei von 6 und 8 beinigen Mitbewohnern. Das finde ich grandios! So darf es bleiben.

Klütte

Die Klütte auf dem Wachposten.

 

Abgesehen von der Freude über den Igel im Garten, freue ich mich auch über die ersten erkennbaren Mirabellen (wie liebe ich Mirabellen!) und die italienische Weinrebe hat auch schon kleine Traubenrispen entwickelt.  Ebenso die Blutpflaume. Das wir ein Erntefest. Hoffe ich.

Mirabelle

Mirabellen…Mirabellen

 

Weinrebe mit Fruchtansatz

Weinrebe mit Fruchtansatz

 

Blutpflaume

Blutpflaumen sind gut getarnt im roten Laub. Blutpflaumen sind alte Wildobstbäume. Keine Ahnung ob die Früchte schmecken. Essen darf man sie jedenfalls. Ich warte mal, bis sie reif sind.

 

Und dann gibt es ja noch den alten Mirabbelnbaum, der zwar auch Fruchtansätze zeigt, aber insgesamt einen sehr…ja wie soll ich sagen…fit ist er nicht.  Einige Zweige sehen gesund aus, andere wieder nicht. Vermehrt treibt er neue Bäumchen auf der Baumscheibe aus und auf dem Stamm wächst jetzt wilder Wein. So als Parasitenpflanze. Bei genauer Begutachtung sah ich auch, dass der Stamm ziemlich durchlöchert ist und an diversen stellen pulverisiert wird. Irgendwelche Insekten zerlegen den jetzt Stück für Stück.

Wilder Wein im Mirabellenbaum

Wilder Wein als Aufsitzerpflanze auf der Mirabelle.

 

Dann habe ich noch vom letzen Herbst eine Pflanze, die sich in einem herbstlichen Blumentopfarrangement ganz nett gemacht hatte in den Garten gepflanzt. Es war eine „Grünpflanze“ mit roten Blättern. Im Garten machte sie jetzt nicht eine so hübsche Figur. Doch dann begann sie plötzlich vor zwei Wochen an zu blühen und hört garnicht mehr auf. Keine Ahnung wie sie heißt und die Farbe ist in natura so intensiv, dass kann das Foto nicht wiedergeben.

komische Pflanze

Das unbekannte hässliche Entlein.

 

Zu guter Letzt fand ich noch eine Pflanze, die ich hoffte letztes Jahr in unserem Garten ausgemerzt zu haben. Die Zaunrübe. Sie ist giftig. An sich stresst mich das nicht. Jedoch bildet diese rankende Pflanze später im Sommer Früchte aus, die aussehen, wie weiße Johannisbeeren. Sie wachsen zwar nicht in Rispen, aber für Kinder, die im Garten alles naschen dürfen, ist das nix. Zwar ist die Wurzel das giftigste, aber ich möchte dennoch keine Experimente machen.

giftige Pflanze Zaunrübe

Die Zaunrübe

 

Ansonsten wuchs bei uns letztes Jahr auch noch die Tollkirsche. Die bildet schwarze Beeren aus. Da liege ich auch auf der Lauer.

 

 

 

  4Comments

  1. Avatar Anna   •  

    Oh, wie schön. Da möchte ich am liebsten auch gleich loslegen und den Garten anlegen. Bei uns ist dieser nämlich noch eine einzige Baustelle. Es muss wirklich komplett alles neu geplant und angeordnet werden.
    Als ich noch ein junges Mädchen war, hatten wir auch mal einen Igel im Garten. Unser damalliger Schoßhund namens Hugo hat ihn aufgespürt und bellend umzingelt. Hugo machte aber recht schnell einen Rückzug, weil er an die Stacheln gekommen ist. Bei dieser Gelegenheit schafften es ein paar Flöhe vom Rücken des Igels auf das Fell unseres Hundes. Meine Mutter fand das nicht so toll. Als sie den Sommer drauf erneut den Igel erspähte, pirschte sie sich an ihn ran und sprühte ihn mit Antiflohmittel ein (den Igel!!!). Der hat dann ganz schnell reißaus genommen und war, wenn du mich frägst, stark traumatisiert. Meine Mama bekam dann den Spitznamen Igelschreck verpasst, aber noch heute müssen wir über diese Geschichte lachen.

    • Avatar Beatrice   •  

      Haha. Ich hab laut gelacht! Ich kann´s mir richtig vorstellen. Der arme Igel. 😀

  2. Avatar Anke   •  

    Ich habe es als Teenager dank eines Igels im Garten mal geschafft, einen super ersten Eindruck bei Freunden meiner älteren Schwester zu hinterlassen. Der Igel wollte nämlich partout nicht aus seinem Gebüsch herauskommen und ich meinte altklug (und mich dabei versprechend): „Ja, Igel sind ja auch nacktaktiv!“ 😀 Gut, nackt sind sie auch, gemeint war aber nachtaktiv. 😉

    • Avatar Beatrice   •  

      😀

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