Kinderkunst im Überfluss und lose Blätter

Wie ich versuche dem Papierberg Einhalt zu gebieten

 

Man kennt das. Schon allein EIN Kind produziert, selbst wenn es NUR im Kindergarten oder der Schule kreativ arbeitet, eine Menge Basteleien und Bilder.

Klar, kann ich im Keller eine Sammlung mit sämtlichen St-Martinslaternen und Co anhäufen und in 20 Jahren bestenfalls unter einer Staubschicht hervorwühlen, wenn nicht Feuchtigkeit sich der fragilen Gebilde bemächtigt hat. Dann könnte ich mich nochmal freuen und dann erst seufzend und schweren Herzens die ganze Arbeit wegschmeißen. Aber das verstopft ja nur den Kopf und Lagerfläche obendrein. Ein bisschen mehr Minimalismus täte unserem Haushalt gut. In jeder Beziehung.

Alle Bastelarbeiten dürfen die Kinder deshalb auch munter bespielen und bevor sie vollends auseinander fallen, mache ich ein Erinnerungsfoto. Die Laternen, die die Saison trotzdem überleben, hänge ich im nächsten Jahr als Deko ins Fenster (das eine Jahr überleben sie im Keller unbeschadet) oder wo es schön aussieht und spätestens danach erleben sie kein weiteres Mal, haben aber einen guten Dienst getan.

Ein weit größeres Problem sind aber Bilder.

Die schönsten Bilder sammele ich mit Namen und Datum versehen in einer Sammelmappe. Und spektakuläre Erstlingswerke bekommen einen Rahmen. So finde ich das Beitragsbild nennenswert, denn das Knöpfchen hat ganz gezielt meine Visitenkarte zur Hand genommen, sich alles bereit gelegt und nachgezeichnet UND ergänzt. Durch Papa und Sonnenschein. 🙂 ❤

Nun habe ich aber mittlerweile drei sehr malwütige Kinder. Blätterweise werden Werke produziert, die ich zwar alle süß finde, aber die kann ich nicht alle in Sammelmappen stecken. Und auch nicht alle aufhängen. AUCH nicht am Kühlschrank, was die Kinder sehr vehement einfach machen. 

 

 

Es wird ziemlich viel Papiermüll produziert.

Ich beobachte auch, je willkürlicher jeder Zeit weiße Blätter hervorgeholt werden können, je verschwenderischer werden die Kinder damit. Und obwohl ich die Kinder schon dazu anhalte auch die Rückseiten aller Blätter zu bemalen, wird der Stapel immer größer. 

Hier sieht man noch Blätter, die erst einseitig bemalt sind. Alte Arbeitsblätter aus der Schule liegen auch noch zum Bemalen bereit. 

Egal wie oft ich diesen Stapel wieder ordentlich aufeinander legen lasse oder selber zusammen lege….5 Minuten später….seufz

Ich möchte meinen Kinder auf keinen Fall den Spaß am Malen und an kreativen Arbeiten verderben, aber  dem Papierwahnsinn muss ich ein bisschen Einhalt verschaffen. Die Kinder brauchen auch ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit.

Mir ist etwas aufgefallen. Alle drei lieben Hefte.

Und kleine Hefte mit weißen Seiten lassen sich erstens super gestalten, sind auch für die Kinder handlich und lassen sich besser sammeln. Auch bemalen die Kinder die Hefte ausgiebiger und gründlicher, als ein beliebiges Blatt und nehmen sie auch immer wieder gerne zur Hand. 

Sieht voll gekritzelt aus, liegt aber neben dem Bett und darf nicht weg. Ist vielleicht wie n Tagebuch.

außen

innen

(Kugelschreiber sind extrem beliebt derzeit. Und egal wie gut ich sie verstecke, sie finden immer wieder einen.)

Mit einem handelslüblichen Tacker hefte ich 5 weiße Blätter und ein farbiges Blatt als Deckblatt zusammen. 

 

Wirklich super simpel und mittlerweile richtig beliebt.

Und als mögliche Motivation für Schreibanfänger, können so ja auch Bücher mit kleinen Geschichten gestaltet werden. Man kann ja auch linierte Blätter mit einheften.

Eine weitere Möglichkeit wäre es sicherlich Skizzenbücher anzuschaffen. Allerdings sind die nicht nur optisch schicker und auch stabiler, sondern relativ teuer im Vergleich zu ein paar Tackerzwingen und ein paar Blättern. Aber wenn die Kinder größer werden und diese Malleidenschaft weiter verfolgen, werde ich auch gerne Skizzenbücher besorgen. Hauptsache das Lose-Papier- Chaos bleibt in überschaubarem Rahmen.

Was macht ihr denn mit den ganzen Kunstwerken? Aufheben? Aussortieren? Alternativen anbieten?

 


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  2Comments

  1. Barbara von "Aus dem Kopf"   •  

    Wir haben zwei Umzugskisten voller Kunstwerke auf dem Dachboden. Ich sortiere sie regelmäßig aus und entsorge unerkennbares „Krikelkrakel“. Die schöneren Bilder sammeln wir weiter. Eine Freundin von mir heftet die Bilder in großen DIN A4 Ordnern ab und schreibt das Jahr drauf. Die Idee werde ich wohl demnächst auch mal zu Hause umsetzen. Das mit den Heften finde ich auch gut. Erfahrungsgemäß malen unsere auch lieber in Zeichenbücher als auf lose Blätter. Nur die Malerei mit dem Kuli ist mir offen gestanden ein Dorn im Auge. Wenn ICH nämlich mal eben einen Kuli brauche um mal eben was zu notieren, ist eigentlich nie einer zu finden. 😂

  2. Pingback: Freitagslieblinge am 13. Juli - x-mal anders seinx-mal anders sein

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