Vom Entwicklungssprung und dem Alltag

Ich würde ja gern öfter bloggen, aber so ein Baby schafft ja doch phasenweise nur sehr kleine Zeitfenster zur eigenen Entfaltung oder ich bin einfach vor Müdigkeit geistig umnebelt. Und manche kleine Anekdote verpufft, wenn ich sie nicht sofort aufschreiben kann. Naja. Wird auch wieder anders. 🙂

 

Das Baby ist mittlerweile 3 Monate alt, trägt Windelgröße 4 und erst letzte Woche habe ich hektisch, damit das Kind was anzuziehen hat,  2 Sets in Größe 74 gekauft, denn die 68 passt nur noch je nach Schnitt. (Ich musste allerdings feststellen, dass die gekaufte 74 auch nicht allzu lange passt. Dabei hatten die Oberteilchen sehr groß ausgesehen.

Das Baby ist ein großes und schweres Baby, wie einst die Geschwister auch. Eine kleine speckige Hummel. 🙂 Zum reinbeißen süß.

Weil das Gewicht bei allen Kindern so rasant zunahm, fand ich das Tragen auch immer recht anstrengend.

Ich habe die kleine Hummel nun 3 Monate fast nonstop getragen. So exessiv, wie keines der anderen Babys. Wenn mich darauf jemand ansprach und ich sagte, ich könne das Baby-Mädchen nicht ablegen, es würde dann jedes Mal schreien, blieben natürlich gewisse Kommentare nicht aus. 

Darunter: „Naja, wenn es das nicht anders gewöhnt ist….“

seufz

Manches braucht einfach Zeit. Und sofern man die Kraft, Energie und Möglichkeiten dazu hat, lohnt es sich diese Zeit auch zu geben. 

So zur Probe legte ich die kleine Hummel  schon immer mal ins Bettchen oder den Kinderwagen. Manchmal ging es eine kurze Zeit gut, manchmal schlief sie tatsächlich, aber meistens eben nicht. Meistens schrie sie.

Abends konnte ich sie manchmal hinlegen, meistens trug ich sie aber in der Trage oder gepuckt durchs Haus, bis sie schlief und legte mich nachher mit ihr hin.

Wie war das bei den Geschwistern? Den Sohn musste ich die ersten Monate im Tragetuch in den Schlaf tragen. Das Sirenchen musste ich abends ausschließlich gepuckt durch die Wohnung schuckeln und das Knöpfchen konnte ich einfach hinlegen.

 

 

Der 12-Wochen-Sprung

Kürzlich gab es dann den 12 Wochen-Sprung und der brachte Neuerungen. Es gibt doch nichts über ein gutes Update. ;-D

Mit dem 12 Wochen-Sprung klappte es immer öfter und länger mit dem Ablegen in Bett und Kinderwagen und seit das Update voll installiert ist, wurde es sogar regelrecht gewünscht. Ich merkte, dass das Tragen zwar immer noch super ist, aber eben nicht mehr immer und bekam auch andere Signale.

Die kleine Hummel wünscht regelmäßig mal ihre Ruhe zu haben. Im Bettchen oder im Kinderwagen schläft sie dann bis zu 2 Stunden. Das ist ganz toll. Abends kann ich sie nun meistens um 18 Uhr ins Bett legen. Da schläft sie bis 21 Uhr und wird dann zum Stillen wieder wach. Ich habe dann ein bisschen Zeit für die großen Kinder.

Am Anfang fragten die Kinder immer ganz entsetzt, wo denn die kleine Hummel sei, wenn ich sie nicht im Beutel trug. So ungewohnt war der Zustand. 

Was alle 4 Kinder, trotz diverser Unterschiede gemein haben, sie schliefen alle als Babys mit einem von mir getragenen T-Shirt im Arm. Die Nase wird im Stoff vergraben, genüsslich am Schnulli genuckelt und dann wird geschlafen. So klappt es auch beim Hummelchen.

Autofahren ging ja auch gar nicht. Fanden alle Babys doof. Mittlerweile sind kurze Strecken aber für die kleine Hummel ok. Ich muss mal testen, ob es auch klappt, wenn ich nicht mehr daneben sitze und Händchen halte.

Im Lastenfahrrad liegt sie nun auch in der Babyschale und schläft. Jipii.

Das Kind musste erstmal in Ruhe ankommen und Sicherheit tanken.

 

Der Tagesablauf ist im Groben geregelt. Meine Babys brachten alle einen ganz annehmbaren Rhythmus mit, der sich jeweils recht gut in den bestehenden Tagesablauf integrieren ließ.  Vielleicht waren sie den Rhythmus auch schon aus dem Bauch gewohnt? Keine Ahnung. 

Die kleine Hummel unterscheidet sich aber in einem Punkt besonders. Während die anderen Drei Nachts stillten und meist unkompliziert weiter schliefen, wird die kleine Hummel morgens sehr oft immer um 4 Uhr wach und muss verdauen. Das klappt leider nicht im Liegen. Es klappt auch nicht mit dem Abhaltegriff. Sie strampelt mit aller Kraft und krümmt sich…geht nicht. Kann ich nicht halten so im Halbschlaf. Ich bin auch schon mit der Trage durchs dunkle Haus getigert, in der Hoffnung das bringe Erleichterung. Klappte auch nicht wirklich.

An einem Morgen setzte ich sie dann ermattet in die Babywippe. Die steht derzeit bei uns im Badezimmer, da macht sie sich sehr nützlich. Die kleine Hummel saß da also und lachte mich fröhlich an. Sie wirkte sehr zufrieden. Ich setzte mich müde auf den Boden neben sie und lächelte zurück. Da klappte es plötzlich mit ihrer Verdauung. 

Was soll ich sagen: Diese Methode funktioniert in 90% der Fälle so gut, dass wir danach weiter schlafen können bis der Wecker klingelt!

Ausnahmen bestätigen die Regel. Dieser Text entstand in so einer Ausnahme. 😉 Und es gibt durchaus manchmal 2 bis 3 Nächte hintereinander, die deutlich zu kurz für mich sind. Damit kam ich noch nie sonderlich gut zurecht. Aber mit zunehmendem Alter fällt es mir noch schwerer. Ab 40 nagt der Zahn der Zeit ;-D. Und faktisch ist es mir nicht möglich, den Schlaf am Tag nachzuholen. Selbst wenn die anderen Kinder in Schule und KiTa sind. Hier muss ein Minimum an Organisation laufen, sonst bricht das System zusammen. Außerdem sind die Schlafenszeiten von der kleinen Hummel unzuverlässig lange. Manchmal sind es 30 Minuten, manchmal sind es zwei Stunden. Und nichts finde ich ätzender, als gerade eingenickt wieder aufspringen zu müssen. 

Gut ist allerdings, dass auf so verkorkstes Nächste immer ein paar gute folgen und ich dann wieder annähernd „funktioniere wie gewohnt“. 

Außerdem gehe ich derzeit in 90% der Fälle mit den Kindern zusammen zu Bett. Ich brauche den Schlaf einfach, sonst kann ich nicht geduldig durch den Tag kommen.

 

Termine

Wie damals auch mit den anderen  Babys, versuche ich möglichst wenig Termine zu machen. Der Tag ist schon getaktet genug und wenn zweimal hintereinander Termine anstehen, bringt mich dass doch ziemlich in Organisationsstress. Dann taktiere ich, wann ich die Hummel am besten hinlege, damit sie schlafen kann ohne dass ich sie wecken muss und trotzdem annähernd ihren Rhythmus beizubehalten. Was meine Kinder nämlich auch alle gemein haben: Ich kann sie nicht schlafend aus einem Bett oder Kindersitz nehmen und schlafend wo anders hintragen. Sie werden immer wach. Immer.

Und Termine, die nicht in die üblichen Gewohnheiten passen, sorgen immer für ein abends sehr aufgekratztes Baby, das schlecht zur Ruhe kommt und den Abend insgesamt sehr unentspannt macht.

 

Und die Geschwister?

Was die Geschwister angeht, so sind sie auch nach 3 Monaten immer noch sehr verliebt, sehr stolz, sehr verständig und geduldig und teilweise fast schon überengagiert, was die Babybespaßung angeht. Manchmal muss ich vor allem das Sirenchen bremsen und ihr nochmal klar machen, dass das keine Puppe ist, sondern ein Baby. 🙂 Versteht sie dann aber zum Glück.

 

Ein Babyphon brauchen wir auch nicht. Die Geschwister haben immer ein Ohr und laufen freiwillig auch mal schnell nach oben oder nach draußen, um nachzusehen, ob alles gut ist.

 

 

 

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