Das Baby ist nun 6 Monate alt

Unser Hummelchen ist nun 6 Monate alt und ist wohl auch in einem nächsten Entwicklungssprung angekommen. Sie ist sehr wach, sehr neugierig, sehr freundlich, aber auch sehr bewegungsfreudig und zappelig und kaut oft sogar auf beiden Fäustchen gleichzeitig herum. Die Zähne schießen ein und schimmern weiß leuchtend und dick durch das Zahnfleisch. Das führt hier und da zu lautem Gemotze und Weinen.

Ausdauernd kann sie auf dem Boden Spielzeuge und Alltagsgegenstände betrachten und friemelt besonders gerne an Zettelchen herum. Dabei schiebt sie sich rückwärts durch die Zimmer und wippt im Vierfüßler munter vor und zurück.

Ihre Geschwister findet sie mega cool. Es ist eine Freunde ihre Freude zu beobachten, wenn die Geschwister aus der Schule kommen. Die Geschwister freuen sich nicht minder.

Der Sohn ist nach wie vor ein engagierter und ganz toller großer Bruder mit geduldigen Spieleinheiten. Das Knöpfchen hat immer wieder für die Hummel besonders erheiternde Ideen, allerdings ist sie da weniger ausdauernd, als der Sohn. Das Sirenchen steht in den Startlöchern, was die Nahrungsverabreichung nach dem Stillen betrifft. Sie möchte dem Hummelchen gerne Brei füttern und die Flasche geben.

Das wird sie dürfen und garantiert super machen. Jedoch muss sie noch bis März warten.

Das Hummelchen stiert zwar schon interessiert allem Essbaren nach und grabscht alles vom Tisch, wenn man nicht aufpasst, aber ich habe schon einen Plan.

Erstens möchte ich, dass sie stabil im Hochstuhl sitzen kann. Das erleichtert das Essen einfach und war bei den anderen Babys auch der Startschuss zum Abstillen.

Und zum anderen ist der Februar schon so durchgetaktet, dass wir zu oft keinen geordneten Tagesablauf haben werden und erfahrungsgemäß sind dann erste Mahlzeiten abseits der Brust schwer mit der nötigen Ruhe und Regelmäßigkeit zu integrieren.

Zusätzlich kursieren noch hier und da die typischen Winterkrankheiten und sogar die Grippe. Da möchte ich dem Hummelchen gerne meine Abwehrstoffe noch ein Weilchen zur Verfügung stellen.

Nichts desto trotz ist es langsam gut mit der Stillerei. Bei mir ist immer irgendwann der Punkt erreicht, an dem ich einfach nicht mehr mag. Ist so ein ernstzunehmendes Gefühl. Wenn ich zunehmend buchstäblich keinen Bock mehr habe, ständig mit meinen Brüsten zur Verfügung zu stehen. Mal davon abgesehen wird das Hummelchen auch rabiat und wild beim Trinken. Nur Nachts hat sie die nötige Ruhe für geordnete Malzeiten. Am Tag fliegt der Kopf hin und her und sie hat keine Zeit.  Außerdem habe ich stäääääändig Hunger, esse Unmengen und nehme ab. Das bedeutet, ich werde ganz schön „ausgesaugt“. Was mich nun auch nicht wundert. Denn die kleine Hummel ist zum anbeißen niedlich, aber eben auch sehr speckig. Der Kinderarzt empfahl mir sogar Aufbaukalk für mich. Zur Stärkung. Ich versuch das mal.

Die Hummel wog bei der U5 gestern 8920gramm. Ein Vergleich zeigte, dass der Sohn damals nur 300 Gramm schwerer war. Die Schwestern waren ein paar wenige 100 Gramm leichter.

Da das  Abstillen aber mit den Geschwistern auch im scheinbar gegenseitigen Einvernehmen immer zeitlich zusammen passte und völlig problemlos klappte, mache ich mir da auch keine Sorgen, was Baby Nr 4 betrifft. Ich werde berichten. Manchmal wird man ja eines besseren belehrt.

Unser Baby- Mädchen ist ansonsten, wie die anderen 3 natürlich auch, wieder ein ganz eigener Charakter. Je wacher sie werden, je mehr erkennt man das ja. Ich finde das großartig.

Und so kann ich nur sagen, dass die Geschwister alle in ihrer passenden Reihenfolge geboren wurden. Unser Hummelchen ist überaus unkompliziert, wenn wir unterwegs sind. Wenn ich nur daran denke, wie das Sirenchen mit 6 Monaten war, dann bricht mir schon wieder der Schweiß aus. Hätte ich damals das Sirenchen in der KiTa auf dem Boden abgelegt, um mir die Schuhe auszuziehen und es hätte jemand gewagt sie anzuschauen, dann hätte sie geschrieen wie am Spieß. Das tat sie schon im Tragetuch bei mir, wenn die Oma zu Besuch kam und sie zurückhaltend begrüßte, obwohl sie die kannte!

Anders das Hummelchen. Sie liegt da im warmen Anzug und strahlt alle an. Neugierig schaut sie sich um und ist ganz zufrieden. Außerdem schläft sie auf dem Rückweg im Lastenfahrrad meistens ein und lässt sich !!schlafend!! ins Haus transportieren und schläft weiter! Die drei großen Geschwister konnte man NIE, NIE, NIE schlafend aus dem Auto oder dem Kinderwagen ins Haus tragen. Es endete immer in Geschrei. Immer.

Hingegen erlaubten mir die anderen drei Babys recht früh, nach einer unterschiedlich gearteten Einschlafbegleitung (daneben legen musste ich mich allerdings nur in ganz seltenen Fällen), abends eine Art Feierabend. Ich konnte nach den ersten Wochen mit dem Mann Abends in der Küche sitzen, essen und reden. Ich konnte mir einen Film ansehen. Ich konnte nähen, was basteln oder duschen. Das war wunderbar! Und sogar wichtig. Ich glaube sonst hätten der Mann und ich diese herausfordernde Zeit auch nicht gemeistert.

Das Hummelchen jedoch verlangt nach meiner Nähe. Und seit die Zähne hier und da drücken und sie so unverschämt wach und neugierig ist, kann ich abends neben ihr nicht mal mehr lesen. Sie fuchtelt mir das Buch oder Handy aus der Hand.

Außerdem ist sie oft furchtbar müde, aber so überdreht. Ich denke, ich verpasse meist das passenden Schlafffenster, weil ich die Geschwister auch ins Bett delegieren muss. Da habe ich derzeit keine andere Lösung. Und dann wird es hampelig. Dann strampelt sie und knurrt und meckert und kommt auch nicht in meinem Arm zur Ruhe. So manches Mal bin ich nochmal mit ihr aufgestanden und habe mich eine halbe Stunde zum Mann gesetzt (der dann auch endlich von der Arbeit zurück ist) und das Baby-Mädchen hat noch ein bisschen in unseren Armen rumgeturnt. Danach schläft sie dann auch. Aber auch nur neben mir.

Ich gestehe unverfroren, dass ich mich auf den Moment freue, an dem ich abends wieder Zeit für mich habe und nicht völlig verbogen rund um ein Baby gebettet liegen muss. Ich würde mich auch gerne mal wieder in meine bevorzugte Schlafposition begeben. Ich fühle mich schon ganz verhakt an manchen Stellen.

Bis aber die nächste Phase in diesem Babyhaushalt eintritt, findet man mich weiter überall stillend. Auch morgens im Halbschlaf im Bad, während die Schulkinder sich fertig machen.

  1 Comment

  1. Avatar Lucia   •  

    Huhu,

    unser Speckulatius hatte gestern halben Geburtstag. Und ich fühle mich morgens auch als hätte ich nicht im Bett geschlafen sondern gezeltet. Aber das wird alles noch. Sonst wie immer alles ähnlich wie bei euch. IrrenhausZweigstelle Neubiberg. …also völlig normal. Liebe Grüße Lucia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.