Woche 9-mit Leseempfehlungen

 

Letzte Woche wollte ich nen Rant schreiben. Der verpuffte, weil ich nicht dazu kam und das Thema wurde zum Glück von anderen Schreiberlingen aufgegriffen. Und sogar besser, als ich es könnte. Dann wollte ich etwas Positives schreiben. Die letzte Woche war nämlich eine gute Woche und öffnete meinen Blick für all die wunderbaren Dinge, die in diesen herausfordernden Wochen nebenbei auch passiert sind.

Und damit wollte ich eigentlich auch bei grosseköpfe #30am30-Gute Momente mitmachen.

Aber obwohl ich „nur“ Hausfrau und Mutter bin, kann ich derzeit keine „Terminabgaben“ zuverlässig bedienen. Und wäre ja auch sowieso für #30am30-Gute Momente,  zu spät dran. (Wer also positive Beiträge in Zeiten von Corona lesen möchte, der hüpfe mal schnell rüber!)

 Ich wische mir derweil den Schweiß von der Stirn und bin froh, diese Schreiberei als Privatvergnügen betreiben zu können. 

Unser 9 Monate altes Baby ist mein aktueller Fulltimejob im „Homeoffice“ neben der Betreuung und Bespaßung von 3 weiteren Kindern zwischen 9 und 6 Jahren.

Dazu kommen im Doppelpack jede Woche Mails aus der Schule mit Lernplänen und Infos. Und tatsächlich setzt latentes Vermissen der Schule bei den Kindern ein. Sowohl der Sohn, als auch das wilde Mädchen haben so ihre Ausbrüche. Der Sohn still und nachdenklich und das wilde Mädchen gewohnt explosiv.

Und das KiTa-Kind, seines Zeichens Vorschulkind, hockt mitten in der Wackelzahnpubertät zwischen Langeweile und Überforderung und trauert um ihre letzten KiTatage mit Abschlussfesten und Ausflügen.

Ich versuche „Unterricht“ zu Hause zu machen, was mal mehr und vornehmlich immer weniger gut funktioniert. Die Kinder haben keine Lust und ich mit motzendem Baby am Hosenbein und einem KiTakind, das gerne mal etwas vorgelesen haben möchte, habe zu wenig Arme und Köpfe, um alles gleichzeitig anbieten zu können. Der Tag hat übrigens auch zu wenige Stunden. Das kommt noch dazu. Immer öfter lasse ich die Schulaufgaben, Schulaufgaben sein und freue mich stattdessen, wenn die Kinder miteinander spielen und gehe mit allen raus. „Wandern“. Sie sind dann entspannter und besser gelaunt und ich am Ende auch. DAS gilt es überhaupt auch zu erreichen in dieser Ausnahmesituation. Alle maximal in guter Verfassung zu halten. Um ehrlich zu sein, habe ich keine Probleme mit einem „verlorenen“ Schuljahr. Das Leben JETZT lehrt viel mehr. 

Und vielleicht ergeben sich ja ab nächster Woche neue Zeitfenster für mich. Denn dann beginnt ja die Schule wieder. 😀 Ich muss lachen. Oder weinen. Ich weiß nicht so genau. Die Kinder freuen sich irgendwie auf die Schule. Und ich werde sie zu unterschiedlichen Tagen und Uhrzeiten mit Mundschutz ausgestattet zur Schule schicken. Hoffentlich schicke ich auch immer das richtige Kind zur richtigen Zeit am richten Tag los, Leuchtend gemarkert prangern die 7 bis 8 Schultage bis zu den Sommerfreien a 3 Stunden im Familienkalender.

Ich hab aus diesem Grund auch kein Beitragsbild. Und für die derzeit karge Bespielung des Blogs, gibt es für Interessierte etwas öfter kleiner Einblicke auf Instagram von mir. Das bedient sich einhändig mal nebenher leichter.

 

Und wer  etwas lesen möchte über die Themen, die mich so aufregen, dem verlinke ich hier ein paar Beiträge und Zeitungsartikel.

Das zerbrechliche Konstrukt der gefühlten Gleichberechtigung

 

Passend und von Patricia (das Nuf) auch verlinkt ein älterer Artikel von Teresa Bücker, der aber in diese Zeit passt:

https://sz-magazin.sueddeutsche.de/freie-radikale-die-ideenkolumne/gleichberechtigung-haushalt-pflege-88262

 

Außerdem:

https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-das-ist-eine-verhoehnung-dessen-was-eltern-leisten-_arid,1911309.html?fbclid=IwAR1hBYmAneaRSLkJ0dCjW6hdnTfRthf0U3LGNwbXhN2EHqUiaAGRKUoo3e8

und

https://www.familie.de/familienleben/die-vergessenen-eltern-wieso-spielen-familien-bei-corona-keine-rolle/

 

Auch ein Aufreger. Sprüche die keiner braucht:

„Dann hättet ihr halt keine Kinder bekommen sollen“ – ein Satz, der mich so wütend macht

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